Likeminded 🧘♂️: Wie wichtig ist Mental Health für Unternehmen? | #Unternehmensführung 🧠
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | Du hast viel Zeit und Energie in die strukturelle Optimierung deines Unternehmens gesteckt und trotzdem sind Deine Mitarbeiter:innen erschöpft, oft krank und machen häufig Fehler? Vielleicht hast Du einen wichtigen Aspekt zu wenig beachtet: Mental Health. Unser heutiger Gast Kimberly Breuer ist Co-Founderin und Co-CEO von Likeminded, einer mentalen Gesundheitsplattform, die Unternehmen dabei hilft, dieses oft vernachlässigte Thema besser anzugehen und damit die Zufriedenheit und Produktivität zu steigern. Du erfährst... …was Likeminded anbietet …was Mental Health eigentlich bedeutet …wie das Geschäftsmodell von Likeminded funktioniert …wie Arbeitnehmer:innen/geber:innen Likeminded nutzen können …welche Unternehmensstrukturen sich positiv auf Mental Health auswirken …was Kimberley Breuer selbst für ihre mentale Gesundheit tut …welche Auswirkungen Mental Health auf die Produktivität hat …wie Du das Thema für Dich selbst angehen kannst ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Kimberly Breuer, Co-Founder & Co-CEO Likeminded __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:07:16) Was sind psychische Störungen? (00:11:46) Welchen Nutzen hat Likeminded für Arbeitnehmer:innen/geber:innen? (00:15:31) Das Geschäftsmodell von Likeminded (00:19:35) Das kleine 1x1 des Mental Health (00:30:23) Ein typischer Arbeitstag von Kimberley Breuer (00:36:56) Glück, guter Stress & schlechter Stress (00:40:11) Tipps zur mentalen Gesundheit __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:07: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.
00:00:17: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute widmen wir uns um unserem Kopf!
00:00:21: Und dem, was da drin so passiert.
00:00:23: Denn ich habe mit der lieben Kimberley Breuer eine spannende Unternehmerin am Start die mit like-minded einer mentale Gesundheitsplattform gegründet hat.
00:00:30: Das heißt ihre Mission ist ein Stück weit Unternehmen beizubringen.
00:00:33: wie kümmert man sich eigentlich akkurat darum dass es den eigenen Mitarbeitenden auch geistig gut geht?
00:00:38: sprich das Stichwort der Stunde ist mental health Und ich glaube, da ist ganz viel drin.
00:00:42: Ich freue mich wenn wir heute auch mal ein Stück weit Aufklärungsarbeit noch leisten können oder den Leuten noch zeigen das es durchaus fluhr und salonfähig was da passiert und sollte unbedingt auch mal Thema sein und bin sehr gespannt was die liebe Kim dann noch so zerzählt.
00:00:52: also that being said Kim!
00:00:53: Moin moin schön dass du da bist.
00:00:54: Hein Joel freut mich jedenfalls.
00:00:57: Gib uns mal einen Feeling für Like.
00:00:58: meintet wie seid ihr denn eigentlich entstanden?
00:01:01: Ja, sehr gerne.
00:01:02: Du hast ja gerade schon eine schöne kurze Einleitung zu Like Minded gegeben.
00:01:05: wie du sagtest sind wir eine Plattform für mentale Gesundheit im Unternehmenskontext das heißt derzeit können Mitarbeitende über like-minded psychologische Unterstützungsformate beziehen.
00:01:15: Und wie wir entstanden sind, ja das ist eine kleinere Geschichte sozusagen.
00:01:19: Ich selber bin vom Hintergrund der Psychologin und daher kommt natürlich auch meine Motivation in dieses Thema rein zu gehen weil ich es selbst sehr miterlebt habe sowohl als praktizierende Coaching also auch natürlich durch mein Studium und andere praktische Erfahrungen immer wieder gesehen habe wie groß der Bedarf ist und ich selbst hab sehr sehr früh Kontakt zum Thema Coaching haben können.
00:01:40: Das war damals.
00:01:40: mit fünfzehn Jahren habe ich das erste Mal tatsächlich so was mitgemacht Und habe für mich persönlich unglaublich viel herausgenommen und hab mich damals schon gefragt, wie kann es sein, dass wir das nicht schon in der Schule lernen?
00:01:50: Weil's so fundamentales Wissen ist.
