The Biq Quit: Wie verhindere ich personell auszubluten? | #Leadership 🚀
Shownotes
EXPERTENGESPRÄCH | Wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, kann das verschiedene Ursachen haben. Oftmals sind diese Ursachen Leadership-bezogen. Doch welchen Handlungsspielraum haben Führungskräfte in diesem Fall? Joel und Stefan nehmen sich diesem Thema an und nehmen verschiedene Perspektiven ein. Unsere beiden Experten beleuchten die Resignation im Mittelstand und bei Startups und suchen nach Vermeidungsstrategien. Du erfährst... ...was Studien zufolge der großen Resignation zugrunde liegt ...welche Gründe Mitarbeitende für eine Kündigung haben ...wie Coachings Abhilfe schaffen können ...warum Purpose nicht nur für Kunden relevant ist ...wie du die Verweildauer deine Mitarbeitenden richtig einschätzt ...warum du als Führungskraft mit deinen Mitarbeitenden in Kontakt stehen solltest ...warum Remote Work für viele Arbeitnehmende so wichtig ist ...welche Rolle das Gehalt bei Resignation spielt ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Leadership: Dazu spricht Joel regelmäßig mit Stefan Lammers von SLBB, der auf die Entwicklung von High Performance Teams spezialisiert ist. Du bist hier genau richtig, wenn du auch zur High Performance Führungskraft werden und erfahren willst, welche Potenziale in deiner Führung stecken. Ob für dein gesamtes Unternehmen oder für dein Team – mit diesem Podcast katapultierst du deinen Führungsstil auf ein neues Level. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Stefan Lammers, Führungsexperte und Gründer des Coaching-Unternehmens SLBB __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:07:02) Ursachen einer Kündigung (00:12:08) Coachings für Mitarbeiterbindung (00:19:11) Purpose für die Mitarbeitenden (00:25:10) Assessment für die Verweildauer (00:34:58) Resignation vermeiden mit Remote Work (00:42:22) Zusammenfassung __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.
00:00:17: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute habe ich mal wieder den lieben Stefan Lamas an meiner Seite.
00:00:22: Den Führungskot schlechthin also ist eigentlich, wenn ihr uns ein paar Mal schon gehört habt wisst ihr genau Stefan kennt sich in Sachen Führungen mit ganz vielen spannenden Dingen aus.
00:00:29: SLBB ist eine Beratung zu dem Thema und es ist viel zu lange her das er und ich mal geredet haben Und heute aber einen dafür umso passenderes weil aktuelles Thema nämlich The Big Quit.
00:00:39: Das heißt wenn Unternehmen auf einmal damit konfrontiert sind dass Mitarbeitende das Unternehmen verlassen und wir wollen heute mal nach tauchen woran liegt denn das eigentlich?
00:00:46: was gibt's denn da für Ursachen.
00:00:48: Wie viele dieser Ursachen sind eigentlich wirklich Leadership bezogen und wie kann ich darauf reagieren?
00:00:52: Das heißt, heute werden wir auch mal drüber sprechen ist das ganze jetzt schon ein Arbeitgebermarkt.
00:00:56: Ich habe gesagt schon seit langem Stefan sagt ja viele merken auch dass es das wird.
00:00:59: Ist vielleicht auch ganz interessant da die Perspektive Startup versus Mittelstand aufzumachen und insgesamt da halt wie gesagt Vermeidung Strategie.
00:01:05: So, that being said.
00:01:06: Liebe Stefan!
00:01:07: Moin
00:01:08: moin!
00:01:08: Ja, finde ich toll mit Moin Moin und es ist eine schöne Begrüßung.
00:01:11: Schön wieder da zu sein und schön wieder mit dir hier den nächsten Podcast zu machen.
00:01:15: Ich freue mich schon die ganze Zeit drauf und wir habt dem entgegen gefiedert weil zum einen macht's einfach bombespaß und zum anderen gibt's immer so schöne Resonanzen und Gespräche daraus.
00:01:28: Ich hab letztens wieder ein CEO im Kontakt gehabt der gesagt hat hey du weißt das gar nicht vor... Einigen Jahren bin ich sie Ohr geworden und da hab' ich den ganzen Zeit dem Podcast reingezogen.
00:01:39: Und habe da viel von gelernt in dieser neuen Rolle.
00:01:41: Das ist dann einfach schön, so ein Feedback einfach mal zu
00:01:43: bekommen.".
00:01:43: Ja, ich hab das aber bei Geroma gehabt, der uns einen Sales-Podcast macht, dass er meinte ... Da hab ich ihm so Fragen vorgespielt, so von der Community wie ich es bei die Oma gemacht habe.
00:01:51: Da reagieren ja Leute wirklich drauf!
00:01:52: Das hören die ja wirklich, da gibt's ja wirklich Menschen auf der anderen Seite.
00:01:54: Man spricht ja immer nur in so einem Mikro, stimmt?
00:01:57: Aber gut...
00:01:57: Du hast mir erzählt beim Thema Big Quit, hast du gerade eine spannende Studie gelesen.
00:02:02: Im Handelsblatt wenn ich mich nicht täusche und das ist ja ein ganz guter Aufhänger um sich dem Thema mal zu nähern sukzessive.
00:02:07: was stand denn da drin?
00:02:08: Was ich ganz spannend fand ist einfach dass hier in dieser Studie die der zugrunde liegt von von SoftGarden Das eben Nicht Mitarbeitenden gefragt worden sind wie sie denn zukünftig entscheiden wollen und wie Sie über das thema denken Und was würde dich denn dazu führen dass du dich irgendwo anders bewirbst?
00:02:25: sondern in dem Fall sind knapp zwei tausend zweihundert Bewerberinnen und Bewerbern in Deutschland, Österreich oder Schweiz gefragt worden.
00:02:31: Also Leute die sich schon entschieden haben zu gehen das ist natürlich total spannend weil zwischen ich möchte doch gehen Ich möchte das Unternehmen verlassen Und es tatsächlich zu tun da ist ja immer noch eine riesengroße Hürde Das viel Unsicherheit.
00:02:43: was heißt das an der jetzigen Zeit wenn wir viele Risiken wieder draußen haben Gas Krise Energie Krise und so weiter Ist denn der neue Job dann sicher?
00:02:51: Ist das nicht so, wenn jetzt dann doch Kündigungen irgendwo bei einem Unternehmen sind?
00:02:55: Bin ich da nicht vielleicht der erste, der gehen muss weil ich gerade erst angefangen habe und ähnliches.
00:03:00: Also wenn man wirklich diesen Schritt gegangen ist, das bedeutet schon einiges und insofern finde ich es einfach ganz toll dass hier Bewerber gefragt worden sind und Bewerbungen und das hat für mich einfach noch mal eine ganz andere Qualität in diesem
00:03:14: Moment.
00:03:14: Und was man ja auch mal dabei erwähnen kann, es ist mittlerweile Gang und Gebe.
00:03:17: Dass man so Active Recruiting macht also dass Leute einfach auf LinkedIn angeschrieben werden die irgendwo anders sind das man versucht sie bewusst abzuwerben oder was wir zum Beispiel auch gemacht haben dass wir Performance Marketing Elemente auf einmal auf Recruitting angewendet haben.
00:03:29: Das heißt da war explizit Ziel dass wir über Performance Marketing Job Anzeigen an Leute ausgespielt haben die eigentlich gar nicht auf der Suche sind.
00:03:37: Aber man sagt im Amerikalien, die glaub ich mal Poachies.
00:03:39: Also Leute, die theoretisch Willens wären wenn aber sich noch nicht selbst aktiv zu entschlossen haben.
00:03:44: also ist ja eine ganz interessante Gemengelage weil damit muss man ja auch darüber nachdenken dass es ja nicht nur darum geht das jemand weg will und sich aktiv entscheidet zum gehen sondern dass auch andere kommen und an ihm ziehen.
00:03:54: Ja absolut!
00:03:55: Und ich glaube diese Art von Marketing einfach zukünftig auch noch stärker werden wird weil der Markt enger wird.
00:04:03: deswegen immer mehr kreative Methoden gefunden werden werden müssen und auch Optionen deutlich gemacht werden, was überhaupt möglich ist.
00:04:10: Das wissen ja viele Leute gar nicht.
00:04:13: Man guckt vielleicht immer noch in seinem begrenzten Bereich man guckt sich noch an solche Dinge wie Stellenbörsen oder ähnliches.
00:04:19: Aber ich glaube, dass ganz andere Themen zukünftig eine viel größere Rolle spielen werden.
00:04:23: Vor allem Geografie.
00:04:24: teilweise ist ja so ein begrenzender Faktor.
00:04:26: Ich habe Freunde, die nach Dessau gezogen und der Mann guckt sich nach einem neuen Job um.
00:04:29: und dann sage ich wo hast du dich denn überall beworben?
00:04:30: Ja hier in Dessow gibt es ja nicht zuviel.
00:04:32: da hab' ich die ganze Entsetzt gefragt warum sie denn nur in Dessa sucht.
00:04:35: Ist doch mit Remote und irgendwie digital im Arbeiten kann's ja sogar in Hongkong irgendwie einen Job annehmen.
