Statista 📈 : Wie verdient man Millionen mit Daten? | #Unternehmensführung 🧠
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | Hochwertige Daten ohne Fehlinformationen oder Bias zu finden, wird aufgrund expandierender Datenmengen immer schwerer. Hier kommt Statista ins Spiel. Die Online-Plattform bietet handverlesen kuratierte Daten, die einen weitreichenden Blick auf Unternehmen oder Geschäftsbereiche ermöglichen sollen, ohne in die hyper-spezifischen Details etablierter Branchen-Riesen wie Bloomberg abzudriften. Im Gespräch mit Joel, erklärt Statista-Co-Founder Hubert Jakob, wie sein Unternehmen funktioniert und warum er auch ohne Vertikalisierung ein enormes Wachstums-Potential in seinem Sektor sieht. Du erfährst... ...wen Statista mit seinem Angebot ansprechen will ...wie das Geschäftsmodell von Statista aufgebaut ist ...woher das Unternehmen seine Daten bezieht ...wann Statista eigene Daten erhebt und wann fremde Quellen verwendet ...wie Statista Data Bias vermeidet ...inwieweit KI für die Daten-Kuratierung verwendet wird ...wieso Vertikalisierung für Statista derzeit nur von untergeordnetem Interesse ist ...wie sich Statista auf seinen kommende Börsengang vorbereitet ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Hubert Jakob, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:03.43) Wie funktioniert Statistas Geschäftsmodell? (00:07:00) Wie kommt Statista an Daten? (00:12:26) Statistas Kunden (00:16:21) Welche Rolle spielen KI und Werbung? (00:21:10) Statistas Entwicklung und was als nächstes kommt __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Compact.
00:00:01: Heute aus dem Bereich digitales Unternehmertum mit deinem Moderator Joel Kaczmarek.
00:00:06: Los geht's!
00:00:16: Hallo Leute,
00:00:17: mein Name ist Joel Katschmarek Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compakt und heute geht es um harte Zahlen und harte Fakten Denn ich habe mir immer wieder ein spannendes Unternehmen zur Brust genommen das ich gerne besser verstehen möchte.
00:00:27: Wo ist es hergekommen?
00:00:27: Wo geht´s hin Und wie funktioniert eigentlich das Geschäftsmodell dahinter?
00:00:30: Das ist heute Statista.
00:00:32: Habt ihr bestimmt alle schon
00:00:33: mal gesehen, gehört gelesen und konsumiert?
00:00:35: Entweder habt ihr selbst dort schonmal Statistiken nachgelesen oder recherchiert.
00:00:39: Oder aber ihr habt Zitate in eurer Sportzeitung des Vertrauens gefunden oder in Gesundheitsmagazinen oder oder oder.
00:00:44: Und ich bin mal neugierig wie machen die Kollegen und Kolleginnen das eigentlich?
00:00:47: dass man darauf ein Geschäft ist?
00:00:49: Weil per se klingen ja Statistiken erst mal Träge, Trocken langweilig und ein bisschen bürokratisch.
00:00:54: Aber ich finde wenn man das auf dem Level macht eine Deskalierung und dann wirkliches Modell hinterbaut bin ich doch mal neugierig wie das eigentlich aussieht.
00:00:59: Also ich glaube uns erwartet dort einiges spannende heute.
00:01:01: Und wenn ich sage uns Ich bin natürlich nicht alleine hier sondern ich habe als Gast den lieben Hubert Jakob Hubert ist COO bei Statista und ich kann euch narraten nach hinten raus.
00:01:11: es wird spannend Denn die Jungs und Mädels fallen auch gerade an ihrem IPO.
00:01:14: also lieber Hubert Es gibt glaube ich vieles vieles zu besprechen.
00:01:17: Erstmal schön dass du da bist moin moin
00:01:18: Vielen Dank, dass ich da sein darf und vielen Dank für die schöne Einlagung.
00:01:22: Ich bin hier gar nicht gewohnt!
00:01:23: Ja guck mal, wenn man immer nur Zahlen liest... Aber erzähl mal, wie bist du denn in die Welt der Statistiken gekommen?
00:01:29: Was hast du dann gemacht bevor du das wurdest was du jetzt bist.
00:01:31: Genau
00:01:31: also bei mir ist es so dass ich ganz lustigerweise und zwar rein zufallsbasiert mich ganz gut auf die Tätigkeit bei Chatista vorbereitet habe Denn ich war einmal im Verlag damals als digital noch nicht digital hieß sondern multimedia Also bei Bertelsmann.
00:01:45: Ich war im Investment Banking Ich war bei McKinsey in der Beratung Ich war beim Musikgeschäft Und hab da verschiedene Positionen gehabt Und hab damit Friedrich Thilo, Herrn Dr.
00:01:54: Schwand und Herrn Dr.
00:01:55: Löwe eine Beratungen gegründet.
00:01:58: Und nach zwei Jahren war uns klar, dass wir das nicht infinitum machen wollten.
00:02:02: Weil wir sagten, wer will mit uns alten Säcken überhaupt noch sprechen?
00:02:04: Also damals schon und heute ja noch viel schlimmer!
00:02:07: Und Friedrich hatte dann die Idee... Wir machen irgendwas Tolles mit Zahlen und so ist dann aus der Beratung heraus Statista gegründet worden.
00:02:14: Und ich bin da zuständig für das ganze Thema Content Produktion, was ich ja sehr, sehr gern mag von dem ganzen Thema Plattform also die ganze IT aber auch dass wir Corporate Services nennen nämlich Finance.
00:02:23: Von daher hat sich mein Lebenslauf ein bisschen in meinen Berufsbild oder jetziges Berufs Bild übersetzt.
00:02:29: Achso stimmt!