00:01:52: Auf dem Weg als Psychologin und Coach hat sich das immer weiter verstärkt.
00:01:56: Ich hab immer wieder den Satz gehört Kim wenn ich das vor zwanzig Jahren gewusst hätte.
00:02:00: Mir wurde natürlich klar über die Zeit hinweg, dass das ein Thema ist was leider immer noch sehr stiefmütterlich behandelt wird unter unserer Gesellschaft.
00:02:08: Dass ich jetzt auch als Einzelcoach großartig verändern kann und dass es da viel mehr Frau und Woman in Manpower braucht, um dieses Thema wirklich zu transformieren.
00:02:18: Und da kam dann irgendwann die Idee für Like-Minded.
00:02:21: Zunächst haben wir tatsächlich angefangen Gruppensessions online anzubieten im V-to-C-Markt und sind dann irgendwann komplett geschiftet auf den V-TOB Markt und gehen mittlerweile über Unternehmen weil wir gemerkt haben das wir so viel mehr Menschen erreichen können.
00:02:35: Wer ist denn eigentlich wir?
00:02:36: Was seid ihr denn für ein Gründungsteam?
00:02:37: und vielleicht kannst du ja mal so die klassischen Zahlen kurz durchdeklinieren.
00:02:40: Mitarbeiterin, Anzahl, welche Standorte wo sitzt ihr, wie viel Umsatz macht ihr schon?
00:02:45: Wir sind mittlerweile vier Co-Founder und ich habe meine Co- Founder quasi auf dem Gründungsweg kennengelernt.
00:02:51: Alle drei haben auch ihre eigene Geschichte und Historie dazu, warum Mental Health sozusagen ein wichtiges Thema für sie ist?
00:02:58: Und wir haben uns auf den Weg zusammengefunden und gemerkt, wir haben alle die gleiche Visionen und uns dementsprechend zusammengetan um Like Minded aufzubauen.
00:03:04: Wir haben im August zwanzig, zwanzzig ganz offiziell gestartet.
00:03:08: Sind jetzt also ein bisschen mehr als zwei Jahre alt sind oben die thirty-fünf Mitarbeitenden mittlerweile sitzen in Berlin und sind vor allem im Dachmarkt tätig.
00:03:18: Den Umwärts verspeichst du mir wahrscheinlich?
00:03:21: Nee, ich verschweige eigentlich gar nichts in der Stelle.
00:03:23: Also das sind tatsächlich so die Rahmendaten.
00:03:26: wir haben vor ungefähr einem Jahr erst angefangen den BtoB-Markt reinzugehen.
00:03:29: Wir haben mittlerweile wirklich viele Unternehmenskunden gewinnen können für uns und dass auch durch die gesamte Industrie hinweg also wirklich von Mittelstand bis hin zu sagen jetzt mal traditionellerem Corporate Und natürlich auch Tech Scaleups sind alle Kunden mit dabei was auch wieder zeigt, dass mentale Gesundheit ein Thema ist dass uns alle betrifft, egal in welcher Industrie und egal wie alt.
00:03:52: Und kannst du mir so eine Range geben?
00:03:53: Fünfstellig, sechsstellig in der Art schon oder ist es noch so anfangsfasig?
00:03:56: Ich weiß, das ist voll unangbaut.
00:03:57: Das will man nicht gefragt werden.
00:03:58: als Grund daran aber weißt Du die... Ja
00:04:00: tatsächlich, tatsächlich schon siebenstelliger Jahresumsatz genau.
00:04:04: Okay Also
00:04:06: ihr macht schon Serious Business kann man definitiv festhalten und gibt mir mal so ein Gefühl Wie Ihr als Produkt gebaut seid.
00:04:12: also ich komme als Unternehmen auf euch zu.
00:04:15: und was bietet ihr dann an?
00:04:17: Also wir verstehen like-minded als eine mental health solution und nicht nur als reines benefit, da wird tatsächlich Teil der gesundheitsstrategie unternehmen werden.
00:04:27: Und das sieht folgendermaßen aus... Unternehmen kaufen quasi unsere Lösung ein und geben somit allen Mitarbeitenden in der Organisation Zugang zu unserer Plattform.
00:04:36: Diese Plattform kann anonym genutzt werden von jedem einzelnen Mitarbeiter, und auf dieser Plattform findet dann zunächst ein kleines Assessment statt.