00:04:40: Wahrscheinlich allein sowas ne?
00:04:41: Ja ganz genau.
00:04:43: Daher komme ich auch gleich schon zu einem ersten Beispiel von einem Kunden, was ich gerade gehört habe und muss das jetzt loswerden weil ich einfach so dermaßen begeistert davon bin.
00:04:52: Weil das ist bei allem was wir gleich nochmal darüber erzählen was denn die Herausforderungen sind und warum Leute gehen.
00:04:58: Ist es vielleicht mal klasse damit anzufangen.
00:05:00: wie kann man den als Chef eigentlich dafür sorgen dass die Leute auch bleiben?
00:05:04: Und das ist ein Kunde vor mir der in der Produktion ist und er hat einen Mitarbeiter der umziehen möchte aus persönlichen Gründen mit der Familie in die Heimat zurück ein paar hundert Kilometer entfernt und der Inhaber dieser Firma sagt, boah das ist ein ganz wichtiger Mitarbeiter den ihr möchtig behalten.
00:05:22: Und dieser Mitarbeiter sitzt an einer Produktionsmaschine normalerweise und gibt per Computer diese Befehle an und guckt sich das Ganze an wie das ganze denn da funktioniert und ob das auch so rauskommt, dass Teil hier sich das vorstellt.
00:05:35: Jetzt stellt man sich ja als erstes vor würde ich vermutlich auch im ersten Moment gesagt haben, bis ich auf diese Idee gekommen bin und ich glaube auch die meisten Leute würden nicht sofort darauf kommen.
00:05:46: Der hat dann nicht gesagt war das echt schade es geht nicht in der Produktion
00:05:49: usw.,
00:05:49: während wir dich verlieren waren.
00:05:51: das ist echt traurig sondern er hat gesagt wieso ist doch gar kein Problem?
00:05:54: Wir richten dir zu Hause einen Arbeitsplatz ein.
00:05:56: du kannst deine Sachen weiterhin über Computer eingeben und in die Maschine da gucken wir mal ob's da nicht irgendwie Kamerahersteller gibt die dieses Werkteil da filmen können Und dann kannst du das von zu Hause aus kontrollieren.
00:06:10: und du kommst halt einmal die Woche oder zweimal Tage, die Woche kommst du mal hier vorbei.
00:06:14: Und bist vor Ort und ansonsten macht dein Team das und bestückt es dann auch entsprechend und du arbeitest dann von zuhause aus.
00:06:19: Damit du hier vorbeikommen kannst, kriegst du einen Firmenwagen!
00:06:23: Das ist ein toller Mitarbeiter in dem er richtig Klasse findet.
00:06:27: Kannst dir jetzt vorstellen was bei diesem Mitarbeiter passiert?
00:06:30: Er ist total glücklich weil der aus diesem Dilemma raus ist, weil er bei der Firma unbedingt bleiben wollte, weil diese Klasse ist.
00:06:35: Der kann da bleiben Der kann von zu Hause aus arbeiten, der hat trotzdem diese familiären Themen damit gelöst.
00:06:41: Was wird dieser Mitarbeiter sein?
00:06:43: Ein illoialer Mitarbeiter ein loyaler Mitarbeiter?
00:06:46: wie lange wird er dabei sein?
00:06:47: also da gibt es schon Möglichkeiten wenn man kreativ ist Dinge zu konstruieren und das war für mich wirklich noch mal so ein wirklicher Mind Blow-Up, sage ich mal von Gedanken her.
00:06:58: Zu sagen wow wie kreativ.
00:07:00: was kann ich eigentlich selbst in der Produktion machen wenn ich wirklich will?
00:07:02: Und dann
00:07:03: lass uns doch mal auf die Studie aber erinnertlich eingehen.
00:07:05: Was waren denn so die Top Ursachen dass Leute gehen?
00:07:09: weil man würde ja schnell mal sagen also gefühlt sagt jeder immer man geht eigentlich wegen Menschen so weil die Führungskraft irgendwie schlecht ist oder weil es Konflikte gibt oder sowas in der Art.
00:07:18: aber wär mal neugierig wie viel das wirklich ausmacht.
00:07:21: Was ich sehr, sehr spannend finde ist dass es teilweise signifikante Unterschiede gibt zwischen zwei verschiedenen Bewertungen.
00:07:27: Und zwar einmal gibt es so dieses Scala warum Mitarbeiter gehen und auf der anderen Seite Warum Mitarbeiter ohne neues Job Angebot gehen?
00:07:34: Das ist ja mal spannend nochmal als Unterschiedlichkeit zu sehen.
00:07:38: So wenn wir uns das jetzt mal angucken das Typische was ja immer sogar gehypt wird was das größte ist ist das Mitarbeitende ja angeblich wegen der Führungskraft gehen, weil sie unzufrieden sind.
00:07:49: Das in der Tat bei den Leuten, die gehen – bei ... also trifft voll zu oder trifft eher zu.
00:07:56: Aber bei den Leute, die ohne ein neues Job angeboten gehen, es ist fünfzig Prozent.
00:08:01: D.h.,
00:08:01: der Frust mit den Vorgesetzten ist schon erheblicher Punkt und erhöht diese Bereitschaft, selbst ohne ein neues Jobangebot zu gehen.
00:08:10: Weil man einfach so sehr unter Druck ist dass man eben daraus möchte.
00:08:15: So das finde ich schon mal einen sehr spannenden Punkt.
00:08:19: dann haben wir das Thema mit Identifikationen.
00:08:21: mit dem Unternehmenszweck kann ich mich nicht mehr identifizieren.
00:08:24: also das ist ein spannender Punkt.
00:08:26: der liegt so bei bei Arbeit finde ich sinnlos, so bei twenty-three Prozent bei denen allen die gehen.
00:08:33: Aber was sich aus meiner Sicht nochmal sehr geändert hat in den vergangenen Jahren und ich glaube das hat etwas damit zu tun dass sich eben dieser Markt tatsächlich auch gedreht hat.
00:08:43: So wie du es schon gesagt hast, dass wir eher im Arbeitnehmer als im Arbeitgebermarkt sind dass tatsächlich zweiundsechzig, sechs Prozent nach dieser Studie wegen mehr Verdienst gehen.
00:08:54: Und das ist eine ganz spannende Entwicklung aus meiner Sicht, weil das hatte in der Vergangenheit nicht so eine große Bedeutung.
00:09:00: Das heißt, dass es vielleicht schon ein bisschen sein Ratenrennen angefangen hat, dass auch einfach mehr gezahlt wird.
00:09:07: jetzt in diesem Moment und dadurch, dass wir vielleicht inhaltlich nicht mehr diese Differenzierung bieten können warum dieser Job so gut ist.
00:09:13: bei uns wird jetzt eben tatsächlich auch mehr aus Gehalt gegeben und Leute, da kann ich nur alle Führungskräfte vorwahren.
00:09:20: Kosten steigen überall die Menschen haben teilweise Existenzängste.
00:09:24: das heißt es wird vermutlich diesen Trend auch in Zukunft nochmal deutlich verstärken.
00:09:28: also das Thema Gehaltsvergleich wird glaube ich eine große Bedeutung bekommen in der Zukunft wird noch mal stärker werden an dieser Zeit.
00:09:35: Das heißt also die Frage muss natürlich auch sein Wie kann ich denn dafür sorgen, dass die anderen Dinge gut funktionieren?
00:09:41: Damit das Gehalt an sich nicht mehr diese große Rolle spielt.
00:09:45: Aber wenn ich an den anderen Punkten nicht gut performe... Das heißt, als Führungskraft nicht gut.
00:09:50: Meine Mitarbeitenden mit Einsätzen und Ähnliches wird natürlich dieses geheilstehende noch höhere Gewichtung kriegen aus unserer Sicht.
00:09:57: Na ich fand ja auch interessant dass du vorher gesagt hast das irgendwie der Unternehmenszweck nicht mehr für gut befunden wird oder die Aufgabe an sich als sinnlos eingestuft.
00:10:04: Ich finde man könnte ja beides so ein Stück weit auch als Purpose irgendwie zusammenfassen was man so neue Deutsch sagt.
00:10:09: Und wenn ich mir jetzt den Gehaltsfaktor nochmal angucke, also alleine was wir jetzt irgendwie schon hatten muss man ja sagen gibt es ja teilweise vier fünf Strömungen die da zusammenkommen.
00:10:17: Also erstens ist besteht viel mehr Transparenz darüber was am Markt so möglich ist.
00:10:20: zweitens diese Zukunftsangst du kriegst überall vorgebetet Strom wird teurer der Krieg Corona Taiwan wird vielleicht angegriffen und und und Ja in dem Börsen Crash und so weiter.
00:10:30: also willst du auch mehr Cash zur Verfügung haben dann hast auf immer ein globalen Markt.
00:10:33: das heißt du kannst dich eigentlich mittlerweile als Arbeitskraft sourcen lassen egal wo aus Deutschland hinweg eine größere Nachfrage, die auf dir lastet.
00:10:40: Dass dich Leute vielleicht sogar proaktiv anschreiben, je spezialisierter du bist oder halt je relevanter im Input?
