Warum Angst ein guter Lehrer ist | #Achtsamkeit 🧘🏼♀️
Shownotes
INSPIRATION | Wir Menschen haben vor vielem Angst. Und das ist sicherlich gut so. Denn, wie schon Hannah Arendt bemerkte, ist Angst für das Überleben unverzichtbar. Doch wenn die Angst überhand nimmt, sind wir gelähmt – im Job, im Alltag, in unseren Beziehungen. Wie wir lernen, mit Angst umzugehen und wie Achtsamkeit dies unterstützt, klären Marina Löwe und Stefan Lammers im Gespräch. Du erfährst... …was die fünf Säulen der Identität sind …warum Achtsamkeit uns hilft, Angst zu verstehen …wie wir konstruktiv mit unseren Emotionen umgehen können …warum es wichtig ist, die eigene Verwundbarkeit zu zeigen …wie Angst und Neugierde verbunden sind …warum Lernen immer ein Wechselprozess ist …wie sich das Imposter-Syndrom äußert …welchem Frühwarnsystem wir öfter trauen sollten ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Achtsamkeit: Tief durchatmen und in den Bauch horchen! Auf deinem Weg in ein achtsameres Arbeitsleben begleitete dich bei uns regelmäßig Marina Löwe. Von ihr erfährst du in verschiedenen Folgen, welche Potenziale in dir stecken, wenn du Achtsamkeit als Haltung in deinen Berufsalltag integrierst. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Marina Löwe, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:03:33) Wie funktioniert der Emo-Check als Methode? (00:10:37) Was bewirkt die Auseinandersetzung mit Angst? (00:15:32) Wofür ist Angst gut? (00:18:23) Wie äußert sich das Imposter-Syndrom? (00:23:14) Was für Strategien helfen im Umgang mit Emotionen? (00:31:06) Wie finde ich Zugang zu meiner Angst? (00:36:01) Die fünf Säulen der Identität (00:40:44) Warum es hilft, die Zukunft zu visualisieren __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Make It Mindful, dem Podcast für mehr Achtamkeit im Arbeitsleben bei Digitalkompakt.
00:00:16: Krank seit dem vierten Lebensjahr, mit vierzehn Jahren Chemo und mit sechzehn beschlossen, dass er mit vierzig sterben wird.
00:00:21: Unter anderem weil er niemals Kinder bekommen kann.
00:00:24: Stefan Lammers ist heute mein Gesprächspartner und nicht nur mein Interviewpartner sondern seit zwei tausend sechs auch meinen sehr geschätzter Beraterkollege, mit dem wir viele Projekte gemeinsam gemacht haben.
00:00:34: Stefan du bist Executive Coach, UC Berkeley, du bist chinesischer Renncoach.
00:00:38: Du hast SLBB gegründet indem wir seit zweitausendsechs auch als Team zusammen unterwegs sind.
00:00:44: Und über deine langjährige Führungserfahrung im Ziel-Level und Aufsichtsrat hab ich dich ja gebeten, ob wir über das Thema Gefühle heute sprechen können mit dem Schwerpunkt Angst unter anderem weil du für Kunden große Live-Sessions jetzt in der Corona Zeit dazu gemacht haben.
00:00:59: Deine persönliche Geschichte habe ich ein ganzes Stück begleitet und die hat mich auch sehr berührt.
00:01:04: deshalb habe ich dich gefragt, ob ich es als Einstieg nennen kann?
00:01:07: Du hast gesagt Ja Und das Thema Angst begegnet dir auch sehr viel im Bereich Ziel-Level mit der Arbeit, mit Vorständen die du da hast.
00:01:16: Wie bist Du auf dem Thema Angst in der jetzigen Situation gerade im Coaching gekommen?
00:01:22: Ja vielen Dank für die Einleitung Marina!
00:01:25: Angst hat eine ganz große Bedeutung allerdings meistens nicht offensichtlich weil im Ziel Level oder im Topmanagement spricht man nicht gerne über Ängste die man hat macht man irgendwo mit sich hauptsächlich alleine aus.
00:01:38: Und für mich ist das kein Thema, weil ich seit meinem vierten Lebensjahr wie du schon gesagt hast immer wieder mit brutalen Existenzängsten konfrontiert worden bin und insofern ich auch gemerkt habe dass diese Ängste durchaus positive Effekte haben nämlich dass man dadurch Neues lernen kann, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzen kann und ähnliches.
00:01:58: Insofern hat es eine große Bedeutung für mich im Leben.
00:02:00: Und da kommen wir jetzt auch schon, sag ich mal zu einem der großen Punkte.
00:02:04: Nämlich dadurch dass sich diese Offenheit habe über meine eigenen Ängste oder über die Dinge die mir nicht gelingen oder ähnliches zu sprechen ist es natürlich für mich auch so ein Dosenöffner sage ich manchmal in dem Coaching oder in der Teamentwicklung das ich Dinge enttabuisiere, Dinge die eigentlich nicht besprechbar sind, die dadurch besprechbare machen, indem mich selbst öffner und auch eben als Rollmodel das auf eine andere Ebene bringen.
00:02:31: Da fällt mir auch gerade was ein, einen Team-Meeting ich mache ja gerne mal so einen Emo-Check in und wir hatten ein schönes Team Meeting mit insgesamt zwölf Leuten die eigentlich relativ distanziert waren aus der Produktion also noch keine richtig gutes Team Und der Geschäftsführer war dabei und ich habe morgens das Emo Check In gemacht und bei diesem Emo checkin hab ich über mich meine Geschichte meiner Ängste meine Sorgen gesprochen.
00:02:53: Und am Ende war, also für dieses Emo-Check-In war eigentlich eine Stunde eingeplant gewesen und wir haben am Ende eigentlich den ersten Tag sieben Stunden mit diesem Emo Check-In gearbeitet weil ich auf einmal durch diesen Rahmen und diese Offenheit die ich gegeben habe etwas im Raum war was den anderen auch erlaubt hat so offen mit ihren eigenen Dingen umzugehen die besprechbar zu machen.
00:03:13: und das war für dieses Team letztendlich ne Offenbarung weil sie auf einmal sich ganz anders begegnet sind Und durch diese Offenheit, durch die Beispiele, die sie dann auch selber gebracht haben.
00:03:24: Wo Dinge nicht funktioniert haben und Sie selbst Angst vorgehabt haben einfach zu einem ganz anderen Kontakt geführt haben und zu einer ganz anderen Tiefe in der Zusammenarbeit.
00:03:33: Sagst du gerade Emo-Check?
00:03:35: Das ist ja vielleicht gar nicht für jeden selbsterklärend was mit Emo Check gemeint ist.
00:03:40: Vielleicht kannst du es nochmal kurz erläutern.
00:03:42: Was ist das für dich für eine Methode?
00:03:43: Und Emo steht erst mal für Emotionen.
00:03:45: aber warum sollte man sich ... Treffen, um sich über seine Emotionen zu unterhalten im Team?
00:03:51: Das Erste ist, sag ich mal, so ritualisiert bei mir.
00:03:54: Also das Team trifft sich nicht vorrangig in der Regel, um mich über Emotion zu unter halten.
00:03:58: Das jetzt erst einmal nicht der Anlass, dass es meistens irgendein Team-Meeting, eine Weiterentwicklung an Offside was praktisch online stattfindet oder aber auch in Präsenz.
00:04:07: Aber die Frage ist womit bin ich heute in diesem Moment hier?
00:04:11: Und für mich ist ein schönes Beispiel, ein Vorstandsteam mit dem wir in den letzten Jahren sehr viel zusammengearbeitet haben.
00:04:18: Da ist auch in der Zeit wo wir nicht an den Vorstandssitzungen teilnehmen immer der Emo Check-in das erste womit begonnen wird.
00:04:24: also dieses Thema womit bin ich heute hier?
00:04:26: was sind meine Gefühle?
00:04:27: Was belastet mich möglicherweise?
00:04:29: Was hält mich zurück?
00:04:30: Wo bin ich mit meiner Aufmerksamkeit?
00:04:32: und diese Fragen danach und auch offen sein zu dürfen also diese Erlaubnis zu haben das offen jetzt gerade rauszubringen, schafft einfach eine ganz andere Qualität in der Begegnung und in den nachfolgenden Diskussionen die da sind.
00:04:44: Weil ich weiß möglicherweise oder kann besser einschätzen warum jemand grade so reagiert wie er reagiert.
00:04:50: als Beispiel Ich habe zu Hause gerade ein Problem.
00:04:53: was passiert normalerweise in irgendwelchen wichtigen Sitzungen?
00:04:57: Da sitzt also einer, der guckt immer mit einem Auge zum Handy hin.
