CEO-Runde: Ist Nachhaltigkeit ein massentaugliches Geschäftsmodell? | #Branchenführer 🛒

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | 2022 erleben wir leider wieder einen Sommer, der klimatische Rekorde bricht. Hitzewellen, Waldbrände und Dürren in bisher unbekanntem Ausmaß führen uns deutlich vor Augen, dass der Klimawandel real ist und von den meisten Menschen immer noch unterschätzt wird. Unser heutiges Thema kann daher nicht aktueller sein - Nachhaltigkeit. Joel und Dominik haben sich 3 Unternehmer eingeladen, die in ganz unterschiedlichen Bereichen nachhaltige und umweltfreundliche Produkte produzieren und/oder verkaufen. Was sie antreibt, welche Strategien sie verfolgen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie erfolgreich sie mit ihren Ideen sind, das erfahrt ihr in dieser Folge. Du erfährst... ...was unseren Gästen beim Thema Umwelt wichtig ist ...ob nachhaltige Produkte immer noch ein Nischendasein führen ...warum viele Menschen Nachhaltigkeit falsch verstehen ...wo die Mehrzahl der Menschen mit Ihrem Umweltverständnis steht ...welche Vermarktungsstrategien unsere Gäste verfolgen ...ob nachhaltige Produkte wirklich teurer sind ...welche Herausforderungen im Servicebreich zu bewältigen sind ...welche Ideen unsere Gäste haben, um das Thema in die Masse zu bringen ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um E-Commerce: Gemeinsam mit Dominik Dommick, dem Geschäftsführer von PAYBACK lädt Joel regelmäßig zum Häuptlingstreffen der relevantesten Unternehmer:innen und Expert:innen im (Online-)Handel. Such dir einen Platz im Wigwam, folge den Strategiediskussionen und profitiere vom Praxiswissen der verschiedenen Häuptlinge. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Dominik Dommick, Handelsexperte | Geschäftsführer Payback 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Jennifer Baum-Minkus, Gründerin & CEO @gitti Conscious Beauty 👤 Mathias Gebhard, Managing Director / Geschäftsführer Bergfreunde.de 👤 Constantin Eis, Board Member LichtBlick SE & Tailwind Int Acq. Corp __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:07:01) Nische vs. Masse (00:13:24) Spezialisierung - ein Muss für den Erfolg? (00:18:41) Der Konflikt zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit (00:23:45) Wie grün ist das Bewusstsein der Stromkunden in Deutschland? (00:27:45) Preissensibilität & Preisgestaltung von nachhaltigen Produkten (00:32:25) Sind nachhaltige Produkte automatisch besser? (00:41:59) Service & Community __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00:

00:00:16: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.

00:00:18: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute habe ich wieder den lieben Dominic Domeck von Payback an meiner Seite denn wir wollen mal wieder ein bisschen Branchenbetrachtung machen.

00:00:25: Wenn Dominik dabei ist wisst ihr dann reden wir immer über Commerce und meistens haben wir eine spannende Ziel-Levelrunde am Start die wir in bestimmten Verticals arrangieren.

00:00:33: Heute ist unser Thema dabei Nachhaltigkeit.

00:00:35: Das heißt wie wir mal nachforschen, ist Nachhaltigkeit eigentlich bereits zum massentauglichen Geschäftsmodell geworden?

00:00:40: Oder ist das ein bisschen schön färberei was da draußen manchmal am Markt passiert?

00:00:44: Dafür haben wir uns drei Menschen eingeladen.

00:00:45: Ihr müsst euch anstrengen, beim Zuhören die Stimme auseinanderzuhalten.

00:00:49: Zwei Männer eine Frau und ich fange mal mit der Dame an.

00:00:51: Es ist die liebe Jenny Baumminkus, CEO von Gitti!

00:00:55: Die machen Nagelacke.

00:00:56: Meine Frau war heiß und interessiert, als ich erzählt habe, dass sie kommt.

00:00:59: Sie ist schon ein Fan.

00:01:00: Wir hören gleich mehr von ihr.

00:01:02: Dann den lieben Matthias Gebhardt, Geschäftsführer von bergfreunde.de.

00:01:05: Bestimmt vielen einen Begriff.

00:01:07: Da kann man sich eindecken, wenn man ab und zu zum Hobbyalpinisten wird oder auch zum Superprofi.

00:01:15: Der ist Bord-Member bei Lichtblick.

00:01:18: Wer von euch also grün Strom kauft, so wie ich?

00:01:20: Wir sind sowohl mit der Firma als auch Privatkunde.

00:01:22: Der kommt heute auf seine Kosten!

00:01:25: Ja jetzt habe ich euch sozusagen mit eigenen Worten vorgestellt, aber vielleicht sagt ihr nochmal Einsatz jeder zu euren eigenen Firmen.

00:01:36: Jenny fang noch mal ganz kurz an mit Gitti was ihr genau macht.

00:01:38: Lagerlack ist ja alles und nichts

00:01:39: Genau!

00:01:40: Ich bin Jenny die Gründerin von Gitti.

00:01:41: und tatsächlich machen wir nicht nur Nagellack sondern wir revolutionieren die gesamte Beautyindustrie.

00:01:47: Wie machen wir das?

00:01:50: innovative Formulierungen, also Produkte auf natürlichen Inhaltsstoffe und verpacken die Nachhaltigungsverpackungslösung.

00:01:57: Und angefangen haben wir tatsächlich vor drei Jahren mit einem innovativen Nagelack auf Wasserbasis.

00:02:03: aber mittlerweile kriegst du bei uns alles von Nagell über Handpflege, Makeup bis hin zu Gesichtspflege.

00:02:09: Sehr gut sehr gut.

00:02:10: was kriege ich bei Bergfreunde so lieber Matthias?

00:02:13: Also Quamission verbinden wir Menschen mit ihren Outdoor-Leidenschaften heißt faktisch, du kannst bei uns alles kaufen was du brauchst und die beste Zeit draußen zu haben.

00:02:21: Das tun wir seit knapp fünfzehn Jahren relativ erfolgreich das letzte Jahr mit knapp zwei Hundert Millionen Euro Umsatz abgeschlossen und sind damit auch der größeren Player in dem Bereich und beschäftigen uns tatsächlich seit drei Jahren auch intensiv mit der Frage Wie können wir dieses Wachstum denn nicht auf Kosten des Klimas betreiben und unseren Kunden eigentlich ermöglichen, ein nachhaltiges Leben und nachhaltige Einkaufsentscheidung zu treffen?

00:02:43: Ja cool.

00:02:43: Und Konstantin ich glaube du bist noch am ersten Plain Vanilla unterwegs.

00:02:46: also Strom- und Bioqualität ist glaube ich relativ self explainatory aber hat ja tierische Dimension gerade wenn wir uns mit Energie beschäftigen.

00:02:54: Sagt er nochmal einen kurzen Satz auch zum Lichtblick.

00:02:55: Ja Lichtblick ist recht einfach der deutsche Pionier sozusagen für Ökostrom, also die haben das erfunden vor Zweiundzwanzig an.

00:03:03: Das ist der erste, der in Deutschland grünen Strom in jedes Haus gebracht hat.

00:03:06: und heute kümmern wir uns darum Klimaneutralität nach Hause zu bekommen und auch die Menschen morier zu machen.

00:03:12: und dass es auch so wo sich die Kampagne hin entwickelt hat von Ökosstrom was ein reines Energiethema ist hin zu einer Kampagnie die sich um mehr Klimaneutralität

00:03:21: kümmert.

00:03:22: Sehr gut, so.

00:03:23: jetzt haben wir die Hörerinnen schon mal mit euren Stimmen geeicht.

00:03:25: Jetzt wissen sie wer hier wie klingt.

00:03:26: und Dominik, mit dir können wir mal anfangen um es ein innerlicher zu werden.

00:03:29: Payback ist ja bestens verdratet im Markt.

00:03:31: also viele denken bei euch natürlich immer an die Läden wo man die Karte vorzeigt.

00:03:34: aber ihr habt auch ganz viel Affiliateparten.

00:03:36: das heißt auf dem Wege habt ihr ein super breites Netz an Unternehmen die ihr eigentlich betrachten könnt von der Seitenlinie wo ihr ganz viele Daten habt.

00:03:42: und deswegen ist für mich immer interessant so am Anfang so im Gespräch immer mal deinen Blick der Marktlage zu haben.

00:03:47: Wie ist es denn bei dir?

00:03:48: Wie viele nachhaltige Anbieter siehst du, in eurem Portfolio und machst du da einen Trend aus oder ist das so ein bisschen oberhalb.

00:03:55: Hallo erstmal!

00:03:56: Das Schwierige an der Stelle ist wasgenaues Nachhaltigkeit.

00:03:58: ich glaube über Definitionen können wir auch sprechen.

00:04:00: dann sind hier die unterschiedlichsten Aspekte drin.

00:04:02: Ich glaube gerade wie wir hier zusammensetzen ist es sehr umweltbezogen gibt ja noch andere Aspekte und Teilbereiche hat in den letzten Jahren auf jeden Fall deutlich zugenommen.

00:04:11: Wir merken das schon in unserem klassischen Partner-Portfolio, wie du gesagt hast also beim WWDM, Penny C&A, Biolebensmittel, nachhaltige Mode, Lieferketteninformationen, Aktion gegen Küppentöten, Bioprodukte, Nachfüllstationen

00:04:25: usw.,

00:04:25: Das ist eindeutig zu sehen.

00:04:27: ich meine es merkt jeder von uns wenn er in den Laden geht auch ohne Daten.

00:04:30: Wenn wir dann im Onlinebereich gehen egal ob Affiliate oder Official Partner wie wir das nennen Da kommen einfach Brands dazu, die es vor dieser Wahrnehmung gar nicht gegeben hat und wir sehen auch dass sie Nachfragen sozusagen mitziehen.

00:04:41: Also das geht über Fashion-Angebote Hess Natura und Angels dann natürlich Partner Lichtblick, Bergfreunde tatsächlich... Wir sehen einfach sowohl die Shops per See ergänzt werden in Anführungsstrichen und im Markt Nachfrage fahren und eben da noch auf der Nachfrageseite sich das entwickelt.

00:04:58: also absolut glaube ich kann man das als Trend bezeichnen.

00:05:02: Und dann haben wir gerade eine Situation.

00:05:04: Wir haben in diesem Podcast ja sowieso so ein bisschen alles simuliert, was in letzter Zeit schwierig war.

00:05:08: Erst ist er uns ein paar Mal ausgefallen weil immer abwechselnd einer Corona hatte und jetzt hat sich die Situation auch noch mal ein bisschen, glaube ich interessant verschärft.

00:05:16: Sollten wir heute mal drüber sprechen.

00:05:17: also Kriegslage- und Energiepreise und Haushaltspreise im Allgemeinen fühlen halt dazu dass wir da auch wieder Veränderungen sehen.

00:05:24: Also das auf einmal wieder Abfall sich verschiebt weg von häufig ja auch etwas teuren Produkten hinzu zu einfachen Produkten usw.. Das sehen wir und da sollte man heute auch noch mal drüber sprechen.

00:05:34: Gut, ich wüsste gar nicht das Backfronde bei euch sogar im Portfolios.

00:05:36: Guck mal an wie der was gelernt.