00:10:45: Also wenn man das alles mal so zusammennimmt dann finde ich schon ganz nachvollziehbar dass irgendwie der Faktor Cash irgendwie zunimmt.
00:10:51: Ja absolut und auch eben die Besocknis!
00:10:52: Und wenn man sich das anschaut... Ich stelle auch gerade viel bei Startups den Trend nochmal fest, dass immer mehr der amerikanische Markt angegangen werden soll ziemlich schnell.
00:11:02: Und womit hat das zu tun?
00:11:05: Also wie hoch ist das Vertrauen und der Glaube auch bei jungen Unternehmen in den europäischen Markt, also es verändert sich ja gerade auch da sehr viel.
00:11:14: Was sind unsere Märkte der Zukunft?
00:11:16: Wir sind in einem großen Umbruch und da wird natürlich nach Sicherheit gestrebt und Sicherheit ist für viele Leute an dieser Stelle eben die finanzielle Sicherheit.
00:11:24: Das darf man nicht unterschätzen.
00:11:25: Ich finde dieses Thema Purpose hat einen starken Auftrieb bekommen sagen auf viele andere Umfragen durch Corona, wo die Menschen zu Hause waren.
00:11:33: Wo sie sich Gedanken gemacht haben.
00:11:35: was ist mir eigentlich wirklich wichtig im Leben?
00:11:38: Wofür arbeite ich?
00:11:39: und da bekommen natürlich solche Fragen nach der eigenen Arbeit wieviel Cindy macht.
00:11:43: aber auch das ist eigentlich der Unternehmenszweck wofür sind wir ja eigentlich unterwegs?
00:11:48: bekommt natürlich eine Wandelung, auch so beispielsweise unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.
00:11:53: Das ist glaube ich ein ganz zentrales Thema, wo Menschen heute auch nochmal anders darüber nachdenken.
00:11:58: Ist denn unser Unternehmen etwas was zur Nachhaltigkeit beiträgt oder ist das etwas, was möglicherweise unsere Umwelt schädigt?
00:12:04: Ich glaube da werden einfach noch mal andere Faktoren in zukünftig eine Rolle spielen bei Entscheidung.
00:12:08: Was ist ganz faszinierend.
00:12:09: also ich habe es auch erlebt dass wir und zu unserer Team jetzt alle zu Coaches geschickt haben Also wirklich auch teilweise so persönliche Coach ist, wo es gar nicht so sehr darum geht die als Arbeitskräfte besser zu machen sondern sie als Mensch.
00:12:21: Ich will nicht sagen dass das Psychologen waren aber es hat sozusagen eher ein Coaching Faktor auf mich als privat berufliches Individuum gemixt als jetzt nur auf den Berufskontext.
00:12:30: und ich weiß wie meine Frau da mal zu mir meinte ja man muss natürlich immer sich gewahr sein wenn man Menschen unter ihrer Haube gucken lässt das halt auch was rauskommt kann was nicht für einen selbst als Arbeitgeber vielleicht Ideales.
00:12:39: und wenn man erstmal aus dieser Rattenmühle heraus ist aus diesem Hamsterrad Dann hast du ja immer auch den Abstand teilweise auf solche Sachen zu gucken.
00:12:45: Ja, aber das ist tatsächlich so bei den Firmen wo ich beispielsweise im Code Casting oder sowas bin in vielen Coachpools von Unternehmen da ist es oft tatsächlich auch ein Thema und ich bringe das auch wenn's kein Thema wird mit einem dass ich sage also wenn jemand mit mir zusammenarbeitet dann kann das sein dass der durchstartet kann aber auch sein dass er sagt nee das ich bin an der Stelle gerade richtiges kann aber aus eines des Unternehmens verlässt.
00:13:08: Also bei uns ist das auch immer sehr viel, sowohl dieser private Aspekt als auch der geschäftliche Aspekt.
00:13:14: nur am Ende.
00:13:15: Und das ist auch das was ich dann von den erfahrenen HR-Lern aus den Unternehmen oder Executives aus den Unternehmern höre.
00:13:21: Am Ende ist es ja das Beste was auch für das Unternehmen passieren kann weil entweder überfordere ich den möglicherweise den Mitarbeitenden und er kommt auf eine Position wo er überhaupt nicht mehr leisten will oder nicht mehr leistungsfähig ist oder aber er hat möglicherweise schon innerlich sich verabschiedet und bringt da auch nicht mehr die Leistung.
00:13:38: Insofern ist ja diese Klarheit, diese innere Klarheit und wenn sich dann jemand noch mal bewusst für das Unternehmen entscheidet einfach eine ganz andere Qualität als wenn es so im Dunklen in einem rum warbert und man fühlt sich irgendwie unwohl und hat nicht mehr.
00:13:54: Insofern kann ich dich weiter ermutigen, das an solchen Themen zu arbeiten und die Mitarbeitenden zu lassen.
00:14:00: Und ja es wird Leute geben, die andere Entscheidungen treffen.
00:14:04: aber im Grunde genommen kannst du nur dankbar sein weil du investierst ja auch viele in deine Mitarbeitende und da möchtest du natürlich auch in die investieren, die eben langfristig bei dir bleiben wollen.
00:14:14: Wenn man schon gesagt, auch Nachfrage ist ein Thema.
00:14:16: Also wenn es einen Arbeitnehmermarkt ist, dann ist das am längeren Hebel.
00:14:19: Was empfiehlst du denn jetzt als Führungskräfte Coach dein Coaches?
00:14:23: Sollen die dann einfach jeden Wunsch nach einer Gehaltserhöhungen abnicken?
00:14:27: Sollten die Proaktiv-Leuten mehr Geld geben?
00:14:28: Was soll man tun, wenn im Prinzip Geld bei zwei Drittel fast der Leute ein Faktor ist um wegzugehen?
00:14:33: Wir
00:14:33: haben ja so ein bisschen vergleichbar das Gleiche im Fußball!
00:14:37: Das ist ein schönes Beispiel.
00:14:41: Wir haben da teilweise, dass dort exorbitante Gehälter für Spieler gezahlt werden die viele Vereine sich überhaupt nicht leisten können.
00:14:48: und dann ist über die Frage was es mein Weg den ich in diesem Moment finde der sehr unterschiedlich.
00:14:54: Jetzt gucken wir uns mal gerade an solche Mannschaften wie Freiburg oder was auch immer, die man früher typische Ausbildungsmannschaften genannt hat.
00:15:01: Wo die Spieler dann weggegangen sind zu anderen und für viel Geld verkauft worden sind Und heute spielen sie ganz oben mit weil die Leute auch sagen wow das ist auch interessant für mich zu so einem Verein zu gehen Der kann auch etwas leisten an dieser Stelle.
00:15:12: Das ist eben etwas was man sich überlegen muss.
00:15:15: Was ist meine Strategie an der Ecke?
00:15:17: Ich glaube, es gibt Situationen von der habe ich früher als ich noch exekutiv war auch selber gestanden.
00:15:22: Es gab in meiner Zeit auch Mitarbeitende in bestimmten Situationen.
00:15:26: die konnten vieles fordern und haben das auch gekriegt weil sie entweder tatsächlich solitär waren und ein bestimmtes Spezialwissen gehabt haben oder zu einem bestimmten Zeitraum einfach extrem wichtig gewesen sind.
00:15:37: und diese Leute haben halt einfach in diesem Moment viel macht.
00:15:40: so jetzt muss ich eine Entscheidung treffen und ich kann mich jetzt ganz lange damit rumtreiben eine Entscheidung zu treffen und ich kann B mich auch ganz viel darüber ärgern, dass diese Person gerade soviel macht hat.
00:15:51: Es nützt nur beides nichts, kostet nur Energie.
00:15:53: also insofern Entscheidungen treffen und sagen okay brauche ich den oder brauche den nicht?
00:15:58: Und wenn ich ihn brauche dann werde ich vermutlich bezahlen müssen.
00:16:02: ja das ist ein ganz einfache Geschichte muss ich mich doch gar nicht drüber aufregen.
00:16:06: und auf der anderen Seite ist es eben auch die Frage wie kann ich gute Leute ausbilden und wie kann Ich gute Leute halten?
00:16:12: Wir haben beispielsweise damals, als ich noch Geschäftsführer bei Experien gewesen bin, haben wir mal in einem Bereich eine Bewertung gemacht.
00:16:19: Dass wir angeschaut haben wie lange sind denn die Leute da im Schnitt und wann fangen dann so diese Abwanderungsgedanken an?
00:16:28: Und dann haben wir uns spezielle Strategien überlegt zu welchem Zeitpunkt wir diesen Mitarbeitenden, diesen wichtigen Mitarbeitende rechtzeitig Aufmerksamkeit schenken konnten.
00:16:38: Und unser Ziel war es immer sozusagen, die Verweildauer zu erhöhen und wir haben sie damals um fünfzig Prozent erhöhen können.
00:16:44: Du kannst nicht auf Dauer mehr Mitarbeiter erhalten bei dir wenn Sie gehen wollen Aber du kannst gucken, was du als Führungskraft und als Mitarbeiter machen kannst.