00:02:29: Ich habe früher mal programmiert vor ganz lange Zeit.
00:02:32: wie lang das her ist will ich gar nicht sagen sodass ich da auch eine gewisse Affinität zur IT und Plattform Architektur.
00:02:39: Also das hat sich irgendwie ganz gut gefügt, ohne dass wir es geplant hätten oder es ist geplant.
00:02:43: Mein beruflicher Hintergrund spiegelt sich jetzt ganz gut in dem, was ich hier mache bei Statista.
00:02:48: Lass uns doch mal beginnen, indem wir einmal Statister mit Zahlen-Daten-Fakten ein bisschen belegen.
00:02:52: also vielleicht magst du mal sagen wann habt ihr gegründet?
00:02:55: Wie viele Mitarbeiterinnen habt ihr... wie viel Umsatz macht ihr die wesentlichen Quick Facts, dass wir mal einen Gefühl kriegen?
00:03:00: Genau, gekründet müsste ich nachgucken.
00:03:01: Ich glaube, sieben oder zweitausend acht.
00:03:03: Wir sind jetzt über tausend Kolleginnen und Kollegen weltweit.
00:03:08: Wir verkaufen unsere Plattformzugang in über hundertfünfzig Ländern, wir sind letztes Jahr was Sales angeht.
00:03:13: also bei uns ist Erlöse versus Umsatz weil wir Abo beschäftigt ja hauptsächlich betreiben mit einem wichtiges Thema.
00:03:18: wenn ich Zahlen nenne sind das dann meistens Erlös und nicht Umsatz.
00:03:21: Lagen wir deutlich über Hundert Millionen über fünfzig Prozent gewachsen.
00:03:24: Also eigentlich sehr schöne Zahlen aber im Kern ein international aufgestelltes Unternehmen mit tausend Kolleginnen und Kollegen Das sind wir und überhundert Millionen Umsatz
00:03:35: Also auch crazy, also ich staun ja eigentlich was ihr aus diesem Modell noch rausgeholt habt.
00:03:38: Weil ich hätte immer so gedacht Statistiken was kann man da schon machen und deswegen war ich eigentlich mal neugierig euch besser kennenzulernen.
00:03:43: und magst du mal dem geneigten Hörer und der genannten Höherin erklären was eigentlich genau euer Geschäftsmodell ist?
00:03:48: Wenn du sagst das meiste sind Abo-Umsätze wie genau verdient ihr Geld?
00:03:51: Das heißt wie charge ihr eure Kunden und wer sind vor allem eure Kunden?
00:03:54: Unsere Geschäftsfälle sind im wesentlichen Drei.
00:03:56: Das ist einmal tatsächlich die Plattform selber, also wenn man heute auf schriftlichset.com geht oder schriftliches.de und will einen Zugang haben dann kauft mir diesen Zugang.
00:04:03: das ist ein Jahresabru in der Regel und das ist unser größtes Geschäftsmodell und auch Geschäftsfeld.
00:04:07: Das zweite Geschäfts-Feld, was wir haben ist, wir nennen das Label oder Siegelumsätze – das mag dem einen oder der anderen auch schon mal begegnet sein – beste Arbeitgeber, beste Anwaltskanzlei, beste Beratung
00:04:18: etc.,
00:04:18: d. h. Wir sind diejenigen, die diese Modelle rechnen, die Marktforschung dazu machen, die Daten dazu erheben und dann unternehmen in verschiedenen Kategorien bewerten.
00:04:26: Das machen wir immer zusammen mit Medienpartnern also unsere Medienpartners auf der ganzen Welt, beispielsweise Financial Times oder Forbes oder Nikkei oder whoever die publizieren auch dann diese Rankings und den Umsatz, den wir daraus generieren.
00:04:39: Den Teilen für uns mit unseren Medienpartnern hat für uns zwei Effekte.
00:04:43: das eine ist es in sich ein sehr schönes Geschäftsmodell was auch wieder der Datenteile liegt bei uns.
00:04:48: Und es ist ein Modell was uns hilft unsere Marke weltweit zu transportieren weil wenn du neben Financial Times oder anderen auftauchst und dann kriegst du kleine Statista ja was da irgendwo in Hamburg irgendwas rumprutzelt taucht damit auf dann hat das zumindest mal einen positive planning effect.
00:05:02: Das ist das zweite Geschäftsfeld und das dritte sind ein klassisches Projektgeschäft.
00:05:05: Warum?
00:05:06: Es gibt eben Themen, Marktforschungsthemen, Markmodellierungstheemen, quantitative Modellierung im weitesten Sinne deren Ergebnisse und Daten du in unserer Plattform nicht findest.
00:05:15: also wir haben über zwanzig Millionen, wenn nenn es Content Pieces, also Statistiken Infografiken, Marktstatistiken, Unternehmensprofile, Konsumentenbefragungen
00:05:25: etc.,
00:05:26: aber genau das was man manchmal dann genau das, was man sucht hat man eben nicht.
00:05:29: und da kann man uns dann auch fragen dass Modellien wir dann allerkart.
00:05:32: und das ist unser Projektgeschäft.
00:05:33: Also drei große Geschäftsfelder, das größte ist der Zugang zu Datenbank und ich glaube wenn wir jetzt weiter sprechen, hauptsächlich darüber sprechen es ist das Siegel-Geschäft mit unseren internationalen Medienpartnern.
00:05:43: was ist Projektgeschäfte?
00:05:44: Das auch die Reihenfolge der Größe.
00:05:46: Kommt jetzt nicht völlig überraschend die Reinfolger!
00:05:48: Genau,
00:05:49: doch nicht total überraschen.
00:05:50: Und da sind wir ganz happy weil Abo Produkte sind ja eine der Gründe warum Friedrich Gilo uns so ein bisschen von Beratungsgeschäft also vom Projekt geschäft verabschiedet haben.