00:04:43: Dieses Assessment hilft der Person herauszufinden wo stehe ich eigentlich gerade was mein mentales Wohlbefinden angeht?
00:04:49: Und dann geben wir auch erste Empfehlungen dafür welche Formate genutzen können.
00:04:53: Hier wird es spannend.
00:04:54: hier haben wir eben unterschiedliche Formate die sich einmal in ihrer Intensität unterscheiden, also auch an der Anzahl einer Person involviert.
00:05:01: von Einzigesprächen über Gruppenformate bis hin zu digitalen Übungen können unterschiedlichste Formate genutzt werden.
00:05:08: Auch in der Kombination weil wir stark davon überzeugt sind dass diese Kombination der Formate letztendlich die effektivste Behandlung im Anführungszeichen und Möglichkeit zur Weiterentwicklung bietet.
00:05:18: Wenn du sagst, Gruppensessions.
00:05:19: Wie muss ich mir das dann vorstellen?
00:05:20: Sind es dann Mitarbeiter aus einem Unternehmen die in der Gruppe zusammenmüschen?
00:05:24: oder nehmen die Mitarbeitende aus verschiedenen Unternehmen oder...
00:05:27: Nee, sind immer Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmern.
00:05:30: Also man ist eigentlich komplett anonym und man kennt die anderen Teilnehmerinnen nicht.
00:05:34: Man kann sich natürlich auch mit Kollegen zusammentun und dann gemeinsam für einen bestimmten Workshop anmelden.
00:05:39: Und man kann aber auch komplett anonym bleiben wenn man möchte.
00:05:42: Und wie ist es sonst so mit klassischen Therapeuten auch?
00:05:44: Also gibt's auch so, dass man sagt okay ich kann mir da einfach eine Coaching buchen oder eine Psychotherapiestunde und ist das sage ich mal reglementiert.
00:05:53: So-und-so oft pro X oder ist es für eine Flatrate?
00:05:56: Es gibt meistens Pakete.
00:05:57: tatsächlich kaufen die meisten Arbeitgeber im Paket bei uns ein sodass beispielsweise einen Mitarbeiter im Jahr um die zehn Sessions zur Verfügung hätte Und diese zehn Sessions können dann beispielsweise Einzel-Sessions sein.
00:06:11: Wenn die Person sagt, ich möchte das lieber kombinieren und ich mache zum Beispiel fünf Einzel Sessions, dann gibt es mehr Gruppensessions weil sozusagen eine Gruppen-Session weniger kostet als eine Einzel session.
00:06:22: Das heißt Ich kann für eine Einzelsession immer drei Gruppen Sessions mitmachen so dass ich dadurch dann vielleicht sogar auf fünfzehn, sechzehn zwanzig Sessions komme insgesamt im Jahr.
00:06:31: Und wie ist es mit, sag ich mal, Konserve?
00:06:33: Also habt ihr ja auch zum Beispiel Erklärvideos oder Meditationsübungen.
00:06:36: Habt ihr eine App die ich mir als Mitarbeiter dann runterladen kann?
00:06:39: Gibt's sowas auch?
00:06:40: Ja wir haben eine Mediathek in der sich digitale Übungen, Videos und Meditation befinden, die natürlich stetig wächst.
00:06:47: Derzeit arbeiten wir mit einer Web-App aber auch da wird irgendwann die Mobile-App zur Verfügung stehen.
00:06:53: Wie ich bereits eingangs sagte, wir glauben stark daran dass die Kombination dieser Formate letztlich das effektivste Format darstellt.
00:07:00: Das ist nicht nur ein Glaube, sondern A zeigt es auf die Forschung und B. Ich habe ja selbst schon gesagt ich hab auch als Coach gearbeitet am Ende sind die effektivsten Behandlungen jene in denen man auch sozusagen seine Hausaufgaben macht und die bedeuten natürlich auch die Selbstarbeit gewisse Aufgaben zu erledigen und nicht nur die Einzel-Sessionen als solche.
00:07:17: Und jetzt muss ich dich mal ganz naiv fragen wo fängt denn eigentlich Mental Health an?
00:07:22: Wo hört das auf?
00:07:23: Der Klassiker ist glaube ich so Burnout sich überarbeiten und Work-Life Balance dann aber auch sowas wie psychische Erkrankungen.