00:16:53: Als Unternehmen machen kannst um Mitarbeitenden einen Umfeld zu geben indem sie sich gut fühlen.
00:16:58: Indem aber auch diese Leistungen die sie bringen mit dem was sie verdienen in einem Einklang stehen.
00:17:04: Und ich glaube das ist wichtig diese Perspektive einzunehmen als Fährungskraft und sich zu überlegen und nicht nicht sich zu ärgern Über diese Situation im Arbeitnehmermarkt Sich nicht darüber zu ärgeren dass einer gerade etwas fordert sondern kreativ zu werden und sich zu überlegen, was sind denn Lösungen?
00:17:18: Und was kann ich daraus lernen?
00:17:19: Was kann ich auch für die anderen machen damit wir uns in Zukunft eben diese Verweildauer im Unternehmen verlängern können.
00:17:26: Das ist bares Geld.
00:17:28: mit jedem Monat Verlängerung der Verweiledauer spare ich brutaler Geld.
00:17:31: Und sag mal wenn es um das Geld geht, geht's dann wirklich ums Geld oder geht's eigentlich eher um Anerkennung manchmal auch Weil Geld wird ja oft als ein Synonym betrachtet, also Gehalt für Wertschätzung.
00:17:43: Was ist so deine Perspektive?
00:17:44: In der Tat meine Perspektiv ist darauf das Thema dass jemand gesehen wird.
00:17:51: Das ist glaube ich ein ganz entscheidender Punkt gerade in der heutigen Zeit.
00:17:55: Wir haben über zwei Jahre uns teilweise sehr selten gesehen durch Remote Arbeit und Ähnliches.
00:18:03: Und das heißt also, in den Zeiten wo man sich sieht ist es wichtig auch Bilder zu schaffen und Geschichten zu schaffen über die die Mitarbeitenden erzählen können worauf sie auch stolz sein können und was sie auch anderen erzählen kann warum Sie so einen tollen Job haben und wer Sie da sind.
00:18:19: Das heißt also dieses Bedürfnis dadurch dass wir das den Menschen dadurch dass viel weniger soziale Interaktion stattgefunden hat ist dieses bedürfen ist einfach noch mal maximal gestiegen in die Interaktion zu gehen.
00:18:30: Also sieht man jetzt ja auf dem Oktoberfest oder so, wie will die Leute da das Oktober feststürmen?
00:18:35: Als wenn es das noch nie vorher gegeben hätte oder sowas.
00:18:38: Oder das letzte Mal stattfinden würde.
00:18:39: und ich glaube, dass ist eine Aufgabe auch von uns Führungskräften.
00:18:43: Ich nenne das immer eben auch inszenierung zu schaffen, zu gucken, wie wir Anerkennung schaffen, wie Wir Wertschätzung schaffen, Wie wir in den persönlichen Kontakt gehen zeigt, dass man gesehen wird.
00:18:53: Und ich meine da gibt es verschiedene Möglichkeiten.
00:18:55: Manche Unternehmen versuchen das durch bestimmte Titel und versuchen das through Karriere Chancen, dass die Leute weiter aufsteigen können.
00:19:02: Andere versuchen das übers Geld.
00:19:04: Das sind kluge Strategien und sie sind individuell von Unternehmen und Aufgabe unterschiedlich zu gestalten.
00:19:10: aber ist wichtig ,dass man sich darüber Gedanken macht.
00:19:11: Und wenn wir nochmal aufs Thema Purpose kommen?
00:19:13: Ja!
00:19:13: Weil du hast ja gesagt, thirty-fünf Prozent verlassen wegen dem Unternehmenszweck und dreidreißig Prozent weil die Aufgabe sinnlos ist
00:19:20: Ja.
00:19:20: Was heißt das für mich als Konsequenz, als Führungskraft?
00:19:23: Was fange ich mit dieser Information an?
00:19:25: Dass ich gucken muss ist dieser Mitarbeiter da eingesetzt wo er wirklich sein volles Potential entfalten kann.
00:19:31: Aber siehst du das wirklich auf Einzelunternehmer also aus Einzelpersonen Ebene oder müsstest du nicht eigentlich sagen Ich setze mir regelmäßigen Tonus dass sich unseren Zweck mal hinterfrage?
00:19:41: Man muss ja immer vorsichtig sein und mit diesem Für mich hat es sich schon fast... Passt zu dem, was ich vorher gesagt habe.
00:19:47: Das Thema Purpose-Mission-Ziel und so weiter wird ja ein bisschen wie Saude durchs Dorf getragen und ist schon teilweise zu viel aus meiner Sicht.
00:19:54: das größte Wort, was dieses Jahr vermutlich das Wort des Jahres wird, ist Kaffeeküche aus meiner Sicht.
00:20:00: Warum Kaffeküchte?
00:20:01: Weil die Leute alle auf einmal über Kaffeeküche reden, wie wichtig diese soziale Interaktion ist.
00:20:06: Was heißt das?
00:20:07: Das heißt für mich... Ich finde dass es eben... Und wir machen ja viele Purpose Prozesse, dass man sich das sehr genau angucken muss!
00:20:13: Das heißt also Punkt Nummer eins.
00:20:16: Wofür ist der Purpose denn gedacht?
00:20:17: Ist das ein nach außen gerichteter Purpose für unsere Kunden oder ist er für unsere Mitarbeitenden, ist der für unsere Firma?
00:20:22: So und dann muss ich mich Punkt Nummer zwei damit auseinandersetzen was heißt das denn für jeden Einzelnen in seiner Rolle?
00:20:29: Und natürlich hat einen Mitarbeiter in einem Unternehmen deswegen wird ja Kultur ist auch nichts was man verordnen kann in einem Unternehm sondern ist das was aus den Mitarbeitende an Geschichten eine Erzählung passiert Und das ist eben genauso beim Purpose.
00:20:45: Also man muss schon gucken, was ist denn der Purpose des Einzelnen letztendlich?
00:20:49: Wo fühle ich mich denn angebunden?
00:20:51: Wo fühl' ich dass ich wirksam bin und einen Beitrag leisten kann?
00:20:55: Insofern erschlägt nicht so ein Firmen-Purpose, dass jede Führungskraft es einfach nehmen kann und sagen ja, wir stehen mir jetzt alle danach!
00:21:04: Ne also der soll bestenfalls die Möglichkeit bieten, dass die verschiedenen Purpose ... in Anführungsstrichen der einzelnen Mitarbeitenden sich darunter wieder subsumieren können, dass die Leute sich da zuhause fühlen.
00:21:16: Aber jeder ist individuell und jeder hat seinen eigenen Purpose für sein Leben.
00:21:19: Du hast einen richtigen Punkt.
00:21:20: ich glaube dieser Faktor Unternehmenszweck... ...und ist meine Arbeit sinnvoll ist gar nicht nur Purpose sondern ist eigentlich Purpose und Kultur.
00:21:26: mit zum Kaufmanns-Unterzwischen Und das beobachte ich immer, also ich denke gerade so an unseren Partner Spryker mit dem wir auch viel zusammen machen.
00:21:33: Wenn ich mit Boris Locke schon als Skrafe mal rede dann merkst du immer dass da auch eine eigene Sprache drum gewoben wird.
00:21:38: Also die haben als ... sagt man als Signee oder als Logo oder als Maskottchentier.
00:21:43: in ihrem Logo haben sie so einen Onyx, also so ne Garzelle mit diesen spitzen Hörnern und hier reden von ihrem Team dann immer als Die Herde!
00:21:50: Und ich finde, das macht was mit Leuten.
00:21:52: Wenn du sagst wir sind eine Herde weil eine Herd ist auch noch mal etwas anders als ein Rudel.
00:21:55: Eine Herde beschützt sich gegenseitig und geht zusammen zum Essen und zum Trinken die stehen zusammen und so und man arbeitet irgendwie als Team während es beim Rudeln ums Jagen geht mehr um die irgendwie dieses nach vorne hinweg und das finde ich schon so einen Faktor.
00:22:08: welchen Eindruck habe wenn du sagen kannst du machst irgendwas wo du das Gefühl hast Du machst die Welt ein bisschen besser und hat einen sinnhaften Zweck Plus du machst das mit einer Kultur in einem Zusammenhaben.
00:22:17: Die Kultur ist jetzt nicht nur so ein Bild, sondern die Kultur ist ja dann auch wirklich.
00:22:20: wie gehe ich mit Fehlern um?
00:22:21: Wie gehen wir miteinander um?
00:22:22: Wieviel Sichtbarkeit räumen wir uns ein?
00:22:24: Wie sprechen wir uns an
00:22:25: etc.,
00:22:25: etc.?
00:22:25: Also gefühlt ist der Kultur eine Million Dinge.
00:22:28: aber ich habe das Gefühl da kannst du eigentlich sehr viel heben!
00:22:30: Ja und nein.
00:22:31: und trotzdem wenn Du sowas einführst, sag ich mal Du fühlst dich bei der Herde angebunden andere fühlen sich beim Rudel angebunden Die nächsten, wir sind ein Haufen von Individuen angebunden.
00:22:41: Das ist eben genau dieser Punkt.