00:05:37: Jetzt möchte aber eine Sache, bevor wir in medias Rees mit den Teilnehmenden gehen, noch eine Sache von dir wissen.

00:05:42: ihr macht ja immer so viele Korrelationen.

00:05:43: also ich hab von dir teilweise mal gelernt dass wenn ein Partner mit euch zusammenarbeitet, dass er dann teilweise bestimmte Produkte nebeneinander stellt weil ihr in hand eurer Daten Korrelations feststellen könnt.

00:05:51: zum Beispiel wer Katzenstreu kauft, kauft irgendwie auch Bier Also Sachen die jetzt nicht so naheliegend sind.

00:05:56: Wie ist es beim Thema Nachhaltigkeit?

00:05:57: Gibt's da auch so Korrelazioni?

00:05:58: Dass man sagt Biosprit und keine Ahnung, Aldatura oder so?

00:06:02: Ich habe mal ein paar rausgesucht die ganz lustig sind.

00:06:04: Häufig sind sie dann spannend wenn man sich nicht so erwartet oder irgendwie ein bisschen ins Schmunzeln kommt.

00:06:08: Also man kann es ja sehr gut sehen bei uns wenn wir eben Konsum- und Ausgaben vergleichen.

00:06:13: viel und Premium Benzin Tanker kaufen mit deutlichem Abstand das meiste in Biomärkten.

00:06:19: also vielleicht etwas kontra zu dem was man erwartet hätte.

00:06:23: Android Nutzer kaufen die vorgekochten Eier und IOS Nutzer Reifen zu Video- und Freiland-Eiern.

00:06:32: Und Käufer von Ökomode essen interessanterweise besonders gerne Fast-Food,

00:06:36: ich weiß

00:06:36: nicht ob euch das raucht.

00:06:39: Das sind tatsächlich Korrelationen jeweils in der Abweichung.

00:06:42: Einen dreißig Millionen Kunden kaufe halten was schlicht sozusagen nach oben oder unten heraus und das waren die drei, die am bestechtensten fand.

00:06:49: zu unserem Thema.

00:06:50: also ist es nicht immer so wie man sich wahrscheinlich das Ideal bildt dass Käufer es malen würde, sondern häufig auch sehr widersprüchlich im Kaufverhalten.

00:06:59: Zumindest ist das was die grundsätzliche Einordnung angeht

00:07:02: Ja, okay cool.

00:07:02: Dann starten wir noch mal konkret rein!

00:07:04: Also ich hab mir so verschiedene Cluster überlegt und als erstes würde ich mit euch gerne mal ein bisschen über Nische versus Masse reden.

00:07:09: Das ist ja die Kernfrage, die einen schnell beschäftigt.

00:07:11: Jenny wie is denn das bei euch?

00:07:12: Ihr verkauft ja im Prinzip so'n Hochfrequenzprodukt, könnte man sagen.

00:07:15: also wenn ich jetzt in der Drogerie in einem DM wäre... ...das sind die Produkte.

00:07:18: da kommen wahrscheinlich täglich neue Waren rein, Nagel-Lecke und solche Dinge, die gehen raus, wie warme Semmeln.

00:07:23: Wie ist denn

00:07:23: das?!

00:07:24: Sind da eigentlich Kunden überhaupt bereit bei solchen hochfrequenten Sachen sich mit Nachhaltigkeit schon auseinander zu setzen?

00:07:28: Also ist es ein Massenthema oder musstest du da am Anfang erst mal wirklich Fersengeld zahlen.

00:07:33: Also ich würde sagen, auf jeden Fall ist das schon ein Massenthema.

00:07:35: jetzt kommt bei uns natürlich noch dazu dass wir ein Problem des Kunden oder der Kundin lösen von dem sie vielleicht am Anfang gar nicht wusste, dass es existierte und zwar sind wir ja gestartet mit das konventioneller Nagelack leider immer noch Inhaltsstoffe enthalten kann die Verdacht stehen krebserigen zu sein oder sich auf den Hormonhaushalt auswirken.

00:07:53: und das Problem haben wir erstmal gelöst indem wir genau diese Inhalte verzichten.

00:07:58: Auch

00:07:58: ein Aspekt der Nachhaltigkeit, also ein besseres Produkt für den Menschen und nicht nur auch für die Umwelt.

00:08:04: Und wenn der Kunde oder die Kundin natürlich darüber Bescheid weiß, wer möchte denn schon gerne ein Produkt benutzen, wo er potenziell einen gesundheitlichen Schaden von nehmen kann, wenn es jetzt eine bessere Alternative gibt?

00:08:15: Von daher ist das... für uns wahnsinnig spannend zu sehen, dass der Grund auch bereit ist dann natürlich dafür mehr Geld auszugeben.

00:08:21: Weil klar unsere Produkte sind teurer.

00:08:23: was hinzugekommen ist und ich glaube sich in den letzten zwölf Monaten noch mal verstärkt hat es dieser bewusste Lebensstil.

00:08:29: also wir haben nicht hundertfünfzig Farben im Nagel Lachslotiment sondern sehr ausgewählte Farben die denn auf allen unterschiedlichen Hauttönen passen.

00:08:37: die entwickeln wir alle in Haus Wir produzieren in der EU wir versenden klimaneutrale.

00:08:42: das sind alles Aspekte die darauf rein seien dass wir nicht Nachhängigkeit als ein Trend erleben, sondern als eine bewusste neue Lebenseinstellung wie man auch konsumieren möchte.

00:08:51: Und ich glaube es hat stark natürlich im Food-Bereich angefangen und wir sehen jetzt auf jeden Fall das sich ja ganz stark auf den Beautybereich transferiert.

00:08:59: Ich bin ja ehrlich gesagt so ein untypischer Mann, wenn man in die Drogerie geht.

00:09:02: Der normale Mann geht glaube ich hin, Deo-Bereich, Grabsch... Die Marke, die er immer hat, zack und weg!

00:09:07: Und ich gehöre zu den Kandidaten, ich nehme immer so einen Scanner.

00:09:09: So gibt's ja leider nicht mehr richtig, aber so Codecheck.

00:09:11: Dann guckt mir die ganzen Innerzstoffe an.

00:09:13: Wenn man sowas tut kommt man relativ schnell an den Punkt.

00:09:15: also beim Beispiel Zahnpasta ist mir das mal aufgefallen.

00:09:18: Ich glaube, es gibt keine Zahnpasta namhafter Art und Weise wo nicht ein Stoff drin ist der entweder homo-node wirksam ist oder irgendwelche Sachen wie im Vortrag stehen Krebs zu erregen.

00:09:26: Oder, oder, oder... Lustigerweise die Billigmarken eher.

00:09:28: also wenn du so die DM Eigenmarke nimmst oder Aldi oder sowas die sind problemfrei weil sie nicht dieses ganze Chichi drin haben.

00:09:33: aber Sind denn die Kunden wirklich so dass die sich sowas in der Tiefe anschauen?

00:09:37: Also gibt's da viele Verrückte sowie Milch.

00:09:39: oder ist das was dass man das aktiv ins Marketing pushen muss?

00:09:42: Also ich glaube, es gibt schon ein starkes Segment von Kunden die danach suchen.

00:09:46: Natürlich war aber auch ganz klar unser Pitch oder überhaupt unsere Legitimation am Beauty-Markt aktiv sein zu dürfen.

00:09:53: ist das wir dieses Problem lösen?

00:09:54: also so sind wir praktisch auf den Markt gestartet mit der ersten Formel also mit einer Nagelackformel die auf Wasser basiert.

00:10:00: Das hört sich jetzt für euch wahrscheinlich irgendwie total einfach an Aber tatsächlich ein Produkt was sich einfach auf den Nagel auftragen lässt Was glänzt eine hohe Deckhaftart und was hält basierend auf Wasser ist eine wahnsinnig technische Herausforderung, da haben wir anderthalb Jahre in Labordern gearbeitet und waren tatsächlich das erste Unternehmen dieser Art die überhaupt so ein Produkt auf den Markt gebracht hat.

00:10:21: Interessant ist auch dann dieses Produkt.

00:10:23: es riecht nicht also ihr kennt das vielleicht in eure Frauen zu Hause Nagelack auftragen, dann hat er so einen unfassbar strengen starken Geruch und mit unserem wasserbasierten Formel hat man das gar nicht!

00:10:32: Also von daher gerade natürlich auch über die Marketingkanäle wie wir denn genutzt haben um zum Start viel auch zusammen mit Influencer gearbeitet, ist natürlich super weil die erklären das Produkt und das Problem was der Kunde eigentlich hat.

00:10:45: Und zeigen gleich die Lösung auf.

00:10:47: also von daher viel für uns aber natürlich auch am Anfang Aufmerksamkeit für das Problem schaffen und eine Erklärung was da überhaupt gerade am Markt erhältlich ist.

00:10:56: Verkauf ja nicht nur direkt.

00:10:57: oder seid ihr auch in den dms und rossmanns dieser welt breit etabliert zum

00:11:00: großen teil noch direkt also über neunzig prozent und wir arbeiten mit ausgewählten stores zb das kdg hier in berlin was oberpollinger und als der haus oder des leber mascheen in frankreich also sehr prestig premium kaufhäuser um konzept stores.

00:11:16: Bei mir guckt eine Frage gerade vorhin.

00:11:18: Sagtest du, wir produzieren in der EU?

00:11:19: Wir haben ja alle mit einem gewissen Schadenfreude wahrscheinlich in den letzten Wochen so bestimmte Skandale verfolgt wo angeblich in die EU hergestellte Produkte doch woanders herkam und dann ganze Länder deswegen Probleme mit ihren Gründern hatten und so weiter.

00:11:31: also die Klimazulatgeschichte und finde habt ihr da was gemerkt dass sich Nachfragen verschärft haben?

00:11:36: stimmt das was ihr sagt zum Thema Nachhaltigkeit oder ist es Marketingversprechen wie wir da gerade gemerkt haben das nicht immer ganz so nachhaltig ist?

00:11:44: Also wir haben auf jeden Fall in den letzten zwölf Monaten gemerkt, dass die Nachfrage sich verschärft.

00:11:49: Wir haben ja von Anfang an, ich glaube es ist einfach Credo der Marke was für ein Produkt wollen wir schaffen?

00:11:54: wo wollen wir produzieren?

00:11:55: also ich glaube Nachhaltigkeit im Ganzen gedacht darauf geachtet mit welchen Laboren und Partnern arbeiten.

00:12:01: wir in Europa sehen aber jetzt natürlich einen Rieseneffekt aus.

00:12:04: Verzögerung von Lieferteilen.

00:12:06: eins also ich glaub das sei einfach weil der Bedarf jetzt nach bestimmten Rohstoffen aus der EU viel höher direkt auf die Produktion aus.

00:12:15: Aber so kritischer das Hinterfragen des Produktversprechens, dass ihr habt?

00:12:19: Dass ich das auch verstärkt?

00:12:21: Das hast du nicht so...

00:12:22: Wir haben auf jeden Fall eine sehr interessierte Kundengruppe aber schon von Anfang an.

00:12:27: Ich habe jetzt nicht oder wir haben nicht festgestellt, dass es sich noch mal verschärft hätte.

00:12:31: Und warum gibt's einen Lovebrand wie euch und nicht bei DM?