00:07:30: Also ich habe zum Beispiel gerade ein Podcast mit Christoph Werner aufgenommen.
00:07:33: Ich war total baff, als er mir erzählt hat seine Mutter hatte eine bipolarische Störung und wie das sein ganzes Familienleben geprägt hat und wie dass sich wiederum auf seine unternehmliche Karriere auswirkte.
00:07:41: Und ich fand es ganz toll weil er halt so oft darüber geredet hat und seine Learnings in seiner Erfahrung geteilt hat.
00:07:46: Das ist ja auch irgendwie Mental Health.
00:07:47: oder gibt's ja noch zig andere psychologische Faktoren Bis hin zu vielleicht sogar sowas wie Sexismus am Arbeitsplatz habe ich mich gefragt, weil... Ich finde es macht auch was mit mentaler Gesundheit.
00:07:56: Wenn du dauernd abschätzige Kommentare kriegst oder dich in deinem Urfeld nicht sicher fühlst oder diskriminiert.
00:08:01: Das heißt wo fangt ihr denn an?
00:08:02: Was ist so euer Package von wo bis wo das für euch geht?
00:08:04: Ja sehr gute Frage.
00:08:06: und werden wir auch tatsächlich häufiger gefragt und ich merke auch immer wieder dass das immer noch ein großes Fragezeichen in unserer Gesellschaft ist, sodass da einfach gar kein Verständnis höhe besteht oder wenig Verständnis was genau Mental Health eigentlich bedeutet Und ich würde das mal auf so eine Art Spektrum packen, dass sozusagen von minus eins bis eins geht.
00:08:23: Und wenn du mich fragst betrifft mental health so zu sagen uns alle und ist eigentlich immer gegenwärtig denn wir haben ja immer Emotionen und mal geht es uns gut Mal haben wir gute Tage, mal haben wir schlechtere Tage und die können wir auch nicht ausstellen.
00:08:37: das heißt mental health ist sowieso immer da.
00:08:39: jetzt ist nur die Frage wann ist man eigentlich gesund?
00:08:41: Wann ist man glücklich und wann is man wirklich nicht mehr gesund?
00:08:44: Wenn wir diese Spektrum von minus Eins bis Eins einmal anschauen dann wäre quasi Minus Eins sehr stark ausgeprägte mentale Erkrankung, wo wir von hoher Belastung sprechen und wirklich hohe pathologische Erkankungen.
00:08:56: Denn wäre die Null in der Mitte vielleicht so etwas wie ja ich bin mental gesund grundsätzlich?
00:09:01: Ich bin nicht pathologisch aber vielleicht bin ich auch nicht ganz glücklich Und die Eins wäre dann wirklich der Moment an dem es uns super gut geht indem wir gerade glücklich sind alles in unserem Leben läuft und wir wirklich bei jedem Thema im Leben sagen ich wüsste grade nicht was sich mehr verändern wollte Um.
00:09:16: dieses Spektrum im Grunde können wir fast vollständig abdecken, wobei wir ganz klar sagen sobald es in den stark belasteten Bereich geht wie an der Stelle immer weiter leiten würden.
00:09:28: An Offline Psychotherapeutin.
00:09:30: was wir aber abdeck'n können ist von milder Symptomatik bis hin zu ich sage jetzt mal einfach persönlicher auch Weiterentwicklung und ich habe gerade eine Challenge im Leben einer Herausforderung die ich gerne lösen möchte.
00:09:39: Ich möchte einfach noch mehr aus meinem Leben rausholen Das heißt, der einzige Bereich den wir nicht ganz abdecken ist der ganz links.
00:09:45: Der bei minus eins oder minus zero fünf bis minus einsteht.
00:09:49: Denn wenn jemand stark pathologisch ist Wenn wir zum Beispiel eine bipolare Störung sprechen und das wirklich sehr stark ausgeprägt ist dann braucht die Person definitiv eine intensivere Behandlung von einem Therapeuten bestmöglich auch im Offline-Setting teilweise eben bis hin zu klinischen Betreuung Also in einer Psychiatrie, in einer Klinik.
00:10:07: Es ist ja auch mittlerweile, finde ich ehrlich gesagt.