00:22:42: und wenn man das ernst meint, wenn man es so runter treibt dann passiert genau das worüber wir uns eben unterhalten haben.
00:22:48: Dann entdecken auch also wenn diese Klarheit da reinkommt in diesen Moment, dann entdecke mitarbeiten auch plötzlich, dass nicht mehr meine Heimat hat.
00:22:54: Das will ich gar nicht!
00:22:55: Und das ist eben möglicherweise dann auch wieder einen Wechselgrund woanders hinzugehen weil sie das dann in dem moment verstehen.
00:23:02: Klarheit reinzubringen ins Unternehmen heißt nicht automatisch, dass die Mitarbeiter das auch alle gut finden.
00:23:08: Aber was damit entsteht ist eben wieder eine Wahlmöglichkeit und dass ich sagen kann, ey bin ich echt hundertprozentig dabei unterstütze ich das möchte ich dahin oder aber gehe ich woanders hin, ist es nicht mehr meine Heimat.
00:23:17: Und da bin ich wieder bei dem Punkt, wo ich sage ja das ist wie beim Coaching was du vorhin erwähnt hast, dass eigentlich fürs Unternehmen besser weil die Mitarbeiter dann auch dabei sind die da hundertprozentig zu passen und ich finde vielleicht draußen dann eben je stärker ich das nach außen bringe und deutlich mache dann auch die Mitarbeitenden die das attraktiv finden uns davon angezogen werden.
00:23:36: Das ist ja dann wiederum genau dieser Punkt auch.
00:23:38: Wo kriege ich denn neue Leute her?
00:23:41: Weil neue Leute kriege ich meistens über bekannten Kreis oder über Headhunter tatsächlich, also wenn wir in den oberen Position sind.
00:23:49: Aber ganz viel ja aus dem Bekanntenkreis.
00:23:52: Alleine so aus der Soziologie dieses Gleich und Gleich gesellt sich gerne.
00:23:55: Wir haben die gleichen Interessen, wir haben die gleiche Werte beispielsweise oder ähnliches.
00:23:59: deswegen versteht man sich gut und da hält es sich gerne Und das ist ja ein super Pool, den Unternehmen auch für sich nutzen können.
00:24:05: Das wird aus meiner Sicht immer total unterschätzt.
00:24:08: Also bei uns beispielsweise hier unsere studentischen Mitarbeiter, die kommen alle aus einem Fachbereich an der Uni in Düsseldorf wo da eine den anderen nach sich zieht und sagt wie toll das hier ist.
00:24:19: dann kommt er nächste und es bei uns als studentischer Mitarbeiter weil sie eben in dieser Community unterwegs sind.
00:24:24: und das ist auch vielleicht einer der Punkte.
00:24:28: wenn wir auf Social Marketing was du anfangs beschrieben hast gehen Dann sprichst dir eine große Masse an, aber du hast noch nicht diese Verbindung zu denen.
00:24:37: Diese Verbindung musst du dann ja erst aufbauen.
00:24:38: das heißt der muss aktiv werden auf dich zuzukommen.
00:24:42: so wenn du aber den Bekanntenkreis die Mitarbeitenden nutzt dass sie als Multiplikatoren wirklich aktiv unterwegs sind da weißt er jenige schon mit wem hat es dazu tun?
00:24:50: will ich?
00:24:51: das will Ich das nicht und da wird schon sozusagen vorverkauft Die neue Stelle und das finde ich einfach ein ganz spannender Punkt.
00:24:56: Ich hab jetzt gerade die ganze Zeit viel überlegt, welche dummen Studiengänge mir einfallen, die ich dir als Namen hinschmeiße.
00:25:01: Wo du wohl deine Leute da rekrutierst?
00:25:03: So Love Studies!
00:25:04: Fast alle aus der Psychologie.
00:25:06: Oh ja guck, guck ist ja Love Studies gar nicht so schlecht.
00:25:10: aber weißt Du was ja das Spannende ist?
00:25:11: eigentlich haben wir dann etwas ganz interessantes gerade aufgetan bevor wir uns auch weitere Ursachen noch stützen nämlich Eigentlich muss man drüber nachdenken, wenn wir über den Bequitt reden.
00:25:20: Dass es gar nicht darum geht, Partout die Verweildauer aller Mitarbeitenden zu erhöhen sondern die Verwildauer der richtigen zu erhöht und der falschen zu verringern.
00:25:29: Ja
00:25:30: ganz genau.
00:25:30: also nicht gleich weinen wenn einer geht kann auch der Richtige sein, der gerade geht.
00:25:35: Was habt ihr denn dafür so Assessment?
00:25:36: Dass man einen Feeling kriegt mal seine Mitarbeitendenschaft anzugucken.
00:25:41: Wir gleichen mal ab, wer passt eigentlich wirklich zu uns und wer es soll?
00:25:44: Hast du da irgendwie so ein Werkzeug?
00:25:45: Tatsächlich arbeiten wir in dem Bereich mit Hogen.
00:25:48: In der Regel zusammen gibt es unterschiedliche Befragungen auch zu unterschiedlichen Themen.
00:25:53: Und da erarbeiten wir in der Regel mit den Unternehmen zusammen ein Portfolio wo wir sagen das ist so der Ideal Mitarbeiter, den wir da brauchen.
00:26:01: Das sollte ja an Werten an Themen sozusagen mitbringen und das kann man dann gut entsprechend testen Und kann darüber ins Gespräch kommen.
00:26:11: Also für uns ist das nicht immer, dass ein Test automatisch etwas alleine entscheiden sollte weil das eine Hilfe um in gutes Gespräch reinzukommen und da nochmal genauer nachzufragen.
00:26:22: Und was Unternehmen von uns auch teilweise machen, dass die dann sogar für... Also das wird nicht für jeden.
00:26:27: Das wird nicht in der Masse eingesetzt.
00:26:29: Es wird eingesetzt wenn Frühungskräfte eingestellt werden und es wird eingesetzt, wenn ich ganz spezielle Mitarbeiter habe.
00:26:34: Wir sagen den Unternehmen empfehlen ihn das und wir doch oft angenommen, dass sie mit dem Kandidaten auch gegebenenfalls dann nicht die Stelle kriegen, auch noch auf deren Kosten ein kurzes Auswertungsgespräch machen.
00:26:45: Auch nochmal für den Bewerber und das wird natürlich auch honoriert.
00:26:48: Da erzählen dir auch drüber in dem Moment wieder.
00:26:51: Das heißt, dass ist natürlich einfach eine Investition in gute Qualität von Bewerbungsgesprechen und es wird honoriert.
00:26:57: und vielleicht kommt der nicht aber vielleicht kommt sein Freund oder seine Freundin.
00:27:00: Ach, das
00:27:00: ist ja interessant!
00:27:00: Ich habe nie gedacht ich hab auch mal so ne Denke bei Off-Bordings und so verabschiedet dich besser als du dich sozusagen begrüßt...
00:27:08: schon zum Gespräch eingeladen, da sind die ja gut.
00:27:10: Du willst ja was von denen und die haben auch wieder eine
00:27:12: Community.".
00:27:13: Und das ist zum Beispiel etwas wo du wieder ne Unterscheidung machen kannst.
00:27:15: Die erzählen wieder...die Geschichte darüber.
00:27:18: Weißt du was mir passiert ist?
00:27:19: Ich hab dazu nicht den Job bekommen
00:27:21: usw.,
00:27:21: aber die haben trotzdem noch für mich das gemacht.
00:27:23: Das erzählt man doch!
00:27:24: Da werden andere Neugierige sagen hey, was ist denn das für ne Firma?
00:27:27: Erzähl mal!
00:27:28: Okay und jetzt hattest du ja gesagt Ich
00:27:52: hatte gerade ein Gespräch mit einer ehemaligen Mitarbeiterin von mir, die erzählte das Thema Homeoffice-Sitzer.
00:28:00: möchte ich jetzt mal als Beispiel nehmen.
00:28:01: Das ist hier übrigens auch genannt, da komme ich gleich dann nochmal drauf.
00:28:03: Die haben in dem Unternehmen bisher zeitweise remote gearbeitet.
00:28:06: die Chefs möchten jetzt wieder dass die Mitarbeitenden alle zurückkommen und die Mitarbeiter möchten das aber nicht.
00:28:12: und der Chef sagt eben ja aber hier können wir viel besser zusammenarbeiten.
00:28:15: ihr könnt super in einer Kommunikation sein und das ist alles ganz klasse.
00:28:19: und dann erzählt sie mir ja der Chef hat letztens als sich im Büro war neben mir gesessen am Schreibtisch den ganzen Tag und hat am ganzen Tag mit mir kein Wort gewechselt.
00:28:28: Und ich habe ihn irgendwann gefragt, ob er einen Kaffee haben möchte.
00:28:30: Ob ich ihm was mitbringen soll und so weiter hat der gesagt ne danke das war die Kommunikation über den ganzen Tag.
00:28:35: Das ist eben nicht in der Community sein an einem Schreibtisch jetzt neben den anderen und nicht mit denen reden Das kann ich auch genauso gut remote machen und so weiter, sondern es geht immer darum in Kontakt zu sein.