00:12:34: Die sind doch eigentlich immer schnell dahinter her online, affine Marken in hoher Qualität und so ist es weil der Spells schon so crowded ist oder warum?

00:12:40: Ich glaube für uns natürlich eine Riesenschance direkt an den Kunden zu verkaufen, weil wir über das Problem noch aufklären können.

00:12:45: Also nicht jeder weiß, dass es überhaupt ein Problem mit Nagelack gibt und das überhaupt.

00:12:50: wenn ich einen Produkt wie Nagelak auftrage, ich die Stoffe zwei Stunden später meinem Körper nachweisen kann.

00:12:55: Das heißt all diese Informationen können wir ja gar nicht übertragen, wenn wir im großen Stil mit solchen Partnern zusammenarbeiten.

00:13:03: aber ich glaube in nächsten Jahr wird man bestimmt das eine oder andere Gitti-Produkt noch stärker auch offline wahrnehmen.

00:13:09: Firma ist jetzt drei Jahre alt, vor drei Jahren saßen wir noch bei mir zu Hause im S-Zimmer und haben die erste Formel gerade auf den Markt gebracht.

00:13:16: Und sind natürlich extrem schnell gewachsen, das ist natürlich auch ein Teil der.

00:13:20: Warum werden auch nicht so stark auch dann im Retail offline aufgestellt sind?

00:13:24: Matthias, komm!

00:13:25: Ruppen wir mal zu dir rüber.

00:13:26: Ihr seid ja auch relativ spezialisiert?

00:13:28: Also ich hatte gestern glaube ich lustigerweise gerade Jost Wiebelhaus vom Frankfurter Laufshop im Podcast der meinte Ich mache nichts im Sportbereich was nicht mit Laufen zu tun hat.

00:13:35: Ich muss ganz spezializiert sein und ich nehme euch immer auch ein bisschen ähnlich war aber korrigiere mich gerne mal ob das falsch ist.

00:13:40: Ich finde immer dieses Mantra Get Big, Get Specialized or Get Out ganz interessant.

00:13:44: Ist es bei euch so dass diese Nische, diese Spezialisierung für euch sehr gut funktioniert?

00:13:48: oder tue ich da eigentlich ein bisschen unrecht?

00:13:50: weil meine Frage sieht natürlich drauf ab Gehe ich von der Nische in die Masse oder fängt man mit manchen Sachen gleich in der Masse an?

00:13:56: Nein, ich glaube du musst halt vor allem als Händler zunächst mal ganz genau wissen was du sehr gut kannst und da musst du dann auch gut bleiben.

00:14:02: Also insofern bin ich dabei bei dem gleichen Mantra wie der Kollege aus dem Laufshop unsere Heritage.

00:14:07: unser Mantra ist halt Berg Sport.

00:14:09: ja das heißt du kannst dich bei uns ausrüsten für eine Mount Everest Expeditionen und zwar von A bis Z. Die Größe oder das Volumen, das wir haben, erzielen natürlich dadurch dass wir nicht nur auf die Hardcore Kletterer abziehen sondern natürlich auch eine gewisse Breite in dem Sortiment abbilden.

00:14:24: weil selbst ambitioniert ist der Alpinist will halt auch mal Badengehen an Strand und dann verkaufen wir ihn natürlich auch gerne die Badehose jetzt dazu.

00:14:30: Insofern du brauchst diese Klarheit wo die Spezialisierung ist, wo auch deine Skills sind.

00:14:35: Wir reden später noch über Service auch und Beratung.

00:14:38: aber natürlich kannst du dieses Volumen auch nicht erreichen wenn du nicht ein gewisses Sortiments breiter hast als Händler an dieser Stelle.

00:14:45: Unser Zugang ist da der Berg Sport.

00:14:47: Ich erinnere mich an ein Gespräch, was ich mal auch in so einem Fachgeschäft hatte.

00:14:50: Da habe ich gesagt, ich hätte gerne eine Regenjacke und so eine Frage darfst du ja eigentlich im Fachgeschäft gar nicht stellen.

00:14:55: Was soll die denn können?

00:14:55: Wie viel soll sie wiegen aus welchem Stoff, wie Atmungstattiff usw.

00:14:58: Und es endete daran das mir dann einen Modell gezeigt wo?

00:15:00: das hat so ne lange Ärmel.

00:15:01: oder meine ich so was soll ich denn mit so nem langen Ärmel?

00:15:02: sind die fürs Fahrrad fahren?

00:15:03: Dann die sagt ihr dir zu mir Nein!

00:15:05: Damit kannst Du Kopf über dem Gletscher hängen und dir läuft das Eis nicht in die Ärmel.

00:15:09: Genau.

00:15:09: aber jetzt sagen wir verstehen Spezialisierung tatsächlich auch so.

00:15:12: Wir müssen... Gucken, also andersherum.

00:15:14: Wir reden hier von E-Commerce.

00:15:16: Was macht der erfolgreichen E-Commers aus?

00:15:17: Kunden die sich letztlich wohl fühlen und dann wieder kaufen bei uns.

00:15:20: Also dieses Flywheel ist ja überall das gleiche Und wir glauben, wir müssen letztlich dafür unsere Kunden was anbieten... Also wir müssen ihn letztlich nutzen anbinden.

00:15:29: Und nutzen er ziel ich eben genau dadurch dass ich dem Kunden der eigentlich nur mit seinem Hund Gassi gehen will nicht eine dreilagige Goretex Projacke verkauft sondern ihnen sagt die Zweihundert Euro Jacke tut es wahrscheinlich auch sehr gut.

00:15:41: Ich glaube, da ist eine gewisse Ehrlichkeit in der Beratung und der Kommunikation.

00:15:45: Es ist ganz entscheidend dafür, dass ich langfristige Kundenbeziehungen aufbaue und das können wir gut.

00:15:49: Und es trifft sozusagen auch so ein bisschen unseren Ansatz für Nahhaltigkeit.

00:15:54: Grundsätzlich ist mein Gefühl, als Positionierungsmerkmal entwickelt oder weil wir sagen, wir glauben dadurch verkaufen wir besser sondern wir haben es letztlich für uns als Haltung irgendwie nochmal entdeckt und gestärkt.

00:16:05: Und ich glaube das ist die entscheidende Zutat zu sagen was ist das Motiv dahinter?

00:16:09: Ich bin mir ziemlich sicher dass Jennifer das auch so sieht aber endes tag.

00:16:12: es geht nicht darum den Kunden zu sagen kauf bei uns weil der ist am nachhaltigsten sondern der Kunde kriegt das beste Produkt und das ist auch nachhaltiger übrigens.

00:16:19: oder das hat auch noch Zusatz nutzen.

00:16:20: Aber ich glaub das ist ganz entscheidend.

00:16:22: Ich war Anfang der zweitausender mal bei Roland Berger als Berater beschäftigt sich viel mit Zielgruppen und so weiter beschäftigt.

00:16:28: Und da gab es diese imaginäre Zielgruppe der Lohas, Lifestyle of Health and Sustainability – die kennt ihr vielleicht alle noch!

00:16:34: Und damals war der Pitch von den großen Beratungen, wir gehen irgendwie an die großen Filmen da draußen und verkaufen ihn letztlich Zielgruppen damit sie Produkte für die Zielgruppe bauen können.

00:16:43: Ich glaube die Phase ist zum Glück vorbei.

00:16:46: also meine ganz starke Hypothese ist das kann man gleich nochmal mit ein paar Sachen reden aber dass Nahhaltigkeit eine elementare Zutat ist von letztlich hochwertigen Premium-Angeboten.

00:16:56: Das ist aber keine wirklicher Alleinstellung mehr auch von herangehensweise und von der Haltung her.

00:17:01: Vielleicht eidet ganz interessant an die Merkungen an der Stelle.

00:17:04: Wenn du sagst, Lohas steht bei mir ja auch auf dem Zettel ist tatsächlich einer unserer Scores.

00:17:08: also wir arbeiten mit Dutzenden Hunderten von Scores zusammen und dann in der Base...

00:17:11: Geil!

00:17:12: Die gibt's noch

00:17:13: Genau um in der base letztendlich so Haargeting-Zittern.

00:17:16: das Interessante daran ist wenn wir versuchen die Aspekte zu kombinieren, die wir den zuordnen würden Dann findest Du auf eine Sache auf jeden Fall Und dass es eine deutlich höhere Online Affinität als bei anderen Shopern.

00:17:27: Das ist ganz interessant doppelt so hoch als die in den restlichen Systemen?

00:17:32: Ich glaube grundsätzlich auch das, was du vorhin mit dem Betriebssystem hattest.

00:17:35: Ja natürlich gerade ab einem gewissen Alter habe ich wahrscheinlich potenziell sozusagen klassische Premium-Zielgruppen und man sozusagen der Berater Sprache zu bleiben mit einem höheren Einkommen, einem höherer Bildungsniveau oder einen stärkeren Interesse an bestimmten Nachhaltigkeitsthemen.

00:17:52: das korreliert natürlich alles miteinander.

00:17:54: Und am Ende des Tages hast du da wahrscheinlich den typischen modernen Grünen-Wähler, oder ich will es gar nicht über Parteien reden heute in dem Blog – aber diese Zielgruppe umweltbewusste relativ wohlhabende Menschen die wenn man ehrlich ist und dann möchte ich mich auch nicht ausnehmen so ein bisschen paradoxes Konsumverhalten haben weil auf der einen Seite kaufen sie natürlich alles im Allnatura legen Wert auf den nachhaltigsten Nagelack und die beste Zahnpasta Aber fliegen halt dann in Urlaub irgendwie für mehrere Wochen im Jahr.

00:18:20: Also das ist ja typisch, dass auch die Zielgruppe die schlechteste Klimabilanz hat.

00:18:23: Obwohl sie vermeintlich am meisten konsumiert im Nachhaltigen Bereich.

00:18:27: Das ist ein Paradox, da will ich auch nicht urteilen drüber weil sonst müsste ich auch bei mich selber urteilen.

00:18:31: Aber das kriegst du nicht ganz raus aus dem Thema und nichtsdestotrotz ist es super wichtig, dass diese Zielgruppen gibt und dass die den Konsumen auch treiben in die Richtung.

00:18:38: Weil nur so kriege ich auch Traktion und Volumen dahinter.

00:18:41: Wie gehst du mit diesem Konflikt, den wir ja alle gewissermaßen haben?

00:18:44: Also da können wir uns glaube ich alle nicht ausnehmen.

00:18:46: Wir hatten gerade in einem Jahrzehnt und zwanzig Umsatzrekord gehabt was euch natürlich gewaltig freut.

00:18:51: auf der anderen Seite sind mehr Produkte natürlich auch irgendwo das Gegenteil von Nachhaltigkeit im Markt.

00:18:56: Die finden sich auf den Bergen und in den Flüssen wieder weil sie irgendeiner liegen lässt.

00:18:59: er ist voll.

00:19:00: Ich war dann noch nicht aber zumindest sieht man es hier ab und zu dann mal wie geht man in eurer Position mit diesem Konflikt um, dass ja eigentlich das zusätzlich verkaufte Produkt immer in sich schon wieder ein Nachhaltigkeitswiderspruch ist?