00:05:57: Weil Abo hat ja irgendwie etwas netters
00:05:59: Da schläft man deutlich ruhiger als Geschäftsführer, das kann ich bestätigen.
00:06:02: Wie Teil ist denn Zugang?
00:06:03: Das
00:06:04: ist unterschiedlich!
00:06:04: Wir haben einen Zugang live der sich dann ausschließlich auf die Statistiken selber fokussiert zwischen vielen fünfhundert Euro im Jahr und unser Flagship-Account also das was wir am liebsten verkaufen.
00:06:15: und was Zugang zu allen Daten auch den Unternehmensprofilen den gesamten Marktmodellen von den Konsumentenbefragungen dass der Corporate Account und er liegt im Moment im Schnitt neuntausend Euro im Ja
00:06:25: Ja, das macht ja schon Spaß.
00:06:26: Da kann man ja mit arbeiten!
00:06:27: Das macht Spaß und vor allem skaliert auch nach oben.
00:06:29: also wir haben auch große Kunden wie Google oder Volkswagen oder andere die dann über IP-Freischaltung alle Mitarbeiter im Unternehmen freischalten lassen.
00:06:38: Dann kostet es ein bisschen mehr als neuntausend Euro wenn man fünfhunderttausende Mitarbeiter weltweit freischalten lässt.
00:06:42: Wir freuen uns darüber.
00:06:43: je mehr Leute das nutzen umso mehr wird's dann auch im Unternehmen genutzt und gewertschätzt etc.
00:06:48: aber das kann noch preislich weiter nach oben gehen je nachdem welche Sitze man hat Aber neun tausend ist der Durchschnittspreis.
00:06:53: Okay, ich würde grad sagen es ist jetzt nicht so ein Fixum dass du sagst pro Firma ist das immer so egal ob fünfhundert Mitarbeiter oder fünfzehn sondern Alles klar verstanden was mich ja mal beschäftigt hat wenn Ich mich mit euch auseinander gesetzt habe.
00:07:03: Ist wo kriegt ihr denn eigentlich die zahlen und fakten her die statistiken also.
00:07:07: zapft Die öffentliche daten an erhebt ihr selbst welche.
00:07:09: wie geht ihr davor?
00:07:10: in groben
00:07:10: wieder drei buckets.
00:07:11: die ganze welt ist immer dreiklang.
00:07:13: der erste bucket is und der schrumpf Anteilsmäßig.
00:07:16: immer mehr sind tatsächlich frei verfügbare Daten.
00:07:18: Die Weltbank, die OECD, irgendwelche Institute oder irgendwelchen Vereine und Verbände publizieren wirklich sehr, sehr interessante Sachen.
00:07:26: Da haben wir eine sehr große Redaktion, die nichts anderes macht als bei diesen Datenfällen zu gucken, zu kuratieren auszuwählen
00:07:32: etc.,
00:07:32: aber sie sind im Wesentliche frei zugänglich und da ist unsere Leistung Sammeln Verschlagworten Qualitätskontrolle etc.. Der zweite Bucket ist, dass wir mit vielen Content-Lieferanten exklusive Liefervereinbarung haben.
00:07:45: Wo wird tatsächlich auch Geld zahlen?
00:07:46: Und wo die uns Daten in bestimmten Umfängen zur Verfügung stellen?
00:07:49: Das kann zum Beispiel eine Datenfirma wie Nielsen sein, die uns natürlich nicht alle Daten zur Verfügung stellt weil das deren Kerngeschäft ist aber Teile davon für die wir dann zahlen.
00:07:58: Das ist der zweite Buckett und der dritte Buckett, der immer stärker und größer wird als selbst modellierte oder selbst erhobene Daten.
00:08:05: Also um ein Beispiel zu nennen, ich habe vorhin von Konsumentenbefragungen gesprochen.
00:08:08: Wir werden ab diesem Jahr, im Jahr zwanzig-zwanzig genau, ebenjahr zwei Millionen konsumenten weltweit befragen.
00:08:14: Das machen wir selber beziehungsweise mit unseren Dienstleistern.
00:08:16: Es ist aber unsere Datenbank, unsere Befragung unserer Ergebnisse wie unike Inhalte die es dann auch nur bei uns gibt.
00:08:21: das gleiche gilt für unsere Marktmodelle sei es diese Anteil der selber gebauten modellierten und oder erhobenen Daten da investieren will weil wir halt auch einfach Lücken sehen.
00:08:30: also neue schnell wachsende Märkte keine Ahnung für Quantum Computing oder keine ahnung was sie sind.
00:08:36: manchmal wenn man sich die Prognosen der Kollegen anguckt das oszilliert sehr stark.
00:08:41: deswegen bauen wir da unsere eigenen Modellen auch bei Konsumentenbefragungen einstellen zu Marken und Märkten, um Produkten das in der Fragen oder beziehungsweise Antworten die wir sonst so nicht finden.
00:08:50: Deswegen stellen wir sie selber.
00:08:52: also dieser dritte Teil da investieren wir sehr stark heißt aber nicht dass Teil eins und zwei für uns weniger wächtig werden ist wenn nur von der Anzahl wenn die relativ bisschen weniger wird aber immer teil von unserem Keingeschäft bleiben.
00:09:02: Es gibt ja diesen schönen Spruch auch glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.
00:09:06: also Thema Daten Qualität muss er bei euch eigentlich ein riesiges Thema sein.
00:09:10: wie geht ihr davor dass ihr das sicherstellt, dass ihr auf qualitativ hochwertigen Daten sitzt weil du oder meinst Vereine also manchmal kannst du gar nicht kontrollieren wie sie erhoben wurden weil du sie entweder kaufst oder frei verfügbar ziehst?