00:05:01: Krieg ich da jetzt ein SMS?
00:05:02: Kriege ich einen Anruf?
00:05:03: Muss sich darauf
00:05:04: reagieren?".
00:05:05: Diese Person kann gar nicht mit seiner Aufmerksamkeit hundertprozentig in den Meeting sein!
00:05:09: Die anderen die davon aber nicht wissen was da los ist... Die gucken die ganze Zeit auf die Personen und sagen, war ich schlimmstenfalls ist die Person gerade blöd oder was auch immer.
00:05:18: Wie interessiert sich nicht für uns?
00:05:19: Die guckt immer nur auf das Handy wie ätzend.
00:05:22: Und wenn er nicht guckt
00:05:23: warum soll ich präsent sein?
00:05:24: Ja genau und ich fange dann überhaupt nicht an hundertprozentig da zu sein.
00:05:28: und dann ist schon die Frage Was ist am Ende die Qualität was es am ende des Ergebnises was dabei rauskommt?
00:05:33: so und wenn Ich das zu Anfang ausgebracht habe Dann gibt es bestenfalls die Lösungen, so mache ich das üblicherweise.
00:05:38: Wenn ich dann Meetings habe mit mehreren Personen, dass ich sage, tu mir bitte den Gefallen, lass dein Handy heute an!
00:05:44: Das ist auch in einem lauten Modus.
00:05:47: Du brauchst nicht immer hinschielen sondern du weißt, du wirst gewahr wenn irgendjemand etwas von dir will und alle anderen wissen worum's geht.
00:05:56: Und das schafft eine totale Entlastung für die Personen in diesem Moment, weil sie einfach dieses Thema rausgebracht hat.
00:06:02: Auf einmal kann man dafür eine Lösung finden und kann damit umgehen.
00:06:05: Jetzt kann diese Person auch zu hundert Prozent beim Meeting dabei sein.
00:06:08: Die anderen haben bestenfalls auch noch was Unterstützendes beizutragen und können der anderen Person halt geben.
00:06:13: Wunderbarerweise entsteht auf einmal Energie und daraus entstehen dann auch wieder gute Lösungen
00:06:18: Und darüber haben wir uns sehr viel unterhalten, auch immer wieder in den letzten Jahren.
00:06:22: Was ist die Transparenz?
00:06:23: Die es braucht in Teams damit sie auf Hochleistung kommen.
00:06:27: Also unser Credo ist ja rund um Hochleistungs-Team, Hochleistungenführung und das ist eben genau nicht bedeutet über seine Grenzen hinweg zu arbeiten und einfach nur mehr sondern das Richtige zu tun.
00:06:40: Sich den Dingen, die einem im Weg stehen oder den Unklarheiten zu stellen und damit die Laufwege klarzuhaben und sie auch zu vereinfachen.
00:06:49: Und diese Transparenz, die du gerade beschreibst, sorgt ja dafür, dass ich diese Energie zum Beispiel, die ich brauche um etwas unter dem Tisch zu halten oder unauffällig zu managen, keinen Stören, weil jeder weiß was das Thema ist.
00:07:09: Und ich muss mir gerade keine Sorgen machen oder keine Angst haben dass sich da etwas offen lege was im Team vielleicht dafür sorgt dass ich abgelehnt werde und wir haben uns ja sehr viel über das thema angst unterhalten.
00:07:20: und was auch dein persönlicher zugang dazu war.
00:07:23: und wenn du jetzt mal bei dir selber guckst dieses offenlegen diese transparenz was waren Dinge in deinem leben wo du merkst dass die transparent für dich persönlich auch die er immer wieder gezeigt hat, das ist was, was mich nach vorne bringt.
00:07:36: Das ist etwas, was nicht von meiner Leistung wegnimmt sondern im Gegenteil diese Transparenz und Offenheit über Dinge vor denen ich Angst hatte vielleicht vorher sie zu teilen es genau das was mich stark macht und was meine Leistung fördert.
00:07:48: also ich glaube dass was so schwermacht in top management teams ist ja dass die eigentlich gewohnt sind immer in einer aus ihrer Sicht top performance zu sein und das ist ein ungeschriebenes gesetz ist überhaupt darüber zu sprechen.
00:08:01: Und für mich ist es eben etwas, wo ich sage.
00:08:04: Es ist einfach wichtig dass ich mit mir selber klar bin was ich benötige um in meine eigene Performance zu kommen.
00:08:11: und Ich persönlich kann nur immer wieder sagen wenn ich Ängste mit mir rum schleppe oder Unangenehme Dinge passieren und ich die mit mir herum schleppe dann schaffen sie einfach keine Kraft und keine Energie sondern Sie ziehen mich weg von meinem Leistungsvermögen und Insofern habe ich dann irgendwann einfach in den Situationen gelernt diese Dinge anzusprechen, mutig zu sein.
00:08:33: Bin dann über meinen eigenen Schatten gesprungen und auf Wunder was ich dann eben wirklich registriert hab.
00:08:37: in dem Moment sind zwei Dinge also kommt aus die unterschiedliche Situationen drauf an.
00:08:41: das eine ist dass sich Support kriege, dass ich also von anderer Seite nicht abgewertet werde wie es vielleicht meine Befürchtung die ganze Zeit gewesen ist sondern dass Menschen auf mich zukommen und sagen mir ging das auch so.
00:08:54: Ich habe ähnliches erlebt.
00:08:56: ich bin da mit Sohn und Sohn gegangen oder es kommen dann Leute hey Ich hätte jetzt möglicherweise die Kapazität, gerade die und die Sachen für dich zu übernehmen damit du dich auf das konzentrieren kannst.
00:09:06: Also es kann ganz produktiver Faktor sein in dem Moment.
00:09:10: Die andere Geschichte da drin ist sie dass ich festgestellt habe im meinem Job kann ich das eben auch super gut ansetzen weil wenn ich damit reingehe im Coaching in der Beratung mit meinen eigenen Ängsten wenn nicht die offenbare wenn ich Themen, die mir vielleicht unangenehm sind zum Thema machen.
00:09:27: Dann gibt es auf einmal auch für die anderen diese Bereitschaft darüber nachzudenken und sie gehen dann vielleicht auch in diese Offenheit rein.
00:09:33: Und das bildet dann sofort wieder Energie und bildet auch wieder sofort eine ganz andere Verbindung.
00:09:37: Und da muss ich jetzt gerade tatsächlich an einer Erlebnis denken von uns beiden.
00:09:41: Ich weiß nicht ob du noch daran erinnerst bei einer Bank vor vielen, vielen Jahren wo wir die Situation hatten dass wir ein Workshop in der größeren Gruppe hatten und das Gefühl hatten die Gruppe ist nicht hundertprozentig dabei Und sie hat jetzt nicht die Aufmerksamkeit, sie will eigentlich lieber ein anderes Thema.
00:09:58: Das ist ja für einen Moderator und damals waren wir beide noch nicht so super erfahren – auch eine unangenehme Situation!
00:10:03: Dann haben wir überlegt, wie gehen wir damit um?
00:10:05: Wir haben es dann zum Thema gemacht für die Gruppe und haben gesagt, pass auf, wir sind gerade unsicher.
00:10:09: Wo seid ihr gerade?
00:10:10: Was erwartet ihr von uns?
00:10:11: Ist das relevant für euch?
00:10:14: Allein dass wir dieses Thema reingebracht haben und die Rückmeldungen bekommen haben dass es wie sie total relevant ist, hat das was anderes auf der anderen Seite.
00:10:22: Dass die gefragt wurden und dass wir das zurückgespielt haben ausgelöst.
00:10:25: Und dass wir dann auch einmal eine unheimlich gute Reaktion gekriegt haben, die Leute noch viel mehr dabei gewesen sind und wieder enger mit uns verbunden waren.
00:10:32: Das sind
00:10:33: z.B.,
00:10:33: die einfach zeigen, wie produktiv das sein kann, Angst zu offenbaren?
00:10:37: Ja, da gibt's einige Situationen an, die ich mich erinnere wo du genau diesen Effekt erzeugt hast.
00:10:44: beide uns auch immer viel darüber ausgetauscht haben, was macht das mit einer Gruppe oder dem Gegenüber?
00:10:50: In dem Moment wo wir von uns Dinge preisgeben.
00:10:53: Und das kann natürlich Leute auf unangenehme Art und Weise berühren.
00:10:57: Es kann auch Dinge antatschen, sag ich mal, wo sie sich sehr unwohl mitfühlen.
00:11:02: Ich geb dir ein Beispiel in einem Führungskräfte-Workshop gesagt, dass ich an dieser Stelle einmal gerne offen lege.