00:19:14: Das ist zunächst mal eine unlösbare Frage auch.

00:19:17: Ich habe vorhin über Haltung gesprochen und es sind große Kategorien aber ich glaube am Endes Tages geht's darum, dass man sich bewusst wird, dass Man in diesem Spannungsfeld operiert weil unsere Mitarbeiter stellen sehr genau die gleichen Fragen.

00:19:27: Die sind sozusagen unsere größten Kritiker Dass man in dem Spannungfeld sehr offen kommuniziert Und dann auch mit den Kunden und natürlich versucht Es gibt nicht schwarz und weiß, sondern irgendwie den bestmöglichen Kompromiss zu finden für sich selber als Firma.

00:19:39: Wir versuchen tatsächlich an der Stelle bei uns relativ ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt zu sagen unser zukünftiger Footprint muss halt einfach deutlich nach unten gehen und zwar nicht nur in dem was wir selber tun, sondern auch in den Produkten die wir verkaufen.

00:19:51: das ist ja der größte Hebel den wir eigentlich als Händler haben ist gar nicht so sehr, wie viel Emission hat der Versand den wir erzeugen oder wie viele Emission haben unsere eigenen Operations sind.

00:20:00: Der größte Hebel, den wir haben ist sozusagen welche Sortimente verkaufen wir?

00:20:04: Also letztlich können wir es dem Kunden einfacher machen umweltbewusst zu operieren.

00:20:08: und das sind die krasse Entscheidungen, die ich am Ende des Tages auch treffe weil ich sage Liferant A nehme mich noch rein, Liferan B nicht mehr.

00:20:14: Das steht da am Ende eines Tages.

00:20:15: spätestens dann wirds für uns eine relativ kommerziell relevante Diskussion.

00:20:19: aber das sind so die Ziele, die wir uns gesetzt haben und wo wir ja ambitioniert irgendwie unterwegs sind.

00:20:24: Und dann geht es immer darum, das sehr offen zu diskutieren auch intern und versuchen die richtige Linie zu finden.

00:20:29: Ganz pauschal kann man die auch gar nicht so skizzieren.

00:20:32: Tatsächlich im Beauty-Bereich finde ich das gar nicht als Liederspruch weil ich glaube wir verkaufen ja ein Produkt was am Ende des Tages nicht unbedingt brauchst.

00:20:39: Ich verstehe, wenn jetzt der Klettertopf den Mount Everest macht, du brauchst eine gute Ausstattung.

00:20:44: Brauchst du jetzt wirklich einen Lipgloss um morgens rauszugehen?

00:20:47: Ich glaube, bei der Aspekt auf den wir einzahlen ist das anstatt... Also du wirst im Kunden nicht sagen können herauf zu konsumieren.

00:20:56: Weil es ja ein Spaßprodukt ist.

00:20:57: einfach freupvolles macht Spaß sich die Nägel zu machen.

00:20:59: Es macht Spaß Beauty zu tragen.

00:21:01: Aber anstatten konventionelles Produkt zu benutzen was vielleicht schlecht für dich dein Körper und die Umwelt ist schaffen wir einfach die bewusste Alternative.

00:21:09: ich glaube Das ist am Ende des Tages das, was glaube ich uns auch antreibt, das zu machen.

00:21:14: Weil der Kunde wird nach wie vor immer das Interesse haben diese Produkte zu konsumieren.

00:21:18: aber wir sehen es in der Verantwortung einfach die besseren Produkte auf den Markt zu bringen sowohl für Mensch als auch für Umwelt.

00:21:24: Konstantin lass uns mal ein bisschen zu dir kommen.

00:21:26: Wie habt ihr denn so gestartet?

00:21:28: Weil ich jetzt gerade versuche dieses Mantra zwischen Masse versus Nische aufzumachen.

00:21:31: hattet ihr ja auch so die top drei Prozent Superverdiener oder war das relativ schnell ein reichweiten Thema?

00:21:36: wie war das bei euch?

00:21:37: Ja das ist wirklich komplett in der Nietzsche gestartet, also Lichtblick mit acht Personen gestartet.

00:21:42: Das waren die acht ersten Mitarbeitenden, die hatten wirklich auch ganz klar irgendwie sich als Ziel gesetzt, die Welt zu verbessern.

00:21:48: Also das hatte am Anfang gar keinen kommerziellen Hintergrund.

00:21:51: Dann kamen die Marktliberalisierung in Deutschland, also das ist jetzt schon sehr viel Vergangenheit im Vergleich zur irgendwie in einer Kampagne drei Jahre alt ist.

00:21:59: und dann war es ein bisschen David gegen Goliath.

00:22:01: damals mussten sie sich halt so durchkämpfen damit sozusagen über den Deutschland Gründer Strom ankommt Unsere Kundengruppe, also wenn man die segmentieren, ich musste gerade eben so ein bisschen schwunzeln.

00:22:10: Also wir haben auch extrem viele Daten von unseren Kunden aber die sind sehr, sehr homogen.

00:22:15: Das ist auf der Tagetierungseite total angenehm.

00:22:18: Es sind in der Regel Leute sich schon ein bisschen Gedanken darüber gemacht haben.

00:22:21: Wir haben sehr loyal einen Kundenstamm.

00:22:24: Die Leute sind sehr lange da.

00:22:25: Ich habe mal im ganz lau Berge gewohnt und am Kowitskeets standen Mitarbeiter von uns.

00:22:31: Der hat wahrscheinlich auch dafür gesorgt, dass du dargelandet bist wo du gelandet wirst.

00:22:36: Das ist komplett in der Nische gestartet und gleichzeitig ist dann das aber auch so eine Massenphänomen geworden.

00:22:40: Heute gibt es Tausend, Vierhundert und sagen Ökostrom Tarife.

00:22:43: also wir sind froh dass es die gibt.

00:22:45: Es gibt viel Angebot Aber gleichzeitig ist es dann halt auch einfach beliebig geworden Und deshalb mussten wir uns eigentlich neu erfinden und das haben wir getan.

00:22:52: Eben die Diskussion Welchen Differanten distet man einen aus?

00:22:55: Also wir haben das für uns da beantwortet.

00:22:58: als ich zu sich mitgekommen bin hatten wir nicht gedacht dass wir eine CSR Strategie brauchen.

00:23:03: Wir brauchten die auf jeden Fall und ganz dringend.

00:23:05: Und das sind jetzt der erste Ad-Mita, der halt sagt bis zu zwei tausendfünfunddreißig komplett Scope III klimonatral zu sein.

00:23:12: Es klingt so banal aber es ist echt für uns ein riesen Brett.

00:23:15: Wir haben mehr als hunderttausend verschiedene Gasbunden.

00:23:18: Die haben einen großen Footprint... Selbst unser Strom und der ist sehr, sehr grün läuft durch Netze.

00:23:23: Und die werden ausgeglichen.

00:23:24: also wenn man so Elektrizität von A nach B schickt... Also ich bin jetzt kein Physiker aber da ist immer so ein bisschen Verlust.

00:23:30: das wird in Deutschland mit Baumkohle in der Regel ausgeglichenen und alleine da.

00:23:33: Transparenz reinzubringen war für uns eine relativ große Aufgabe und ist es nach wie vor.

00:23:37: Das hilft uns aber einfach konsequent in der Strategie zu sein und unseren Weg dazu verfolgen und halt auch besser zu pyrosieren.

00:23:45: Bei mir ist so Ich habe ne Nachtberrin Die arbeitet bei Wattenfall.

00:23:48: Schön seid ... zwanzig, dreißig Jahren.

00:23:50: Und nollig traf ich sie im Treppenhaus und meinte so, machst du eigentlich Ökostrom?

00:23:53: Ja, ich saß wo bist du bei Lichtblick... In der Sekunde wie's ausgesprochen habt, fiel mir auf was es für eine unglaubliche Beleidigung war.

00:23:59: Nein natürlich nicht!

00:24:00: Das würde ich niemals wagen.

00:24:03: Wie ist das heutzutage?

00:24:04: Ich hab immer den Eindruck gehabt in der Vergangenheit dass große Anbieter nachgezogen sind haben dann so fünfzig Prozent Atomstrom gemacht.

00:24:10: Fünfzig Prozent Grün haben gesagt ist unser Bioangebot.

00:24:12: Ist es noch so?

00:24:13: Es ist schon so, es gibt keinen großen Stromerbieter in Deutschland der kein Ökostrom-Tarif an seinem Angebot hat.

00:24:18: Nichtsdestotrotz sind wenn man sich den CO² Footprint anguckt von der Kilowattstunde der ausgestoßen wird dann sind die Großen da alle bei irgendwie so bei Vierhundert und Fünfhundert Kilo pro.

00:24:29: also das ist wirklich sehr viel auf dem Kunden runtergerechnet.

00:24:33: Wir haben da so Charts, die passen an.

00:24:34: Also müssen wir immer die Achsen brechen weil das gar nicht mehr drauf passt.

00:24:37: Viele Kunden sind in Deutschland in der Grundversorgung und die Tarife sind in der Regel auch nicht grün.

00:24:41: also auch wenn der Strom Mix in Deutschland immer grüner wird was richtig ist dann sind die Kunden teilweise sehr erträgen noch und teilweise noch in Frauen-Tarifen.

00:24:51: Das Beispiel was du mit der Nachbarin hast.

00:24:52: es ist ja sehr lustig wenn man auf Leute trifft dann fragt man sowas Habt ihr dafür einen Strom?

00:24:56: Und ganz oft ist die Antwort aus jetzt gar nicht wissen.

00:25:00: Du hast gerade eben gesagt, du bist Kunde.

00:25:01: Die Company ist Kunde.

00:25:02: das sind in der Regel bewusste Entscheidungen wie du getroffen hast weil du dich wahrscheinlich mit dem Thema auseinandergesetzt hast.

00:25:07: und Das ist auch das was wir nach wie vor sehen.

00:25:10: also Wir sehen nach wie fort dass es vor allen Dingen Leute sind die sich für das Thema interessieren.

00:25:15: Ich meine wir haben mehrere Krisen gerade aber die Klimakrise ist ja nicht vorbei.

00:25:18: Also während wir sprechen Es ist eine sehr schleichende Krise Und was wir sehen ist dass gerade bei den jungen Menschen das Thema viel viel stärker top of mind als bei älteren.

00:25:29: Wenn man dann auch sich die Studien anschaut, wenn wir mit Kunden sprechen.

00:25:32: Ich sage immer zu einem Team so, sprich bitte nicht mit unserer Kernkundschaft sondern sprecht irgendwie mit den... ...sechzehn-sebzehnjährigen, die draußen sind und da ist es total top of mind!

00:25:41: Und die Korrelationen könnten nicht höher sein also nachhaltiger Lebenskonsum.

00:25:45: Aber hast du auch diese Scheinheiligkeits-Zielgruppe?

00:25:48: Die irgendwie bei Fridays for Future demonstriert und dann den Rückweg nach Hause mit dem SUV antritt?

00:25:53: Also ja haben wir auch, das ist bestimmt ein Anteil von unseren Kunden.

00:25:57: Also wir haben sehr viele Kunden, die auch so wirklich ökopioniere waren.

00:26:01: Die fahren nicht mit dem SUV sondern die fahren mit Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln.

