Vom Blog zum Content-Phänomen – David Fischers Erfolg mit Highsnobiety | #Transformation 🖥

Shownotes

EXPERTENGESPRÄCH | Digital-Expertin Katja Nettesheim und Joel Kaczmarek haben in dieser Folge Highsnobiety-Gründer David Fischer zu Gast, der aus seinem privaten Blog ein weltbekanntes Lifestyle-Magazin gemacht hat. Mit ihm sprechen sie über Mode und Trends als Geschäftsmodell, Branded Content und die Relevanz von glaubwürdigen Inhalten. Du erfährst... …wie das Geschäftsmodell von Highsnobiety funktioniert …wie David Fischer ein relevantes Medienunternehmen aufgebaut hat …welche Faktoren bei der Markenbildung wichtig sind …was eine digitale Medienmarke ausmacht ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Medien: Denn Modelle, die in der Vergangenheit viel Geld in die Kassen der großen Medien und Verlage gespült haben, tun heute mitunter gähnende Leere auf. Was also tun? Dazu haben wir regelmäßig mit Medienexpertin Katja Nettesheim gesprochen, um die Geschäftsmodelle der Verlagswelt in der digitalen Zukunft sowie die Herausforderungen auf dem Weg dorthin zu verstehen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Katja Nettesheim, Geschäftsführerin Culcha 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 David Fischer, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:06:12) Der Ursprung und die Entwicklung von Highsnobiety (00:18:06) Vom Blog zur Kommunikationsagentur (00:22:45) Wie lässt sich Influencer-Know-How skalieren? (00:29:54) Stars und Personalities auf Highsnobiety (00:33:53) Wie politisch sollte eine Lifestyle-Publikation sein? (00:36:35) Von Produktempfehlungen zu Branded Content (00:43:01) Das Geschäftsmodell von Highsnobiety (00:47:28) Wie erzeugt man nachhaltig guten Content? (00:52:24) Wachstum oder Exit? Die Pläne von David Fischer __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Medien-Digital-Podcast von Digitalkompakt.

00:00:04: Mein Name ist Gerhard Schmarreg, ich bin wieder in fabulöser Medienkennenderbegleitung.

00:00:07: Hallo Katja!

00:00:08: Hallo Joel, guten Morgen!

00:00:10: Ich habe jetzt den Druck, ich muss mir jeder Einleitung was Neues ausdenken, was dich gebührend...

00:00:16: Das ist super und ich werde irgendwann mal so nur die Begrüßungen zusammenschneiden und mir als Motivationstape machen.

00:00:22: für schlechte Tage

00:00:23: Ja gar nicht so schlecht.

00:00:25: Wir beide reden ja immer fleißig über Medien.

00:00:26: Und wir haben ja schon sehr intensiv darüber geredet, was passiert eigentlich so in der größeren Medienwelt bei den klassischen Verlagen?

00:00:32: Das letzte Mal haben wir irgendwie mit der Donate Hopfen drüber gerede, wie die die Bild mittlerweile eigentlich digitalisieren.

00:00:37: Wir haben noch uns unterschiedliche Ansätze angeguckt und wenn man ein bisschen zurückdenkt erinnert sich dass wir auch mal eine Folge hatten wo wir gesagt haben Was passiert eigentlich gerade so in den USA kontentseitig also wie wird Medien und Mediengründung Wie wird das dort verstanden und aufgebaut?

00:00:50: So dann hatten wir drei große Überthemen reine Reichweite auf Zuschauerzahl oder Elisa-Zahl gehen, auf die Masse.

00:00:57: Dann hatten wir Qualität in der Nische und so ein bisschen Special Interest.

00:01:01: wie kann man sich da sozusagen vielleicht auch was sehr Spannendes als Value Proposition bauen?

00:01:05: Und das letzte war Brent.

00:01:07: also Wie wichtig ist eigentlich Marke?

00:01:09: Und wir wollen heute mal so ein bisschen quasi Caster, die machen.

00:01:12: Mal eins dieser super spannenden, jungen innovativen Medienunternehmen uns anschauen und was ich finde, die all diese Sachen in irgendeiner Form entweder drin hat oder etwas zu sagen kann glaube ich.

00:01:21: Das heißt, wir sind heute nicht minder kompetenter Begleitung auch neben mir.

00:01:24: Stelle ich dir mal ganz kurz vor!

00:01:25: Mein Name ist David Fischer

00:01:26: Ich bin der Gründer von Heißnobiety.

00:01:29: Und Heißno-Beity gibt es nun seit

00:01:33: fast zwölf Jahren.

00:01:33: Da habe ich

00:01:35: im letzten Unisemester noch gegründet Und genau,

00:01:38: er hat als reiner Passionblock

00:01:40: angefangen.

00:01:41: Damals war ich stark interessiert – heute

00:01:43: immer noch natürlich.

00:01:44: aber

00:01:44: damals war ich sehr interessiert an dem Thema

00:01:47: Streetwear

00:01:47: Limited Edition

00:01:48: Sneakers

00:01:49: und Mode generell und habe

00:01:51: dementsprechend dann zu diesem Thema

00:01:53: angefangen diesen Block zu verfassen und hatte

00:01:57: so viel Glück, dass ich das heute

00:01:58: noch machen kann.

00:01:59: Sagst du mal ein bisschen eure Genese?

00:02:01: Wir haben im Vorgespräch schon über euer super schickes Büro gesprochen.

00:02:04: Da hast du auch gesagt, wie ihr euch entwickelt habt, wie das alles so kamen.

00:02:08: Man staunt ja manchmal... Das muss man halt wirklich Menschen klarmachen.

00:02:11: Manchmal konsumiert man ein Medium und was da für einen Aufbau hintersteckt ist einem gar nicht bewusst.

00:02:16: Ich finde das so geil schon, wenn ich da jetzt mal zwischen reingrätsche.

00:02:18: Aber ist es so, dass so unternehmerisch aufzubauen aus der Passion raus und das so groß zu machen... Also ich habe da großen Respekt vor.

00:02:26: Es

00:02:26: war halt

00:02:26: extrem organisch

00:02:27: und das

00:02:27: ist natürlich heute immer so ein bisschen schwierig Leuten klarzumachen weil es immer einfach ist sich eine Firma dann jetzt anzuschauen zu sagen okay cool wie groß die mittlerweile sind.

00:02:37: Aber wenn man jetzt wirklich schaut, ich meine erstens zwölf Jahre ist ja auch nicht nach allzu

00:02:41: kurzer Zeit.

00:02:42: Also wir haben schon

00:02:43: uns die Zeit genommen was um ehrlich zu sagen auch meiner Meinung nach im Nachhinein

00:02:46: so ein bisschen der

00:02:47: Erfolgsformel ist und das hat

00:02:48: natürlich klein angefangen.

00:02:49: also ich habe sie ganz klassisch da in meinem Bedroom gesessen damals und hab halt diese Seite

00:02:54: verfasst

00:02:56: Praktisch wie so eine Art

00:02:57: Sucht für mich.

00:02:58: Ich bin jetzt auch von meinem

00:02:59: Back-on-Herb, ich bin ja

00:03:00: kein Journalist.

00:03:00: Ich habe BWL

00:03:01: studiert

00:03:02: und Mode war meine Passion letztendlich

00:03:05: und ich hab aber keinen Zugang

00:03:06: gefunden.

00:03:06: Und dann habe ich letztendling ganz

00:03:08: natürlich meinen Zugang geschaffen in dem ich diesen Block gestartet

00:03:11: habe damals

00:03:13: und das wurde dann wie so ein Art Suchts für mich die Seiten dieses Blocks

00:03:17: zu füllen.

00:03:18: Das

00:03:18: hat sich lustigerweise auch über die letzten zwölf Jahre nie geändert

00:03:21: sondern

00:03:21: für mich ist immer noch die Jagd nach den News erster zu sein, diese News unserer Community vorzustellen.

00:03:29: Es ist immer noch eins der Hauptthemen für mich muss ich ganz ehrlich sagen was mir auch immer noch mit am meisten Spaß macht.

00:03:33: heute genau und so hat es

00:03:35: extrem organisch damals angefangen

00:03:37: und dann habe ich erst zur Uni-Zeiten

00:03:38: angefangen

00:03:39: hat im letzten Semester auch relativ

00:03:40: viel Zeit dafür.

00:03:41: und dann nach der Uni habe ich einen Job angefangen bei einer großen Design Agentur in Genf damals und hab dann halt beim Mittagessen abends nach der Arbeit die Seite weiter geschrieben.

00:03:51: das hat acht Monate oder so ganz gut geklappt, der Job war super langweilig und die Seite

00:03:55: hat immer mehr Spaß gemacht.

00:03:57: Er hat mir immer mehr Zeit abverlangt muss

00:03:59: man sagen.

00:04:00: Ich kann mich noch erinnern Ende des Jahrhunderts haben wir glaube ich so zwei drei tausend Besucher am Tag auf der Seite.

00:04:05: was für mich eine riesen Dingwart damals.

00:04:08: also wenn es Leute gefragt kam

00:04:09: okay wie viele Leute

00:04:10: kommen denn da?

00:04:11: Und dann würde ich sagen konnte jetzt zweieinhalbtausend besuchern gestern das war echt cool Und ich kann mich daran erinnern im Mai, dass ich

00:04:18: meinen Job gekündigt

00:04:19: habe.

00:04:19: Ich habe gesagt, jetzt probierst du das mal Vollzeit

00:04:21: und hab mir aber im Kopf so ein bisschen gesagt zwei Jahre gebe ich mir jetzt um die Sache zu machen und wenn ich merke es geht in die richtige Richtung super

00:04:29: und wenn nicht dann wie gesagt ich war damals dreiundzwanzig also

00:04:33: mit fünfundzwantig wusste ich dann

00:04:34: da kann sich mir immer noch einen gescheiten Job suchen.

00:04:36: in Anführungszeichen Das war auch der Pitch gegen über meine Eltern

00:04:39: damals Wie ich ihn verkündet habe dass ich dann doch jetzt mal mich voll Zeit mit

00:04:43: dem Thema Block beschäftigen will.

00:04:44: Was war denn da dein Konzept eigentlich?

00:04:46: Also was hat, heißt es nur bei IT anders gemacht.

00:04:47: Wir müssen uns mal ein bisschen beschreiben für Leute die das vielleicht noch nicht kennen.

00:04:50: Das ist ja sehr anglophiel auch ausgerichtet.

00:04:51: Es klingt vielleicht blöd aber es

00:04:53: gab kein Konzept weil was

00:04:54: vielen natürlich nicht bewusst ist ich habe ja damals

00:04:57: keine Firma aufgemacht oder keinen Geschäft gestartet sondern Ich bin auf blogspot.com gegangen hab diesen Blog angemeldet und habe angefangen über Sachen zu schreiben, die ich cool fand.

00:05:08: Ist immer interessant weil gerade jetzt sitzen

00:05:10: wir seit fast sieben Jahren

00:05:11: hier in Berlin ... in Berlin natürlich mit der ganzen Startup-Welt, die so stark hier angewachsen ist.

00:05:16: Ist immer

00:05:16: lustig wenn ich dann im Gespräch bin... ...mit Menschen aus dieser Welt,... ...wo natürlich immer irgendwo.

00:05:21: es gibt eine

00:05:22: Idee,... ...dann gibts ein

00:05:22: Investor und

00:05:23: dann...

00:05:24: Es gibt immer direkt einen Geschäftsmodell.

00:05:26: Ja, dein

00:05:26: erster Businessplan oder sowas für den Businessplan?

00:05:28: Ja genau!