00:11:09: Dass ich eventuell heute hier und da mal Momente haben kann, kurze Abdrifte und dass man mich gerne darauf ansprechen kann, weil es so ist das wir gerade erfahren haben, dass mein Mann Krebs hat.
00:11:20: Und dass das was ist, was mich grade sehr beschäftigt, sehr umtreibt.
00:11:23: Dass ich aber das Thema... Es ging auch unter anderem um den Umgang mit Druck für so relevant halte und das auch für mich gerade ebenfalls ein Lernprozess ist genau wie für alle anderen, dass sie da in einem Boot setzen und dass es gerade unter diesen Drucksituationen total sinnvoll macht sich damit zu beschäftigen und nicht zu sagen, da habe ich jetzt keine Zeit für sondern das war das Vorleben von gerade dann Wenn du denkst, es ist eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt und du willst es am liebsten wegdrücken.
00:11:48: Dass das dann sind macht sich den Themen zu stellen!
00:11:50: Ich habe so viel Resonanz... im Anschluss bekommen von Menschen, die zum einen sich damit in Beziehung setzen konnten.
00:11:57: Weil sie was Ähnliches erlebt haben bei Eltern oder Partnern und zum anderen gesagt haben das hat so eine Offenheit erzeugt von Anfang an dass diese Dinge über die wir nachher gesprochen haben in der Gruppe Das hätte ich nie gedacht Dass wir so offen und ehrlich über diese Punkte sprechen Die uns gerade auch einfach bei der Arbeit belasten Auch deshalb weil wir sie nicht teilen können.
00:12:17: Sie machen uns Angst Und dadurch dass wir da mit alleine sind werden sie total schwer zu tragen.
00:12:22: Und da hast du ja viele Dinge auch, wo du von dir persönlich geteilt hast und deshalb habe ich es als Öffnung genommen.
00:12:28: Ich möchte gerne nochmal einmal mit dir dahin gehen, weil ich mich immer wieder gefragt hab.
00:12:32: jetzt, wo ich dich schon so lange kenne aber auch in der Corona-Zeit verstehe das ist für dich natürlich noch mal ein ganz anderes Gewicht hat dieser Kampf ums Leben und diese Angst um die Endlichkeit Das ist ja was, was dich wirklich von klein auf begleitet hat.
00:12:45: also einige Punkte habe ich genannt Aber auch dass Du mit zwanzig von Ärzten gesagt bekommen hast Sie sitzen im Rollstuhl, Herr Lamass.
00:12:53: Ich weiß, wir haben uns um die Zeit kennengelernt, wo du noch an dem Punkt warst von älter werd ich eigentlich nicht und heute bist du ältern und hast einen Sohn?
00:13:00: Und es geht dir gut!
00:13:01: Wie hat dich das geprägt?
00:13:03: also diese konstante Auseinandersetzung damit?
00:13:06: was hat das als Person bei dir bewirkt?
00:13:08: ja das hat als person vor allen Dingen erwirkt dass sich heute das mache was ich mache.
00:13:12: und ich glaube da sind vor allem zwei Dinge ganz besonders wichtig.
00:13:16: das eine ist das Thema.
00:13:18: Es gibt letztendlich keine Grenzen.
00:13:21: Wie du es beschrieben hast, die Ärzte haben gesagt, keine Kinder sind möglich.
00:13:24: Die Ärzten haben gesagt ich würde im Rollstuhl sitzen und das alles habe ich bekommen.
00:13:29: Das ist einfach total klasse, dass für sich selbst wahrzunehmen über diese Grenzen immer wieder hinaus zu gehen, die einem vermeintlich andere so setzen wollen.
00:13:39: Da merke ich auch wie wichtig das ist, dass ich mich da immer wieder mit mir selbst auseinander gesetzt habe.
00:13:44: Dass ich dazu gezwungen war Jetzt endlich.
00:13:46: Und deswegen ist es mir heute auch ein großes Anliegen in der Arbeit, nichts sozusagen über die Verführer zu reden, die heute da sind überall.
00:13:56: Also Karriere, Geld verdienen und was auch immer sondern... Was macht mich wirklich als Person aus?
00:14:00: Wer bin ich?
00:14:02: Und was habe ich dadurch auch für Möglichkeiten, mich selbst so verwirklichen?
00:14:05: und finde das gerade sehr schön Auch in dieser Zeit dass ich merke, dass sich immer mehr Führungskräfte damit auseinandersetzen und dadurch einfach auch noch mal eine ganz neue Kraft und eine neue Energie im Job entwickeln.
00:14:15: Das zweite ist für mich sicherlich diese systemische Perspektive.
00:14:18: Ich habe da einfach durch meine Krankenhausaufenthalte in der Kindheit, immer wieder neue Klassen, in denen ich da rein musste, Freundschaften die sich schnell überlebt haben und dann kam wieder Neue.
00:14:27: Da hab' ich halt eine andere Sichtweise gelernt.
00:14:30: das heißt also ich habe gelernt weil es für mich überlebenswichtig war Systeme innerhalb kürzester Zeit zu identifizieren.
00:14:36: Also wer hatte was zu sagen Wer war von Bedeutung?
00:14:40: Wer konnte mir möglicherweise auch Dinge geben, die ich einfach in der Situation gebraucht habe.
00:14:44: Und das ist glaube ich natürlich schon ein großer Vorteil in der Situation heute.
00:14:49: Ich sage das manchmal so wenn ich in Unternehmen reinkomme, ich sitze eine halbe Stunde vorne am Empfang und gucke mir das Treiben an und dann kann ich schon mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit sagen was es da gerade für Themen in dem Unternehmen gibt Und das ist ganz wichtig für ein Beratungsprozess.
00:15:03: Ich nehme sie aber nie als Wahrheit an, sondern ich gucke dann immer noch mal rein und vergewisse mich über Befragungen, was auch immer wieder alles machen, dass es am Ende auch ist.
00:15:11: Aber spannenderweise auch wenn die andere aus unserem Team durchführen, kommen die meistens hinterher darauf zurück, was ich in den ersten dreißig Minuten in so einem System schon erkannt habe.
00:15:19: Das ist schon eine Fähigkeit, die mir glaube ich durch diese ganzen unterschiedlichsten Ärzte, Krankenhäuser usw.
00:15:24: erworben haben.
00:15:25: Und das is doch klasse!
00:15:26: Ist total toll, dass sich diese Möglichkeit hat, so viel zu erleben das heute einsetzen zu können.
00:15:32: Ja, da bist du ja schon genau.
00:15:34: bei dieser Analysewurfe ist Angst?
00:15:36: gut also du hast jetzt wirklich eine Menge aufgezählt ne?
00:15:38: Das eine der Vorteile an der Angst war dass sie dich quasi gezwungen hat sich mit dir selber auseinanderzusetzen und dadurch bist du auch Für mich einer der sehr wenigen Menschen, die ich so gut kennenlernen konnte, die sowohl eine unheimliche Stabilität haben in sich selber und klar sind über.
00:15:56: das ist mein Kern.
00:15:58: Das ist das, was mir wichtig ist und gleichzeitig dieses Fluide beibehalten hat von ... für mich ist nichts in Stein gemeißelt, sondern wenn ich merke da gibt es neue Erkenntnisse dann bin ich bereit, mich selbst auch in Frage zu stellen und auch zu sagen, vielleicht bin ich auf dem falschen Trip?
00:16:13: Und das ist ja etwas wo Angst auf der einen Seite Wahnsignal ist.
00:16:19: Da kommt was auf mich zu, was nicht meiner Komfortsituation entspricht.
00:16:22: oder ein Alarm geht an und auf der anderen Seite aber auch einen Trigger dafür zu sagen wo dockt das an?
00:16:28: Woher kommt das?
00:16:28: wie kann ich damit umgehen?
00:16:30: Und
00:16:30: es ist natürlich etwas was sich für mich wirklich verinnerlicht habe.
00:16:33: Für mich ist Angst sehr stark mit Neugierde verbunden und es gibt ja unterschiedliche Mechanismen damit auch umzugehen und für mich ist das also ich persönlich stehe total auf die Konfrontation Therapie oder wie auch immer man das nennt Als Beispiel, ich hab Höhenangst.
00:16:49: Und als ich das richtig für mich realisiert habe, habe ich angefangen eine Hochseigartentrainerausbildung zu machen.
00:16:55: Ich habe mal bei einem Sportverein in der ersten Bundesliga da ging es um Abstieg und das habe ich nicht richtig hingekriegt mit den Jungs.
00:17:02: Da war ich sauer auf mich selbst, dass sich das nicht drauf hatte.
00:17:05: was habe ich gemacht?
00:17:06: Ich habe eine Sportmentaltrainer- und Coachs Ausbildung gemacht.