00:26:05: aber was ich immer wieder feststelle ist dass den Menschen gar nicht so bewusst ist wie viel CO² sie eigentlich im footprint haben.

00:26:12: also Sie haben kein Gefühl dafür Was es bedeutet beim Flugzeug zu fliegen?

00:26:16: Oder was ist auch bedeutet mit dem Auto zu fahren.

00:26:18: und Ich glaube da ist noch sehr sehr viel Education zu tun.

00:26:21: Und wir müssen uns auch als gesellschaft halt fragen wenn mir das Ernst nehmen wir so einem CO-Zweibudget, dass wir global in der Welt haben.

00:26:27: Wie bepreisen wir das und wie findet das dann auch sozusagen seinen Weg zurück in die Produkte?

00:26:32: Und wir differenzieren natürlich.

00:26:33: jetzt sind sehr auf der BTOC Seite unterwegs.

00:26:37: Die viel größeren Veränderungen entstehen gerade auf der btb Seite.

00:26:39: also unsere Kunden kommen heute auf der BTB Seite auf uns zu und sagen okay Bei mir wurde im bord beschlossen dass wir klimaneutral werden und ich habe gar keine ahnung wie groß mein footprint ist.

00:26:48: und Dann fängt man an mit denen sich hinzusetzen um zu überlegen wieviel co zwei emitieren die denn Und dann kommt man ganz schnell drauf, ja.

00:26:56: Man kann ein paar Maßnahmen machen aber ist da halt wirklich eine richtige Anstrengung und das dann auch einzupreisen?

00:27:01: Also das ist schon noch ne Herausforderung!

00:27:03: Das Gute ist, fossile Energie ist jetzt so teuer und wird immer teurer also dass es immer mehr zu no-brainer wird.

00:27:10: und das ist glaube ich die einzige positive Seite sozusagen aus dieser ganzen Misere sozusagen in der wir uns gerade befinden.

00:27:17: geopolitisch Dass dann massives Umdenken gerade halt passiert einfach

00:27:22: Preis, gute Brücke.

00:27:23: um vielleicht mal von Nische vs.

00:27:25: Masse auf ein zweites großes Thema zu kommen nämlich Preisensibilität und Preismanagement.

00:27:29: also euer Produkt wenn ich es jetzt kauf ist ja nicht sexy das ist halt Strom der soll gehen so.

00:27:35: Ja Es ist vergleichbar es ist irgendwie sehr sehr transparent.

00:27:39: Wie habt ihr's hingekriegt dass man trotzdem Nachhaltigkeit als so einen Differenziator sieht?

00:27:43: Dass man sich damit auch brandet gerade wenn dann die großen nachziehen was labeln was vielleicht gar nicht so grünes wie ihr.

00:27:49: Also ich glaube es braucht einfach eine starke Marke also Punktende ... in einem Commodity-Bereich, wo es tausende Anbieter gibt muss man irgendwas ausstechen.

00:27:56: Es ist eine Marke, ein guter Service beim Kunden und dann auch Services.

00:28:00: also wir müssen unser Produktangebot erweitern von Commodities hin zu Non-Commodities.

00:28:05: Ob das jetzt E-Mobilität ist oder ob das die Photovoltaikanlage zur Hause ist.

00:28:09: der Kunde hat heute ganz andere Herausforderungen als er die noch hatte.

00:28:12: auf der BtoB Seite habe ich die gerade eben angerissen was CO² Neutralität und CO² Accounting angeht.

00:28:17: Das sind so Sachen, an denen wir sehr intensiv arbeiten und deshalb haben wir auch Blick nochmal verändert.

00:28:23: Wie hoch ist bei euch der Anteil BtoB und BtoC?

00:28:26: Und wie ist er im Markt?

00:28:28: Der BtoD-Markt ist viel größer auf der Energieseite als auf der Privatkundenseite.

00:28:33: Da sieht man ja jetzt in der Gastdiskussion die wir gerade in Deutschland haben.

00:28:37: Also ungefähr zwanzig Prozent gehen in Gaskraftwerke von dem Gas und dann jeweils vierzig Prozent Haushalte, vierzig prozent Industrie und es gibt halt Industriekunden Einstelligen Prozent, also ein BRSF.

00:28:50: Die nehmen acht bis neun Prozent vom Gas in Deutschland ab und das sind halt auch so Sachen die in der Diskussion auch vergessen werden.

00:28:56: viel vom Wohlstand ist natürlich auch durch billige Energie entstanden halt einfach und halt durch falsche Infrastruktur Entscheidungen der Vergangenheit jetzt natürlich immer einfach zurück zu gucken.

00:29:05: aber der BtoB-Markt ist auf der Energieseite größer als der BTOC-Markte viel größer.

00:29:09: Jenny wissen das bei euch wenn wir über preis sensibilität reden also nagellack krasses massenprodukt, wenn ich in der drogerie gehe.

00:29:16: Ich weiß gar nicht wie viele farbabstufungen es gibt wie viele verschiedene anbieter eigenmarkten markt namen Boa.

00:29:21: Wie ist denn bei euch das gelungen dass ihr so eine lovebrand kreiert und auch irgendwie ein preis thema durchgesetzt kriegt?

00:29:28: Ich glaube wieder auf das Thema zurück kommen was ich anfangen schon erwähnt habe aufzuklären, dass es damit ein Problem gibt.

00:29:33: Dass wir ein ganz starkes Alleinstellungsmerkmal haben mit den Produkten die wir anbieten.

00:29:39: und dazu kommt natürlich auch noch dieser Beauty Aspekt das gerade schon angesprochen bestimmte Farben.

00:29:44: Wir entwickeln tatsächlich die Farben bei uns im Team in Berlin und die unterscheiden sich sehr von dem was du jetzt in der Drogerie sehen würdest Und das sind natürlich zwei Aspekte.

00:29:55: Also auf der einen Seite die für dich bessere Formulierung, was Inhaltsstoffe anbelangt, anzubieten und dann natürlich auch nochmal besondere Farben und natürlich auch das Thema Marke kommt glaube ich ganz stark hinzu.

00:30:05: also mit GTI sind wir sehr provokativ als Beautymarke unterwegs.

00:30:10: Wir leben sehr die reale Welt von Beauty bedeutet du siehst bei uns nicht die perfekt manikierten Modelhände sondern du sieest Hände wie dein und meine.

00:30:18: also bei uns ist tatsächlich jedes Alter jedes Geschlecht jede Farbe und da schon von Anfang an, das stößt natürlich auch viel auf Provokation.

00:30:26: Also gerade wenn wir tatsächlich Männer zeigen die Nagelack tragen ist es noch ein sehr provokantes Thema in Deutschland leider aber es wird natürlich auch dazu dass du eine ganz starke Community-Integerschaft, die das natürlich auch feiern, dass wir diese Transformation im Beautymarkt mit bewegen.

00:30:42: Okay also Community-Bilding höre ich daraus?

00:30:44: Ist ja ein zentraler Faktor, ja?

00:30:46: Essenzell!

00:30:47: Ja

00:30:48: weil das finde ich immer so... Also gibt's da ein Rezept für, weil alle Menschen, mit denen ich drüber rede ... ... hab' ich das Gefühl, da gibts eigentlich nur eine Antwort.

00:30:53: Das ist Zeit!

00:30:54: Meistens haben solche Menschen früh angefangen und sehr viel Energie reingesteckt... ...und es sehr langsam über sehr lange Zeit aufgebaut.

00:31:00: Ja also wie gesagt uns gibt's jetzt drei Jahre.

00:31:02: Am Anfang saß ich alleine zu Hause im Esszimmer und habe bei Instagram erzählt vor... ...einundzwanzig Followern was ich davor habe und davon waren zwanzig meine Freunde und habe einfach alles von der Reise geteilt.

00:31:16: Also, alles was schiefgegangen ist hat anderthalb Jahre gedauert bis überhaupt dieses erstes Produkt entstanden.

00:31:21: also ich hab alles was Schiefgehen kann ganz offen und transparent geteilte.

00:31:24: Und das führte tatsächlich dazu dass wir am Launstag ein bisschen mehr bei tausend Leute auf dem Newsletter hatten die dann dafür gesorgt haben, dass unsere erste Kollektion in weniger als zwei Stunden online komplett ausverkauft wurde.

00:31:36: Und im ersten Jahr wir hatten Kundenakquisitionskosten von weniger als drei Euro

00:31:40: weil halt

00:31:41: einfach die Community dazu stark betragen hat und die wächst.

00:31:45: aber das braucht Zeit und es darf auch starkes involvieren der Community.

00:31:49: also wir involviren sie in die Produktentwicklung in die Farbentwicklungen und ist wahrscheinlich so ein bisschen auch so eine Essenz mit der Marke.

00:31:58: Okay, ich muss mal gucken.

00:31:59: Der geneigte Zuhörer sieht es ja nicht, du trägst heute Weiß und... Oatmilk

00:32:03: trage ich heute!

00:32:04: Aus deiner Sicht sieht's aus wie ein Weiß aber ist natürlich ein ganz spezielles Weiß mit so einem leichten Vanillattouch von Oatmilk als die Farbe.

00:32:12: Gibt

00:32:12: es gerade nur noch limitiert.

00:32:13: also wenn sie gerne hätte ist tatsächlich eine Farbe gewünscht von der Community Und als Community farbe diesen Sommer auf den Markt gebracht und nur noch weniger verfügbar.

00:32:22: Also sollte schnell sein

00:32:25: Bevor wir gleich auch die lieben Matthias nochmal fragen.

00:32:27: zu dem ganzen Thema Preis-Sensitivität, aber auch Service wird mich mal interessieren.

00:32:30: So eine Doppelfrage ist denn eigentlich immer teuer nachhaltig auch gleich automatisch besser?

00:32:36: und wie ist es eigentlich so mit der Ressourcenverfügbarkeit?

00:32:39: Weil ich könnte mir vorstellen wenn da irgendwelche Bestoffe drin sind, die vielleicht aus Pflanzen gewonnen werden, dies in Bioqualität einfach nicht so viel gibt dann bist du ganz schnell irgendwie am Ende der Reise bei bestimmem Produkt rein.

00:32:50: Absolut also ressourcen verfügbarigkeit ist tatsächlich für uns ein thema ganz klar, besonders wenn du halt klar definierst von woher darf der Hochstoff nun kommen.

00:32:59: Das ist gerade eine extreme Komplexität für uns in der Produktion und auch in der Herstellung der Produkte Und ich glaube am Anfang sind wir nicht davon ausgegangen das will so einen schnellen Wachstum erleben dass wir schon ganz schnell an diese Ressourcenknappheit kommen.

00:33:13: Ich glaube, dass wir aber am Ende des Tages mit diesem Produkt und mit nachhaltigeren Inhaltsstoffe die benutzen bei uns ist es ja tatsächlich viel natürliche Inhaltstoff, also Nagelack auf natürlicher Basis schon das bessere Produkt schaffen.

00:33:27: Weil uns ist klar, dass Leistungsversprechen muss der Kunde immer noch haben.

00:33:31: du kannst keinen Produkt auf den Markt bringen was am Ende des Tages ein schlechtere Leistung hat als konventionelle Nagelac.