00:28:47: Und das ist die Aufgabe von Führungskräften am Puls zu sein bei den Mitarbeitenden dran zu sein, zu gucken wie man sie unterstützt, wie man weiterheffen kann, Lösungen finden kann und ähnliches.
00:29:00: Ich glaube, dass ist ein ganz wichtiger Punkt Genauso, was aus meiner Sicht nicht gut gemacht wird.
00:29:05: von vielen Führungskräften ist jetzt auch gerade mit der Einführung von Selbstverantwortung und Agilität.
00:29:09: Dass das so schön gesagt wird, dass in Unternehmen teilweise zum einen aufgrund der Demografie Mitarbeitende fehlen, zum anderen auch Personaleinsparungen gemacht werden.
00:29:18: Und es soll dann auf einmal über agile Arbeitsweisen usw.
00:29:21: gelöst werden.
00:29:22: Das, wo man sich gar nicht hinterfragt ob eine agile Arbeitsweise an dieser Stelle überhaupt Sinn macht?
00:29:26: Wo man den Leuten auch nicht verhilft, denen das Wissen aufzubauen?
00:29:30: Was braucht man überhaupt dazu?
00:29:31: wie findet überhaupt statt.
00:29:33: Die werden komplett alleine gelassen, erlebe ich immer wieder und dann kommt es das eigentlich die Verantwortung übertragen wird.
00:29:41: Dabei bleibt's dann am Ende und wenn da irgendwas nicht läuft heißt du hast es nicht hingekriegt und es wird dann jemand nur noch abgewertet.
00:29:47: Und dass ist eben so schade.
00:29:49: Da wird viel Potenzial verschenkt und ganz ehrlich an manchen Stellen finde ich das auch zurecht, wenn Mitarbeiter gehen weil da nicht ein Umfeld geschaffen wird wo sie aufblühen können, wo ihre Potenziale wirklich entfalten können.
00:30:00: Und ich glaube, das ist ein Riesenfeld gerade jetzt in den Unternehmen auch im mittelständischen Unternehmen.
00:30:06: Wo New Work oder auch in Konzernen wo New Work Ansätze drin sind, wo teilweise überhaupt nicht darüber nachgedacht wird, wo passen die denn überhaupt?
00:30:13: Haben wir die Mitarbeitenden dazu qualifiziert?
00:30:17: Haben sie auch gesagt dass Sie das wollen und diese Rolle übernehmen wollen sondern dass es verordnet wird und dass Mitarbeiter daran keinen Gefallen finden Das ist noch milder ausgedrückt Sondern vielfach sich völlig im Stich gelassen fühlen.
00:30:29: Und das ist natürlich dann eine Hilflosigkeit, die dann heißt okay.
00:30:33: Ich werde hier alleine gelassen und das ist dann auch ein typischer Jobgrund weil dass ja am Ende... ...auch auf Kosten beispielsweise der Gesundheit geht.
00:30:41: Burnout oder Ähnliches sind dann oftmals Hilfe rufe um aus einer Rolle wieder rauszukommen.
00:30:46: Also ich nehme jetzt mal Folgendes mit Auf der einen Seite finde ich könnte mir immer so was nachdenken auch wieso zu Friedenheitsumfragen, wer vielleicht ein Werkzeug?
00:30:53: Das andere was du gerade gesagt hast es in Kontakt sein.
00:30:56: Hast du Beispiele für Mittel, wie man das tun kann.
00:30:59: Also ich höre mal so ganz viel die digitale Kaffeküche.
00:31:02: oder wir haben bei Slack jetzt einen Kanal für Sportverabredungen zu virtuellen Yoga oder weiß ich nicht einmal All Hands Meeting per Zoom pro Woche.
00:31:13: Was ist denn so dein kleines einmal eins des Kontaktschaffens gerade in digitalen Zeiten?
00:31:17: Also dazu nochmal vorwegt, dass bei den Mitarbeitenden die gehen.
00:31:22: Zwanzig Prozent und bei den Mitarbeiterinnen, die ohne ein neues Job an Geburt gehen.
00:31:26: Dreißig Prozent gehen deswegen weil sie mit der Homeoffice-Regelung unzufrieden sind.
00:31:30: also nur mal so liebe Arbeitgeber.
00:31:31: Homeoffices ist ganz vielen Leuten sehr wichtig in der Zwischenzeit und auch da respektieren das es da ist.
00:31:37: Und das fühlt mich ja auch gleich wieder zu der Antwort was du gerade gefragt hast.
00:31:40: wenn ihr Befragungen macht egal in welche Richtung die geht dann macht ihnen wenn ihr bereit seid, da auch aus den Ergebnissen Ableitungen zu machen und Veränderung herbeizuführen.
00:31:48: Alles andere wird ein riesiger Work-Crepierer.
00:31:50: also wenn man eine Befragung startet.
00:31:52: Und man macht sozusagen... Also deswegen ist es auch wichtig, ne?
00:31:55: Es gibt ganz viele Tools ja die man jetzt online haben kann um befragungen zu starten.
00:32:01: lasst euch dabei beraten wie eine gute befragung aufgebaut ist weil hier öffnet sonst gegebenenfalls die Büchse der Pandora.
00:32:08: Die Leute wünschen sich was thematisieren, was ihnen wichtig ist und am Ende wisst ihr aber vielleicht schon vorher dass ihr den das niemals erlauben könnt.
00:32:18: Und wenn dieser Wunsch abgefragt wird und die Mitarbeitenden das gesagt haben, dass ihnen das wichtig ist?
00:32:25: Und ihr müsst ihn dann hinterher sagen, aber wir wollen es nicht oder können das nicht oder was auch immer.
00:32:31: Dann ist natürlich das Frustrationserlebnis vorprogrammiert.
00:32:34: Also insofern ist es ganz, ganz wichtig nicht nur einfach blind eine Befragung zu starten.
00:32:38: Sondern sich Gedanken zu machen wie weit kann das denn gehen?
00:32:40: Was ist denn der Rahmen?
00:32:41: was kann ich denn überhaupt schon mitgeben in welchem Rahmen gedacht werden darf und was ist denn überhaupt möglich bei uns?
00:32:46: Und wenn man uns gerade nichts möglich isst und wenn beim wir uns auch nicht die Bereitschaft ist irgendwas zu verändern am Führungsverhalten an irgendwelchen Sozialleistungen oder was auch immer da für Dinge genannt werden dann sollte ich besser keine befragung machen weil sonst komme ich erst mal richtig nach oben.
00:33:00: Ich weiß nicht ob das der beste tip ist aber Punkt weiß was ich meine.
00:33:04: Zurück zu der anderen Frage.
00:33:05: nochmal mit der Geschichte, mit der Kaffeeküche virtuell.
00:33:09: Um Vertrauen aufzubauen ist es für das menschliche Gehirn total wichtig dass man sich persönlich sieht zwischendurch.
00:33:16: Wie war uns beiden?
00:33:17: Wir machen unsere Podcast meistens remote und irgendwann sehen wir uns in irgendeinem Park in Berlin oder was auch immer und gucken uns mal wieder in die Augen und machen wunderschönes Foto von uns.
00:33:26: Wir sind
00:33:27: auf dem Bier.
00:33:30: Aber es gibt sofort diese Verbindung, die Neuronen schießen oder wer auch immer und du merkst einfach wow da ist was.
00:33:37: und das hält wieder für eine Zeit vor.
00:33:39: Und das ist wichtig, immer wieder auch diese Zeit zu bringen und
00:33:42: d.h.,
00:33:43: also auch diese aktiven Begegnungen zu schaffen.
00:33:46: und wir unsere Empfehlung aber das muss auch jeder für sich individuell sehen in der Regel, dass man sich regelmäßig trifft.
00:33:53: Also ich sage jetzt mal für Full Remote Unternehmen mag das monatlich zweimonatliche oder ähnliches sein und dann eben über einen längeren Zeitraum zu treffen.
00:34:01: und dann sagen wir immer so eine Sechzig-Vierzig-Regelung, vierzig Prozent sich derzeit mit Arbeitsthemen beschäftigen mit Socializing.
00:34:10: Das ist mal so eine Faustformel, mit der wir da des Öfteren reingehen und bei anderen Unternehmen es ähnlich.
00:34:16: also wenn ich drei Tage Homeoffice erlaube und wir sehen uns zwei Tage und das ist ja meistens noch versetzt.
00:34:22: Das sind nicht alle dass die von Montags bis Mittwochs Homeoffices dran machen und dann Donnersdass und Freitas da sind in den Unternehmen.
00:34:28: Also schafft auch Räume wo sich die Menschen wieder begegnen regelmäßig und wo man auch einen kreativen Austausch miteinander initiiert dass die Leute einfach wieder ein Gefühl füreinander kriegen und das Vertrauen auch untereinander wächst.
00:34:41: Weil, das ist eine der Gefahren vom Homeoffice, dass ich sozusagen zu Hause dieses Vertrauen nicht mehr habe.
00:34:46: und dann mag ich den anderen auch nicht plötzlich anrufen weil ich denke, ich störe oder ich mag was Unangenehmes nicht sagen, weil ich keinen Gefühl mehr für den Anderen entwickeln kann.