00:10:09: Ich höre mal ganz gerne diese Psychologie to Go Podcasts was es eigentlich für so eine Störung gibt aber vielleicht mal Störungen wie beim Kabeln wenn nicht alles so durchkommt wie es soll.
00:10:19: Ich find's ja auch manchmal ganz schön schwer das auseinander zu halten.
00:10:21: also Bipolare Störung es gibt Borderline es gibt Nacismos es gibt irgendwie Schizophrenie und und und Also Das ist es durchaus so Daily Doing weil ich meine ich könnte mir vorstellen man hat ja auch gewisse Ängste Wenn man im beruflichen Kontext über solche Themen redet.
00:10:36: Also vielleicht auch noch mal ganz kurz dazu, weil das ist glaube ich auch noch nicht allen klar.
00:10:40: Generell kann man alle psychologischen Störungsbilder auch wie ein Spektrum verstehen.
00:10:44: Das bedeutet wir alle befinden uns auf diesem Spektrom und die meisten von uns sind allerdings nicht im pathologischen Bereich.
00:10:50: Das heißt aber nicht dass es auch mal Phasen gibt in dem Leben, indem wir beispielsweise am pathologischem Bereich sind.
00:10:55: Es gibt zum Beispiel depressive Verstimmungen und Phasens, in denen wir laut Diagnostik rein theoretisch schon Symptomatik zeigen würden.
00:11:02: Das aber nicht bedeutet, depressiv sind, sondern dass wir wahrscheinlich auch wieder in den nonpathologischen Bereich gehen.
00:11:09: Genauso ist es mit anderen Störungsbildern beispielsweise auch Narzissmus.
00:11:11: Es ist ja so eine Trennkrankheit zurzeit.
00:11:13: jeder Zweite von uns wird ja als Narzisst bezeichnet und das ist ein Spektrum.
00:11:18: Wir alle haben narzistische Züge in uns.
00:11:20: die Frage ist immer nur ab wann wird es wirklich pathologisch und dementsprechend einschränkend im eigenen Leben?
00:11:25: Das wollte ich noch mal kurz da hinzufügen.
00:11:27: Ja, das beruhigt mich ja... Ich habe mich mal über Histrione-Persönlichkeitsstörungen weitergebildet.
00:11:32: Wenn man sich mal ein Bild vorstellt hier so Jack Sparrow von Flucht der Karibik war so ein typisches Beispiel.
00:11:36: So bisschen verhaltensauffällig und irgendwie ein bisschen divenhaft und so auf die Lacht.
00:11:40: Da gibt es solche Elemente wo ich mich wieder erkenne.
00:11:41: aber das heißt doch nicht dass man dann sozusagen im pathologischen Bereich ist.
00:11:44: Okay, behoegend!
00:11:46: Und wie erlebst du so sage ich mal die Kommunikation dazu in der Geschäftswelt?
00:11:50: Weil wir wissen gerade schon thematisiert hatten Also A ist es ja erstmal zu erkennen, dass man ein Problem hat.
00:11:55: Dann welches?
00:11:56: Was eine Lösung sein kann dann das anzugehen aber das dann auch zu kommunizieren im Umfeld ist ja gar nicht immer so einfach und ich hätte jetzt meine Fantasie würde mir sagen okay mein Arbeitgeber bei der Kim was gebucht?
00:12:06: Ich kann da jetzt sowieso Sessions machen Aber ist das wirklich sicher?
00:12:09: oder gehen die Leute dahin und mein Arbeit-Geber weiß dann was mich umtreibt?
00:12:12: werde ich ausgegrenzt?
00:12:14: werde ich verurteilt?
00:12:15: schlägt es nieder auf mich?
00:12:16: weißt du was ich meine?
00:12:17: wir wissen so der Umgang damit.
00:12:19: Der Anonymitel ist definitiv noch ein großes Thema, gerade weil das Thema mentale Gesundheit in den letzten Jahren bis hierher nie wirklich Beachtung gefunden hat und immer etwas war was wir zu Hause gelassen haben.
00:12:31: Also unsere Emotionen haben einfach unsere privaten im Alltag nicht in die Arbeitswelt gehört.
00:12:36: In unserer Gedeisungsgesellschaft wird das auch nach wie vor eher verurteilt, wenn wir ganz ehrlich sind.
00:12:41: Und für die Mitarbeitenden ist extrem wichtig dass sie wirklich mitkriegen.