00:05:29: Und

00:05:29: das ist halt das Lustige hier, also das gab's ja alles

00:05:32: nie.

00:05:33: Das Ziel

00:05:34: war ja nie, dass es ne Firma wird,... ...das ein Geschäft wird, das

00:05:38: wächst.

00:05:38: Das hat ja alles gar nicht dazugehört letztendlich am Anfang.

00:05:41: waren

00:05:42: wirklich bis heute zwölf Jahre organischer

00:05:45: Wachstum.

00:05:45: Und deshalb

00:05:46: sind wir in dieser witzigen Situation einerseits dadurch, dass wir im Bereich Internet unterwegs sind natürlich doch ... gewisse Sachen gemeinsam zu haben mit anderen

00:05:56: Start-ups, aber andererseits in der profitable Firma sind seit zwölf Jahren.

00:06:00: Ohne Businessplan?

00:06:00: Ja

00:06:01: ohne Businessplan!

00:06:02: Ohne Investor... Ohne diese ganzen anderen Sachen die sonst immer mit dazugehören und das

00:06:07: ist meistens dann ganz witzig.

00:06:09: Das hat sich doch vermutlich bis heute schon ein bisschen systematisiert.

00:06:13: oder wie handelt ihr das heute?

00:06:14: Ja also na klar

00:06:15: wenn man jetzt nochmal guckt wie es das Ganze dann entwickelt hat bis dann ab praktisch Mitte zwei tausend sechs wirklich Vollzeit die Seite gemacht

00:06:22: habe dann irgendwann angemacht angefangen ein, zwei

00:06:24: Redakteure in

00:06:24: den USA

00:06:25: mit an Bord zu nehmen.

00:06:27: Weil durch das Thema Streetwear Sneakers

00:06:30: ist die Seite von Anfang an schnellen USA gewachsen viel mehr als in Europa.

00:06:35: Also es war jetzt auch

00:06:36: nichts was irgendwie geplant war sondern es kam

00:06:38: einfach ganz natürlich.

00:06:39: Aber

00:06:39: du hattest von Anfang auf Englisch

00:06:40: geschrieben?

00:06:41: Genau!

00:06:42: Die Seite war vom Anfang auf englisch auch keine bewusste Entscheidung.

00:06:46: also weil jetzt nicht so.

00:06:47: ach

00:06:47: da kann ich mehr Reichweite generieren weil sie

00:06:49: dann auf Engelisch.

00:06:52: Also erstens

00:06:52: habe ich mich

00:06:53: in der englischen Sprache wohlgefühlt, weil ich vorher im GEMF auf der International

00:06:56: School war

00:06:57: und einfach die Sprache

00:06:59: mir sehr leicht gefallen.

00:07:00: Und die anderen Blocks und Anführungszeichen, die ich konsumiert habe

00:07:04: waren alle auf Englisch.

00:07:05: Und wie man spreche, weil dann irgendwie für mich klar ist, macht das

00:07:07: auch auf Englig!

00:07:08: Und genau, dann ist die

00:07:10: Seite halt relativ

00:07:11: schnell in den USA gewachsen.

00:07:13: Das war natürlich

00:07:14: auch eine lustige Situation,

00:07:15: weil in Europa

00:07:15: musste ich nicht nur erklären

00:07:16: was heißt Nubaiti ist, ja?

00:07:17: Weil natürlich so limited edition Sneaker... Was ist das denn?

00:07:20: So

00:07:20: haben wir noch nie gehört!

00:07:21: Ich muss sogar erklären, was ein Block ist.

00:07:23: Also es war also

00:07:24: wirklich so ganz verrückte Zeit damals wo Europa auch echt hinten dran war, was das Thema angeht aber dann die Seite weitergemacht mit ein paar Redakteuren aus dem USA, dann das Thema weiter ausgebaut Aber ich war praktisch

00:07:37: immer noch alleine.

00:07:38: Dann ab dem Jahr die ersten Gespräche an mit größeren Netzwerken

00:07:42: in den USA.

00:07:43: Da hat man dann gemerkt,

00:07:43: dass das Thema Blockwurt größer und Monetarisierung von Blocks wurde größer.

00:07:47: Und dann war Gang und

00:07:48: Gebe, dass solche

00:07:49: Blocknetworks dann gab,

00:07:51: die praktisch ganz viele Blocks gegenüber Medienagenturen

00:07:54: repräsentiert haben.

00:07:54: Und da wurden wir alle paar Wochen von einem neuen Netzwerk angesprochen.

00:07:58: Das waren auch die ersten

00:08:00: Deals ... bisschen substanzieller

00:08:02: waren, muss man sagen.

00:08:03: Da kann ich mich noch erinnern, wir hatten ein Deal mit einer Automarke

00:08:06: in dem

00:08:06: Jahr.

00:08:07: das war nicht mehr über drei Monate, es waren über vierzehntausend Dollar und das war utopisch.

00:08:10: Also

00:08:12: so was hatte ich noch nie vorher gehört,

00:08:14: muss mal ehrlich sagen.

00:08:15: Es war vorher immer einmal eintausend dollar und zweitausend dollars und wenn du Glück hast, waren's mal fünf oder so.

00:08:19: aber

00:08:19: also das war wirklich substanenziell.

00:08:22: und dann haben wir auch zwei tausend achtern letztendlich exklusiv Vertrag abgeschlossen mit Komplex Media

00:08:27: in New York

00:08:28: die dann exklusiv unser Banner-Inventory gegenüber

00:08:32: Mediaagenturen repräsentiert haben.

00:08:34: Wir waren immer noch

00:08:35: super Lean damals, also wir waren vielleicht vier, fünf Leute und

00:08:38: ich

00:08:39: immer noch alleine hier in Europa.

00:08:41: alle anderen saßen

00:08:41: im USA.

00:08:43: Dann hat Komplex angefangen

00:08:44: unseren Banner

00:08:45: Space zu verkaufen.

00:08:46: Das hat eigentlich zum ersten Mal das Geschäft richtig angezogen

00:08:50: dass wirklich stetig jeden Monat

00:08:52: und jeden Monats auch mehr

00:08:54: Umsatz gemacht wurde.

00:08:56: Und damals war

00:08:56: die Formel noch relativ einfach,

00:08:58: wenn umso mehr

00:08:59: Traffic, um

00:08:59: so mehr Umsatze hast du gemacht?

00:09:01: Dementsprechend haben wir uns auf traffic konzentriert und komplex hat sie auf den Umsatz konzentriert und dann hatten wir

00:09:07: echt ein paar

00:09:07: Jahre, also echt

00:09:09: soliden Wachstum muss man sagen.

00:09:11: Ich war inzwischen wieder zurück nach Genf gekommen.

00:09:15: Dann hab ich entschieden,

00:09:16: Genf funktioniert gar nicht mit meinem Thema.

00:09:18: Das ist ein bisschen anerkommustisch.

00:09:23: Ich saß am Tisch abends mit Freunden und da saßen acht Leute.

00:09:27: Sieben waren Banker und ich.

00:09:28: So war natürlich auch das Jobgefüge dann in Genf.

00:09:33: Erstens konntest du mir

00:09:33: nicht leisten einzustellen

00:09:34: im Genf und dazu

00:09:35: hat niemand Interesse gehabt an dem Thema was ich da gemacht habe.

00:09:39: Da war mir halt klar, dass

00:09:40: ich auf jeden Fall näher

00:09:40: an meinen Markt ran musste.

00:09:42: Was ich die Jahre

00:09:43: vorher schon viel gemacht habe,

00:09:44: war viele unterwegs.

00:09:45: Also war dann in Barcelona auf der Brandenbutter und in Las Vegas auf der Magic

00:09:49: um dort Marken und wichtige

00:09:51: Leute in meinem Markt kennenzulernen.

00:09:53: Es war auch extrem wichtig, also gerade jetzt rückblickend das ich wirklich so früh dann auch den Schritt genommen hab es nicht nur außenstehender Beobachter zu sein sondern mit

00:10:02: den wichtigen Leuten im Markt zu interagieren.

00:10:05: Aber es ist natürlich trotzdem was anderes, wie wenn du unmittelbar

00:10:07: um dich herum Leute hast die auch in dem Markt wirklich arbeiten.

00:10:10: Weil du so richtig drin bist?

00:10:12: Genau!

00:10:12: Dann

00:10:13: kam irgendwie die Idee okay

00:10:15: musst jetzt umziehen

00:10:16: und dann

00:10:16: war halt so

00:10:17: das Thema okay weil ich hatte ja theoretisch freie Wahl

00:10:20: also in London

00:10:22: Paris und New York hattest du natürlich schon etablierte Player im

00:10:25: Markt die jahrelang sich ihre Netzwerke

00:10:28: da aufgebaut hatten und in Berlin war irgendwie noch eine Lücke.

00:10:31: und dann ich gedacht ok komm dann machst du das.

00:10:34: Und das hat dann super gepasst, weil ein Jahr später kam auch die Bretton Butter aus Barcelona zurück nach Berlin.

00:10:39: Also da war ein ganz gutes Momentum da

00:10:41: im Bereich

00:10:42: Mode in Berlin und dann hat es irgendwie super gepass.

00:10:44: Da war ich immer noch alleine,

00:10:47: also da gab's

00:10:47: immer noch außer mir niemanden in Europa.

00:10:49: Das heißt, die anderen damals irgendwie drei bis vier, die saßen alle in New York

00:10:54: oder?

00:10:54: Die saßen verteilt, also der einen

00:10:56: in Montreal, der eine in New-York,

00:10:57: der andere in Florida – so sie saßen alles ganz verteilt.

00:11:01: Sie

00:11:01: warten ihren Redaktionsnetzwerk.

00:11:02: Genau!

00:11:03: Absolut.

00:11:04: Zu dem Zeitpunkt habe ich auch immer noch,

00:11:06: also ...

00:11:06: ... achtzig Prozent von meinem Tag mit Content

00:11:08: verbracht.

00:11:09: Also ich hab einfach den ganzen Tag Content geschrieben

00:11:11: und dann ... ... zweitausendneun nach Berlin gekommen.

00:11:14: das war zum ersten Mal dass sich überhaupt ein Büro

00:11:16: hatte.

00:11:16: Also du saßest bis

00:11:17: zwei tausend

00:11:17: neun doch tatsächlich immer noch mal im Schlafzimmer zu

00:11:19: Hause in Genf, oder?

00:11:20: Oh

00:11:20: ja, der ist super kosteneffizient!

00:11:23: Dann äh... Zweitausend Neun zum ersten mal in Berlin-Büro

00:11:26: und dann hat es noch

00:11:27: bis zwintausend zwölf gedauert.

00:11:29: da hat sich

00:11:29: dann meine erste Angestellte in Berlin

00:11:31: hat sich echt noch relativ lange hingezogen, weil ich bei ... Das Verrückte war, ich bin ja im Jahr ... Ich bin dann in Berlin

00:11:38: mit

00:11:39: zwei Partnern

00:11:39: einen Laden

00:11:40: aufgemacht.

00:11:41: Soto auf der Torstraße?

00:11:43: Ja den kenn' ich doch!

00:11:44: Und da hat es sich immer noch, also verrückterweise so ein bisschen danach angefühlt okay heißen und weit hier super, hat sich toll entwickelt.

00:11:50: aber das wird eher ein Sprungbrett für was anderes

00:11:53: als dass jetzt selbst

00:11:55: so ein Riesengeschäft

00:11:56: werden kann.

00:11:56: Also

00:11:56: obwohl die Seite wirklich immer gewachsen

00:11:58: ist Und ich weiß nicht mehr genau, wie

00:12:01: viele Besucher wir damals hatten.