00:09:20: habt ihr da irgendwie eine eigene Abteilung?
00:09:21: wir müssen mir das bei euch vorstellen.
00:09:23: Also wir haben über vierhundert Leute, die nichts an ausmachen als Daten sammeln, kuratieren.
00:09:28: Die Quellen analysieren Qualitätschecken, Gegenchecken und so weiter.
00:09:32: Deswegen sind alle Content pieces bei uns auf der Plattform dann auch mit Quellenangaben, die nachvollziehbar sind, Intellekt etc.
00:09:38: Kuratierung ist ein schönes Wort für schlaue und erfahrene Menschen kümmern sich darum dass kein Scheiß auf der Platform ist.
00:09:45: Das heißt das ist eine redaktionelle oder eine Data Management Aufgabe, die wir nicht algorithmisch überlassen können und wollen, das ist auch Teil unseres Geschäftsmodells.
00:09:55: Ja bei hochverlässlichen Quellen überlegen wir auch wie wir Zugänge und Schnittstelle automatisiert hinbekommen um auch bei unsere Effizienz zu steigern.
00:10:03: aber gerade weil du sagst es gibt manchmal Quellen von denen man nicht genau weiß sind die jetzt verlässlich?
00:10:08: Wie wurden diese Daten erhoben welche Qualitätsstandards etc.
00:10:11: Und im Zweifel entscheiden dann unsere Datenspezialisten diese Quelle oder diese spezielle Statistik oder diesen Datenpunkt eben nichts zu publizieren was nicht nachvollziehbar ist wo das herkommt.
00:10:20: Also das heißt menschliche Kuraktierung bei allen wunderbaren AI-Algorithmen, neuronalen Netzen und was auch immer spielt bei uns eine große, große Rolle.
00:10:30: Und wird es auch immer, wie sich in der NTG wird es dann bei uns noch eine große Rolle spielen?
00:10:34: Weil ich meine, gerade bei Umfragen ist es ja so ein Ding, je nachdem wie man Fragen formuliert oder welches Interesse man hat.
00:10:38: Also du kannst ja unterschiedliche Akteure haben die beide dieselbe Umfrage stellen und je nach dem wem sie das fragen... Du hast ja so viele Ebenen auf denen du Schindler treiben kannst.
00:10:45: also entweder du stellst die Fragen auf eine bestimmte Art oder du wählst die Zielgruppe so aus dass du favorisierst, dass bestimmte Antworten kommen und und und.
00:10:52: Das stelle ich mir gar nicht so trivial vor.
00:10:53: Das heißt beim manchen Sachen, welche an eurer Stelle geneigt ist am liebsten immer selber zu machen weil dann weiß ich halt was ich gefragt habe und wen?
00:10:58: Genau auch
00:10:59: das gibt's grundsätzlich und im speziellen Grundsätzlich.
00:11:03: Unsere Positionierung und unser Anspruch ist, dass wir diese Daten diskriptlich zur Verfügung stellen.
00:11:08: Das ganze Thema Interpretation und zum Klienten überlassen.
00:11:11: also wir sind nicht McKinsey, wir sind die PCG, wir sehen nicht Goldman Sachs sondern wir sagen es gibt diesen Single Point of Contact wo du idealerweise alles findest an Daten die du brauchst wie deine PowerPoint Präsentation für den Marktmodell für deiner was auch immer Schätzung die Du machst aber wie du diese Daten interpretierst um den Zusammenhang stellst.
00:11:26: das machst bitte du, lieber Klient.
00:11:28: Das ist nicht unsere
00:11:29: Aufgabe.".
00:11:29: Das gesagt jetzt zu deinem Punkt.
00:11:31: das ist so und ich glaube es wäre unredlich zu sagen dass es dieses Thema Bayes in den Daten je nach dem Quelle und alles was du gesagt hast, dass es das nicht gibt.
00:11:40: wie versuchen wir das zu lösen?
00:11:42: Wir versuchen es dadurch zu lösern.
00:11:44: im Grunde zwei Sachen.
00:11:45: das erste was ich schon gesagt habe die Quellen müssen halt extrem vertrauenswürdig und gut sein Und gerade in Märkten Themen Fragestellungen die sehr jung sind, sehr volakil wo es noch keine established truth gibt.
00:11:58: versuchen wir dann eben von verschiedenen Anbietern, verschiedene Sichten auf die Daten zu gewährleisten.
00:12:03: Wir finden das gut weil gibt es einfach verschiedene Sichten auf diese Welt oder auf dieses Thema.
00:12:09: Es ist aber auch wiederum um die Arbeit des Klienten dann zu sagen okay ich bilde dann daraus den Durchschnitt oder ich entscheide mich dafür.
00:12:15: unsere Aufgabe ist eher zu sagen guck mal das sind alles vertrauenswürdige Quellen zieht eine eigene Schlüsse Aber die perfekte Lösung sowie den perfekten Datenpunkt denen gibt's in der Tat nicht.
00:12:24: also wir versuchen uns daran zu robben.
00:12:26: Komm mal zur anderen Frage zurück, von der du meintest, dass sie so schwierig ist.
00:12:30: Ich hab euch lange Zeit in den Verlagswelt wahrgenommen, vielleicht ein bisschen als Berufskrankheit auch?
00:12:35: Dass Verlage euch eingekauft haben um zu Artikeln spannende Statistiken aufbereiten zu können.
00:12:40: Also weiß ich nicht, irgendwas mit Corona kommt und dann habt ihr eine Statistik über Impfraten oder über Krankenhausbelegungen außerhalb Coronas davor und danach.
00:12:48: solche Geschichten aber muss ja gar nicht auf Gesundheit beschränkt sein Aber es tun sich ja total viele Felder auf.