00:12:45: das was Like Minded macht es komplett anonym.
00:12:47: ich kann da anonym bleiben.
00:12:49: Wir gehen meistens in ein Live-Kickoff auch virtuell immer mit rein stellen like minded vor und erklären dort eben auch den Anonymitätfaktor Situationen, die vielen anscheinend schon ausreicht.
00:13:00: Weil wir haben eine sehr hohe Nutzungsrate und anscheint Vertrauen aufbaut so dass die Personen auch wirklich sicher sind das sie da anonym bleiben können.
00:13:09: Wie nimmt die Arbeitgeberseite sowas auf?
00:13:10: Also gelauft ihr da offene Türen ein und es wird sozusagen sofort gekauft.
00:13:14: So ja habe ich verstanden RUI ist klar finde ich gut.
00:13:17: oder gibt's dann noch Zurückhaltung?
00:13:20: also Wir haben schon noch einiges an ich sag mal Edukationsarbeit vor uns Solche und solche, es gibt definitiv Early Adopter würde ich sie jetzt mal nennen.
00:13:31: Also diejenigen, die sich mit dem Thema schon selbst auseinandergesetzt haben und bereits große Fans sind meistens auch die UnternehmerInnen oder ManagerInnen, die selber schon Erfahrungen in diesem Bereich auch vielleicht negativer Natur gesammelt haben den müssen wir nicht mehr viel erklären.
00:13:46: Das Gro ist aber eher noch so aufgestellt, dass die gerne verstehen möchten was genau bringt mir das.
00:13:51: Wird es wirklich dazu führen, dass meine Mitarbeitenden weniger Leiden oder weniger Krankheitsausfall haben?
00:13:56: Könnt ihr das irgendwie nachweisen und am Anfang erst mal noch relativ skeptisch sind und gerne echte Fakten und Zahlen sehen wollen?
00:14:03: definitiv Kannst
00:14:05: du es vielleicht mal so in die Argumentationskette mit reinnehmen?
00:14:08: Also ich finde immer diesen Begriff der geistigen Brandstiftung sehr schön, wie man immer verkauft.
00:14:12: Und dann kannst du ja mal positive drehen.
00:14:13: also was gewinne ich als Arbeitgeber wenn ich like-minded einsetze außer wenn ich jetzt sage Ich bin netter Mensch und möchte dass den Menschen um mich gut geht.
00:14:20: das ist mal aus dem vor.
00:14:21: aber so viel Ding erwirtschaftlich.
00:14:22: Was sind so die Hauptvorteile?
00:14:24: Die Hauptvorteile sind definitiv gesteigertes Produktivität und Motivation Und dann natürlich auf der anderen Seite gesenkte Fluktuation oder auch gesenkte Krankheitsausfälle.
00:14:35: Als auch, der letzte Faktor sicherlich ein Thema für Employer Branding.
00:14:39: Das bedeutet gerade die jüngeren Generationen, die Gen Zee sozusagen die Fragen immer proaktiver nach das ArbeitgeberInnen etwas zu mentalem Gesundheits zur Verfügung stellen.
00:14:49: D.h.,
00:14:49: es wird definitiv auch ein Employer-Branding Aspekt sein, der für viele Unternehmerinnen spannend ist.
00:14:54: Das Thema Produktivität und Motivation, da kann ich ja vielleicht nur ein oder zwei Sätze zu sagen.
00:14:58: Warum korrolliert das damit?
00:15:00: Weil letztlich wenn es uns natürlich mental gut geht und wir zufrieden sind mit unseren Emotionen gut umgehen können und derzeit gut regulieren können... Dann können wir natürlich auch viel mehr Leistung zeigen und das kennen wir alle.
00:15:11: Wir sind ja mal in Situationen, in denen wir vielleicht das Haus verlassen, Streit hatten auf der Arbeit ankommen und merken, wir sind überhaupt nicht fokussiert und wir kommen überhaupt nicht an.
00:15:19: Das ist jetzt im Kleinen.
00:15:20: aber wenn man sich vorstellt, man geht gerade durch eine Trennung oder wirklich durch eine größere Belastung dann kann das Wochen andauern, wenn die Person nichts dazu unternimmt und nicht die Möglichkeit hat das sozusagen
00:15:29: aufzuarbeiten.".