00:12:02: Fünfzigtausend

00:12:02: am Tag oder achtzigtausende am Tag.

00:12:04: also es

00:12:04: war substanziell.

00:12:06: aber trotzdem hatte ich irgendwie das Gefühl irgendwann muss Schluss sein.

00:12:09: ja weil wir doch irgendwo in der Nische operiert haben.

00:12:12: Ich habe immer gedacht okay weil jeder Schritt hat sich irgendwie verrückt

00:12:15: angefühlt.

00:12:16: Ich fand zehn tausend verrückt und ich fand fünfzigtaussend verrückte und achtzigtaussen.

00:12:19: und dann irgendwann war

00:12:21: jetzt irgendwann ist bestimmt

00:12:22: Schluss

00:12:22: mit dem Wachstum.

00:12:24: Deshalb habe ich halt gedacht, okay dann ist vielleicht nicht schlecht jetzt fange ich mal mit dem Laden an.

00:12:27: Das ist dann so praktisch der nächste Schritt.

00:12:30: Okay das heißt also stationärer Handel als Sicherheitsnetz für ein Digitalunternehmen?

00:12:34: Das ist irgendwie ein bisschen weird.

00:12:35: Ja

00:12:36: gut es war natürlich

00:12:37: schon...

00:12:38: Ich hab's jetzt zugeschrieben.

00:12:39: Nee

00:12:39: nee schon klar aber selbst bei Soto waren natürlich im wichtiger Bestandteil

00:12:42: auch der online Verkauf.

00:12:44: von Anfang an und Soto hat also

00:12:46: kein Bereich retail machst du natürlich relativ schnell relativ viel Umsatz

00:12:50: Ja, was

00:12:51: Retail-Bereichs nichts heißt.

00:12:52: Aber du machst

00:12:53: halt viel Umsatz und da hat sich dann irgendwie doch so angefühlt okay das ist jetzt so das nächste Ding.

00:12:58: Obwohl meine Passion immer bei heißem Weite

00:13:00: gelegen hat

00:13:00: und ich dementsprechend auch

00:13:02: immer viel mehr Zeit

00:13:03: darauf verbracht habe als jetzt auf

00:13:05: Soto.

00:13:06: Man hat dann halt weiter gemacht.

00:13:07: Und

00:13:07: dann zwölf Monate später haben wir gemerkt auch wenn man genauso viele Umsatz selbst wie komplex

00:13:12: uns einbringt

00:13:14: also einfach nur in E-Mails

00:13:15: beantworten

00:13:16: und einfach nur sagen ja geht und man mit diesen ganzen Kunden, die auf uns zugekommen sind besprechen was sie denn wollen.

00:13:23: Und da war dann bei uns natürlich klar weil der Markt

00:13:26: hat sich dann natürlich extrem weiter entwickelt gehabt.

00:13:28: Der Markt ist

00:13:29: CBMs sind abgeflacht beziehungsweise zum Teil bei anderen schon gefallen.

00:13:34: Bei

00:13:34: uns eher

00:13:35: abgeflucht.

00:13:36: das Thema Content wurde zum größeren Thema Native Advertising wird zum größerem Thema.

00:13:41: Da wurde es dann relativ

00:13:42: schnell klar dass ein dritter unseren Content nie so gut verkaufen kann

00:13:47: wie wir selbst.

00:13:47: Da hat das dann zeitlich alles sehr gut gepasst und wir haben natürlich auch wieder relativ organisch ohne einen allzu groß Risiko einzugehen, konnten wir testen ob wir

00:13:58: es selbst auch können und haben das dann innerhalb von einem Jahr relativ schnell gemerkt dass es funktioniert und auch gut funktioniert

00:14:05: und haben uns entschieden in den Komplexvertrag

00:14:09: zu kündigen.

00:14:10: Ende ... den Komplexvertrag zu kündigen.

00:14:13: Dann haben wir

00:14:13: Ende Dezember... ... und

00:14:15: im ersten Head of Sales

00:14:16: reingeholt, also

00:14:17: der auch wirklich Erfahrung

00:14:18: hatte in dem Bereich Sales,...

00:14:19: ...und dann haben

00:14:20: wir natürlich gedacht okay jetzt

00:14:22: die erste

00:14:22: sechs Monate

00:14:23: werden wahrscheinlich hart,... ...wird man

00:14:24: wahrscheinlich so ein bisschen dippen was Umsatz angeht.

00:14:27: aber hoffentlich wenn alles so funktioniert wie geplant,...

00:14:29: ...dann kommen danach einen Top

00:14:31: raus.".

00:14:32: Und dann haben wir im Jahr den Umsatz verdoppelt.

00:14:35: Das war

00:14:36: wirklich so, from the get go hat das super funktioniert.

00:14:41: Was habt ihr denn für Inventar verkauft?

00:14:42: Habt ihr nur Banner verkauft oder habt ihr auch andere Sachen gemacht?

00:14:45: Komplex hat meistens immer nur

00:14:48: Banners vor uns

00:14:48: verkauft.

00:14:49: Wir haben die letzten

00:14:50: Andere

00:14:51: mit Komplex stark auf Content gedrängt

00:14:53: aber das

00:14:55: haben sie praktisch mehr gemacht um uns nicht zu verlieren als dass es jetzt bei Ihnen super funktioniert hätte.

00:15:04: Komplexes Modell war eher zu sagen, Sie verkaufen dem Kunden Content und dieser Content wird dann wieder auf Ihren ganzen Partnerseiten in Form von Bananen ausgespielt.

00:15:13: Das war das komplexe Modell

00:15:16: für

00:15:16: Ihr Modell nicht schlecht Dadurch auch wiederum die CPMs im Gegensatz zum Markt relativ hochhalten konnten.

00:15:22: Aber das war natürlich

00:15:23: für uns

00:15:24: blöd, weil wir waren

00:15:24: einer der wenigen High-Quality-Sites

00:15:27: in ihrem Netzwerk.

00:15:27: Das heißt, wir waren immer... Der Kunde kamen immer um mit uns zu arbeiten und dann wurden eben die anderen Fünfzig miterkauft.

00:15:34: Und dementsprechend hat für uns die Eigenvermarktung natürlich viel mehr Sinn gemacht gerade wie dann der Markt umgeschwenkt

00:15:39: ist auf Content.

00:15:41: Und was genau heisst Content bei euch?

00:15:43: Content!

00:15:44: Der erste Schritt war natürlich Content Distribution.

00:15:47: Ja, also

00:15:48: so ging es los.

00:15:49: Also dass die Kunden dann auf uns zukamen und gesagt haben hey wir hätten gern das ihr mit diesem Material über unser Produkt

00:15:54: schreibt.

00:15:55: Also die haben uns dann

00:15:56: Bilder gegeben oder Videos gegeben und da ging's dann hauptsächlich um Platzierung Platzierung und

00:16:01: Distribution.

00:16:02: Ganz automatisch ist dann

00:16:04: daraus

00:16:05: der nächste Schritt entstanden, indem wir auch

00:16:07: den Content produziert haben, dass wir die Bilder produzieren,

00:16:11: Videos

00:16:11: produzieren

00:16:13: und so haben wir eigentlich Schritt für Schritt.

00:16:15: über die letzten zwei drei Jahre sind wir immer früher in der Konversation gekommen mit dem Kunden

00:16:21: und haben praktisch immer

00:16:22: mehr

00:16:23: Arbeit in der Value Chain übernommen

00:16:26: Kommen wir praktisch so früh schon in die Konversation.

00:16:27: Das heißt, okay, pass mal auf das ist das Produkt.

00:16:29: wie

00:16:29: kriegen wir das am besten kommuniziert?

00:16:31: und dann machen wir

00:16:33: Strategie Rollout Kontenproduktion Platzierung

00:16:37: alles mögliche.

00:16:38: Das heisst wenn man das mal so sagen kann Zuerst wart ihr schlicht untergreifend eine Fläche für die Distribution.

00:16:46: Dann habt ihr selber geschrieben, so wie das gut ist fürs Produkt und inzwischen macht ihr die gesamte

00:16:51: Kommunikationsstrategie.".

00:16:52: Genau!

00:16:53: Also je nach Kunde unterschiedlich?

00:16:55: Ja aber jetzt mal um die

00:16:57: Evolution zu zeigen.

00:16:58: Und je nach kunde machen wir zum Beispiel zum Teil auch Content

00:17:01: der gar nicht für uns ist sondern nur

00:17:02: für den

00:17:02: Kunden also

00:17:03: nur für die owned and operated Channels vom Kunden oder sogar Point of Sale, also wenn man ganz viele Sachen mitjert für den Kunden.

00:17:12: Dann sind die fast ja im Agenturgeschäft mittlerweile?

00:17:14: Genau

00:17:15: absolut!

00:17:16: Wir sind natürlich in so einer interessanten Situation gegenüber anderen weil wir sind irgendwo immer noch Influencer selbst.

00:17:22: Also es

00:17:22: ist immer noch sehr wichtig für viele Kunden dass wir praktisch einen Proval geben für ein Produkt.

00:17:27: und nach dem Motto A heißt sie weit, hat gesagt das ist ein cooles Produkt, das ist

00:17:30: ganz wichtig für Kunden.

00:17:31: aber genauso machen wir Sachen heutzutage rein für die Kundenseite,

00:17:35: also

00:17:36: wird ein Video produziert direkt auf Mercedes-Benz YouTube und Mercedes-Benz.com

00:17:41: oder wir machen

00:17:42: Fotos, die gehen direkt

00:17:43: auf den Adidas Originals Instagram Channel.

00:17:47: Oder wir machen eine Videokampagne für Converse und produzieren dann aber mit der Videokampern mit direkt

00:17:52: Point of Sale Material

00:17:53: für Food Locker

00:17:54: Stores in ganz Europa.

00:17:55: Also das gehört jetzt ganz oft mit dazu.

00:17:58: Und Metsens macht

00:17:59: auch Sinn

00:17:59: also ist

00:18:00: effizient für den Kunden und es macht doch für uns Sinn.

00:18:04: Das

00:18:06: war eine

00:18:07: sehr natürliche Entwicklung,

00:18:08: muss man eigentlich sagen.

00:18:09: Und uns macht es

00:18:09: natürlich auch einen riesen Spaß, weil

00:18:11: wir einfach

00:18:12: viel größere und

00:18:13: viel spannende

00:18:13: Themen angehen

00:18:14: können als jetzt nur derjenige zu sein, der vollendete Tatsachen gestellt wird.

00:18:20: Ja das ist extrem unbefriedigend!

00:18:22: Aber stellt sich halt schon die Frage wenn jetzt ein Kunde kommt mit einem Sneaker oder einer Streetwear Collection, die ihr einfach scheiße findet?

00:18:28: Was macht denn dann?

00:18:29: Es ist natürlich ein Problem, es ist jetzt

00:18:31: auch nichts

00:18:31: was nie vorkommt.

00:18:32: Du wirst natürlich öfter vor die Tatsache gestellt dass nicht alles deinem ästhetischen Anspruch gerecht wird.

00:18:37: um ehrlich

00:18:38: zu sein meistens finden wir eine Lösung

00:18:40: einfach weil wir dann auf Produktionsseite

00:18:42: so stark

00:18:43: sind das wir das

00:18:44: Produkt gut aussehen lassen können

00:18:46: also dass wir mit den richtigen Models im richtigen Styling den richtigen Fotografen arbeiten, die dann auch so

00:18:52: ein Produkt gut aussehen lassen können.

00:18:54: Oh haben

00:18:54: eure Kunden Glück!