00:33:36: jetzt in dem Fall ja es muss genauso gut aussehen halten

00:33:39: etc.,

00:33:40: wenn du dann aber noch sicher stellst dass die Inhaltsstoffe gesünder sind für dich und die Umwelt, dann gibt es eigentlich gar keinen Aspekt warum du sagen müsstest das ist nicht das bessere Produkt für uns alle.

00:33:50: Natürlich hat's immer noch einen gewissen Preispunkt bei uns natürlich auch noch getrieben.

00:33:54: wir sind jetzt natürlich noch nicht so riesengroß da sind immer noch kleinere Liefermengen etc.

00:33:59: Und die Produktentwicklung ist natürlich auch intensiv.

00:34:02: Wir haben ja eine Produktentwirkung tatsächlich bei uns innenhaus im Team.

00:34:05: also da fließt wirklich viel Zeit und wissenschaftliches Know-how rein in das Aufstellen der Produkte und das schlägt sich natürlich auch immer noch viel im Preis wieder.

00:34:14: Gut, Matthias wie angedroht lass uns mal ein bisschen über deine Sparte reden.

00:34:17: wenn ich jetzt hingehe und sage es ist ein sehr nachhaltiges Produkt ist es eigentlich auch immer dann automatisch durch ein besseres?

00:34:23: oder ist es manchmal vielleicht auch gar nicht unbedingt besser was Nachhaltiges zu kaufen?

00:34:26: renkqualitativ

00:34:27: kommt darauf an was sein Kriterium ist.

00:34:30: Nein, natürlich ist nicht so das automatisch ein Produkt, dass irgendwie nachhaltig es auch automatisch besser ist.

00:34:35: Nämlich mal funktionalen Features.

00:34:37: Ich glaube also ganz genauso wie Jenny sagt die Mindestanforderung an jedes Produkt ist nahhaltig.

00:34:41: Also nur weil ich nachhaltigt bin verkaufe ich mich nicht sondern ich muss am Ende des Tages gleich gut oder besser sein und zusätzlich noch nachhaltiger und dann funktioniert's.

00:34:50: Und das ist eigentlich das spannende.

00:34:51: Ich kann jetzt mal drei Marken nennen, die bei uns gerade sehr, sehr gut funktionieren.

00:34:54: Das ist eine Marke wie Patagonia, eine Marque wie VD.

00:34:59: Alle drei Marken haben relativ starken Nahhaltigkeitskern, aber alle haben halt noch ganz viel anderes und deswegen funktionieren die auch zu den Preispunkten.

00:35:07: Und das ist glaube ich die entscheidende Größe!

00:35:09: Wir haben auch schon kleine total gute Marken hier in Sortiment gehabt.

00:35:13: also wir haben da auch eigentlich Datenpunkte wo die Produkte aber nicht gut waren, am Ende des Tages und die haben halt nicht funktioniert.

00:35:18: Also nur weil Nachhaltigkeit draufsteht setzen sich die Marken tatsächlich dann auch nicht durch und gleiches gilt übrigens auch für den Preis.

00:35:24: ich kann auch nur weil ich nachhaltig bin kein preisprime umverlangen sondern ich muss letztlich Kundenprobleme lösen und das tun zum Beispiel die drei genannten marken sehr sehr gut.

00:35:31: und da bist du am end des tags auf wieder bei der marke also bei der brand sind auch alles drei sehr starke marken die ja ein starkes storytelling haben die wir vorhin darüber gesprochen.

00:35:40: Wie baue ich eigentlich diese Relevanz auf beim Kunden, diese Community letztlich über eine Kombination aus Zeit, Haltung, Authentizität und Relevance?

00:35:48: Ich muss auf einen langen Zeitraum irgendwie eine relevante Position aufbauen.

00:35:52: Und die muss auch irgendwie in sich stimmig sein.

00:35:55: wenn ich jetzt nahehaltig bin als Marke oder ein Stück weit stärker als andere Marken darüber spreche was ich tue im Bereich Nachhaltigkeit Dann exponiere ich mich ein Stück weit auch.

00:36:03: Das heißt, da muss sich eigentlich viel besser, viel sorgfältiger und ehrlich kommunizieren.

00:36:08: Es gilt für unsere Marken die wir verkaufen als Händler, als Drittwarken genauso wie für uns als Händer wenn wir mit unseren Kunden über Nachhaltigkeit reden.

00:36:15: Auch dann müssen wir sehr sorgfertig sein weil natürlich sind die Kunden zu recht kritisch und wollen auch verstehen was steckt dahinter während des Tages.

00:36:23: Welche Rolle spielen so Produkt, Labels, Zertifikate, Fairtrade und sowas dann darin noch mal in der Glaubwürdigkeit über die Marke hinaus?

00:36:32: Das ist wahrscheinlich das Problem des Textilmarktes im Allgemeinen.

00:36:36: Wir machen den Kunden unglaublich kompliziert wirklich nachhaltige Entscheidungen zu treffen, warum?

00:36:42: Weil es unglaublich intransparent ist immer noch und wir andere auch unsere Wettbewerber diskutieren dann sollen wir eigene quasi also soll der Händler eigene Kriterien einfügen weil wie soll ich denn als Kunde um Himmels Willen bei diesen zwanzig dreißig Labels durchblicken Was ist gut, was ist nicht gut?

00:36:59: Was ist

00:37:00: besser?".

00:37:00: Es gibt Konkurrenten von uns.

00:37:01: Ich finde Ansatzkunden sich auch vertretbar die sagen wir machen Meta-Label und versuchen Orientierung zu geben.

00:37:07: aber es gibt eben diese objektive Wahrheit.

00:37:09: nicht wirds vielleicht auch nicht geben.

00:37:10: da gibt's ein oder zwei ansätze politische Natur das zu vereinfachen.

00:37:13: Aber das ist das was wirklich eigentlich schade ist.

00:37:16: Wir machen es dem Kunden teilweise auch sehr schwer wirklich bewusste Entscheidungen zu treffen Und da haben wir als Händler eigentlich auch einen Auftrag, den sehe ich ja bei uns für die Zukunft dem Kunden letztlich zu helfen.

00:37:27: Dafür muss ich aber auch glaubwürdig sein weil dieses Ziel of Trust das muss ich eben auch darstellen können und dafür muss ich wiederum eine Haltung haben beim Thema.

00:37:35: So kommen wieder so ein paar Dinge zusammen auch.

00:37:37: Interpretiere ich dich dann richtig, wenn ich jetzt daraus ziehen würde?

00:37:40: Die Absender-Product Brand ist auf jeden Fall wichtiger als ein Label und vielleicht wird irgendwann gerade die Händler Seal of Trust sozusagen eben auch nochmal wichtig als diese Vielzahl von Seals und Zertifikaten

00:37:51: usw.,

00:37:51: die ebenso verwirrend sind.

00:37:53: Kann man soweit gehen?

00:37:54: In meiner idealen Welt hat der Kunde... Und wir sind da heute auch noch nicht.

00:37:58: Aber in ein paar Jahren, wenn er bei den Bergefreunden kauft, kann es sich sicher sein, dass jedes Produkt bestimmte Minusstandards erfüllt und diese Minus-Standards werden ja für Jahr höher.

00:38:08: Da ist auch eine politische Auftrag dahinter und ich gehe aber auch davon aus, dass die Messlatte eigentlich in den nächsten zehn Jahren jedes Jahr höher wird und werden muss.

00:38:14: Weil sonst werden wir all diese munteren politisch ausgerufenen Ziele rund um Klimaschutz oder nahehaltige Relieferkette einfach gar nicht erreichen.

00:38:22: Aber der Kunde kommt zu mir oder von mir ist einem gleich guten Wettbewerber und weiß, wenn ich dort kauf, dann kaufe ich erst mal keinen Schrott.

00:38:29: Und da kann ich aber natürlich nach oben nochmal einigermaßen transparent und nachvollziehbar auch sagen für mich muss es diesmal dreifach nachhaltig sein und dann finde ich da auch den richtigen Artikel so.

00:38:38: Das kann ich ja aber auch nur wiederum als Händler diese Positionen, wenn Ich selber meine Hausaufgaben mache bei dem Thema und eben gucke dass ich meine eigene Emission im Griff habe, meine eigenen Nachhaltigkeit Strategien griff ab etc..

00:38:49: Und sag mal jetzt nochmal zurück zu der Frage, Preis-Sensibilität.

00:38:52: Wenn ihr jetzt zwei vergleichbare Jacken zum Beispiel habt und bei der einen könnt ihr irgendwie belegen dass der Hersteller die aus Ozean Plastik hergestellt hat und das die irgendwie weiß ich nicht, vierzig Prozent weniger CO² beim Herstellen gebraucht hat ist das dann was?

00:39:05: Was der Kunde honoriert mit Zahlungsbereitschaft?

00:39:07: oder hast du die Frage damit beantwortet, dass du sagst ne es muss eigentlich gleichwertig besser sein und dem Kunden eher nutzen, dass er das merkt mal ist

00:39:14: Ich glaube zweiteres Es gibt möglicherweise Kunden, die sagen das ist mir ein bisschen was wert.

00:39:19: Ich glaube aber das Zielbild muss eigentlich sein dass alle Preise die wir haben irgendwie ehrlich sind und das kriege ich aber wiederum auch nur politisch hin glaub' ich.

00:39:29: Am Ende des Tages gibt es immer dieses Idealbild vom Kunden und den gibt's auch stichwort Bio-Supermarkt der sagt ich gebe ganz bewusst zwanzig Prozent mehr aus weil Ich glaube, die Produkte sind besser.

00:39:40: Aber ich glaube wenn wir das Thema Nahhaltigkeit um auch bei der Überschrift des Blogs zu sein von den Nische in die Masse bringen wollen dann ist diese Erwartung völlig überzogen.

00:39:49: ja weil die meisten der Kunden können sie es gar nicht kaufen leisten oder haben auch gar nicht das Interesse oder sind gar nicht so tief da drin.

00:39:55: aber gleichzeitig brauchen wir die MasSE Wenn wir ernsthaft was verändern wollen und nicht nur irgendwie letztlich Lifestyle-Nahhaltigkeit betreiben wollen.

00:40:02: Das heißt eigentlich muss der Anspruch für jede Produktentwicklung sein Die auf dem Massenmarkt zielt.

00:40:06: Und kann ich gleich nochmal ein Beispiel geben dazu dass ich vom Preispunkt her nicht teurer bin als konventionell und ich glaube übrigens es geht auch am Ende des Tages.

00:40:15: Ein Beispiel, da schmerzt mir das Herz wenn ich das sage aber einer der größten Wettbewerber im Sportmarkt ist die Firma Deckardlorn.

00:40:21: Das ist ein letztlichen Discounter.

00:40:23: Wir machen eine ausschließlich Eigenmarken-Entwicklung Da steckt so einen Volumen dahinter mittlerweile Und tatsächlich auch relativ viele Ambitionen was das Thema Nachhaltigkeit angeht.

00:40:31: Dass sie wahrscheinlich viel mehr bewegen können beim Thema nachhaltigkeits als Discounter Was man ja als Fachhändler immer ganz blöd findet Als tausend Fachhänder zusammen Ja, weil sie ihre Wertschöpfungsketten zum Beispiel viel mehr tiefer im Blick haben.

00:40:43: Weil Sie sich auch schon lange mit solchen Themen beschäftigen.