00:17:08: also ich bin immer derjenige wenn irgendwas nicht klappt dann werde ich neugierig und überlebe mir Was kannst du denn jetzt eigentlich tun um damit umzugehen?
00:17:15: Und das rundet mich einfach total ab.
00:17:18: Es heißt nicht, dass ich fertig bin und werde nie sein.
00:17:21: Aber es ist total spannend, wo mich das auch hinführt und wie ich dadurch für mich neue Länder, neue Kontinente des Bewusstseins erreiche, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte.
00:17:30: Ich selber bezeichne mich so ein Stück weit eh als Learning Junkie und wenn man in diese Learnerrolle reingeht also dieses Bereitschaft zu haben neugierig zu sein etwas Neues immer wieder zu entdecken und daraus was zu machen, dann reichert das das Leben so unheimlich an Und mich erwarten oft Menschen im ersten Moment als den Knower.
00:17:49: Wenn ich in der Beratung bin oder wie auch immer und dann stellen die irgendwann aber im Prozess fest, dass ich eben da auch eher in einer Lörnerhaltung unterwegs bin und die eben gemeinschaftlich teile und damit was ganz Neues passieren kann.
00:18:02: Und das ist dann eben unheimlich kraftvoll weil es dann in der Regel auch Bestand hat.
00:18:05: Und wenn ich als Knower reinkomme, ich schreibe euch jetzt das Konzept und das müsste umsetzen.
00:18:10: Das passiert in der Organisation meistens nicht!
00:18:12: Ja, es geht immer um das in den Kontakt kommen und in das Beteiligen.
00:18:15: Und dadurch kann man eben auch wieder ganz neue Dinge entdecken und ganz neue Dinger umsetzen.
00:18:19: Das macht einfach irre Spaß sowohl mir als auch dann den Kunden am Ende.
00:18:23: ja das erleben wir auch immer wieder dass gerade die dinge die am Anfang nicht auf Begeisterung gestoßen sind oder sogar erschrockene Gesichter erzeugt haben, dass wir da am Ende die Resonanz bekommen wie unheimlich wirksam das war.
00:18:37: Und du hast ja auch viel Informationstheater gemacht.
00:18:41: Das sind für mich so die kleinen Erfahrungen wo ich gelernt habe.
00:18:44: Es gibt Menschen die können zum Beispiel kaum aushalten, dass sie Applaus bekommen Komplimente bekommen oder Wertschätzung.
00:18:51: Eine Übung war, dass man sich vorne hinstellt und die Gruppe bejubelt dich wie verrückt.
00:18:56: Und das noch mal zu sehen und zu erleben ... Das waren auch in den Coach-Ausbildungen immer wieder Thema.
00:19:01: Es gibt Menschen, die können es kaum ertragen, Komplmente und Wertschätzungen zu bekommen.
00:19:06: Inwiefern kann man das trainieren?
00:19:07: Das eine ist vor der Gruppe stehen und Schauspielern, das andere mit der Reaktion umzugehen.
00:19:12: Ich kann Angst haben, dass ich ausgebut werde.
00:19:14: Aber es gibt anscheinend auch ne Angst, und sich dann bei mir das Gefühl regt, es steht mir aber überhaupt nicht zu.
00:19:20: Es fühlt sich ganz unangenehm an.
00:19:22: Das hattest du vorhin auch reingeschmissen, dass das durchaus was für dich ist auf dem See-Levelbereich dir durchaus häufig begegnet, nämlich das Imposter-Syndrom.
00:19:30: Kannst du da noch mal kurz sagen, was dir da begegnete?
00:19:33: Es gibt ja eine ganze Menge Leute, die eben tatsächlich mit dem Lob und der Anerkennung nicht umgehen können.
00:19:38: Dafür gibt es einen Namen also Hochstapler oder Impostel-Syndrom spannenderweise bis heute nicht irgendwo als Krankheit anerkannt, also kein Therapiethema aber ein Coachingthema durchaus.
00:19:48: in diesem Symptom geht es darum dass man denkt jemand ist ein Blender beispielsweise hat mich viel drauf tut mehr als man denkt, wenn man ihm zutraut.
00:19:57: Und meistens ist das Gegenteil dahinter, dass da jemand ist der eigentlich unheimlich viel weiß aber sich dann zurückhält.
00:20:03: und die spannende Frage ist jetzt, wenn er jetzt Anerkennung kriegt für das was er macht?
00:20:06: Was macht er damit?
00:20:07: Er schiebt es weg und sagt, das steht mir doch gar nicht zu.
00:20:10: Und es kann auch vielleicht sein, und das kenne ich von mir aus in der Vergangenheit.
00:20:13: Auch an manchen Stellen dieses Thema, wo ich aber Angst habe, dass ich irgendwann entdeckt werde, dass sich gar nichts aufhabe.
00:20:19: Dieses Angst davor zu versagen, nicht zu reichen oder Ähnliches.
00:20:25: Das zeichnet ein Imposter-Syndrom aus.
00:20:27: Ich bin gut genug.
00:20:29: Ich freue mich nur kurz über den Erfolg.
00:20:31: Ich bitte selten oder nie um
00:20:32: Hilfe.".
00:20:32: Und das sind eben Dinge, die relativ häufig auch in höheren Führungsebenen vorkommen.
00:20:39: Das sind Sachen, die einen behindern.
00:20:41: Die haben da auch das Leben schwer machen und die einem nicht zur vollen Entfaltung kommen lassen.
00:20:46: Und ich glaube an solchen Punkten ist es einfach auch gut sich jemandem neutral an die Seite zu nehmen.
00:20:51: Auch da jetzt noch mal so eine Erfahrung aus der eigenen Welt... Ich bin mal in dem Jahr zwei Tausend Sechs war das auch glaube ich als ich mal mit einem Workshop ... Da wollte man mich scheitern lassen und ich bin auch am Ende gescheitert mit diesem Workshop.
00:21:03: lange Geschichte kurz aber am Abend des ersten Workshoptages Da habe ich damals meine damalige Frau angerufen.
00:21:11: Und die damalige Frau wollte nichts anderes, dass es mir gut geht und sie mich rettet usw.
00:21:17: Ich habe sozusagen kein neutrales Feedback von ihr erhalten in diesem Moment.
00:21:21: Wenn ich soweit gewesen wäre wie heute dann hätte ich in dem Moment meinen Supervisor gehabt oder mein Coach gehabt oder wen auch immer der Ebene neutrale Positionen mir gegenüber einnehmen konnte.
00:21:32: Den hätte ich angerufen um einfach nochmal über diese Situation anders reflektieren zu können.
00:21:37: gerade in der heutigen Zeit wo es darum geht Menschen zu begeistern, Menschen zu führen.
00:21:42: Wo ist noch viel stärker um diese soziale Interaktion auch geht?
00:21:46: Ist es wichtig einmal dass wir uns über uns selbst Bescheid wissen sowohl über die Dinge die funktionieren, wo wir exzellent drin sind aber auch genauso.
00:21:55: Wo sind unsere D-Railer?
00:21:56: also wo sind die Dinge wo wir unter Druck beispielsweise nicht gut mit umgehen können?
00:22:01: Und das ist wichtig, darüber Bescheid zu wissen um den begegnen zu können.
00:22:04: In der guten Zeit sozusagen ein Rezeptbuch zu schreiben.
00:22:07: wie gehe ich denn damit um wenn ich in so eine Situation reinkomme um dann ausgewogen reagieren zu kann?
00:22:13: Wenn ich das nicht mache?
00:22:15: Da komme ich jetzt mit Viktor Frankl, Viener Psychologe.
00:22:18: Er hat gesagt, zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
00:22:20: Und dieser Raum gibt uns die Freiheit eine Wahl zu treffen, eine Wahlfreiheit.
00:22:25: Wenn ich das eben nicht für mich klar habe in dem Moment, dass ich diesen Raum und diese Wahlfreikeit habe dann bin ich halt von der Impulsivität her gesteuert.
00:22:33: Ich nehme also eine Situation als bedrohlich, als ängstlich, nicht wertschätzend was auch immer war und reagiere sofort darauf um wieder mit mir okay zu werden Und das ist nicht immer die beste Wahl in diesem Moment.
00:22:46: Insofern ist es wichtig, auch Techniken zu lernen und damit anders umzugehen und darauf vorbereitet zu sein.
00:22:51: Dann kriege ich eine ganz andere Qualität.
00:22:53: Ich fand so ein schönes Bild, dass diese Emotionen teilweise wie vierjährige Kinder sind.
00:22:58: Du würdest sie nicht ans Steuer deines Autos setzen wollen?
00:23:01: Du würdest sie aber auch nicht in den Kofferraum stopfen wollen!
00:23:04: Es wäre beides keine sinnvolle Strategie.