00:18:55: Ja meistens

00:18:58: und wenn man aber wirklich davon überzeugt ist dass man das Produkt nicht so darstellen kann, dass es vom Markt

00:19:03: was letztendlich unser Leser ja

00:19:04: auch ist

00:19:06: als stark

00:19:06: empfunden wird, dann muss man natürlich auch schauen ob man sich dann lieber absagt.

00:19:10: also das ist auch ganz wichtig.

00:19:12: Aber ich muss ganz ehrlich gestehen, dass das extrem selten vorkommt.

00:19:15: Also weil

00:19:16: erstens haben wir das Glück mit ganz tollen Kunden arbeiten zu können... Und man kann auch ganz viel dann letztendlich in der Produktion doch aus allem

00:19:23: noch ausholen.

00:19:24: Ich kenne deine Welt, ich verstehe das sehr gut.

00:19:26: Bei mir ist es ja auch manchmal so, dass Leute auf mich zukommen wollen für Sachen Werben weil ich halt irgendwie Unternehmerziehergruppe habe.

00:19:31: und ich hatte einmal den Fall da kam KESPA und meinte die wollen mal Dratzen bewerben.

00:19:35: Und das war auch so, da hatte ich auch so einen Moment wo ich dachte, boah, mal dratzen?

00:19:38: Also ich hab's für die eher so funktionell nicht verstanden, was macht das für einen Sinn?

00:19:41: Dann hab' ich aber gelernt ne, das ist gar nicht so doof, die testen unterschiedliche Zielgruppen aus.

00:19:45: also dieses Dilemma versteh ich total gut.

00:19:48: Und das Spannende,

00:19:49: heutzutage finden wir es ja fast spannend.

00:19:51: Es

00:19:52: ist natürlich extrem einfach für uns ein cooles Bild von einem Sneaker zu

00:19:55: machen.

00:19:59: Egal welchen Sneaker!

00:20:01: Weil

00:20:01: wir das Thema auch innen und auswendig kennen...

00:20:04: Aber es ist also

00:20:05: fast spannender für uns heutzutage Themen anzugehen, die vielleicht jetzt nicht predestiniert

00:20:09: sind.

00:20:10: Letztendlich haben wir eine unglaubliche wichtige Zielgruppe, die wir ansprechen.

00:20:13: Wir haben hauptsächlich junge Männer auf der Webseite,

00:20:16: die

00:20:17: Trendsetter und Taste-Maker in ihrem Umfeld sind mit... Den möchte jeder sprechen.

00:20:21: Mit denen möchte nicht nur Nike

00:20:22: und Adidas

00:20:22: sprechen, sondern auch Mercedes-Benz, BMW, Bacardi – absolut alle!

00:20:28: Also wirklich jeder möchte mit dieser Zielgruppe sprechen.

00:20:30: Es ist eigentlich viel

00:20:31: spannender vor die Aufgabe gestellt zu werden den Produkt nahezu bringen, dass sie vielleicht ... sonst nicht so

00:20:38: aufnehmen würden.

00:20:39: Und da ist es extrem

00:20:40: wichtig, dass uns der Kunde dann einfach einen gewissen Freiraum gibt und dass wir den Kunden dann wirklich beraten können und dem Kunden wirklich sagen können okay pass mal auf.

00:20:48: also wenn wir

00:20:49: das so und so angehen, so kommunizieren mit diesen Künstlern arbeiten oder mit diesem Influencer arbeiten,

00:20:54: mit

00:20:55: dem Fotografen so eine Art Video produzieren, dann glauben wir kriegen wir das Produkt

00:20:59: auch ordentlich kommuniziert.

00:21:01: und das

00:21:01: ist extrem spannend

00:21:02: weil wir wirklich

00:21:02: auf Konzeptseite ganz früher einsteigen können.

00:21:06: frame

00:21:07: können für den markt

00:21:09: ja und durch durch deine persönliche historie Habt ihr so ein Expertentum?

00:21:14: Gewissermaßen auch einen weißen Kittel-Effekt, gell.

00:21:17: Genau.

00:21:17: Cool!

00:21:18: Merkst du so ein bisschen... Das war mein Problem in der Vergangenheit immer, dass das von dir als Person abhängt oder von mehreren.

00:21:24: Also ich hatte immer die Schwierigkeit, fand ich wie kriege ich solches Expertentums skaliert?

00:21:28: und wenn dich morgen Bus umfährt oder hast keinen Bock mehr und willst es irgendwie abgeben, sagst du was Neues machen, willst dich mehr an Soto reinhängen.

00:21:34: So dann ist da immer ganz viel nur Hau weg.

00:21:35: Hast Du da eine Formel für Dich gefunden, wie man das transferiert?

00:21:38: Die

00:21:38: würde mich auch

00:21:39: interessieren.

00:21:44: Ich hoffe, dass ich immer noch wichtig bin für das Geschäft.

00:21:46: Das ist natürlich

00:21:47: ganz klar aber es hat sich schon ein bisschen geändert in den letzten paar Jahren.

00:21:50: also wir sind ja mittlerweile...

00:21:52: zehnköpfige Sales-Team global bei uns sitzen und die wissen schon auch

00:21:56: alle, was wir machen.

00:21:56: Wir haben einen Kreativteam,

00:21:58: das mindestens genauso wichtig ist,

00:22:00: was

00:22:00: die ganzen Ideen letztendlich für Kunden entwickelt.

00:22:04: Die können schon alle

00:22:04: sehr eigenständig arbeiten und brauchen es nicht

00:22:07: unbedingt.

00:22:07: Ein Beispiel, wenn ich das habe in meinem Feld.

00:22:10: Ich sehe es manchmal Alex Hüsing, der damals mein... Der hatte deutsche Startups als unmittelbarer Konkurrent.

00:22:14: Ich war mit Gründerswien total neu, ich hab' im Jahr zwei Tausend Neun nichts

00:22:16: verstanden.".

00:22:17: Ich habe so ein halbes Jahr gebraucht und habe relativ viel verstanden.

00:22:19: Aber ich hab bei ihm so krass gemerkt, wenn ich manchmal einen Business Case mir angeguckt habe den kannte er teilweise schon weil er ihn schon mal vor drei vier fünf Jahren in ähnlicher Form gesehen hat.

00:22:27: Das habe ich dann irgendwann bei mir auch bemerkt dass meine Redakteure sagen oder so.

00:22:31: Da ich gesagt ne das hatte ja schon vor fünf jahren war es ein Scheiß!

00:22:33: So das wird dir bestimmt genauso sein.

00:22:34: Wenn jetzt ein neues Design rauskommt, kommt da sowieso alles wieder.

00:22:38: Ich schlage Hosen jetzt wieder hin, dann sagst du ah du das hattet doch irgendwie Kahrhardt in seiner Barcelona Kollektion zwei sechs schonmal ist das dein Ernst?

00:22:50: Wir

00:22:54: haben natürlich

00:22:55: auch ein sehr junges Editorial Team.

00:22:58: Was wichtig ist, weil wir am Ball bleiben müssen und weil wir relevant bleiben müssen für eine junge Zielgruppe.

00:23:04: Aber die Down-Side ist natürlich ganz klar, dass sie nicht wissen

00:23:07: das es vielleicht den Schuh in der Form

00:23:09: schon mal im Jahr zwei Tausend Sieben gab.

00:23:10: Das ist natürlich diese Balance, die man irgendwo hinbekommen muss und wir versuchen es hauptsächlich so zu lösen indem wir in den Senior Positions im Editorial Team Leute haben Die hat wiederum diese Historie mitbringen und die das kennen.

00:23:23: Und dass

00:23:23: dementsprechend dann, wenn es durch den Korrekturprozess geht bevor's auf

00:23:26: die Webseite

00:23:27: geht, dann natürlich aufgefangen wird.

00:23:29: Ich

00:23:29: überlege gerade sogar fast eher umgekehrt ob du bald sogar eher der Pottleneck bist weil du nicht mehr so diese junge Sprache sprichst.

00:23:33: Also mir geht das so Snapchat oder sowas?

00:23:35: Das ist ja für jemanden wie uns jetzt in den Dreißiger nicht mehr...

00:23:38: Ja, das ist absolut recht.

00:23:43: Also wir hatten gerade letztens die Situation ... Ende letzten Jahres haben wir eine Kampagne gemacht für Nike für einen neuen Schuh und da war Zielgruppe der siebzehnjährige

00:23:50: Junge oder Jungemann.

00:23:53: Und dann ging es darum mit jungen Filmemachern in fünf verschiedenen Märkten global

00:23:58: zu arbeiten.

00:23:58: Das waren New York LA

00:24:00: Paris London

00:24:01: Berlin

00:24:02: Und dann haben wir diese fünf Filme produziert für Nike, und dann kam die fünf Filmer zurück.

00:24:07: Dann haben wir in der LA mit Gap Three gearbeitet.

00:24:10: Ein

00:24:10: junger Filmemacher, der jetzt auch letztens ein Drake-Video

00:24:12: gedreht hat.

00:24:13: Also super

00:24:13: talentierter

00:24:14: Typ!

00:24:14: Und eigentlich als Teil von diesen Fünften so der prominenteste

00:24:19: Anforderungszeichen... Und dann hat

00:24:21: mir meine Produzentin erzählt,

00:24:22: dass sie halt mit dem

00:24:22: gesprochen haben.

00:24:23: Da hat er gemeint, pass mal auf!

00:24:24: Wenn man das Video für Nike will und wir gerne mit dir machen, muss halt die Schuhe anziehen im Video.

00:24:28: Sonst ein Styling, Klamotten kannst du machen was

00:24:29: du willst.

00:24:30: Dann meinte er

00:24:31: ja nicht ich würde gern Nike

00:24:32: anziehen.

00:24:33: Also okay aber du musst nicht ne?

00:24:35: Du kannst anziehen was du willst.

00:24:36: Dann wirst du nene ich bin ein Riesen-Nike-Fan.

00:24:37: Ich will nur Nike an ziehen.

00:24:41: Okay, dann ziehst du halt nur Nike an.

00:24:43: Kein Problem!

00:24:44: Und das Video was daraus resultiert war

00:24:46: so sehr

00:24:47: retro VHS-mäßig und er latscht nur irgendwie in L.A.

00:24:51: rum und dann siehst du mal Hollywood-Zahlen.

00:24:54: also vom Value her jetzt gegenüber dem Kunden... Ich habe mir das Video angeguckt

00:24:59: aber ich bin mir ganz sicher ob wir das Video bei Nike zeigen können.

00:25:04: Bei allen anderen Videos war irgendwie

00:25:06: jetzt auf

00:25:07: Produktionsseite das Value klarer.

00:25:09: Und da war es halt starke Musikkinden dran, aber sonst hast du immer nur ihn gesehen wie er so steht berührungslos im Video top to bottom in Nike und irgendwelche komischen L.A.-Szenen...

00:25:20: ...und dann meinte ich zu meiner Produzentin ganz ehrlich glaube das können wir Nike nicht schicken.

00:25:24: Dann meint sie so warte mal kurz!

00:25:26: Dann hat alle

00:25:27: zwanzigjährigen

00:25:28: aus dem Team

00:25:28: rangeholt und hat denen die fünf Videos

00:25:31: gezeigt Und dann hat jeder zwanzigjährige

00:25:35: ausnahmslos

00:25:36: gesagt, das ist das beste Video.

00:25:38: Das war verrückt für uns und da merkt man natürlich einfach gerade wir müssen ganz extrem aufpassen weil wir verkaufen Trend,

00:25:48: also

00:25:48: Trenddesign.

00:25:49: Die junge Zielgruppe verstehen und da muss man einfach dafür sorgen dass man

00:25:52: die ganze Zeit am Ball

00:25:53: bleibt und auch den jungen Leuten immer zuhört um zu sehen was so das nächste ist.