00:34:53: also viel Zeit auch geben für die persönliche Begegnung, weil dadurch entsteht am Ende Vertrauen.
00:34:58: Und der Punkt, den du gerade gesagt hast tragt nicht wenn du die Antwort nicht hören willst.
00:35:02: Das lässt sich ja ganz spannend mit Remote Work auch kombinieren.
00:35:05: Weil ich glaube, es gibt ziemlich viele Unternehmen die ihre Mitarbeitenden fragen hey würdest du lieber aus dem Büro vibriert oder remote arbeiten?
00:35:12: Oder wie viele Tage würdest Du gerne remote arbeiten?
00:35:14: und dann sagen sie Ja, ich bin unbedingt remote am besten vier Tage oder fünf Und dann kriegen Sie eine Monat angeboten oder so und zack sind sie weg.
00:35:21: auf der anderen Seite staunig beim Thema remotes ein bisschen.
00:35:25: Ich hab' lustigerweise so ein Film, wo ich gesehen auf Netflix kam der.
00:35:28: Der hieß Locked Down also wieder lockdown aber locked als adjektiv.
00:35:32: Also du bist quasi eingesperrt mit... Aber nicht
00:35:34: über Schiene oder?
00:35:35: Nee, mit Nethaway.
00:35:37: Das tut mir gut ausweilen!
00:35:39: Ne, mit Anne Hathaway und diesem einen schwarzen Schauspieler, der nur noch sprechliche Namen hat.
00:35:43: Muss ich nochmal nachschlagen gleich?
00:35:45: Und es ist ganz lustig gemacht weil ... Ich weiß nicht was für ein Bild du von Anne Hathaway hast aber für mich sieht die immer aus so wie in der Teufeltrick Prada So mit perfektem Kleid Cocktail-Kleid von Chanel und du siehst sozusagen diesen Lockdownsituation zu Corona Der Klassiker bis zur Hüfte, Kostüm und perfekt geschminkt.
00:36:03: Und die Haare und dann steht sich auch eine Jogginghose an.
00:36:07: Du kannst diesen Prozess beobachten wie die immer weiter kaputt geht weil sie halt zu Hause ist muss Dinge tun die sie ankotzen.
00:36:12: so Leute werden gefeuert oder im Vorwand von Corona in Wirklichkeit wollen die Chefs mehr Bonus zahlen usw.
00:36:17: Und worauf ich jetzt hinaus will als langen Monolog dahin führend ist Eigentlich hat ja die Erfahrung gezeigt, dass Homeoffice zu viele Mitarbeitende eigentlich mehr Anspannung und Stress bewirkt.
00:36:26: Weil du
00:36:27: z.B.,
00:36:28: wenn du jetzt sagst, du musst von Bonn nach Köln pendeln zu deinem Arbeitgeber oder so ... Ich hör das ganz oft.
00:36:33: Die Leute haben mir gesagt, ich bin von Berlin nach München pendel ich immer jeden Tag jede Woche.
00:36:37: Und ich vermisse mittlerweile diese Ruhezeiten zu haben, weil zu Hause bin ich nur noch getaktet bis der Arzt kommt.
00:36:43: Warum ist es trotzdem so wichtig, dass Leute kündigenweise remote nicht ausreichend wiedergefunden kriegen?
00:36:49: du in einer Firma, wo kein Remote wäre würde ich auch kündigen.
00:36:51: Und ich höre das eben auch viel von den Mitarbeitenden die remote gerne arbeiten weil diese Zeit um tief einzusteigen im Themen einfach viel besser ist oftmals als in der Firma.
00:37:02: Du hast ja wenn du einmal in einer Konzentrationsphase bist und du wirst in dieser Konzentration Phase gestört brauchst du ungefähr zwanzig fünfzehn Minuten bis zu des gleiche Level der Konzentrazen wieder erreicht.
00:37:14: also je weniger Störungen umso besser.
00:37:16: Und jetzt bin ich einfach dabei, als wir in Präsenz gearbeitet haben vor Corona.
00:37:20: Da hatten wir alle unsere Rhythmen und wir hatten unsere Rituale und wir wussten irgendwie, wie wir mit den Dingen umgehen.
00:37:26: So, dann haben wir Corona gehabt.
00:37:28: Das ist jetzt das falsche Wort weil es gibt immer noch Corona aus meiner Sicht aber wir sind eine Zeit lang anders mit umgegangen und es hat auch eben solche Sachen gegeben wie Lockdowns oder ähnliches.
00:37:36: D.h.,
00:37:37: wir sind plötzlich in einer Situation geworfen worden die wir vorher nicht kannten Und jetzt musste sich jeder in irgendeiner Form erst mal zurecht rütteln.
00:37:44: Aber alle hatten in diesem Zeitraum immer noch den gleichen Rhythmus.
00:37:48: Alle waren entweder zu Hause oder alle waren entwieder im Büro.
00:37:52: Das heißt also, es war sozusagen eine Gleichheit unter den Leuten da und man hat auch unter diesem Aspekt.
00:37:58: Es ist für einen gewissen Zeitraum.
00:38:00: Hat man sich in irgendeiner Form arrangiert?
00:38:03: Jetzt haben wir die nächste Phase aus meiner Sicht nämlich diese Phase, diese hybride Phase wo wir feststellen das kann länger dauern.
00:38:14: Kann länger dauert in der Form von vielen Menschen dass sie sagen das darf und soll auch länger daueren.
00:38:18: ich finde das grundsätzlich gut.
00:38:20: Und jetzt kommt aber, dass wir bisher noch nicht gelernt hatten.
00:38:23: Wie gehen wir denn jetzt mit dieser Situation um?
00:38:26: Dass ich jetzt möglicherweise tatsächlich zwei oder drei Tage in dem Büro sitze und wie strukturiere ich mich da?
00:38:31: Wie mache ich das jetzt?
00:38:32: Zwei Jahre lang habe ich das möglicherweise gemacht, dass ich zwischendurch einkaufen gegangen bin und dass ich noch das erledigt habe und sonst irgendetwas.
00:38:39: Das ist ja irgendwann mal ein Stück weit durch, dass Wir feststellen okay es braucht eine andere Form der Arbeitsorganisation an diesen Tagen.
00:38:47: Und jetzt mal ganz ehrlich, ich verstehe ja dieses Thema mit den eine Stunde im Auto zu setzen und konzentriert zu sein oder abzuschalten oder was auch immer.
00:38:55: Ja in Gottes Name was hindert mich denn daran das für mich zu machen an jedem Tag in irgendeiner Form als Ritual für mich einzuführen?
00:39:05: Führst doch ein würde ich der Person in diesem Moment einfach sagen meditiere oder mach was auch Mach was, was dir gut tut in dieser Stunde wenn sie dir fehlt.
00:39:17: und ich glaube das ist etwas wo wir so Schablonenhaft oder schubladenmäßig oftmals denken.
00:39:24: Ich habe entweder das oder dass Lass uns kreativ sein lass uns gucken wie kann ich das Wie kann ich es hinkriegen?
00:39:30: Dass sich dieses Gefühl wieder für mich kriege Was ich sonst in einem Zug habe oder was ich sonst im ÖPNV habe.
00:39:36: lasst doch gucken wie wir die wie ich das für mich hinkriege dass ich das gut mache Und ich glaube auch bewusst sein dafür das nicht einfach so pauschal zu sehen, sondern sich Gedanken überzubachen.
00:39:45: Hey okay ich habe Bock darauf remote zu arbeiten.
00:39:49: oder bei uns in der Firma wird remote gearbeitet.
00:39:51: und lass mich doch mal gucken was ist denn mein remote für mich?
00:39:55: Wie kann es denn für mich so gestaltet werden dass ich das richtig gut finde?
00:39:58: Und ich kenne jede Menge Leute, die das richtig gut machen für sich und auch richtig gut gestalten und da richtig Bock drauf haben.
00:40:06: Das sind dann vermutlich auch Teile der zwanzig Prozent, die sagen hey wenn es das beispielsweise nicht mehr für mich gibt, ist das nicht mal die richtige Firma.
00:40:14: Für mich ist es Lebenszeit.
00:40:17: Ich arbeite fast mein Leben lang von zu Hause aus, wenn's eben geht.
00:40:20: Ich habe eine Zeitlang gehabt im Beruf, dass ich morgens ne Stunde hin und ne Stunde wieder zurück.
00:40:25: Das in zwei Stunden am Tag, die ich rausschmeiße Zweihundert Tage im Jahr.
00:40:29: Das sind vierhundert Stunden, das ist meine Sicht darauf.
00:40:33: Vierhundert
00:40:33: Std.,
00:40:34: Lebenszeit im Jahr die Rauschmeiße für nix.
00:40:37: Da bin ich doch lieber zu Hause und mach die kreativ.
00:40:39: Aber da gibt es keinen richtig und keinen falsch!
00:40:41: Ich muss mich fragen was ist mein Job?
00:40:43: Was ist oder meine Aufgabe als Unternehmen?
00:40:46: Welche Mitarbeitenden möchte ich haben?
00:40:48: Und wie kann ich das gut gestalten?