00:12:53: also ihr könntet theoretisch auch so im Bereich Financial Service ist es was machen, dass wenn man irgendwie an der Börse handelt, dass man vielleicht da sich Statistiken anguckt zu Kaufverhalten und und.
00:13:01: Was sind denn so eure typischen Geschäftsfelder sage ich mal?
00:13:03: Wenn ich jetzt auf Kunden gucke also wer kauft euch?
00:13:05: typischerweise
00:13:06: Es ist nicht ein Industrie.
00:13:08: Wir sind bei fast moving consumer goods, bei Maschinenbauern, bei Financial Services-Industrien, bei Beratungen, bei Agenturen.
00:13:16: Universitäten sind sehr große und Schulen sehr große Kunden von uns.
00:13:20: Das heißt wenn du auf unser Kundenportfolio guckst also auf die Logowüsten oder die Umsatzanteile oder wie immer du es schneiden willst dann haben wir keinen Industrieschwerpunkt sondern das sind fast gleich großes Leises.
00:13:32: Und das wird zu diesem Punkt den ich vorhin angedeutet hatte.
00:13:35: Easter ist kein Informationsanbieter für ein Vertiker.
00:13:39: Es gibt ganz viele tolle Anbietern, die Unternehmensdaten zur Verfügung stellen – Tracksen oder Capital IQ oder Bloomberg.
00:13:47: Die wahnsinnig teuer sind aber hochspezialisierte Informationen in ganz großer Tiefe.
00:13:52: im Pharma-Bereich hat man das auf.
00:13:53: Also es sind wunderbare Geschäfte und das ist nicht unsere Approachie.
00:13:57: Sie sagen immer wir haben die Daten für die achtzig Prozent normalen Menschen sprich Leute, die ein Marktmodell bauen müssen, sie eine Powerpoint bauen müssen.
00:14:05: Eine Entscheidungsvorlage, die Marktdaten, Konsumentendaten und Unternehmensdaten brauchen in guter Qualität die aber nicht need due diligence machen müssen, um ein Unternehmen für siebzehn Milliarden zu kaufen und die bei Goldman Sachs arbeiten.
00:14:18: Und die letzten price earnings ratios oder leverage debt Daten von diesem Anbieter brauchen.
00:14:23: dafür gibt es eben diesen anderen Anbieten.
00:14:25: das heißt wir haben eine Schicht von Daten also diese zwanzig Millionen Content Pieces wie sehr viel weltweit über Industrien hinab abdecken und die für normale in Anfangszeichen Fragestellungen.
00:14:37: Das deckt alles wunderbar ab Und damit kommst du normalerweise in normalen Geschäftsvorfällen, in normaler Analysen.
00:14:44: In normalen Entscheidungsvorlagen sehr weit.
00:14:47: Unser Ziel ist im Grunde diese breite Schicht über verschiedene Themen Industrien und Länder etwas tiefer zu machen.
00:14:52: Unso.
00:14:52: Ziel ist nicht im Bereich Gesundheit oder Automotive oder wie auch immer ganz tief zu bohren.
00:14:59: Der Grund dafür ist dass wir noch glauben, dass wir die nächsten zwanzig Jahre und endlich viel Wachstumspotenzial mit unserem Geschäftsmodell haben.
00:15:07: Der andere Grund ist das da einfach teilweise schon ganz wirklich exzellente Wettbewerber sind, die in Plattformen, in Daten, in Kundenbeziehungen massiv viel Geld investiert haben und es ist sehr schwer einzudrängen.
00:15:19: Wie gesagt, wir haben keinen Grund weil unser Wachsumsmodell enttagt.
00:15:22: kaufen oder zusammenführen, ist gar auch kein Thema.
00:15:25: Make-up by ist immer ein Thema bei uns im Moment nicht oder wir sagen immer wieder nein zum Thema By einfach weil so sehe ich natürlich unsere Company und unser wunderbares Produkt liebe.
00:15:35: Wir haben noch so viele Baustellen oder positiv gesagt Weiterentwicklungspotenzial, dass wir uns darauf fokussieren wollen und jede Akquisition defokussiert ja erst mal wieder in Brauch-Management Kapazität die mir an anderer Stelle zumindest mal den nächsten fünf ich würde auch sagen die nächsten zehn Jahre besser allokieren können.
00:15:50: Wir generieren auf unserer Plattform mehr Traffic als die zehn größten Wettbewerber zusammen.
00:15:55: warum?
00:15:55: Wir haben diese offene Datenbank diesen offenen Datenschatz für die Suchmaschinen.
00:15:59: Wir generieren daraus unsere Leads und konvertieren diese Leads dann in zahlende Abos.
00:16:03: Es wird noch wunderbarer funktionieren, wenn unsere Datenqualität noch weiter steigt und auch die Quantität und wenn wir die noch besser korrektieren den Themen zusammenfassen, zugänglich machen, die Conversion steigern – also da sind wir fast wie ein B to C Geschäft!
00:16:15: Und da haben wir noch so wahnsinnig viel zu tun.
00:16:17: das wird uns darauf erst mal fokussieren und nicht in diese Vertikalisierung gehen.
00:16:21: Du hast ja eben auch mal KI erwähnt, das ist natürlich ein spannender Punkt gerade wenn man mit Daten arbeitet wie viel man davon auch durch Computer verarbeiten und processieren lassen kann.
00:16:29: Wie wichtig ist denn bei euch KI schon?
00:16:30: Wie seid ihr in der KI Firma?
00:16:32: Wir
00:16:32: setzen das punktuell ein, also PDF-Reporte die im weitesten Sinne von anderen Leuten publiziert werden.
00:16:38: Da nutzen wir Mustererkennung im weiteste Sinne neuronale Netze um zu sagen was sind die Inhalte dieser Reporte?