00:25:58: Es war wirklich verrückt und das Tolle war aber dann auch das Nike das auch eingesehen hat und uns das Video spielen

00:26:03: lassen.

00:26:03: Das war auch das erfolgreichste Video tatsächlich aus den fünf

00:26:07: sehr interessante Situationen.

00:26:08: und dann

00:26:08: haben

00:26:08: wir ein paar Wochen später nochmal mit Nike gesprochen und der Marketingdirektor von Nike hat etwas sehr interessantes gesagt.

00:26:14: was das Ganze

00:26:14: gut ausdrückt finde ich wenn nur als

00:26:16: Mitte drei jähriger dich

00:26:18: wohl fühlst mit einem Content-Peace.

00:26:21: Dann kann es eigentlich nur das falsche sein, weil ... Das

00:26:24: kann's

00:26:25: dann irgendwie nicht sein.

00:26:26: und

00:26:26: letztendlich wenn du dich unwohl fühlts zumindest nicht verstehst,

00:26:29: dann ist es was...

00:26:30: Nur dann kanns etwas

00:26:30: Neues sein!

00:26:32: Und das fand ich irgendwie eine ganz interessante Herangehensweise

00:26:34: und das

00:26:34: versuchte mir jetzt auch immer so ein bisschen im

00:26:36: Hinterkopf zu behalten, wenn ich mir Sachen anschaue dass

00:26:39: mein Wohl fühlen vielleicht nicht die richtige Nicht der Maßstab ist, ob etwas heute tatsächlich noch bei

00:26:47: jungen Leuten so angesagt ist.

00:26:49: Das finde ich ein super Motto.

00:26:51: also ich mein letztendlich ist das ja in Zeiten von Medienwandel vielleicht nicht ganz so krass wie bei euch aber doch im gewissen Maße für jede Publikation das Thema.

00:27:00: Es wäre ein Motto was ich gerne mal bei der Chefredakteurskonferenz groß an die Wand kleben würde.

00:27:07: Wie gesagt, das ging mir nicht mal aus dem Kopf seit dem Meeting und fand ich auch eine ganz tolle Herangehensweise.

00:27:12: Und er sagte sogar.

00:27:13: letztens kam unsere neue Kampagne, ich habe mir die angeguckt,

00:27:16: sie sah super aus!

00:27:17: Also

00:27:18: deshalb darf ich alles verstanden

00:27:20: und deshalb haben wir sie nicht gemacht.

00:27:22: Das fand ich echt eine coole Herangehhensweise und das merken wir heute auch bei Themen auf der Website.

00:27:26: also gibt es Themen auf einer Website wo wir

00:27:29: was

00:27:29: wir mittlerweile auch gerne machen... Wir sind natürlich generell eine Publikation, die auch ganz stark mit Social Media arbeitet.

00:27:36: Das heißt

00:27:36: nur

00:27:37: jede siebte Impression auf unserem Content findet tatsächlich auf .com statt.

00:27:41: Also wir haben irgendwie über fünfhundert Millionen Impressions im Monat auf unseren Content und es sind in Anführungszeichen nur siebzig Millionen davon sind auf.com.

00:27:49: Deshalb... geht es natürlich auch ganz stark darum, wie wir unsere Message dann auf den verschiedenen Sozialnetzwerken rüber bekommen.

00:27:56: Und was wir dann aber auch gerne

00:27:57: machen ist dann wiederum die sozialen Netzwerke zurückholen auf unser .com also dass wir die Konversation wieder bei uns dann internalisieren.

00:28:05: oder Influencer, die nur auf Instagram bekannt

00:28:07: sind.

00:28:08: Auf dort kommen Vorstellen

00:28:09: und das sind teilweise Themen, die

00:28:11: unglaublich abgehen, aber die ich dann vielleicht nicht so verstehe.

00:28:14: Da muss man einfach

00:28:15: dann offen für sein und auch natürlich seiner Redaktion vertrauen

00:28:19: bei den Umständen.

00:28:21: Auch wenn sie nicht wissen welcher Schuh in dem Jahr war vielleicht besser wissen was

00:28:24: heute Der beste Schuh ist da.

00:28:26: Wir können uns mal ein bisschen tiefer reinrobben in deinem Monetarisierungsthema, ja?

00:28:30: Also wir haben jetzt irgendwie Vermarktung als ein Thema gehabt.

00:28:33: Vielleicht machen wir einen kleinen Mini Exkros in das Thema Influencer rein sogar richtig.

00:28:37: Ist das für dich auch ein Case gewesen wenn du sagst ihr macht jetzt sogar Agenturarbeit dass man auch eher so eine Art Personality-Agentur wird, dass dir diese Influencer die ihr vielleicht früh entdeckt auch irgendwie nutzt und mitvermarktet und euer Produkt gleich quer mit reinhängt

00:28:48: Absolut.

00:28:48: Also

00:28:49: das Thema

00:28:50: Influencer Marketing ist natürlich riesengroß und

00:28:52: bei fast jeder Kampagne,

00:28:54: für die wir gebrieft werden,

00:28:56: es ist irgendwie Thema.

00:28:57: also

00:28:58: ich glaube wir haben da ein bisschen eigene Ansicht was das Thema angeht weil wir nicht unbedingt der Meinung sind dass Influenzer-Marketing die Lösung vor alles

00:29:05: ist.

00:29:06: besonders es muss richtig... Es müssen die richtigen Leute sein die für den Produkt genommen werden umdass die Message auch wirklich dann

00:29:12: stärker ist.

00:29:13: Ich glaube der nächste große Unterschied ist wir sind jetzt keine Influenza Agentur wie eine Kartei hat mit dreihundert Namen.

00:29:20: Und dann tippen wir bei uns ein Food und dann kommen zwanzig Namen, und dann tappen wir einen Sneaker und dann kommt fünfzig Namen.

00:29:26: Sondern das sind Beziehungen die wir über zwölf Jahre aufgebaut

00:29:29: haben.

00:29:29: Also es

00:29:29: sind wirklich Menschen, die wir kennen, die Wir schätzen.

00:29:33: Das sind Menschen, Die unsere Meinung nach ein gewisses Talent haben in ihrem Feld.

00:29:36: Sei's als Fotografen oder als Models, als

00:29:39: Stylisten,

00:29:39: als

00:29:40: Musiker.

00:29:41: Das ist eine echte Beziehung.

00:29:43: Dementsprechend ist es doch irgendwo eine andere Sache wie jetzt mit irgendwelchen Leuten zusammenzuarbeiten

00:29:48: für

00:29:48: irgendwelche Kampagnen.

00:29:50: Und wir

00:29:50: sind mittlerweile

00:29:51: auch absolut der Meinung, dass eigentlich... Wir sind so ein bisschen Fan von Mikro-Influenzern im Gegensatz zu den ganz großen Namen die unter Umständen heute Nike hochhalten nächste Woche Adidas und in der dritten Woche New Balance weil das natürlich ihr Geschäftsmodell ist.

00:30:07: Irgendwo sind wir dann eher Fans wirklich zu schauen.

00:30:09: okay Nee, der ist schon immer Nike-Fern

00:30:12: gewesen.

00:30:13: Lasst doch mit dem an der

00:30:14: Nike-Kampagne arbeiten und aber

00:30:16: den können wir dann natürlich jetzt nicht für die New Balance

00:30:18: Kampagne benutzen.

00:30:19: Das will dann eher schauen dass Leute eine starke Relevanz in einem kleinen Umfeld haben

00:30:23: als

00:30:24: das es so ein bisschen Influencer mit

00:30:26: einer Million Follower ist, der aber wahrscheinlich gar nicht authentisch wirkt.

00:30:31: Aber wie ist es denn mit Promis?

00:30:32: Hast du mit denen sonst viel zu tun?

00:30:33: Mit?

00:30:34: Prominenten Celebrities!

00:30:35: Ist das ein Case für euch?

00:30:36: Ja, also...

00:30:38: immer mehr lustigerweise, hauptsächlich weil das Thema Musik so stark bei

00:30:41: uns geworden ist wie in den letzten paar Jahren.

00:30:43: Also Musik ist letztendlich der Berührungspunkt für uns mit dem Thema

00:30:48: Celebrity.

00:30:48: Das war davor nicht so sehr ein Thema aber jetzt mehr.

00:30:52: Ist natürlich online ein sehr starkes Thema

00:30:54: also

00:30:54: dementsprechend für uns

00:30:55: auch nicht

00:30:55: unwichtig.

00:30:56: genau

00:30:57: Wie muss man sich das dann genau vorstellen?

00:30:59: Wie macht ihr das, oder was gibt es für Cases?

00:31:00: Also

00:31:00: Musik News generell ist bei uns unglaublich stark gewachsen in den letzten paar Jahren.

00:31:04: Ist nach Mode Sneaker das größte Thema mittlerweile auf der Webseite.

00:31:08: Dementsprechend ist natürlich auch das Musikcelebrity-Thema

00:31:11: groß geworden und dementsprechend haben wir

00:31:13: auch viel mehr Berührungspunkte mit den Menschen aus der Industrie

00:31:17: in Form von

00:31:18: Interviews, Coverstories für unser Printmagazin, Fotoschutz für Modemarken

00:31:23: und unter Umständen dann auch für

00:31:24: Kampagnen die

00:31:25: wir für Marken machen.

00:31:26: Hatt ich nicht irgendwie neben dem Online Marketing Rockstars Podcast aufgeschneppt, dass du mit Kanye West auch irgendwie mein Thema hattest oder habe ich das falsch verratet?

00:31:33: Kanye West ist ein lustiges Thema weil

00:31:35: also erstens eher

00:31:36: natürlich ein großes Thema für uns schon immer gewesen ist.

00:31:38: Wir aber anscheinend auch immer eine gewisse Inspiration

00:31:41: für ihn waren.

00:31:42: Kanye West hat zum Beispiel auch selbst, also

00:31:44: in der Art

00:31:45: Block gehabt bei sich auf KanyeWest.com

00:31:47: und da war wirklich

00:31:48: jede zweite Story

00:31:49: von uns gesourzt.

00:31:50: Also es war

00:31:51: lustig!

00:31:51: Es waren wirklich so jede zweite story die bei ihm auf dem Block kamen weil dann Via heißt

00:31:55: nobody, via heißt nobody...

00:31:57: Es gab auch einige Interviews mit ihm damals, mit der GQ

00:32:00: und anderen wo wir anscheinend einer seiner Lieblings Webseiten waren hoffentlich auch noch sind Andererseits

00:32:07: natürlich bei uns auch immer ein großes Thema war, sowohl musikalisch als auch modisch betrachtet.

00:32:11: Also heute

00:32:12: mit

00:32:13: seiner Kooperation mit Adidas ist ein

00:32:15: riesengroßes Thema bei uns

00:32:16: schon immer gewesen.

00:32:17: seine eigene Kollektion ist noch diesen Thema gewesen.

00:32:19: Also das hat sich dann immer ganz schön gegenseitig befruchtet, muss man sagen.

00:32:25: Bei der Gelegenheit fällt mir eine Frage ein.

00:32:27: wir kommen auch gleich wieder auf die Monetarisierung zurück aber die mich persönlich interessiert.

00:32:30: Man sieht ja in der letzten Zeit einige Lifestyle Publikationen von denen man es nicht gedacht hätte die plötzlich politisch werden.

00:32:38: GQ zum Beispiel Teen Vogue Vanity Fair die sich wirklich jetzt ganz stark politisch Positionieren, also GQ mit Keith Auberman ist ja ein Klassiker inzwischen.