00:40:49: Und ich glaube dass eine hohe Anspruch auch an Führungskräfte individuelle Entscheidungen zu treffen beziehungsweise die eben auch im Team gemeinsam zu treffen.
00:40:57: Ich habe noch nie so tief drüber nachgedacht, aber ich glaube da geht es ja auch ein Stück weit um Sichtbarkeit oder auch Unsichtbarkeit.
00:41:02: Weil das Ding ist ja Folgendes Wenn du dir eine Zugfahrt vorstellst die vier Stunden dauert und du dort entspannen kannst weil du kein Internet hast und kannst Sachen in Ruhe abarbeiten dann heißt es ja eigentlich nichts anderes als... ...ich habe eine gute Erklärung nach außen warum ich nicht im Hamsterrad-Modus bin den man sonst vermeintlich von mir erwartet oder unter dessen Druck ich mich setze weil.. ..Ich muss den Zug nehmen!
00:41:23: Das ist sozusagen eine Notwendigkeit die ich nicht weg diskutieren kann Und das Internet schlecht dort, da kann ich nichts dran ändern.
00:41:28: Also habe ich sozusagen zwei Begründungen und ich denke gerade so an mich.
00:41:31: bei mir ist es auch so.
00:41:32: unser Büro ist zehn Minuten von meinem Zuhause entfernt und ich bin sehr froh dass das getrennte Orte sind.
00:41:38: aber ich bin auch sehr frohe dass hier keine Fresse aus hat der von meiner Frau sehr haflassig gesagt weil du hast zu deiner eigene Pace Du wirst dich abgelenkt Aber du hast eine öltliche Trennung zwischen deinem Heimleben und deinem Schaffensleben.
00:41:50: von daher
00:41:51: Und bei mir is es ähnlich.
00:41:52: nur ich brauche diese Trennung nicht Und meine Frau glücklicherweise auch nicht.
00:41:55: Wir haben es beide von den Eltern schon so gehabt, dass die von zu Hause aus gearbeitet haben und wir sind so aufgewachsen.
00:42:00: Wir finden das total klasse eben diese Flexibilität zu haben, tagsüber mal irgendwie gemeinsam auf dem Markt zu gehen und dafür abends oder am Wochenende zu arbeiten.
00:42:10: Diese Flexibilität ist hier so gegeben und du bist da nicht falsch, die anderen sind dann nicht falsch ich bin ja nicht falsch sondern ist die individuelle Entscheidung und die bestmögliche Qualität für sich selbst zu organisieren.
00:42:21: in irgendeiner Form
00:42:22: Haben wir noch wichtige Gründe vergessen?
00:42:24: Also ich fasse nochmal zusammen.
00:42:25: Du hast gesagt, achtundzwanzig Komma vier Prozent Daining die schon eine neue Jobstelle haben kündigen wegen Führungskräften.
00:42:30: Fünfzig Prozent, die einfach so gehen.
00:42:32: Dreiunddreißig Prozent finden ihre Arbeitssinn los.
00:42:34: Vierunddreaßig Prozent den Unternehmenszweck nicht mehr passen.
00:42:37: Zweiundsechzig Komma sechs Prozent gehen wegen Geld und zwanzig beziehungsweise dreißig prozent je nachdem ob du die betrachtest, die schon Job-Siehlamm oder noch nicht gehen wegen der Homeoffice Regelungen.
00:42:44: gibt es noch Dinge, die wir vergessen haben?
00:42:46: Nee das sind so die wichtigsten Themen, die dabei eine Rolle spielen.
00:42:50: Und dann hätte ich Noch eine abschließende Frage an dich als sozusagen Ausleitung.
00:42:55: Wir reden jetzt immer von gehen den Mitarbeitenden The Big Quit, also wenn es alle Ebenen gleichmäßig betrifft und auch wenn's bei allen gleich wichtig ist?
00:43:03: Was ist denn so deine Betrachtung?
00:43:05: Ist das vor allem auf Ebene wo du Führungskräfte hast oder wo du Spezialisten hast?
00:43:09: oder was passiert?
00:43:10: Passiert es auf allen Ebennen?
00:43:11: muss ich mir um jede Ebene gleich viel Sorgen machen?
00:43:13: oder wie würdest du empfehlen selektiere ich jetzt als Führungskraft mal, wo ich meinen Aufmerksamkeitslevel drauflege?
00:43:19: Also das ist jetzt wirklich eine sehr persönliche Sicht darauf, weil ich habe jetzt auch keine Unterscheidung hier in der Befragung wer da befragt worden ist.
00:43:25: Meine persönliche Sorge wirklich an der Stelle ist dass es in vielen Arbeitsbereichen die nicht Führungskräfte betreffen für uns den größten Impact haben wird.
00:43:34: Weil er einfach die Masse der Menschen beschäftigt ist.
00:43:37: und wenn ich die Demografie gerade in den Konzernen sehe wie viele Leute mit wichtigen Erfahrungen teils auf Sachbearbeiter Level sage ich jetzt mal gehen in Zukunft Da habe ich große Sorge, wie das wieder aufgefüllt werden soll.
00:43:51: Also wo sollen die Leute herkommen?
00:43:53: Wie wird das Wissen auch gesichert und wie wird dafür gesorgt dass da ob das Produktionsabläufe sind, die reibungslos laufen müssen.
00:44:00: Ob das Abläufer in den Dienstleistungen sind macht mir wirklich große Sorgen.
00:44:06: also insofern glaube ich, dass das Thema der Arbeitsverfügbarkeit von Menschen dort noch eine viel größere Rolle spielt, wobei hingegen wir das anders wahrnehmen weil wenn uns gerade viel mit Start-ups oder auch mit Führungskräften beschäftigen, dann haben wir ja oftmals mit Spezialisten zu tun die eine besondere Qualität haben in irgendeiner Form.
00:44:24: Und da ist einfach die Frage, dass Thema der Menge auch ein Thema.
00:44:29: Also die Spezialisten werden weniger.
00:44:31: also was heißt das für Startups?
00:44:32: Haben sie auch irgendwann die Bereitschaft doch ältere Mitarbeitende einzustellen?
00:44:36: und die Frage is...
00:44:37: Böse Klischees hier!
00:44:39: Ja böses Klischee.
00:44:39: ich weiß aber wie viele Start-Ups da auch Probleme mit haben wenn Sie ältre Mitarbeiter einstellen, dass es da zum Culture Clash an manchen Ecken kommt Und gerade auch, wenn die in der Führung eingestellt werden.
00:44:51: Das ist ein wichtiges Thema da, gute Lösungen zu finden und voneinander zu profitieren und nicht übereinander zu reden.
00:44:58: Ich glaube eben das Thema wie viele Leute werden gut gebildet?
00:45:02: Das wird für uns noch ein viel größeres Thema in der Zukunft.
00:45:05: Die Gefahr, die ich sehe ... Das hatte ich ja vorhin mal kurz angedeutet.
00:45:11: Wenn wir hier in Europa schlechter Aussichten haben, ist für mich die Frage ob andere Märkte möglicherweise für diese Leute auch interessanter werden, die richtig gut gebildet sind?
00:45:18: Auch eine kleine Sorge, die ich da noch ein bisschen mit mir umtrage.
00:45:21: also insofern liegt er viel für uns an dass wir uns weiterentwickeln müssen.
00:45:25: Ich möchte an der Stelle eigentlich mit einer Grafik oder mit einem Thema mit einer Aussage nochmal enden wollen wenn wir so langsam zu Ende kommen.
00:45:34: Da ist nämlich eine Frage gewesen und die fand ich ganz spannend Nämlich die Frage, hätten Arbeitgeber die Kündigung verhindern können?
00:45:42: Und die haben siebenvierzig Komma neun Prozent mit Ja beantwortet.
00:45:45: Also jeder Zweite sagt, wenn der Arbeitgeba alles richtig gemacht hätte, hätte er diese Kündung verhinderen kann.
00:45:52: Das möchte ich nochmal als Aufruf verstehen, sich in Führung weiterzuentwickeln.
00:45:56: Sich damit darüber Gedanken zu machen und nicht abzulehnen alles was an Forderungen heute gestellt wird sondern zu gucken wie man das gut kanalisiert also wie man Forderung auch als Chancen begreift Interessen als Chansen begreifen und sich immer wieder Gedanken macht Was mal mit dieser Kreativität auch von jungen Leuten die vielleicht anders an Dinge rangehen als andere eben nutzt um das Unternehmen noch besser zu machen.
00:46:21: Guck mal, ist doch ein gutes Stichwort.
00:46:23: Dann gibt's von mir gar keine blöde Leinen am Ende sondern das lassen wir mal so stehen.
00:46:26: Lieber Stefan auf dass unsere nächste Pause nicht zu lang wird und vielen Dank für heute!
00:46:30: Sehr
00:46:30: gerne Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt Podcast.
00:46:37: Du merkst hier ziehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus.
00:46:41: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest abonniere uns auf den gängigen Podcast Plattformen.
00:46:47: Und hey je größer wir werden desto mehr Menschen können wir helfen.
00:46:51: Also, erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:46:55: Bis zum nächsten Mal!
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