00:16:44: Wie viele Grafiken sind in diesen Rapporten
00:16:46: etc.,
00:16:46: PIP unter die Qualität der Rapporte für uns zu beurteilen und sie dann den Menschen zu geben und zwar schon vorgefiltert wie sich damit diese Themen auseinandersetzen.
00:16:54: Also das ist ein Beispiel für den Produktionsprozess Und dass es im Moment auch unser Hauptfokus Das ganze Thema im weitestensinnere Recommendation basierend auf Mustererkennung für unsere Kunden, die insbesondere die Plattform nutzen.
00:17:06: Das ist etwas was uns immer wieder angucken.
00:17:08: aber gegeben dass wir noch so viel in klassischer Datenmodellierung im Moment an Schätzen heben wollen und müssen erschieben wird das immer ein bisschen vor uns her.
00:17:17: was ich sehr spannend finde ist, dass aufgrund unserer Positionierung wir manchmal ein BtoB Unternehmen sind.
00:17:22: Wir sind weltweit vertreten und verkaufen an Geschäftskunden, wir verkaufen Subscriptions etc.
00:17:27: Und manchmal verhalten wir uns auch wie in BtoC-Unternehmen ja?
00:17:30: Wir haben relativ viel Traffic, reden über Conversions in einen Conversion Funnel hinein und wenn man jetzt auf Statista guckt dann glaube ich machen wir ein paar Sachen ganz gut.
00:17:38: aber dieses ganze Thema Segmentierungen da sind wir tatsächlich noch... Ich will nicht sagen ganz am Anfang Aber wir haben noch richtig richtig viel vor uns.
00:17:46: Wir sehen das immer dann, wenn wir besser segmentieren.
00:17:48: Wenn wir besser ansprechen und diese Art von Recommendations geben auf Basis von Kohortennutzungsverhalten in anderen Dingen.
00:17:54: Dann funktioniert das also wird von unseren Nutzern extrem gut angenommen weil du kannst dir ja vorstellen, dass es ein bisschen unübersichtlich ist egal wie gut deine Suche oder dein Filter ist.
00:18:04: Da brauchst du irgendwie auch andere Arten der Zugänglichkeit zu enthalten und wir werden Ende des Jahres vierzig Millionen Content Pieces haben.
00:18:11: Das heißt, es wird ein Thema was eher noch virulenter wird in Zukunft die Ausprägung einer BtoC-Orientierung im Sinne von Kundenorientierung, das bei uns auch technisch stärker zu implementieren.
00:18:22: Das wird uns richtig
00:18:23: beschäftigen.".
00:18:45: relevante und richtige auszuwählen für den Nutzer.
00:18:48: Teilweise sagt das unser Sales Team, teilweise kommen die Nutzer selber und sagen hey könntet ihr nicht.
00:18:53: aber der größte Schatz den wir haben ist es Nutzungsverhalten auf unserer Plattform da wir ja nicht unerheblich viel Traffic auf unsere Plattform haben sehen wir was ist Longtail?
00:19:03: Was ist dann trotzdem wertvoll?
00:19:04: Da sind wir wie BtoC.
00:19:06: Wenn du auf unserer Plattform guckst, dann versuchen wir die verschiedenen Datenpunkte Themen zuzuordnen.
00:19:10: Das heißt Topic Pages.
00:19:12: Der Techniker würde sagen es sind Knoten im Content Management System und wir sehen dann eben wie unsere Kunden aus verschiedenen Industrien klammer auf und auch das können wir noch besser analysieren visualisieren und dann in so was übersetzen klammern.
00:19:24: zu für unsere Redaktion.
00:19:26: Sehen wir was unsere Kunden sich anschauen?
00:19:28: Was sie sich runterladen wenn Sie nicht Kunden bei uns sind was eben zu Klick Events Registrierungen oder dann auch Conversions und Käufen führt.
00:19:36: Das heißt, wir kriegen aus dem Nutzungsverhalten der Datenbank wie ein Händler wenn man so will genau die Impulse.
00:19:41: um zu sagen also eigentlich müssten wir jetzt im Bereich irgendwas deutlich mehr machen weil die Nachfrage nach Makodaten im südost-asiatischen Raum für exportorientierte Unternehmen steigt irgendwie sehr stark und da haben wir Löcher.
00:19:56: Sag mal was mir bei dem Gedanken so kommt, wenn du sagst die Nutzer surfen über eure Plattform.
00:20:00: Was ist denn mit dem umgekehrten Werbemodell?
00:20:02: Also ein bisschen wie Amazon war es ja mittlerweile auch immer mehr Geld verdient durch Werbung.
00:20:06: Ist das bei euch auch ein Case dass man sagt wenn sich jemand da bei euch durch irgendwelche Dinger schon taucht.
00:20:11: zum Beispiel was du gerade meint hast Schubproduktion in USA und ich bin jetzt meinet wegen jemanden der bei weiß nicht Herstellungsoptimierung für Fabriken hilft oder sowas Dass ich dann bei dir Ads auf der Seite schalten kann und wird angezeigt Überleg dir sowas macht ihr das schon.
00:20:24: Wir machen das auf ganz kleinem Niveau, eher für die BCGs und Ernsten Jans und so weiter in dieser Welt.
00:20:30: Das ist irgendwie ein Geschäftsmodell was wir seit Anfang aller Zeiten mitschleppen also was wir nicht sehen von Targeted Advertising ausbauen.
00:20:37: Wenn man auch nicht ausbaut dann liegt einfach daran.
00:20:40: es ist einfach nicht unser Geschäfts-Modell bis hin zu Technik-AdService wo man da alles gekreuchte.
00:20:44: aber der wichtigere Grund ist dass es im Grunde die Conversion in des Abo-Produktionalen kanibalisiert und das möchten wir einfach nicht.