00:32:47: Ist das was, worüber ihr auch mal nachgedacht habt?

00:32:49: Absolut!

00:32:49: Also es war auch öfter

00:32:50: ein Thema gewesen

00:32:51: während der Wahl jetzt im USA natürlich

00:32:53: sowieso.

00:32:54: Grundsätzlich sind wir auch der Meinung dass man als Publikation mehr

00:32:58: Meinungen zeigen muss.

00:33:00: Machen wir auch mehr als jemals zuvor und werden auch mehr machen in Zukunft.

00:33:05: Es ist halt auch dieses

00:33:06: klassische Thema... letztendlich findet er so extrem statt auf Facebook und Instagram diesen

00:33:11: ganzen anderen sozialen Medien.

00:33:13: Und man

00:33:13: muss auch ehrlich sein, also ob jetzt

00:33:15: der User die Sneaker-News von uns bekommt oder von den drei Andern, die diese News auch bringen

00:33:21: ist letztendling egal weil das

00:33:23: höchstwahrscheinlich auf Facebook sieht und dann bist du halt ein Square in einem ganz langen Feed.

00:33:30: Also das sehe ich schon

00:33:31: so.

00:33:31: dementsprechend Kannst du dich auch nur abheben, wenn du irgendwo Stellung beziehst?

00:33:36: Wenn du dem User etwas geben kannst was halt woanders

00:33:38: nicht bekommt.

00:33:39: Und deshalb

00:33:40: haben wir es uns schon ganz groß auf die Flagge jetzt auch geschrieben unsere Voice zu stärken und die Voice auch stärker

00:33:46: nach außen

00:33:47: hin darzustellen

00:33:48: um da mehr herauszustechen.

00:33:50: dann Ich

00:33:51: dachte, weil eure Brand ist ja schon wahnsinnig stark.

00:33:53: Ich dachte ihr stecht ohnehin schon sehr stark raus für eure Fans im Newsfeed.

00:33:58: aber wenn du sagst das politische Haltung und Meinung da noch ein Mittel zur Verstärkung ist dann ist doch nicht alles verloren?

00:34:05: Ja

00:34:05: ich glaube mir zu sagen auch dass jungen Leuten heutzutage einfach extrem wichtig ist, dass du real bist.

00:34:11: Also das ist

00:34:13: unglaublich wichtig und da gehört ein gewisser Aktionismus auch im Bereich Politik

00:34:17: einfach dazu, glaube ich.

00:34:19: Das ist

00:34:20: Thema... also in meiner Jugend war es viel weniger Thema.

00:34:23: jetzt ist es absolut Thema.

00:34:25: dementsprechend weil wir mit dieser Audience jeden Tag kommunizieren müssen wir da eine Rolle spielen.

00:34:32: Wir werden jetzt grundsätzlich auch Anfang Mitte Mai kommen wir mit einem neuen Vertical bei uns.

00:34:35: Das heißt, das heißt nur bei

00:34:36: die Live

00:34:37: geht es nicht unbedingt um das Thema Politik aber es geht um das thema Mental Health, Mental Well-Being Wellness Personal Sports also wirklich

00:34:44: generell

00:34:45: einfach um das um das tema Wohl fühlen auf ganz verschiedenen Ebenen.

00:34:49: und

00:34:49: wir glauben halt

00:34:50: dass das auch wiederum uns die Möglichkeit gibt noch eine stärkere Verbindung mit unserem Leser aufzubauen und noch ein besserer Ratgeber

00:34:56: zu werden

00:34:57: für unsere Leser.

00:34:59: Es fällt für uns auch so ein bisschen in die Kategorie Wollstärken, Wollschärfen

00:35:03: und noch mehr

00:35:04: Ratgeber auch

00:35:05: zu sein für unsere Audienz.

00:35:07: Super!

00:35:07: So, jetzt wollen wir ja nochmal so ein bisschen wieder die Rolle rückwärts machen in das Monetarisierungsthema.

00:35:11: Wir hatten schon Advertising, wir hatten Agenturgeschäft über Influencer geredet.

00:35:14: Was ja bei euch so n bisschen nahe liegt wenn ihr eigentlich selber Influenzer seid und Kundenzugang habt ist sozusagen Commerce.

00:35:20: also zu überlegen ob man irgendwie... Also man kann das hier lieber Lead Generation machen aber man könnte ja eigentlich auch überlegen selber zu verkaufen.

00:35:25: was sind da eure Gedanken zu?

00:35:27: Einige.

00:35:28: Es gibt einige Gedanken zu dem Thema, weil wir sind natürlich eine Publikation die

00:35:34: vom

00:35:34: ersten Tag an sehr Produkt

00:35:35: getrieben war.

00:35:36: Gerade wenn man jetzt nochmal zehn Jahre zurückgeht oder sechs, sieben Jahre

00:35:40: zurück geht und sich unsere Seite angeschaut

00:35:42: hat dann ging es noch viel mehr als heute wirklich einfach nur um das Thema welches Produkt kommt

00:35:48: wann wo für

00:35:49: wieviel raus?

00:35:50: Das war wirklich so ein Endlos Feed

00:35:51: an Produkt

00:35:52: wie sich unser .com dann weiterentwickelt hat und wir mehr Storytelling, mehr Video, mehr Musik, mehr Film, mehr andere Themen angegangen sind.

00:36:01: Haben wir auch um ehrlich zu sein zwangsläufig das Thema reines Produkt ein bisschen hinten angestellt.

00:36:06: also es ist immer

00:36:07: noch großes Thema aber weitaus nicht so

00:36:08: groß wie es damals war.

00:36:10: Und um diese Lücke praktisch aufzufangen, weil wir wussten, dass unsere Leser immer noch von uns wissen möchten welches Produkt denn wann woher rauskommt haben wir What Drops Now

00:36:20: ins Leben geöffnet.

00:36:21: And what drops now ist eine separate

00:36:24: Plattform die aber eng mit heißen und weite verwoben ist.

00:36:26: dafür haben wir

00:36:26: dann auch ne eigene iOS-App.

00:36:28: das ist praktisch ein Endlos Feed

00:36:29: an Produkt

00:36:31: wo wir jeden Tag kuratiert unserer Audience zeigen

00:36:35: was es für coole Neuigkeiten in unserem Markt gibt.

00:36:38: Da ist das Geschäftsmodell dann gemischt.

00:36:40: Also eineseits Affiliate, anderseits CPC, andererseits auch Placement.

00:36:44: WatchOps Now wird doch ganz stark

00:36:46: bei uns in Kampagnen an Kunden mitverkauft.

00:36:48: Das heißt da gibt es dann die Display-Komponente, dann gibt's eine Content-Komponente wo wir Bilder-, Video-, Copy produzieren und vielleicht auch

00:36:55: dann die WatchOps NOW

00:36:56: Commerce-Kombonente weil wir da noch auf Verkaufsseite unterstützen

00:37:00: können.

00:37:02: Darüber hinaus gibt es natürlich auch den Gedanken generell, selbst Produkte

00:37:06: anzugehen.

00:37:07: Wir haben

00:37:07: zum ersten Mal die zehn Jahre zum ersten mal das Thema verstärkt gepusht und haben eigentlich schon immer muss man sagen

00:37:13: also

00:37:13: seit dem ersten Tag war's für mich ganz wichtig dass wir nicht nur Publikationen sind, nicht nur Plattformen sondern dass

00:37:19: wir eine Marke sind und haben dementsprechend zum

00:37:21: ersten Anniversary der Seite schon ein T-Shirt rausgebracht und haben über die Jahre weg immer wieder einen Produkt

00:37:27: gemacht.

00:37:28: Und das hat sich dann zum zehnjährigen so ein bisschen zugespitzt.

00:37:30: Dann haben wir gesagt, jetzt machen wir zehn Projekte zum zehnjährigen unterstreichen praktisch nochmal mit diesen Projekten wie stark unsere Beziehung wirklich mit diesem

00:37:38: Markt ist.

00:37:39: und sie haben dann

00:37:40: zwei Turnschuhe mit

00:37:41: Adidas gemacht Wir haben einen Projekt

00:37:43: mit dem New York Retailer Kith und

00:37:45: Puma

00:37:45: gemacht.

00:37:46: Wir haben eine Sonnenbrille mit Maikita gemacht, wir haben eine kleine Kollektion mit Kahat gemacht

00:37:51: usw.

00:37:52: Das hat uns eigentlich gezeigt dass der Markt nicht nur von uns Produktempfehlungen möchte, sondern dass der Markt sogar Interesse hat an Heißnobody

00:38:01: branded product.

00:38:02: Das war zum Beispiel mit unserem Adidas

00:38:04: Projekt hat sich das dann nochmal besonders gut gezeigt weil

00:38:07: ich weiß noch genau

00:38:08: wer

00:38:09: es war.

00:38:09: natürlich so eine gewisse Unsicherheit da.

00:38:10: okay will überhaupt irgendjemand ein Heiß-Nobody-Produkt kaufen?

00:38:13: Dann habe ich von unseren eigenen Adidas

00:38:14: Schuhe, hab' ich halt so ein paar Hundert Schuhen bestellt.

00:38:17: für unseren Online Store

00:38:19: Gehen die Dinger auch weg,

00:38:21: oder?

00:38:22: Und dann haben wir Samstag Mittag um vier Uhr Nachmittag.

00:38:25: Berlinzeit USA East Coast Morning.

00:38:27: Haben wir gesagt, okay, launchen wir jetzt das Produkt.

00:38:30: Ich glaube, wir hatten irgendwie zwei, drei Hundert Paar Schuhe von den Adidas-Schulen und dann um Punkt vier wollten sechszehntausend Leute in unserem Store check out!

00:38:40: machen.

00:38:41: Es war ein

00:38:42: Riesenglücksgefühl und auch extrem traurig zur gleichen Zeit.

00:38:45: Ja, weil du denkst, oh schade, da hätte ich doch zwanzigtausend.

00:38:48: Oder tausend?

00:38:49: Wäre ja schon nicht schlecht gewesen!

00:38:51: Aber das hat natürlich gezeigt dass der Mark irgendwo doch auch hungrig ist nach heißen Weiteprodukt.

00:38:56: deshalb das ist auch ein Thema was wir uns näher anschauen gerade ob wir nicht so eine Art heißen, bei die Merch-Kollektion doch mal angehen sollten.

00:39:04: Die dann übers

00:39:04: Jahr verteilt mehrere

00:39:06: Releases hat und also das wirklich ein bisschen organisierter und

00:39:09: als neues Geschäftsmodell für uns noch

00:39:12: zu finden?

00:39:12: Vielleicht ist es auch gar nicht schlecht, dass du nur so wenige Tore und Schuhe hast.

00:39:14: So Verknappungen sind ja immer Markenaufwärts.

00:39:16: Ja

00:39:16: besonders

00:39:17: von unser Markt ganz klar.

00:39:20: Das auf jeden Fall war.

00:39:21: Du bist

00:39:21: mal auf die Schuher irgendwie in zehn Jahren siehst du denn so ne Vitrine und haben diese Sammler werden kosten die drei tausend Dollar oder so.

00:39:26: Dann

00:39:26: stehen die in der Vitrine, die jetzt im Bodemuseum frei

00:39:28: ist.

00:39:28: Sie kosten heute schon auf Ebay viel mehr als damals gekostet haben?

00:39:32: Klar!

00:39:33: Es war

00:39:34: so betrachtet alles

00:39:35: richtig gemacht.

00:39:35: also es war

00:39:36: vollkommen okay und es war auch einfach toll zu

00:39:38: sehen muss man sagen, dass das Interesse so groß war.