00:40:46: da ist Größe und letztlich auch Volumen durchaus ein Vorteil Und so kriege ich ja wiederum dann auch den Impact hin was jetzt nicht heißen soll dass wir sie noch nie noch viel viel mehr machen könnten und sollten.

00:40:55: aber Ich glaube grundsätzlich wenn ich das in die Masse bringen will Dann muss ich auch da im preiswettbewerbsfähig bleiben.

00:41:01: was Nachhaltigkeit angeht

00:41:03: Du hast eben gesagt die dürfen nicht teurer sein und es ginge auch Hör ich da so ein bisschen raus, dass man sich nicht genug Mühe gibt bei der Preisgestaltung von nachhaltigen Produkten.

00:41:10: oder warum glaubst du das die teilweise überpreist und uns nichts sein müssten?

00:41:13: Ich glaube zunächst mal man sollte nicht mit der Basisannahme ins Rennen gehen.

00:41:16: Das heißt nur weil es nachhaltig ist muss es deutlich teurer sein.

00:41:19: also weil typischerweise ist ja sozusagen die Argumentation andersrum.

00:41:23: Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit sind Dinge auch teurer Weil ich eben andere Zutaten habe weil ich auf andere Dinge wertlegen muss.

00:41:29: aber ich glaube Es geht um den mentalen Stadtpunkt von den Diskussionen.

00:41:32: wir selber entwickeln hier und da auch schon eigene Produkte.

00:41:35: Die sind jetzt nicht dramatisch teurer, wenn ich stark Wert leg auf Nahhaltigkeit.

00:41:39: Also dieses T-Shirt hier was ich gerade anhab' ist wahrscheinlich eines der nahhaltigsten T-shirts die man anhaben kann.

00:41:44: das ist in der Produktion nicht dramatischer und von den Sozialstandards auch nicht als ein vergleichbares T-shirt bei uns im Shop Und es ist eine einfache Produktfähreweise.

00:41:52: schwierig wird's bei technischen Jacken oder so aber man muss von der Denkweise mal so einsteigen finde ich.

00:41:59: Lass uns mal als Abschluss vielleicht noch einen großen Faktor, nämlich Service betrachten.

00:42:03: Service schriegt durch Community.

00:42:04: Wie ist es bei euch Matthias?

00:42:06: Also Beratung ist ja glaube ich ein sehr intensives Thema und wahrscheinlich also wenn man sich sonst mal in so Märkten umguckt hat man immer Wenn man über geht ob ihr eigentlich auch was stationäres macht.

00:42:15: Aber ich denke jetzt gerade man stationieren handeln muss grad daran denken wenn die immer eine Kletterfader haben wo man die Schuhe ausprobiert kann oder ein kleines Bassin Wo du die Kanos probieren kannst und so weiter und sofort.

00:42:23: das ist ja so eine Achse.

00:42:25: Und die andere Achse ist ja aber Community verbindende Sachen, Servicegeschichten zum Beispiel auch im Rahmen von digital.

00:42:30: Also ich weiß, wir hatten Rosebikes mal hier da haben wir viel drüber geredet wie die Bikeberatung und wie per WhatsApp machen.

00:42:35: Ich habe irgendwie mit Leuten geredeht Die machen irgendwie Laufgruppen Und es ist dann angedockt an ein Laden Geschäft solche Dinge.

00:42:41: Wie ist das bei euch?

00:42:42: Was macht ihr in Sachen Services was bei euch wichtig ist?

00:42:45: Wir versuchen zunächst einmal dem Kunden In den Pre-Sales auf allen Kanälen letztlich irgendwie eine Möglichkeit zu geben Mit jemandem zu sprechen der sich sehr gut auskennt mit den Produkten oder in Kontakt zu kommen.

00:42:55: Und das gelingt uns auch, wir haben hier In-House über sechzig sogenannte Gearheads also Kundenberater.

00:43:00: die sind es nicht alle im Pre-Sales aber letztlich wirklich Kolleginnen und Kollegen die dir eben sagen werden Moment mal du brauchst nicht die Jacke mit der du auch über den Glacier laufen kannst von der wir vorhin gesprochen haben.

00:43:09: Oder ist es der Basisgedanke?

00:43:11: Und diese sozusagen unsere Storefront und darüber hinaus?

00:43:14: klar experimentieren wir immer wieder mit neuen und anderen Formaten.

00:43:18: Die sind aber für uns sozusagen im Massenbetrieb, also erst mal nur bedingt skalierbar auch in der Art und Weise wie wir Produkte verkaufen.

00:43:24: Und da ist natürlich auch ganz wichtig dass sich unsere Kundenberater auskennen mit den Produkten, mit der Nahrhaltigkeit und letztlich auch außerigefähig sind an den Kunden.

00:43:33: die meisten Kunden wollen erstmal Problemlösung sie wollen nicht Nachhaltigkeit.

00:43:37: Wir hatten große Themen zum Beispiel Da kommen dann immer wieder Shitstorms kann ich auch offen drüber hin.

00:43:41: Pelze war so ein Thema.

00:43:42: Dann gibt es irgendwelche Peter-Kampagnen, dann laufen natürlich ganz viele Anrufe bei uns ein und sagen wir habt ihr das denn eigentlich mit den Pelzen etc.

00:43:48: Es war sehr gut weil zu dem Zeitpunkt hat mich schon beschlossen Pelze nicht mehr ins Sortiment zu nehmen, zu einem Zeitpunkt X. aber da kommen auch kritische Kundenanfragen an bei uns an.

00:43:56: also da passiert schon viel.

00:43:58: Ein Satz noch zu sondern nach vorne Richtung Nahhaltigkeit werden vorhin drüber gesprochen.

00:44:03: Das ideale Modell ist ja dieses Reduce Reuse Repair Recycle.

00:44:07: Also lass uns versuchen nicht dramatisch viel zu verkaufen.

00:44:10: Lass uns dem Kunden helfen die Lebensdauer des Produkts zu verlängern und dann, wenn das Produkt kaputt ist, lassen Kunden helfen es zu reparieren.

00:44:16: Und dann wenn es wirklich End of Life ist, lass uns dafür sorgen dass es gut recycelt wird.

00:44:21: Das ist für uns sozusagen ein Spielfeld der Zukunft.

00:44:24: also entlang dieser Logik eigentlich auch unser Service noch auszubauen unsere Ökosysteme zu entwickeln da sind wir leider erst am Anfang aber das ist für unseren Zukunftsfeld.

00:44:32: wie kriege ich wirklich diesen Zyklus komplett geschlossen einmal?

00:44:35: Da haben wir als Händler glaube ich eine ganz wichtige Rolle.

00:44:38: Gestern, als ich Josef Wibel aus dem Interview hatte, sagte er genau so was zu mir.

00:44:41: Er meinte, ihr hattest genervt und dann hat der mal Recherche gemacht, hat in Holland einen Anbieter gefunden bei dem man seine alten Laufschuhe hingeben kann und der recycelt die dann also aus seinem Laufstuhl wird dann irgendwie Tatanbahnen für eine Schule oder so eine Sache total abgefahren macht hier sowas auch schon?

00:44:55: Wir haben da Tests laufen.

00:44:56: das Thema ist nicht so trivial Also es ist tatsächlich komplex und ich bin kein Material Experte aber wir haben zum Beispiel ein Test gerade laufen mit einfach Verpackungen.

00:45:06: Also viele unserer T-Shirts oder Artikel kommen in Cellophane Papier verpackt, also Single Use Plastics.

00:45:12: Und was wir dann versuchen ist der Kunde kann uns die Verpackung zurückgeben weil spannend wird es dann wenn diese Verpackungen Sorten rein sind.

00:45:20: Wenn sie jetzt im gelben Sack landen, dann ist er wieder Verwendungsfaktor nach dem man sich verstanden haben relativ gering.

00:45:25: wichtig ist dass ich sozusagen die gleiche Art von Plastik in riesigen Mengen habe.

00:45:30: Dann kann ich auch relativ gut Recycling machen und da ist der Teufel ganz häufig im Detail.

00:45:34: Gleis bei irgendwelchen Materialien, das bin ich kein Experte an der Stelle.

00:45:38: Da kennt sich anders hier nochmal besser aus.

00:45:39: aber da geht letztlich die Reise auch hin.

00:45:41: wie kriegst du es hin?

00:45:42: Das wir relativ geschlossene Kreisläufe auch erzeugen und das sind wir erst am Anfang muss ich ehrlicherweise gestehen.

00:45:48: Und Stichwort noch mal Service ist.

00:45:49: Ich habe gerade so gedacht wenn ich jetzt so völlig crazy wäre.

00:45:52: an Eurer stelle würde ich mir manchmal auch die Frage stellen Wollt ihr eigentlich immer Händler bleiben?

00:45:56: Also ich hab grad so gedacht, wenn wir jetzt mal eine Welt nehmen wo ihr alles machen könnt.

00:45:59: Ihr hättet Geld zur Verfügung.

00:46:00: Wäre es zum Beispiel cool, wenn ihr sowas wie Komot irgendwie kauft?

00:46:03: Ihr kauft so ne App, Wander-App baut das in eurer Inhalte damit ein.

00:46:08: also ihr könntet dann irgendwie Produkte darüber darstellen.

00:46:10: Ihr könntet beraten zu Lauftouren

00:46:11: etc.,

00:46:11: etc.

00:46:12: Also einfach mal ein ganz anderes Modell.

00:46:14: oder ihr baut was Eigenes.

00:46:15: Ihr baut einen Wanderforum oder denkt ihr in solchen Ebenen auch oder denkt hier wirklich eher sehr handelsnah?

00:46:21: Die kurze Antwort ist, ja wir denken in solchen Ebenen.

00:46:24: Aber ich habe aktuell nicht das Kleingeld um Komot zu kaufen und ich weiß glaube auch nicht dass sie daran Interesse hätten.

00:46:29: Nein natürlich geht es darum wie können wir ein Ökosystem bauen?

00:46:32: Das Relevante für unsere Kunden.

00:46:34: Natürlich stellen uns die ganzen klassischen Fragen Wie verändert sich das Geschäftsmodell eines Handlers?

00:46:38: da gibt's viele viele Abzweigungen und Möglichkeiten.

00:46:40: Ich glaube es füllt aber noch einen anderen Podcast wenn man da ganz tief einsteigen wollen.

00:46:46: Zu meiner Schande, ich hatte Komot ganz früh im Interview als die gerade gestartet waren bei Gründerszene.

00:46:50: Das war einer der Fälle, die sind rausgegangen und hab gedacht was für eine Scheiße das braucht doch kein Mensch!

00:46:54: Und heute lache ich über meine eigene Dummheit also auch als vermeintlicher Experte.

00:46:58: in Anführungsstrichen liegt es manchmal voll daneben von daher... Okay, aber anyway verstanden.

00:47:02: Erzähl mal ganz kurz über Konstantin.

00:47:04: wie ist das so bei euch?

00:47:05: Also ihr fahr kauft Strom fertig aus.

00:47:07: damit könnte die Geschichte zu Ende erzählt sein Aber auch ihr könntest ja drüber nachdenken gerade was Aufklärung angeht zum Beispiel also wie man Strom nutzt Wie man Energieverhalten an den Tag legt und und da kann man noch ganz viel machen.