00:20:50: Gäbe es da ein Case und könnte man das noch aggressive machen?
00:20:53: Überhaupt keine Frage, insbesondere wenn wir vielleicht beim Traffic nochmal bisschen größer sind.
00:20:57: Aber es ist im Moment bei uns nicht im Fokus einfach weil wir in diesem Luxusproblem – und das ist tatsächlich ein Luxus-Problem, dass ich auch jeden Tag genieße – sind, dass wir in unserem Kerngeschäft noch so schnell wachsen, damit wir uns erst mal darauf fokussieren müssen.
00:21:10: Und jetzt machen wir gleich Blick in die Zukunft, aber vorher noch mal Reise zurück in die Vergangenheit.
00:21:14: Wenn du jetzt mal überlegst als ihr zwei sieben, zwei acht gestartet seid wie sah eure Firma damals aus und was habt ihr dann eigentlich für so Strukturen etabliert?
00:21:21: Also wart ihr am Anfang so Studenten-Truppe, die irgendwie hier SPSS am Laufen hatten, die ersten zehn Statistiken selber erhoben haben und dann auf einmal kam der große Schwall.
00:21:30: wenn immer so retrospectiv guckst, wie habt ihr euch eigentlich in welchen Milestones entwickelt?
00:21:34: und dann kommen wir zu denen die anschließend gefolgt sind.
00:21:36: Also ich glaube, es gab in den ersten fünf Jahren wenn man so will drei Phasen.
00:21:40: Das eine war und die war relativ kurz... Was machen wir denn hier eigentlich?
00:21:44: Friedrich hatte gesagt Ich will irgendwas mit Zahlen machen.
00:21:46: das erscheint mir eine gewisse Affinität zu existieren Und das sollte am Anfang ein Modell sein was ein bisschen Entertainiger oder nicht Boulevardesca aber bisschen Glücksindex oder... Hatten wir uns da überlegt.
00:21:57: Diese erste Phase des Suchens war glaub ich an so einem Jahr und dann hat sich relativ schnell raus kristallisiert Wir wollen eigentlich Paid-Content machen sprich Abo für Zugang zu einer Datenbank verkaufen.
00:22:06: Dann gab's zwei Jahre, das war richtig hart!
00:22:09: Du brauchst einfach Zeit, wir hatten ja kein riesiges Team am Anfang, wenn man es so tritt dann waren wir irgendwie zu sieb, dann waren mal zu fünfzehn.
00:22:14: So eine Datenbank muss ja irgendwie befüllt werden damit sie werthaltig ist und noch verkauft werden kann.
00:22:19: Das war tatsächlich dann so dass für die Jahre zwei und drei sehr viel in die Daten investiert haben und sehr wenig verkauft haben.
00:22:26: also die Umsatzzeile oder die Sales-Zeile war horizontal.
00:22:29: Also sie war nicht komplett flat aber sie war mmh und uns damit Projektgeschäfte an anderen Sachen über Wasser gehalten haben.
00:22:35: Und dann so ab dem vierten Jahr, dass die dritte Phase hatte.
00:22:37: Die Datenbank und das Produkt in Summe eine Qualität, was die Kunden auch wertgeschätzt haben.
00:22:43: Dann fing der eigentliche Wachstumsfahrt an.
00:22:45: Dann kam noch USA dazu.
00:22:46: Das war unser erstes Auslandsbüro.
00:22:48: USA hat sehr gut funktioniert von Anfang an.
00:22:50: Und dann war es aber sehr stark im allerbesten Sinne gemeint more of the same also im Sinne von das Abo-Geschäft ausweiten ,dass die Partnerschaften mit den Medienunternehmen ausweitten .
00:23:00: Aber das grundsätzliche Geschäftsmodell stand Und mit dem Geschäftsmodell hat sich dann auch die Organisation entwickelt.
00:23:05: Also wir haben uns entlang dieser drei Geschäftsfelder aufgestellt und natürlich unendlich viele Probleme, unendliche Herausforderungen und endlich viel Themen.
00:23:14: Wir haben auch bestimmt vieles falsch gemacht.
00:23:16: aber so nach den ersten drei vier Jahren war klar dieses Grundmodell funktioniert ganz gut.
00:23:22: Ja weil ihr nennt mich immer so ich hatte damals hier einen bekannten Ole Brandenburg der Stepmap macht und das ist ein bisschen wie ihr Statistiken verkauft.
00:23:29: zum Einbinden und zum Nutzen hat er Karten verkauft Und es war grad bei Verlagen immer so ein Thema, wenn du dann irgendwie, weiß ich nicht, Afghanistan krieg.
00:23:35: Musst du eine Karte anzeigen?
00:23:37: An welchen Standorten ist gerade die Deutsch-Bundeswehr im Einsatz oder so und hast du das dahergezogen?
00:23:40: Ich kann mir total vorstellen wie euer Geschäft am Anfang war.
00:23:43: Man muss das noch irgendwie erklären bis es verstanden wird.
00:23:46: Dann bist du irgendwie zu klein für manche.
00:23:48: Für manche ist der Case auch nicht klar.
00:23:50: also das stelle ich mir irgendwie echt vor.
00:23:51: deswegen... Ich finde es ja beeindruckend was ihr da ausgebaut habt auch vom Umsatz her.
00:23:54: Das glaube ich echt nicht ohne,
00:23:55: oder?!
00:23:56: Ja, also das kann ich deswegen sagen weil die Hauptarbeiter im Tim gemacht und daher alle guten Entscheidungen waren von denen.
00:24:02: Und das ist tatsächlich auch so.
00:24:03: wenn ich Onboarding habe mit neuen Mitarbeitern dann wird auf die Frage gestellt haben wir den Strategieproblem brauchen neue Geschäftsfeld?