00:23:07: Das eine ist nicht die Emotion blind ... in Führung gehen zu lassen, aber das andere ist sie auch nicht wegzudrücken und zu unterdrücken.
00:23:14: Wir reden ja auch viel über Neurowissenschaften weil es einfach hilft die Dinge zu erklären, die früher sehr abstrakt oder theoretisch klangen und die man jetzt gut belegen kann.
00:23:22: über die Brainscans Und das Handmodell, das gefällt mir ganz gut.
00:23:25: Das hat den Siegel mal entwickelt und zwar wenn du dir deinen Unterarm quasi vorstellst die Hand hoch dann ist der Unterarm zu vergleichen mit deinem Hirnstamm Der Daumen, den kannst du einklappen.
00:23:38: Der entspricht dem limbischen System deiner Amigdala.
00:23:41: Das ist das Alarmzentrum.
00:23:43: Immer wenn Angst oder so ein Wutanfall kommt bei den Emotionen, klingelt hier quasi einmal der Alarmknopf und es ist Kirmes im Kopf.
00:23:50: Dann geht das ganze Hormonsystem intern los... Diese Finger, wenn du die dann um den Daumen legst, die repräsentieren quasi den Rest.
00:23:58: Auch den gerade präfrontalen Cortex hier vorne.
00:24:00: das ist ja die Exekutive hinter der Stirn wo unser Kontrollzentrum sitzt.
00:24:05: und in dem Moment wo ich dem einfach nur folge und dass nicht annehme sondern ich versuche zu unterdrücken oder wie auch immer habe Ich quasi die Kontrolle losgelassen über das Gefühl und es rennt einfach nur los.
00:24:16: Und in dem moment wo ich gar nicht damit arbeite arbeitet es weiter mit uns in uns.
00:24:21: Das heißt die Hormone gehen da nicht einfach weg.
00:24:23: Die persönliche Reaktion verschwindet nicht.
00:24:25: Was ist für dich, wenn jemand sagt, wie gehe ich damit um?
00:24:28: Ich verstehe jetzt was da passiert, aber was mache ich mit?
00:24:31: Was funktioniert besonders gut, gerade aus dem Coaching-Anzug?
00:24:35: Gibt es zwei Dinge.
00:24:36: Eine ist, wie kann ich Unterbrecher reinsetzen?
00:24:39: In dem Moment nicht sofort zu reagieren, sondern beispielsweise das Ganze für eine Pause zu nutzen und mal austreten zu gehen oder Ähnliches.
00:24:47: Kann ich mir etwas aufschreiben in den Moment erst einmal?
00:24:50: Ich mach mir eine wertvolle Notiz ... Die meisten Menschen akzeptieren das auch in Business Meetings, wenn plötzlich eine anfängt etwas aufzuschreiben.
00:24:57: Und wenn ich das mit einer hohen Ernsthaftigkeit mache, gewinne einfach Zeit um in diesem Moment wieder darüber nachzudenken.
00:25:03: aber es gibt noch ein viel interessanteres Frühwarnsystem aus meiner Sicht und das ist unser Bauch Weil gerade auf den Topmanagement-Ebenen wird ja versucht, viel zu rationalisieren.
00:25:12: Und wenn du über Neurowissenschaften sprichst dann wissen wir heute auch immer mehr dass wir eigentlich gar nicht entscheiden können.
00:25:18: also das was ich jetzt grade sage was ich spreche Das hat mein Gehirn vorher schon entschieden dass sich das rausbringen werde.
00:25:25: Also inwieweit gibt es tatsächlich Rationalität?
00:25:27: und das ist etwas was in der Forschung je mehr man sich damit beschäftigt eigentlich immer mehr klar wird dass wir also viel weniger rational sind als wir denken.
00:25:35: So jetzt gibts aber ein Zentrum in uns dass uns wertvolle Hinweise liefert und ist der Bauch.
00:25:41: Wir haben meistens schon, bevor wir die Antwort geben ein ungutes Gefühl aber dieses Gefühl haben wir gelernt im Laufe der Zeit wegzudrücken.
00:25:49: Und wenn ich da wieder mehr Achtsamkeit drauf habe auf dieses Bauchgefühl was sich in diesem Moment habe dann ist es vielleicht einen Hinweis darauf nicht wie ich reagieren muss sofort in dem moment Aber das ich mir erst mal Zeit kaufe durch das Austreten, durch das Aufschreiben oder was auch immer Fenster öffnen aufzustehen.
00:26:06: Durch den Raum zu gehen oder sonst irgendetwas.
00:26:09: wie kann ich sozusagen mir Zeit gewinnen um dann nochmal in mich reinzuheuchen?
00:26:13: Auch was muss sich denn jetzt eigentlich werde reagieren auf das was ich gefragt worden bin oder Das beste Frühwarnsystem der Welt zu reagieren was ich habe mein Bauch der mir vielleicht schon ein komisches Gefühl gerade signalisiert und Vielleicht gehe ich dann hin und sagt es finde ich einen ganz wichtigen Aspekt Und der ist mir so wichtig, dass ich ihn nicht direkt beantworten möchte.
00:26:32: Ich möchte noch mal drüber nachdenken und da etwas zu sagen.
00:26:36: Vielleicht auch damit dieser Offenheit reinzugehen?
00:26:38: Also diese zwei Dinge sind ja schon ... Es ist
00:26:39: ein unglaublicher Schatz, der einfach in uns steckt, den wir aber gar nicht mehr gewohnt sind, so wahrzunehmen.
00:26:44: Genau!
00:26:44: Das wäre der Punkt wo ich ganz neugierig bin.
00:26:47: wie gehe ich damit um wenn ich gelernt habe dieses Bauchgefühl weil es ja auch unangenehm ist?
00:26:53: also wenn ich Angst habe dann ist das gerade wenn ich in der Führung bin mit dem ich vielleicht gar nicht gerne umgehen mag.
00:27:02: Oder ich hab gelernt, reiß dich zusammen, sei kein Schisser oder was auch immer man da vielleicht auch mit sich selber im Dialog bespricht.
00:27:08: und wenn ich einmal gelernt habe diese Gefühle abzukoppeln und da gar nicht mehr so hinzuspüren wie komme ich überhaupt wieder in Kontakt mit mir selber?
00:27:15: denn es gibt ja durchaus viele die die Strategie entwickeln fühlen nicht dann kannst du leisten.
00:27:20: also in der Tat ist das ja auch eine Überlebenstrategie.
00:27:23: Das muss man auch ganz klar sagen, auch wenn wir uns angucken selbst in der heutigen Zeit.
00:27:27: Wenn wir jetzt mal auf die Konzernwelt blicken, aber spannenderweise auch in den Startups wo ja immer was anderes gebildet wird.
00:27:33: Oftmals sind es die rationalen Menschen, die nach oben kommen und dort die Entscheidungsgewalt haben.
00:27:38: Die vielleicht durch diese Fokussierung, die sie haben und durch diese Kreativität, die Sie haben und auch durch das Selbstbewusstsein, was sich entwickelt hat auch eine gewisse Abkopplung von der Empathie zu den anderen.
00:27:49: Vielleicht auch im Laufe der Zeit gemerkt haben, dass andere ihnen in Anführungsstrichen nicht das Wasser erreichen können und insofern verlasse ich mich lieber auf mich selber.
00:27:56: und da entkoppelt man sich immer mehr.
00:27:58: Und das ist meistens nicht durch eine Einzelentscheidung auf den Top-Ebenen.
00:28:02: also wenn ich jetzt mal gerade nochmal auf Konzernebene gehe, in Topmanagement Teams, in Executive Teams Vorstandsteams haben wir ja oftmals eine Ansammlung von Einzelkämpfern.
00:28:10: Wir haben eine hohe Fokussierung auf ihrer Aufgabe, dass die hundertprozentig läuft den keiner vor's Bein treten kann dafür.
00:28:17: und das kommt oft dadurch, weil es ein gemeinsames Bild nicht gibt.
00:28:20: Weil da nicht rein investiert wird, weil das als Sinn befreit gesehen wird.
00:28:23: Weil man ja sagt also einer der Glaubenssätze, der mir da begegnet ist ihr seid die Topmanager dieses Landes oder ihr seid top Manager dieser Branche.
00:28:30: Ihr werdet super gut bezahlt.
00:28:32: jetzt muss das laufen.
00:28:33: Das ist natürlich eine Wirglaube.
00:28:34: Also warum sollten die nicht zusammen harmonieren können und noch besser werden?
00:28:38: Die Top-Fußballspieler eines Landes, die können auch nicht funktionieren.