00:15:31: Und wir haben uns noch gar nicht über eine Sache gesprochen nämlich was kostet denn eigentlich euer Angebot?
00:15:35: Wie sieht so eurer Geschäftsmodell aus?
00:15:37: Unser Geschäftsmodell basiert quasi auf einem Recurring Revenue.
00:15:42: Das bedeutet, dass die meisten unserer Kunden pro Monat, pro Mitarbeiter einen bestimmten Betrag bezahlen über alle Mitarbeitenden hinweg egal wer Like-Minded nutzt und das Ganze basiert dann eben auf eine Art Mischkalkulation sodass wirklich alle Mitarbeiten im Unternehmen befähigt sind Like-minded zu nutzen und nicht irgendwie einzelne freigeschaltet werden müssen.
00:16:02: Wie hoch ist der Betrag pro Monats?
00:16:04: Es kommt doch die Unternehmensgröße darauf an.
00:16:06: Also je größer, umso günstiger sozusagen.
00:16:09: aber wir liegen so bei um die zehn Euro pro Mitarbeiter pro Monat.
00:16:13: Erklär mir mal wie funktioniert das?
00:16:14: Ich habe irgendwie einen Werbekunden der ist auch in dem Bereich weiß ich noch genau wie ich das Telefonat mit dem geführt hab und also wir reden ja bestimmt schon immer ein bisschen über Wettbewerb.
00:16:23: Wie geht das?
00:16:23: Zehn Euro pro Mitarbeiter, pro Monat.
00:16:26: Allein so eine Session mit einem Therapeuten kostet ja in der Regel schon, wenn's gut ist und hundert Euro aufwärts.
00:16:30: Jetzt sagen wir mal ihr habt die vielleicht angestellt oder ihr habt gute Tarife weil ihr große Mengen abnimmt.
00:16:35: aber selbst wenn es irgendwie sechzig Euro die Stunde sind also du hast gesagt einen Mitarbeiter oder eine mitarbeitende Person kriegst du ungefähr zehn Sessions im Jahr.
00:16:41: Also nach meiner Rechnung wird das schon mal irgendwie fünfhundert Euro im Jahr während du bei zehn Jahren nur hundzwanzig ein nimmst.
00:16:46: Was weiß ich meine habe ich da irgendwie einen Denkfehler drin.
00:16:49: Also erstmal ist deine Grundannahme ja dann die, dass jeder Mitarbeiter das nutzen würde was auch total schön wäre aber tatsächlich nicht die Realität entspricht und darauf basiert auch diese Kalkulation.
00:16:59: Das bedeutet im Durchschnitt nutzen uns dann vielleicht zwanzig Prozent aktiv.
00:17:04: Die nutzen aktiv diese Sessions und darauf entfällt an der Preis.
00:17:08: Das heißt für den Einzelnen der die Sessions wirklich nutzt ist die Session natürlich teurer als irgendwie die zehn Euro im Monat weil diese zehn Euro werden über alle Mitarbeitenden bezahlt egal wer das Angebot in Anspruch nimmt.
00:17:20: Das ist einfach eine
00:17:20: Mischkalkulation.".
00:17:22: Es gibt dann natürlich noch einen zweiten Faktor da drauf.
00:17:24: Ich habe ja gerade gesagt, wir haben verschiedene Formate auf der Plattform und die Forschung zeigt auch es ist nicht nur das eine Einzelgespräch was sozusagen zum Behandlungserfolg führt sondern die Kombination verschiedener Formate und das machen wir natürlich auch auf eine smarte Art und Weise dass wir diese Formate miteinander kombinieren so dass sie uns gar nicht nur von Einzigesprechen abhängig machen.
00:17:43: und eine Gruppensession beispielsweise von sechs bis acht Teilnehmenden oder auch digitale Übungen sind natürlich günstiger als des reine Einzel Gespräch Und das ist auch etwas, was es dann langfristig aus Kaliber machen kann und auch dazu führt dass wir uns weniger abhängig von dieser Limitierung an Einzelgesprächen machen die ja jetzt schon im Psychotherapeutenmarkt besteht.
00:18:02: Wir haben hier viel zu wenig Verfügbarkeit von Psychotherapeuten im Vergleich zur Nachfrage.
00:18:07: daher müssen wir sowieso dahin kommen, dass wir nicht mehr nur Einzigesprechen als einzige Lösung für Mental Health sehen.