00:24:10: da brauchen wir neue Produkte?
00:24:11: Da sind wir den da eigentlich richtig aufgestellt.
00:24:13: Und dann sage ich immer, das meine ich auch und davon bin ich auch fest überzeugt!
00:24:16: Wir haben gar keine Strategie-Problemen mehr.
00:24:18: Wir sind ein hochmarschiges, cashflowpositives, stark wachsendes international diversifiziertes Paid-Content digital Unternehmen, lalalalala... Also was wir aber haben ist halt brutale Execution.
00:24:29: Probleme in allen Bereichen.
00:24:31: wie halten wir?
00:24:32: unsere Kollegen und Kolleginnen an Bord, dass sie happy sind.
00:24:34: Dass die Karriere Pfade bei uns haben, dass Sie bezahlt werden wie Sie sich das vorstellen.
00:24:38: Wie kriegen wir neue Leute dazu?
00:24:40: Auch ein internationaler Standort.
00:24:41: Unsere Plattformen machen wir gerade von einem horizontalem Modell in Slices nennen wir es also eher im Produktzentrierteorganisation alles was das bedeutet auch an der Architektur.
00:24:51: Also wahnsinnig viel Execution.
00:24:52: gleichzeitig können wir uns natürlich wahnsinnigen gerne mit uns selber beschäftigen.
00:24:57: Aber der Kunde erwartet natürlich die neuesten Daten, besser Zugänge, bessere Usability.
00:25:02: Alles das was man halt so hat ist kein Strategieproblem sondern das Execution.
00:25:06: Daran kann man auch scheitern.
00:25:07: auf trefflich scheitert überhaupt keine Frage.
00:25:09: aber ich hätte ja in der Beratung oft für Telekommunikations- oder Medienunternehmen gearbeitet und finde dass deren Herausforderungen mit... Ich habe ein großes Legacy Geschäft was noch cash flow positiv ist, aber nicht mehr wächst.
00:25:21: Und ich will diesen Cash-Investier die neue Geschäftsfelder, die teilweise ganz anders funktionieren.
00:25:25: Ich finde das die strategischen Herausforderungen für diese Unternehmen viel größer sind als bei uns.
00:25:30: Es wäre hybris zu sagen dass wir uns das alles genauso überlegt haben überhaupt nicht.
00:25:34: Vieles ist natürlich mit Zufall dann auch entstanden.
00:25:37: Aber sie funktionieren und das ist eine sehr komfortable und angenehme Position.
00:25:41: Gut!
00:25:42: Jetzt lerne ich von dir, dass ihr euch eigentlich in Richtung Börsengang entwickeln wollt?
00:25:46: Ist das so euer Marschplan und was braucht es dafür?
00:25:49: Wir haben ja einen Shareholder Ströhr.
00:25:50: Ströher konzentriert sich sehr stark auf sein Kerngeschäft, und die Geschäfte, die eher nicht kein Geschäft sind, werden als Finanzinvestitionen geführt.
00:25:58: Das ist eines davon.
00:26:00: Und der Plan ist tatsächlich von den Kollegen uns an die Börse zu bringen.
00:26:05: Da freuen wir uns natürlich sehr, dass wir für werthaltig achtet werden.
00:26:09: Aber du kannst dir vorstellen Strukturthemen, Compliance-Themen, Datenschutzthemen, Financial Reporting Themen
00:26:14: etc.,
00:26:15: sind das Dinge, die wir vielleicht in der Akribie zu dem Zeitpunkt nicht gemacht hätten.
00:26:20: Die jetzt auf uns zukommen?
00:26:21: aber das ist völlig fein.
00:26:23: Draht hier von Ströhr komplett nachvollziehbar.
00:26:25: also alles gut und für uns auch ein Abenteuer natürlich.
00:26:28: Habt ihr vor euch denn dann noch eine gute Insendivierungsstruktur drin?
00:26:30: Also wenn ihr einen guten Börsegang hinlegt zahlt sich das auch für euch alle aus oder sieht man da eher raus als Angestellte?
00:26:36: Das muss
00:26:36: Ströher sagen!
00:26:40: Na gut, also ich lerne.
00:26:41: Ihr seid wirklich ... Was hab ich die Tage gelesen?
00:26:43: Das Netflix der Statistiken?
00:26:44: Alle zwei Jahre brauchen wir irgendwas Neues zu dem Thema.
00:26:48: Was da ganz gut passt ist tatsächlich dass ja Netflix auch von einem reinen Aggregator von third party Content sich sehr stark entwickelt hat.
00:26:54: sie anfangen unseres Gesprächs in den Produzenten von eigenen Inhalten und weltweit agiert und Abo-Produkt ist usw.
00:27:01: Von daher gibt's schon ein paar Parallelen aber nicht alles.
00:27:04: was hing das im Vergleich fernhaft?
00:27:06: auf jeden Fall.
00:27:08: Nein, aber eigentlich war ich da ein Schlusswort zu finden, indem ich sage dass spannende Dinge tut und da eigentlich gezeigt habe was mein Statistik also machen kann.
00:27:15: Und so einen Geschäftsmodell zu entwickeln ist ja auch gar nicht so trivial.
00:27:18: deswegen danke dir ganz herzlich das du mich mal damit hinter die Kulissen genommen hast und bin gespannt wie sich das noch so entwickelt.
00:27:23: ob du wirklich mehr arbeiten musst bis an die Börse werden wir dann sehen.
00:27:26: Danke dir!
00:27:27: Ich danke dir!
00:27:29: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey!
00:27:44: Je größer wir werden desto mehr Menschen können wir helfen.
00:27:48: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:27:52: Bis zum nächsten Mal.
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