00:28:42: und wenn sie aber einen guten Trainer haben oder einen guten Coach haben mit dem Zusammenarbeiten und der schafft das dann diese ergänzende Unterschiedlichkeit zu bringen, dann haben Sie trotzdem am Ende wieder ein gemeinsames Ziel und sind auf einmal wieder total erfolgreich.
00:28:55: Das ist etwas, was leider Gottes in der Topmanagement-Ebene oftmals ein Stück weit abgeht.
00:28:59: Das heißt also wir haben sozusagen einen Code und ein Ritual in unserem Topmanagement.
00:29:04: Wir sind alles die Harten und wir sind alle diejenigen, die nur nach vorne gucken und nur entscheiden.
00:29:09: Und es gibt hier keine emotionale Anbindung untereinander das ist alles wertlos
00:29:13: usw.,
00:29:13: wenn ich dieses System habe!
00:29:15: Ich gehe als Einzelner auf einmal diesen Weg in der Öffentlichkeit dass sich mich offenbade und ähnlichen dann kann ich möglicherweise auch negative Konsequenzen haben.
00:29:22: Deswegen geht der Weg schon in solchen exklusiven Zirkeln, oft darüber dass sie eben zusammenfinden müssen und einen gemeinschaftlichen Beschluss finden wollen.
00:29:31: Und müssen sich dort anders zu verhalten und dann ist auch plötzlich das Potenzial zu spüren und dann entsteht dadurch einfach auf einmal nochmal eine ganz neue Qualität so wie ich das eben auch im begleiteten Teams erlebe wo dann auf einmal Leute aus der Silo Denker rausgestiegen sind und auf einmal ganz neue kreative Ansätze entwickelt haben Wir in der Arbeit auch mit den Ebenen drunter, Bereichsleiterebene und Abteilungsleitenebene plötzlich die Rückmeldung gekriegt haben.
00:29:56: Na ja, die meinen das sehr ernst!
00:29:58: Die arbeiten ja auch oben auf dem Vorstand auf einmal zusammen.
00:30:00: also vorher haben sie das immer nur gesagt wir sollen das auch mal tun und es hat dann keiner gemacht weil der Vorstand hat's auch nicht gemacht.
00:30:06: Jetzt auf einmal entstand eine Bewegung weil die Leute nach außen gesehen haben beiden Vorstände arbeiten zusammen.
00:30:10: Also das haben ja nie gemacht Und das ist einfach ein Potenzial in Organisationen, was zur Verfügung steht und überhaupt nicht genutzt wird.
00:30:17: Es ist ein schmaler Grad, ne?
00:30:18: Also wenn ich überlege, dass du auf der einen Seite ja diese Rationalität auch brauchst... Wie kann ich den kühlen Kopf behalten oder wie kann ich funktionieren in den Situationen wo mir eigentlich nach weinen oder nach Schreien wäre?
00:30:32: Ich muss aber eine ganz klare Ruhe und Entscheidungen gerade managen.
00:30:36: Die
00:30:36: Schwein geht ja oft im Topmanagement.
00:30:37: Ja, aber nicht aus!
00:30:41: Aber das ist die Frage.
00:30:42: Also, ist dieses Schwein aus Wut oder was auch immer nicht auch eine Angst, die da artikuliert wird?
00:30:49: Eine Befürchtung, irgendetwas läuft nicht in meinem Sinne oder... Was aber immer ist ja auch ne Angst, es möglicherweise nicht im Griff zu haben und Angst vor Kontrollverlust oder was so immer.
00:30:58: also insofern Das Schwein ist ja möglich warum dann nicht auch anders schreien und sich anders begegnen oder miteinander wertschätzend umzugehen oder so
00:31:06: Genau, das ist der zweite Punkt, wo ich den Faden verloren habe.
00:31:09: Auf der einen Seite das Rationale und das Funktionieren.
00:31:12: Und auf der anderen Seite der Zugang zu den Emotionen und zum Bauchgefühl.
00:31:16: Auch in der Lage sein zu können, das auch benennen zu können.
00:31:19: Alleine dass ich sagen kann... Ich motze dich gerade an über deine Leistung was du nicht richtig kannst.
00:31:24: Was ich aber eigentlich sagen will ist, ich hab eine verdammte Heiden-Angst, dass wir den Laden vor die Wand fahren und keiner von uns Ahnung hat ob wir grade die richtige Entscheidung treffen.
00:31:32: Aber damit ich das sagen kann muss sich ja Zugang zur Angst haben Und um zu fühlen, muss ich ein Stück weit dieses Funktionieren von dem ich glaube, dass es nur geht in dem nicht Fühle verlassen.
00:31:42: Das merke ich ist der große Übersprung, der schwierig ist.
00:31:45: am Anfang...
00:31:46: Weil die Leute wissen auf einmal worum's geht!
00:31:47: Das ist also praktisch nicht mehr das HB-Männchen was immer explodiert sondern ich erkenne auf einmal den Sinn warum der explodert und dann habe ich möglicherweise auch eine ganz andere Antwort darauf weil es geht nicht mehr um den Typen der mich gerade anmacht Es geht nicht um die Beziehungsebene, sondern ihr kennt auf einmal scheiß ich hab vielleicht Mist gebaut.
00:32:05: Ich habe da ja gar nicht drauf eingezahlt.
00:32:07: aber da degradieren sich die Schweihälse manchmal zur Wirkungslosigkeit weil sie den Fokus eben selber in dem Moment wo Sie schreien oder so wegnehmen von dem worum es eigentlich in diesem Moment geht.
00:32:18: Weil für die anderen die die da sehen geht's eigentlich nur noch darum hoffentlich kriegen das nicht alle mit dass er so laut ist oder was auch immer und in Wirklichkeit gehts dem ja um echtes Anliegen.
00:32:28: Er hat eine Sorge, dass die Zahlen nicht stimmen.
00:32:31: Er hat ne Sorge seinen Job zu verlieren, er hat die Sorge sein Status zu verlier'n... ...er hat ne sorge die Anbindung an die Leute zu verlier'.
00:32:38: Das sind doch total relevante Dinge für die Leute zuhören und wenn der das artikuliert dann haben die anderen auch die Möglichkeit darauf zu reagieren und mitzuarbeiten um zu unterstützen.
00:32:48: Wie geil ist das?
00:32:49: Absolut,
00:32:49: und es ist ja unfassbar nachverziehbar.
00:32:51: Also je mehr ich habe, desto mehr kann ich verlieren, je mehr Verantwortung ich habe... ...und trage desto mer Angst kann ich auch berechtigterweise haben dass mein Handeln eine viel größere Auswirkung hat gerade im Konzern weil es vielmehr Menschen betrifft als wenn ich irgendwo weiß okay meine Verantwortung ist dass dieser Raum funktioniert oder dass nur dieser Bereich funktioniert, dann ist es immer auch die Frage wenn ich jetzt bei dir sitze und ich bin im Ziel-Level unterwegs.
00:33:18: Und mir ist irgendwo klar, dass ich an manchen Stellen nicht so effektiv handeln kann.
00:33:24: Weil ich mit diesen Ängsten für mich noch nicht den besten Umgang gefunden habe.
00:33:27: Was rätst du mir in dem Fall?
00:33:29: Also was sind drei konkrete Dinge?
00:33:31: Du bist ja da sehr erfahren im effektiven Umgang mit Ängste.
00:33:35: Was sind drei Dinge wo du sagst die kann man auch für sich schon mal anfangen oder im Alltag einbauen.
00:33:40: Du hast einen zwei schon genannt in Richtung Unterbrecher machen.
00:33:43: oder wie stelle ich mich meine Angst?
00:33:45: meiner Angst stelle ich mich am besten wirklich durch Offenheit und Support.
00:33:47: Also, ich suche mir dieses Klientel aus wo ich in der Lage bin offen sein zu können und darüber zu sprechen.
00:33:53: Und ganz ehrlich im Topmanagement würde ich da tatsächlich jemandem nehmen, der wirklich neutral ist.
00:33:58: Der Freund ist nicht neutral, der Geschäftsfreund ist schon gar nicht neutral die Familie ist erstmal recht nicht neutral und die Kollegen, da kann ich es mir möglicherweise nicht leisten dann muss ich immer im Hinterkopf haben schieße auf meinen Job oder was auch immer ist auch nicht unbedingt neutral.
00:34:12: Also insofern ist tatsächlich dieses Thema einfach echt irre, ein Coach zu nehmen und da einen neutralen Ansprechpartner zu haben.
00:34:20: Da kann man das üben, Dinge auszusprechen und dann kann man sich gemeinsam überlegen was jetzt der nächste Weg ist weiterzugehen wenn das jemand will.
00:34:28: also es geht nie darum irgendwo hier zu sagen dass sind die Allheilmittel sondern man muss sich gucken können das mit sich selbst ausmachen kann und was für die einzelne Person das Richtige ist.