00:47:18: Arbeitet ihr auch ans Service Dimensionen an Community Aspekten oder ist es bei euch eher außen vor?

00:47:23: Nächstes schon im Scope sind wir nicht gut drin also noch nicht dass relativ viele noch sozusagen andere hört aber auf jeden Fall.

00:47:30: Also wir machen sehr, sehr viel Aufklärungsarbeit.

00:47:32: Wir sind auch sehr, der Vokel was irgendwie politische Forderungen angeht und also da ist sozusagen die Community sehr klein in Berlin aber das machen wir schon.

00:47:41: Was wir einfach feststellen ist es zwei Lager einfach gibt.

00:47:44: Wenn das Targeting einfach in Social beispielsweise ein Ticken-off isst dann sind unter deinen Anzeigen zwei Lagers.

00:47:51: die einen verstehen warum wir das machen mit der grünen Energie.

00:47:54: Das ist der letzte Scheiß, wir brauchen hier würdige Energie und mein Auto muss zweihundert fahren.

00:48:00: Und freie Fahrt für freie Bürger!

00:48:01: Und Datumstrom ist das Allerbeste was die Welt hier erfunden hat.

00:48:04: also von daher da sind wir schon dabei.

00:48:07: Wir haben so ein Klimabord beispielsweise gemacht.

00:48:09: Wir klären sehr viel auf rund ums Klima.

00:48:12: Wir beteiligen die Kunden an Projekten, die wir machen hier in Deutschland vor allen Dingen und also da interagieren wir schon und wir leben auch ein bisschen.

00:48:19: davon muss man ganz klar sagen Also unsere besten Multiplikatoren sind eigentlich unsere Kunden.

00:48:25: Und ja, also im Bereich Service gibt's sehr viel was wir machen können.

00:48:29: Ich wollte es gerade zuspitzen.

00:48:30: ich denke bei euch eigentlich grad drüber nach eigentlich müsstet ihr gar kein Interesse haben dass die Leute Strom spauen wenn man mal privatwirtschaftlich betrachtet ne?

00:48:36: Ja das stimmt,

00:48:37: wobei ich gesagt habe so wir müssen ihn schon helfen.

00:48:40: Wir haben auch einen klaren Auftrag Kunden sozusagen zu helfen jetzt vom Gas loszukommen.

00:48:44: also da investieren wir da wirklich sehr große Beträge um halt irgendwie Kunden von fossilen Brennstoffen wegzukommen.

00:48:50: ein anderes Service Thema ist beispielsweise wenn du Elektroauto fährst kannst du eine THG Quote sagen dir gut schreiben lassen das sind drei hundfünfzig Euro im Jahr.

00:48:59: Das sind so Sachen, dafür gibt es eigentlich de facto noch keine richtige Marktlösungen.

00:49:02: Vor allen Dingen kleine die automatisiert sind und gleichzeitig haben die Leute die Probleme wenden sich an uns und wollen hier eigentlich gelöst haben.

00:49:09: Und da bauen wir dann schon Services drum also so kleine und probieren sozusagen darüber halt auch ja die Marke zu differenzieren.

00:49:15: für unsere Gründer.

00:49:17: Jenny du vielleicht als Abschluss wie macht ihr es denn mit Gitti?

00:49:20: Also Service ist wahrscheinlich bei euch ein bisschen hochtrabend aber ich könnte mir vorstellen ihr könntet noch gezierte Community Aspekte irgendwie anstoßen.

00:49:26: Keine Ahnung, ob man sich gemeinsam die Fingerniegel in Gruppen lackiert oder weiß ich nicht.

00:49:29: Ratgebergeschichten, Content-Marketing wäre zum Beispiel so ein Thema?

00:49:32: Was ist denn bei euch so in Sachen Community auf der Pfanne?

00:49:35: Also der Kunde wendet sich schon an uns um noch mehr über Beautyprodukte Inhaltsstoffe wirkungsweise wissen zu wollen.

00:49:44: was wir schon anbieten müssen ist wahnsinnig viel Wissen und das Wissen mussten wir am Anfang ja auch selber aufbauen über die Kosmetikindustrie, wie Inhaltsstoffe wirken.

00:49:54: Also Kunden schreiben uns auch, schicken uns ein Inhalte-Stoff, wie du wahrscheinlich früher Co-Check ja siehst einen bestimmten Inhaltstoff sehr kryptisch chemisches langes Wort und fragt ist das schädlich für mich in meiner Hautpflege?

00:50:05: Das heißt an diesen Einstangen mussten wir stark aufbauen und haben ziemlich starkes Customer Service Team was mit sehr viel Wissen angereichert diese Fragen beantworten kann.

00:50:16: Und zum Thema Community habe ich hier schon gesagt, also Produktentwicklung mit der Community, Farbentwicklungen mit der community.

00:50:22: Viele Community-Events und tatsächlich sind unsere Kunden natürlich auch die stärksten Weiterempfehler.

00:50:27: Also wenn bei Kunde verstanden hat okay es gibt ein Problem das hat diese Firma gelöst mit dem Produkt denn erzählt das natürlich gerade im YouTube Bereich auch Freundinnen oder im Freundeskreis und da haben wir auch einige schöne Programme die das natürlich intensivieren dass man das natürlich auch gerne macht und davon auch persönlich was hat.

00:50:44: Wenn ich lange Jahre bei mir in die eigene Karriere zurückdenke, dann bin ich wahrscheinlich einer der wenigen anwesenden Männer, der wirklich viel Nagelac auf den Fingern hatte.

00:50:51: Weil ich bei Beierstof in der dekorativen Cosmetics und Online-Tool entwickelt habe.

00:50:56: Wo wir wochenlang nur mit Nagelack auf den Finger gesessen haben.

00:50:59: Wir schaut haben wie kriegt man

00:51:00: Farbberatung

00:51:02: zu sehr einem frühen Zeitpunkt tatsächlich auch digital sichtbar?

00:51:06: Ich spiele das bei euch auch eine Rolle also dass ich höre so raus zur Community Werbal?

00:51:11: Die Frage ist, denkt ihr auch in Richtung so von Tools und Farbberatungen tatsächlich eher in digitalen Features & Services.

00:51:18: Ja wir haben was entwickelt.

00:51:19: für den Make-up Bereich also beim Nagel... war der Bedarf nicht so groß.

00:51:23: Ich glaube, weil wir darauf achten Töne zu entwickeln, dass die immer zu einem Haut unvertünnt haben und die Palette ist halt einfach nicht so gross.

00:51:31: Die Tönen differenzieren sich dann auch stark.

00:51:33: aber im Make-up Bereich war das ganz relevant als sie unser erstes Lippenprodukt entwickelt haben.

00:51:37: Und da haben wir dann eine Tool für Instagram entwickelt wo du dich dann halt selbst anschauen kannst, die Farbe auswählen kannst und dann halt sehen kannst okay wie sieht es natürlich selbst auf deiner Lippe auf.

00:51:46: tatsächlich ist aber auch die Benutzung relativ kleiner Kreis, der das in Anspruch nimmt.

00:51:52: Also es ist dann eher die Frage nochmal direkt bei uns über Direct Messages gestellt wird oder einen Kunden-Service.

00:51:58: Ja mein Hauttunnel ist jetzt so oder ich schicke ein Foto ein.

00:52:01: was würdet ihr mir empfehlen als statt dann die Benutzung dieser Tools?

00:52:04: Also dann doch lieber live ausprobieren an der Stelle.

00:52:07: Ja wahrscheinlich noch dieser Beratungsaspekt den man gewohnt ist.

00:52:10: wenn man jetzt irgendwie zum Douglas geht würde man wahrscheinlich auch eine Expertin fragen Und es ist ja ganz schön, dass man auch wahrnimmt das die Expertise auch bei uns liegt in der Fahrberatung.

00:52:20: Dann schmeiß ich mein zwanzig Jahre altes Patent zur Online-Fahrberatungen jetzt weg!

00:52:27: Aber interessante Notiz war's du schon zweimal so im Unterturm gesagt hast, dass unsere Farben zu allen Hauttonetypen passen.

00:52:32: also ich lerne Diversity ist ein Thema wenn man sich über Nachhaltigkeit wahrscheinlich unterhält, was man mitdenken muss oder?

00:52:38: Total, total.

00:52:39: Also ich glaube von Anfang an war das ja auch die Herausforderung der Marke in der DNA zu sagen okay wir wollen tatsächlich für jede und jeden ein Produkt und eine Farbe anbieten und dann wird es in der Farbgestaltung tatsächlich auch schon herausfordernd.

00:52:53: deswegen können wir das gar nicht mit einem externen Labor machen sondern müssen wir das intern machen.

00:52:57: Also ich erinnere mich, ich hab die Tage mal Diskussion geführt darüber das... Ich weiß gar nicht ob es Hansa-Plast war aber ich glaub sogar dass die Pflaster in Braun hergestellt haben und die Leute kamen nicht verstanden warum das relevant ist.

00:53:07: Und ich finde wenn man sich mit Leuten mit dunklen Hauttönen unterhält dann brauche ich gar nicht nachdenken und verstehe das sofort.

00:53:11: ja deswegen cool was ihr das macht!

00:53:13: Anyway Dominik, komm mal der Schlusswort bleibt heute dir Was hast du aus der heutigen Folge zum Thema Nachhaltigkeit mitgenommen?

00:53:17: Du bist ja immer ein guter Schlussfolgerer.

00:53:20: Also ich finde bestimmte Aspekte interessant, die uns glaube ich alle sehr gleich betreffen.

00:53:25: Wie gehen wir um mit Konsum versus Nachhaltigkeit?

00:53:28: Was du ja auch vorhin sagtest Matthias ist eigentlich was das man gar nicht so richtig lösen kann aber dann eher dafür sorgen kann dass die Produkte die man anbietet zumindest in sich einen gewissen Nachhaltigkeitsaspekt in Herstellung, in Auswahl und dergleichen bieten.

00:53:40: Und ich glaube tatsächlich diese wirklich interessant wird.

00:53:43: wie kriegen wir Konsumenten?

00:53:45: Und mit mir meine ich da die gesamte Handelslandschaft und jeden der darin auch Marketing- und Information betreibt Wie bekommen wir das einfach besser einfacher kommuniziert?

00:53:54: Das ist für mich ein bisschen vergleichbar was bei Nahrung immer diskutiert wird.

00:53:58: So mit Ampeln und Farbkurs oder dergleichen, weil im Moment ist es ein Wald von Brands die etwas erzählen manchmal stimmt's gar nicht oder Zertifikaten, die keiner richtig auseinanderhalten kann.

00:54:08: ich glaube das da unglaublich viel passieren muss damit es tatsächlich eine Rückseitigkeit hat.

00:54:13: Da hab' ich viel darüber nachgedacht gerade während ich euch zugehört habe.

00:54:15: vielen Dank war sehr interessant.

00:54:17: Ja in der Tat!

00:54:18: Ich danke euch auch und ich werde jetzt mal gucken ob...ich glaub Mango Maniac wird so meine Farbe.

00:54:21: geht die?

00:54:21: Mal gucken

00:54:23: Stark,

00:54:24: ja

00:54:34: das ist nicht gut.

00:54:42: Vielen Dank!

00:54:46: Danke euch!

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