00:39:41: Und man muss auch sagen es war natürlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort weil wir da das richtige Modell genommen hatten für die Kooperation.

00:39:48: Das hat schon alles sehr schön gepasst aber...

00:39:50: Aber das wisst ihr ja wegen eurem Know-how und deswegen kommen da mehrere Dinge einfach so zusammen?

00:39:54: Ja das behaupten wir zumindest.

00:39:57: Also ist es bei zumindest bei euch nicht ganz so zufällig gemacht?

00:40:00: Nee absolut!

00:40:01: Letztendlich

00:40:01: heißt und weit hier basiert er auf letztendlich auf der Liebe zum Produkt.

00:40:06: Und

00:40:07: deshalb macht es uns natürlich auch so unglaublich viel Spaß, selbst ein Produkt zu

00:40:11: arbeiten.

00:40:11: und wir machen

00:40:12: jetzt zum Beispiel heute machen unser neues New Yorker Büro auf und haben für das Büro z.B.

00:40:18: Stühle gemacht mit

00:40:19: Modernica.

00:40:20: Die haben in Amerika die offizielle Lizenz

00:40:22: für den IMS Shell Chair, dann wird's

00:40:24: heiß eine Whitey branded.

00:40:25: Ich will einhaben.

00:40:29: Das ist schon Thema, was bei uns permanent stattfindet.

00:40:32: oder zu

00:40:32: größeren Team-Meetings.

00:40:34: intern machen wir oft dann einen Hoodie fürs Team oder ein Sweatshirt für das Team und es ist immer ganz cool, dann externe zu sehen die uns besuchen kommen und sagen so

00:40:44: den Hoodie

00:40:44: wo kannst du ihn kaufen?

00:40:46: Also deshalb, das Thema Produkt ist schon nicht unwichtig

00:40:49: und es

00:40:49: wäre natürlich auch eine relativ natürliche

00:40:52: Extension für uns.

00:40:53: Total liegt

00:40:54: auf

00:40:55: der

00:40:55: Hand!

00:40:56: Das werden wir sicherlich angehen.

00:40:57: um nochmal auf das Thema Commerce zurückzukommen und What Drops Now da haben wir tatsächlich jetzt diese Woche zum ersten Mal ein Head of Commerce eingestellt was ein Riesenthema für uns ist weil über die letzten zwei Jahre stetig das Produkt What Drops Now weiterentwickelt und haben stark eine Kuration von der Plattform gearbeitet, aber nie wirklich auf Geschäftsseite mal jemanden reingeholt, der wirklich das Thema voranbringt.

00:41:19: Aber wir sehen auf jeden Fall dass What Drop's

00:41:22: Now

00:41:23: und Commerce

00:41:23: auf Heiß und Weithi

00:41:25: auf jeden fall bis zu zwanzig Prozent unserem Umsatz

00:41:27: ausmachen kann in naher Zukunft.

00:41:29: Und deshalb freuen uns extrem, dass wir da jetzt

00:41:31: endlich jemanden haben, der das Thema bei uns angeht.

00:41:33: Super.

00:41:33: Goldene Brücke zu meiner nächsten Frage!

00:41:35: Wie sieht euer Umsatzsplit derzeit aus?

00:41:37: Der

00:41:37: Umsatzplit ist extrem

00:41:39: Native Content

00:41:41: Agentur

00:41:41: getrieben, also ich

00:41:42: würde sagen das liegt

00:41:44: ungefähr bei siebzig-

00:41:44: dreißig Grad zwischen traditionellem Advertising

00:41:47: und tatsächlich der Contentproduktion

00:41:50: für Kunden.

00:41:53: Siebzig Prozent Native.

00:41:55: Genau.

00:41:56: Und dreißzig Prozent ...

00:41:57: Reiner Banner

00:41:59: Reine

00:42:00: Banner, genau.

00:42:02: Kannst du mal Einsatz sagen für vielleicht Line oder die noch ein bisschen offline unterwegs sind?

00:42:05: Was Native bedeutet?

00:42:06: Ja, so Native Advertising ist letztendlich die Platzierung von Content auf

00:42:10: unseren Channels.

00:42:11: Ich glaube

00:42:12: deshalb ist es auch so schwierig auseinander zu ziehen.

00:42:14: bei uns

00:42:15: ja weil wir

00:42:15: ja so oft wirklich übergreifende

00:42:17: arbeiten, soweit dass

00:42:18: die Themen... bei uns gespielt werden, aber auch beim Kunde gespielt

00:42:22: wird.

00:42:23: Und weil wir wirklich so dreihundertsechzig Grad alles verkaufen, dass

00:42:27: es selbst für

00:42:27: uns manchmal ein bisschen spielreich ist das Thema Umsatze auseinander

00:42:31: zu ziehen

00:42:31: und so dreihundertsechsig Grad, dass ihr glaube ich auch da massive Events mit macht oder?

00:42:36: Das ist relativ neu auch für uns muss man sagen, aber

00:42:39: was wir auch absolut

00:42:39: als Opportunity sehen in Zukunft und es natürlich für uns auch mittlerweile wichtig ist uns als Marke wirklich die echte Welt

00:42:46: zu transportieren.

00:42:47: Aber um nochmal auf Joel's Frage von gerade eben zurückzukommen, da ist tatsächlich die Definition von Native bei euch eine ganz andere als man das sonst so kennt.

00:42:54: Das heißt wenn ich das zusammenfassend auf native ihr Macht-Content den ihr bei euch platziert aber der auch beim Kunden platzieren wird und gegebenenfalls noch woanders inklusive Point of Sale.

00:43:05: Das heisst also Konzeption, Kreation... Bei

00:43:07: uns und Kunde nur beim Kunde.

00:43:10: Klar, das Thema Produktion fällt dann auch mit rein.

00:43:13: Strategie

00:43:13: fällt auch

00:43:13: mit.

00:43:14: Genau,

00:43:14: Strategiekonzeption und auch noch eine weitere Umsetzungsebene über Live-Kommunikation-Events.

00:43:20: Genau!

00:43:20: Habe ich was vergessen?

00:43:22: Kommt noch was, oder weiß ich irgendwas?

00:43:23: Und

00:43:23: um echt zu sein sogar auch Produkt mittlerweile.

00:43:26: Also wir arbeiten sogar

00:43:28: mit Kunden... Wir sind natürlich irgendwo Vorreiter gewesen im Feld Sneaker.

00:43:32: Wir sind auch Vorreitor gewesen im Bereich Kollaboration

00:43:35: und auch

00:43:36: im Bereich Zusammenführung von High and Low in Bereichmode.

00:43:40: Ja also praktisch...

00:43:41: Zusammenführungen vom Bereich High & Low jetzt weim ich mal ein.

00:43:44: Also

00:43:44: praktisch die Zusammenführing von sogenannte klassischer Streetwear, die aus

00:43:48: sagen wir eher aus der Skate-Ecke

00:43:49: kommt

00:43:51: High End-Mode.

00:43:52: Du weißt, ihr seid verantwortlich dafür dass man jetzt im Boardroom auch Drogengosen trägt?

00:43:56: Also was ich super finde!

00:43:57: Nicht alleine

00:43:58: aber wir würden mal behaupten das wir zu wissen gerade dazu beigetragen

00:44:02: haben.

00:44:02: Ich find das super, ich mache das selber auch gerne.

00:44:05: Dementsprechend kommen natürlich auch viele Firmen mittlerweile auf uns zu und suchen da

00:44:09: Unterstützung weil sie selbst auf

00:44:10: Produktseite Unterstützung brauchen und wir dann entweder Sie konsulten was richtige Kollaborationspartner

00:44:16: angeht

00:44:18: Produkt natürlich auch selbst Kommunikation ist.

00:44:21: Und dementsprechend, wir arbeiten

00:44:22: zum Beispiel gerade

00:44:23: mit Kappa aus Italien an Produktkollaborationen.

00:44:26: Wir arbeiten

00:44:27: mit Superger-Schulen an Produkt Kollaboration.

00:44:30: Also wir unterstützen und das Schöne daran ist also wie gesagt da kommt auch wieder alles zusammen.

00:44:38: schon vorher wissen, okay wenn X mit Y zusammenarbeitet können wir auf Kommunikationsseite

00:44:44: das Ganze so platzieren

00:44:46: und unterstützen dann wirklich den ganzen Prozess.

00:44:48: Wir finden den Partner,

00:44:49: wir

00:44:51: produzieren Video im Kreationsprozess der

00:44:54: sechs Monate oder

00:44:55: ein Jahr später bei Launch verwendet wird.

00:44:58: Wir machen den Rollout vom Produkt, wir organisieren das Event zum Launch also geht weit über jetzt die reine Kommunikation hinaus beziehungsweise fängt dann nochmal den Schritt vorher an schon im Produkt Development.

00:45:11: Okay und wann macht ihr Einkauf?

00:45:13: Hoffentlich nie!

00:45:15: Das wäre ja ein bisschen sehr stressig aber das war ja der nächste Schritt.

00:45:18: Aber letztendlich

00:45:19: so wie wir das ganze Thema sehen Content,

00:45:22: das

00:45:23: für uns ist Produkt-Content.

00:45:25: Event ist Content, Content ist Content.

00:45:28: Im Endeffekt sind alles Wege um den Kunden zu erreichen.

00:45:32: Das sind alles Sachen mit denen wir wirklich seit zwölf Jahren Tag einen Tag auszutun

00:45:36: haben.

00:45:37: Das macht es natürlich unglaublich spannend

00:45:39: für uns und ist

00:45:39: natürlich auch toll, dass die Marken uns insofern

00:45:42: vertrauen mittlerweile.

00:45:43: Dass sie uns sogar auf Produktseite mit einbeziehen.

00:45:46: Jetzt nicht auf Design-Seite.

00:45:47: also jetzt nicht so als würden wir Produkt für die Marke designen.

00:45:50: aber zumindest wenn's darum geht die richtigen Partner zu finden gewisse Produkte zu launchen oder gewisse produkte Co-Zo-Design

00:45:59: dann machen wir selbst das mittlerweile.

00:46:00: Content ist ja so bisschen was mich auch immer umtreibt.

00:46:02: Also ich habe ja so ein bisschen das Mantra Wenn ich jetzt irgendwie digital kompakt baue versuche eigentlich immer möglichst wenig Reibung durch Human Factor drin zu haben.

00:46:10: Also ich finde es irgendwie attraktiv, wenn ich Skalierung hinkriege die man vielleicht software driven macht so und man kennt ja Medienbereich in manchen Bereichen auch Dass man zum Beispiel Fußballergebnis ist ja so ein Thema.

00:46:18: Das wird mittlerweile stark über KI teilweise gehebelt, dass da irgendwie Computer schreiben.

00:46:23: Jetzt denke ich in zwei Richtungen bei dir den Content die Produktion wirst du wahrscheinlich nicht so stark automatisieren können wäre meine Vermutung weil du da stark menschlichen Faktor drin hast.

00:46:31: aber habt ihr auch mal über Geschäftsmodelle nachgedacht wie vielleicht irgendwie so sind das ihr dann nicht wieder fünf neue Leute einstellen müsst?

00:46:37: Weil Beratung und Agentur das ist ja immer super people driven

00:46:41: Ja, das stimmt.

00:46:42: Das

00:46:43: Lustige bei uns natürlich auch ist dass unsere Redaktion mittlerweile,

00:46:46: weil man hört ja eigentlich aus

00:46:47: traditionellen Medien heraus immer nur wie die Redaktionen immer kleiner wird.