00:34:36: Das nächste ist die Konfrontation, haben wir schon drüber gesprochen.
00:34:39: Und dann ist es natürlich die Erfahrung und dieses Thema auch achtsam zu sein mit sich selbst.
00:34:43: also wo merke ich dass ich Störungen wahrnehme?
00:34:45: Wo merke Ich eben wie ich von vorhin gesagt habe das mein Bauch mir sagt irgendetwas stimmt nicht und da sind wir einfach nicht mehr achtsamm genug.
00:34:54: Wir drücken das so schnell weg da wieder hinzugucken.
00:34:57: Und Achtsamkeit ist aus meiner Sicht etwas, was permanent stattfindet und ich nenne das halt in diesem Zusammenhang immer vielleicht mit dem professionelleren Wort oder wie auch immer man es sagen kann zu dieser Situation zu hundert Prozent im Spiel zu sein.
00:35:12: Also wenn ich hier jetzt mit dir sitze dann bin ich zu Hundert Prozent bei diesem Gespräch.
00:35:17: Ich habe nicht eben eine Ablenkung alles anderes ausgemacht.
00:35:20: die Türen sind zu.
00:35:21: ja also gibt keine Ablenkung für mich.
00:35:23: ich kann mich hundert prozent darauf konzentrieren Und dieses zu üben immer wieder, mit dem was ich gerade tue da hundertprozentig zu sein.
00:35:31: Zu sorgen dafür dass Dinge zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden und nicht gleichzeitig.
00:35:36: Ich lerne das auch immer wieder bei meinem Sohn, er hat mir das grade gestern wieder gesagt.
00:35:40: Er hat zu mir gesagt ihm ginge das auf den Geist wenn er mir irgendetwas vorlesen würde oder so, dass sich zwischendurch auf mein Handy schiebe.
00:35:46: Das machst
00:35:48: du mich!
00:35:48: Tolle Rückkopplung von meinem Sohnen der mich einfach wieder darauf bringt Stefan, du bist gerade nicht zu hundert Prozent im Spiel bei mir.
00:35:55: Und das passiert und dann gibt es ein Feedback und dann kann man wieder entsprechend in diesen Moment zurückkommen.
00:36:01: Das andere was mir total wichtig ist einfach für sich selbst zu sorgen und da spielen für mich immer die fünf Säulen der Identität eine große Rolle also die Fünf Säule der Identitet.
00:36:12: zum einen der Leib.
00:36:14: Also bin ich gesund, sorge ich regelmäßig dafür dass ich abgecheckt bin.
00:36:17: Dass ich in Ordnung bin, kümmer ich mich um gute Ernährung, kümmere ich mich im Sport und ähnliche Themen.
00:36:22: Kümmer Ich mich darum.
00:36:24: das mein ich überhaupt noch stattfindet.
00:36:26: Es merke ich oft in Gesprächen mit Topführungskräften.
00:36:29: heute sind sie gefordert im Beruf der Profi zu sein.
00:36:31: Sie sind aber auch genauso geforderd Zuhause der Profit zu sein.
00:36:34: Und was auf der Strecke bleibt ist die eigene Persönlichkeit.
00:36:37: keine Zeit mehr für sich selbst irgendetwas zu unternehmen Ist auf Dauer etwas was krank macht.
00:36:42: Und nehme ich das ernst?
00:36:43: nur ganz kurz um einzuhaken, dass ich schon den zweiten Hörsturz hatte.
00:36:47: Nehme ich ernst was mir der Kardiolo gesagt?
00:36:50: oder es gibt ja so bestimmte Wahnsignale vom Körper und das ist immer wieder erstaunlich dass ich erlebe, wenn Führungskräfte gelernt haben zu funktionieren.
00:36:59: Wie lange sie in der Lage sind das auszublenden und wie laut der Knall sein muss.
00:37:03: vom Körper um wirklich zu sagen hier ist die Grenze also der Leib.
00:37:06: je früher ich da spüre hier ist was nicht ganz sauber oder im Agen desto eher bin ich natürlich in der Lage den Totalunfall zu verhindern.
00:37:14: Aber buddhistisch würde ich jetzt sagen die Krankheit auch annehmen und sich anzuschauen und aus der heraus wieder zu überlegen.
00:37:21: Was ist meine Schlussfolgerung daraus?
00:37:22: Ja.
00:37:23: Zweite Ebene ist das soziale Abturm, also wie stelle ich wirklich im Verhältnis mit der engsten Familie?
00:37:28: Mit den Menschen die mir ganz nah sind funktioniert da alles.
00:37:32: Im Übrigen dass es oftmals auch im Topmanagement ein Thema wenn ich also sehr stark unter Druck bin im Klassiker jetzt schon in dem Bereich was mal passiert ist halt ich bin überall unter Druck.
00:37:41: Ich muss zu Hause Profi sein, ich muss im Beruf Profi seien.
00:37:45: tolle Gelegenheit wo spüre ich mich selber?
00:37:47: beim Liebhaber oder bei der Liebhaberin, da gibt es dann auch einmal jemanden von außen, der mich auf einmal wieder spüren lässt.
00:37:53: Also wie schaffe ich... Oder im Extrem-Sport?
00:37:56: ...oder Extrem Sport oder was auch immer.
00:37:57: Wie schaffe Ich das so dazu sein dass ich da in einem guten Verhältnis bin?
00:38:00: Dritter Punkt Das ganze Umfeldfreunde Kontakte soziale Kontakte die ich drum herum habe Erlebe ich oft Dass die einschlafen mit der Zeit, dass man da keine zeit mehr für hat.
00:38:10: Welche Menschen geben mir etwas sind mir wirklich wichtig geben mir Energie.
00:38:14: Welche Menschen sind Energiefresser, vor denen ich mich möglicherweise trenne und mich lieber mit denen treffe?
00:38:19: Und auseinandersetzen?
00:38:20: die energiespenden sind anregend sind.
00:38:22: Viertens ist so der berufliche Aspekt.
00:38:24: also wie zufrieden bin ich wirklich in dieser Position?
00:38:26: Wie oft erlebe ich es dass Menschen zu mir kommen, die eben verführt worden sind über Status, über Geld, an Erkennung und Mach in eine Rolle reingerutscht sind, wo sie gar nicht mehr sich zu Hause fühlen.
00:38:38: Ist es mein Job, den ich gerade wirklich machen möchte?
00:38:41: Oder gibt es da andere Optionen für mich oder wie muss ich diesen Job anders gestalten damit er für mich wirklich erfüllend ist.
00:38:47: In fünftens ist dann das Thema einfach der Zukunft.
00:38:50: Also was ist mein Bild von meiner Zukunft?
00:38:52: Was ist das, wo ich hinstrebe, wo in fünf Jahren, in zehn Jahren oder in zwanzig Jahren sein möchte und dieser Weg da zu sein?
00:38:59: wenn ich dieses Bild habe, der beginnt jetzt gerade in diesem Moment und nicht erst in einem Jahr wird so viel aufgeschoben immer und das mache ich in zwei Jahren oder ähnlichen.
00:39:08: Also, ich finde da ein schönes Beispiel.
00:39:10: Stefan Sarkmeister beispielsweise, Designer und Künstler aus New York gibt es auch schöne YouTube-Videos, Ted Talks drüber der eben sich irgendwann mal eine Timeline aufgemalt hat und gesagt hat okay das ist so meine Vorbereitung, dass isso mein Arbeitsleben und dann irgendwann habe ich das Retirement.
00:39:26: Und dann hatte er sich diese Liste angeguckt und hat sich überlegt was ist denn wenn ich fünf Jahre aus dem Retirement von sixty bis seventy jetzt schon vorher alle fünf Jahre mache und immer ein Jahr, Auszeit alle fünf oder sieben Jahre macht er das glaube ich.
00:39:40: Nehme um wieder in die Kreativität reinzukommen mich zu entspannen und Ähnliches.
00:39:45: dafür gehe ich eben dann mit siebzig erst in die Rente.
00:39:48: also was für eine geniale Idee?
00:39:49: Was kann man denn für sich selbst kreieren an Zukunft wenn man sich rechtzeitig damit auseinandersetzt Und wie es auf dem Sterbebett sich fragt da hätte ich mal dass und das noch gemacht.
00:39:58: Oder viele fangen ja glücklicherweise heute schon an relativ früh so Bucket List zu machen.
00:40:03: was will ich alles neu erlebt haben?
00:40:04: großartig.
00:40:05: Da fange ich an, die Zukunft jetzt zu gestalten und mich gestalten zu lassen.
00:40:09: Und wieder, wie komme ich da hin?
00:40:12: Regelmäßig mache das mit meinem besten Freund.
00:40:15: Wir haben das in der Selbsterfahrung kennengelernt, wir haben das früher jährlich gemacht.
00:40:20: im Moment schaffen es nicht aber wir haben es früher jahrlich gemacht dass wir uns ein paar Tage zurückgezogen haben und über unser Leben philosophiert haben.
00:40:27: Also was sind die Personen, mit denen man darüber nachdenkt?
00:40:30: Wie sieht die Zukunft aus?
00:40:31: Wie ist sie erschwebenswert?
00:40:32: Was kann ich bei mir verändern?
00:40:34: Diese fünf Säulen der Identität ist für uns da immer wieder auch so eine Grundlage.
00:40:37: Und wie fantastisch es ist das sich diese Zeit zu nehmen, darüber nachzudenken – was für eine wertvoll investierte Zeit!
00:40:43: großartig.
00:40:44: Und dann erinnere ich mich immer an die Sätze, die ich von dir mal gehört habe.
00:40:48: Marina du bestätzt dir im Arosalufballons?
00:40:50: Das was wir da haben, es gibt's eigentlich gar nicht.
00:40:55: Ich weiß nicht wie auf dich das schon erwähnt habe.
00:40:57: also um das für die anderen nochmal ein bisschen transparenter zu machen.
00:41:00: Marina kommt immer mit fantastischen Ideen ihrer Lebensgestaltung und so weiter was alles gelingen
00:41:04: muss.
00:41:05: und ich schüttle da immer einen Kopf und denke immer so innerlich und manchmal sage ich es auch was für Träume und sonst irgendetwas, das gibt es nicht.
00:41:13: Und dann dauert das meistens nur zwei oder drei Monate, dann kommt Marina... Ach Stefan übrigens!
00:41:18: Das sind das jetzt wo ich bin.
00:41:19: In der Zwischenzeit habe ich es kapiert dass ich das nicht mehr sagen muss weil einfach diese Wünsche ans Universum oder ähnliche Bezeichnungen die es dafür gibt also dieses selbst kreieren der eigenen Welt zum einen erfülltes ein und zum anderen kriegt man eben dann auch automatisch Türen geöffnet, die einem weiterhelfen.
00:41:37: Das ist einfach toll!
00:41:38: Aber das funktioniert immer durch die Klarheit.
00:41:39: Ja
00:41:39: und es klingt immer so abgehoben.
00:41:41: Diese Bestellung beim Universum.
00:41:42: für mich ist das sehr gut greifbar indem man sich einfach fragt worauf fokussiere ich mich in meinem Leben?
00:41:47: Also die Energie folgt der Aufmerksamkeit.
00:41:50: Das is ja einer der Grundgedanken bei Achsamkeit Und wenn nicht meine Energie da rein stecke immer nur zu funktionieren und zu reagieren dann muss ich mich nicht wundern, dass ich selber im Gestaltermodus bin.
00:42:01: Ich merke immer, wenn bei mir so ein Prozess losgeht und mir bewusst die Auszeiten zu nehmen ... Das ist auch das, was du beschreibst, zu sagen, wer möchte ich denn nächstes Jahr sein oder in zwei Jahren?
00:42:11: Wenn die Marina von fünf Jahren einen Brief schreibt an mich heute, was würde sie mir schreiben, was sie in den letzten fünf Jahren besonders bewegt hat, was ihr umgesetzt habt?
00:42:21: Und das hat eine unheimliche Kraft für mich immer, weil ich wirklich viele Beispiele nennen kann, wo exakt das gekommen ist.
00:42:26: als nächste ... Als nächstes werde ich in einem Konzern globale Führungskräfte-Entwicklungsprogramme machen.
00:42:30: Ich möchte das Teilzeit machen, weil ich mit dir weiterhin in der Beratung arbeiten will.
00:42:34: Als nächster Schritt ist es der Startup und dann ist es über wirklich so wenig Widerstand.
00:42:39: dann noch, dass es ein Klick im Onlineportal war Und es ist genau das was jetzt richtig ist.
00:42:44: Das ist sehr banal runtergebrochen Einfach schlichtweg eine Frage der Absicht Hast du deine Absicht klar wo du hin willst?
00:42:51: Weil wenn du das nicht klar hast Dann kannst du dich auch nicht auf den Weg machen Wenn das Ziel nicht geschärft ist keine Möglichkeit zu erkennen, ob man da einfach nur rumtrudelt oder strahlt draufzuläuft.
00:43:01: Und dann nimmt man auch bestimmte Signale einfach nicht wahr.
00:43:03: Angebote, Stellenanzeigen, Kontaktangebote, Netzwerkstrukturen.
00:43:08: Das heißt wahrscheinlich ist es relativ banal dass ich die Augen mehr auf habe für das was mir begegnet und es ist eine Methode auch zu den vielen die du genannt hast dieses Achtsamkeit nutzen für sich um sich dem auch zu stellen denn meistens passiert das bei mir auch aus einer Angst heraus ja die angst von hier aus nicht weiterzukommen dass das eigentlich gar nicht ist, wo ich vielleicht sein will nächstes Jahr noch und diese Angst zu nutzen konstruktiv.
00:43:32: Dann überlegte doch für's Einwilz stattdessen?
00:43:34: Das ist halt einfach ein Musterwechsel, den man selber mit sich vollziehen muss in diesem Moment.
00:43:39: Ich musste da gerade, wo du das so erzählt hast nochmal an einen ehemaligen Quatschie von mir, mit dem ich heute auch noch gut im Kontakt bin, denken vor vielen Jahren im süddeutschen Raum als Geschäftsführer eines Unternehmens gecoached Und zu seinem Thema war, dass er aus der Region weg wollte.
00:43:53: Er wollte seinen anderen Job haben und einen ganz anderen Bronzer am liebsten.
00:43:57: Dann habe ich gefragt was denn so sein Zeitraum ist in dem er denkt dabei?
00:44:01: Da hat er gesagt ja bei dem was sich für eine Position habe und wie das Umfeld ist und so dann müssen wir mindestens ein Jahr rechnen.
00:44:07: Dann hab ich zu ihm gesagt was wäre denn wenn das... Ich glaube der Zeitraum war wenn es in den nächsten zwei Monaten passieren würde.
00:44:13: Da hat der mich angeguckt wie ein Auto und hat gesagt kann nicht passieren.
00:44:17: Das ist nicht möglich in der Branche.
00:44:19: Und da habe ich gesagt, ja ist okay, dann habe ich verstanden aber was wäre denn jetzt wenn das passieren würde?
00:44:23: Wäre es denn für sie ok überhaupt?
00:44:26: Dann sagt er ja wer?
00:44:27: für mich total okay und mit ihrer Familie usw.
00:44:29: kriegen Sie das alles hin?
00:44:30: Ja das würden wir hinkriegen.
00:44:32: Können wir uns darauf einigen dass sie das zulassen würden?
00:44:35: wenn's kommt und sagt er, ja sechs Wochen hatte der neuen Job und sagte hinterher okay ich sehe das Thema jetzt nochmal anders und das ist genau das was du gerade beschrieben hast dieses Fokussieren.
00:44:48: wenn ich die innere Klarheit habe, sende ich auch etwas nach außen und da können andere in dem Moment wieder andocken.
00:44:53: Und dann passiert auf einmal was
00:44:55: Und das ist ein wundervolles Schlusswort, nämlich für alle die gerade dabei sind und zuhören.
00:45:00: Fühl mal rein und nimm mal achtsam wahr was du so ausländest und was dann auch möglicherweise bei dir andockt.
00:45:06: Schöner Schlusspunkt!
00:45:07: Das nehme ich jetzt direkt wieder als Bild mit.
00:45:10: Ich danke dir ganz herzlich.
00:45:12: Ich freue mich sehr dass wir schon in sehr guter Zusammenarbeit sind.
00:45:16: Ich immer wieder von dir lernen darf auch über dieses Thema.
00:45:19: und das Thema Angst haben wir unter anderem aufgegriffen weil du gerade deine Biografie für deinen Sohn in ein Hörbuch und ich freue mich sehr, wenn ich eines Tages vielleicht auch von Lawrence mal erfahren kann was er so aus diesem Hörbuch von dir mitgenommen hat.
00:45:33: Und aus dieser Phase der Angst heraus wo es ja entstanden ist ja auch so'n Stück weit Nachlass zu haben für dein Sohn, für den Fall dass dir etwas passiert Was das eigentlich für einen Geschenk gerade ist, was da entstanden is aus der Angst.
00:45:44: Absolut!
00:45:44: Danke hier für den Raum hier und für die tolle Zusammenarbeit und dass du so bis wieder bist.
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