00:46:51: und wenn es dann seht,

00:46:53: also ich glaube wir haben mittlerweile eine redaktion von dreißig Leuten global betrachtet, dann

00:46:58: ist es schwierig nachzuvollziehen wie sie überhaupt ihr Geschäft betreiben.

00:47:02: Wie gesagt,

00:47:02: wenn du tollen Content herstellen willst dann brauchst du natürlich auch einfach gute Leute.

00:47:07: Aber

00:47:07: die Frage ist super interessant.

00:47:09: bei uns natürlich auch nicht unbedingt mehr Leute immer zwangsläufig in mehr Content resultiert aber der Anspruch irgendwo

00:47:15: was den Content angeht größer geworden ist und dafür oft mehr Leute gebraucht werden.

00:47:20: Automation ist da extrem schwierig muss ich ganz

00:47:22: ehrlich sagen weil

00:47:23: wir schimpfen uns so ein bisschen eigentlich der most engaging Player

00:47:28: zu sein bei uns im

00:47:29: Markt.

00:47:30: Und es liegt ganz stark daran weil wir uns so unglaublich viele Gedanken machen,

00:47:35: wie was wo platziert wird.

00:47:37: Dass wir wirklich ganz strategisch an jedes Content-Piece herangehen und schauen, wo gehört das Video hin?

00:47:42: Wie muss das Video geschnitten werden um auf der Plattform so gut wie möglich zu performen?

00:47:46: Und dementsprechend haben wir andere Videos täglich auf YouTube, wie auch

00:47:50: Instagram Stories,

00:47:51: wie auf Instagram, wie Twitter, wie Facebook oder Dotcom.

00:47:55: Da wird wirklich jede Plattform einzeln angegangen Und jede Message wird einzeln geframed auch.

00:48:00: Also wir haben dann Social Media Editor, die wirklich schauen okay wie platzieren wir das Ganze auf Facebook

00:48:06: mit?

00:48:06: was für ein Wording funktioniert

00:48:08: besser auf Twitter?

00:48:09: Was funktioniert besser Auf.com

00:48:11: und so weiter und sofort.

00:48:13: Das ist natürlich laborintensive.

00:48:15: Wir haben zum Beispiel auch gemerkt weil jetzt mal fünf Jahre zurückgedacht da hat man eine Story auf.com gepostet Und dann ging automatisch die passende Facebook

00:48:24: und Twitter Story dazu raus.

00:48:26: Wir haben eigentlich gemerkt, in der Sekunde wo wir diesen Automatismus rausgenommen

00:48:30: haben aus dem System,

00:48:32: haben wir angefangen viel besser zu performen weil es zumindest in unserem Markt auch extrem darum geht echt zu klingen.

00:48:40: Du merkst natürlich bei Twitter sofort

00:48:42: wenn eine

00:48:42: Message von jemandem geschrieben wurde oder ob das einfach so ein System ist was die Message ausspuckt.

00:48:48: Deshalb ist das Engagement bei uns extrem gewachsen, seitdem wir wirklich jede Message einzeln

00:48:53: angehen.

00:48:54: Also auf der Seite zu Automatismus,

00:48:57: auf Automatismus

00:48:58: umzuschalten ist uns extrem schwer

00:49:00: gefallen.

00:49:00: Weil dir dann

00:49:00: letztendlich immer irgendwo

00:49:02: das Engagement was du ja aufbaust flöten geht?

00:49:04: Okay also das Takeaway ist ein bisschen... Das ist Labour-Intensive wie du es genannt hast.

00:49:08: Man braucht dafür Menschen und tendenziell mehr Menschen.

00:49:10: aber das geht nicht sozusagen in die Masse rein sondern eigentlich mehr in die Wirkintensität des Contents dass der sozusagen nachhaltiger gebaut wird und vielleicht auch mal diese Anpassung.

00:49:19: Aber habt ihr bei Geschäftsnähen überlegt ob's da irgendwie Faktoren gibt wo ihr sagt irgendwie was weiß ich, eine App bauen die einem irgendwie Sachen empfiehlt oder was weiß Ich da kann es ja ganz viel machen

00:49:28: eigentlich.

00:49:29: Worüber wir schon oft nachgedacht haben ist eher könnten wir nicht irgendein Datenlehr

00:49:34: bei uns einmal

00:49:34: weil wir natürlich extrem also mit vielen Leuten zu tun die

00:49:38: extrem

00:49:38: trendy sind und trendbewusst sind und sammeln dann natürlich tag-eintag aus extrem viele Daten über die ganzen Plattformen weg.

00:49:45: und ob man nicht ein gewissen Automatismus oder Algorithmen bauen könnte die einem auf Trendseite interessante Sachen

00:49:51: ausspucken

00:49:52: können das finden

00:49:53: eher spannend.

00:49:54: Also dass wir irgendwie die Likes und Shares auf den verschiedenen Plattformen, die Geschwindigkeit dieser Likes & Shares, die Artikel, ob man die interessant verwerten kann um dadurch dann auf den Erfolg von gewissen Produkten schließen zu können oder gewisse... Das sind Themen, die wir uns schon öfter überlegt haben, die bis jetzt noch so ein bisschen an der Manpower leider gescheitert sind.

00:50:16: aber das sind Sachen, die wie extrem spannend

00:50:18: finden würden.

00:50:19: Muss

00:50:19: es eigentlich auch schon geben?

00:50:21: Die Prens müsste das alleine schon machen!

00:50:23: Ja, ja bestimmt.

00:50:24: Aber wir haben dann gefühlt nochmal einen anderen Hebel einfach

00:50:26: und einen anderen Zugang.

00:50:30: Das finden wir schon auch sehr

00:50:31: interessant.

00:50:32: Das sind glaube ich auch Themen, die zum Beispiel

00:50:34: dann so ein Buzzfeed

00:50:35: also wahrscheinlich auch schon irgendwo im System

00:50:37: drinnen hat gerade Speed

00:50:39: of Sharing und so Geschichten.

00:50:40: Ich glaube da

00:50:40: basiert ja extrem viel bei denen drauf.

00:50:42: Da ist natürlich für eine kleine Firma wie unsere immer noch schwierig

00:50:45: ordentlich investieren

00:50:46: zu können.

00:50:46: aber wir glauben natürlich dadurch dass wir diese echte und sehr langlebige Beziehung schon haben mit dem Endkonsumenten.

00:50:53: das ist das schon nochmal ein sehr interessanter Layer

00:50:55: den wir da praktisch hinzufügen

00:50:56: können.

00:50:57: Mal was neu geht, wie viel Kaufangeboten hat ihr schon?

00:50:59: Es gab

00:50:59: schon einiges Interesse.

00:51:00: Da muss man ehrlich sagen, gerade in den letzten paar Jahren gab es ganz viele Strategien die auf uns zugekommen sind.

00:51:07: Ich

00:51:08: glaube du kannst das nie verkaufen!

00:51:09: Du fällst eine zweijährige Depression wenn du dich davon trennen würdest oder?

00:51:13: Das weiß ich nicht genau.

00:51:14: also... Was Fakt

00:51:15: ist macht extrem viel Spaß und macht umhächtig mehr Spaß als jemals zuvor weil wir sind auch einfach in dieser schönen Situation dass wir Zumindest bis jetzt kann ich das sagen, durch den Wachstum immer spannende

00:51:27: Projekte bekommen.

00:51:28: Also es

00:51:28: ist nicht so als müssten wir uns verkaufen durch den wachstums sondern eher das Gegenteil.

00:51:34: Sondern wir können ganz tolle Sachen machen die wir vor einfach nie machen konnten.

00:51:38: Wir können schönere Videos produzieren.

00:51:40: Wir können schöne Fotos produzieren und wir können an Projekt mit agieren wie wir es noch nie vorher konnten

00:51:45: Und solange das der Fall

00:51:46: ist.

00:51:47: also wie gesagt wirklich eine ganz toller Situation in der

00:51:50: wir uns da gerade befinden Weil

00:51:51: wir einfach natürlich auch jetzt über zwölf Jahren weg Vertrauensverhältnis mit Marken aufgebaut haben, was nicht viele sagen

00:51:58: können und das ist eine

00:52:00: echt coole Situation der uns da gerade befinden.

00:52:02: Was nicht heißt also wie gesagt wenn der Partner passt dann passt

00:52:05: er.

00:52:06: es ist natürlich schon für uns mittlerweile generell eine große Frage okay Wie geht's weiter?

00:52:11: brauchen wir Investoren oder nicht?

00:52:12: Also wir haben natürlich auch gewisse Wachstumsziele Und dann ist die Frage ok wollen wir weniger schnell wachsen?

00:52:19: holen wir uns jetzt jemanden rein.

00:52:21: Ich kenne das Thema schmerzlich

00:52:24: und die Independence ist natürlich ganz toll zu

00:52:27: einem gewissen Grad, es ist überhaupt

00:52:28: keine Frage.

00:52:29: auf der anderen Seite heißt es natürlich dass du auch nur immer zum gewissen grad wachsen kannst aggressiv in neue Themen reingehen kann.

00:52:37: Freiber

00:52:37: deine Stärke bisher also eigentlich bleibt man bei deinen stärken.

00:52:40: genau Deshalb kommt ganz drauf

00:52:42: an.

00:52:42: Aber

00:52:42: bis jetzt, wie gesagt haben wir noch keinen Angebot gehabt

00:52:45: was

00:52:45: sich richtig angefühlt hat und hatten das Glück in Anführungszeichen uns

00:52:49: bis jetzt auch gut selbst supporten zu können Wie gesagt also ich

00:52:52: sage niemals nie würde ich sagen aber klar ist natürlich an der Firma unglaublich hänge ist klar ja es

00:52:58: mein baby

00:52:59: wirklich aus dem nichts

00:53:01: aufgestampft

00:53:01: habe und

00:53:03: Es macht einfach unglaublich viel spaß

00:53:05: hervorragend.

00:53:06: Die letzte und wahrscheinlich wichtigste Frage, die wir heute noch vergessen haben.

00:53:09: Welche Sneaker trägst du heute fürs Publikum?

00:53:11: Ich trage eine Kollaboration zwischen Converse und Maison Margiela.

00:53:17: Und zwar ist es ein Chuck Taylor.

00:53:20: Wie hältst du solche weißen Schuhe so sauber?

00:53:24: Der Schuh

00:53:24: ist mittlerweile zwei Jahre alt.

00:53:26: Ich habe ihn aber erst vor zwei Tagen aus der Box geholt und ich bin ein Riesenfan von weißen Sneakers selbst, also man erwischt mich in neunzig Prozent der Zeit wirklich einfach in irgendeiner Form von weißem Sneaker, von jeglichen Firmen.

00:53:38: Und was an demso cool ist das?

00:53:39: es einen weißer Leder Chuck Taylor, der dann komplett in weiße Farbe gedippt

00:53:45: wurde.

00:53:45: Das heißt dass

00:53:47: sich der Schuh über die Zeit hinweg jetzt verändern wird weil die Farbe abbröckeln wird.

00:53:51: Und man

00:53:51: sieht's sogar auf der Sohle!

00:53:52: Genau,

00:53:53: das macht diesen Schuh so unglaublich cool obwohl er eigentlich auf dem ersten Blick extrem schlicht ist.

00:53:59: Aber es stimmt, da müssen wir jetzt gleich mal ein Foto machen und das kommt dann ins Making of super.

00:54:05: Ja vor allem ganz herzlichen Dank dass du so viel Erfahrung aber vor allem auch irgendwie deiner Geschichte mit uns geteilt hast.

00:54:10: Danke

00:54:10: schön.

00:54:10: Das hat extrem viel Spaß gemacht.

00:54:12: vielen herzigen...

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