00:18:15: Aber bist du da nicht total schlecht incentiviert?
00:18:17: Weil eigentlich hast Du ja dann Interesse, dass die Annahme von Mental Health in den Unternehmen nicht steigt.
00:18:22: Weil Du ja sozusagen höhere Kosten hast eigentlich.
00:18:25: Verstehe ich auch gut die Frage!
00:18:26: Die hören wir oft und auch gerne von Investoren.
00:18:29: Es ist tatsächlich so bis die Nutzungsrate so hoch ist, dass das quasi bei uns an einen negativen Kostenpunkt laufen würde.
00:18:36: also wie wir mehr Geld zahlen als dass wir irgendwas daran verdienen muss die Nussung schon extrem hoch sein.
00:18:41: und dann muss er auch noch gegeben sein dass ich weiß nicht, siebzig Prozent in der Firma gerade alle ihr Paket zu einhundert Prozent aufbrauchen.
00:18:49: Und wenn du mich fragst aus psychologischer Sicht gesehen ist das sehr unwahrscheinlich denn – Ich habe ja vorhin schon gesagt wir haben Phasen im Leben gibt Phasen, in denen geht es uns einfach extrem gut und in der Phase brauchen wir auch gerade keine Unterstützung.
00:19:04: Und haben unseren Fokus auf andere Themen und vielleicht gar nicht so ein Interesse uns jetzt gerade damit mehr zu beschäftigen, während es dann wieder Phasengeben ist und schlechter geht.
00:19:11: Und diese ich sage mal natürlich menschlichen Zyklen sorgen auch dafür dass nie hundert Prozent in der Organisation ihr gesamtes Package nutzen würden in der Zukunft.
00:19:21: und selbst dann könnte man immer noch überlegen, wie kann man die Formate so nutzen?
00:19:25: Dass zum Beispiel die Person, die eigentlich nur an Wissen und Weiterbildung interessiert ist.
00:19:29: Vor allem die digitalen Inhalte, Nutz- und Übungen und nicht so sehr die Live-Formate.
00:19:35: Kannst du mal ganz konkret Tipps geben?
00:19:37: gibt es das kleine einmal eins des Mental Health was Unternehmen einsetzen können um das zu balancieren?
00:19:42: also was tut man eigentlich so um da gut aufgestellt zu sein?
00:19:46: Also zum ein beliebter Satz, aber es ist tatsächlich so fängt das Ganze natürlich immer bei den Management an.
00:19:51: Das heißt, leading by example wenn es um das Thema mentale Gesundheit geht, je mehr natürlich das Management sich selber mit dem Thema auseinandersetzt offen darüber spricht auch selbst auf sich achtet umso schneller wird das Ganze auch in der Kultur landen.
00:20:05: Das ist einfach die Realität und ich weiß, dass viele Managerinnen jetzt ungerne hören weil es natürlich eine Herausforderung ist.
00:20:12: ja, wir haben gestresste Zeiten irgendwie erstmal selber balancieren können und das ist gar nicht so einfach.
00:20:20: Das ist der eine Teil, der Nächste ist definitiv eben solche externen Angebote hinzuziehen also den Mitarbeitenden Zugang zu solchen Plattformen wie Likeminder zu geben vielleicht auch weitere Educationsveranstaltungen durchzuführen einfach das Thema Schrittweise immer mehr in der Kultur zu etablieren und darüber zu informieren.
00:20:37: Das sind definitiv zwei grundsätzliche Wege.
00:20:40: man kann da natürlich jeweils noch deutlich mehr ins Detail reingehen.
00:20:43: Was macht nur so den Großteil aus, reden wir bei den meisten Sachen eher von Burnoutvermeidung oder geht es vielfach auch um die sag ich mal leichten also die Disbalancen in unseren Störungsgustern wie du's vorhin beschrieben hast.
00:20:54: Du meinst jetzt bei der individuellen Person was die Themen sind?
00:20:57: Also hast du eine Statistik dass du sagst Vierzig Prozent der bei uns abgerufenen Inhalte oder an anspruchgenehmenden Sessions drehen sich um Arbeitsbelastungen, Work-Live-Balance sozusagen Burnoutvermeidung und weiß nicht, thirty-fünf Prozent um wirklich schon latent pathologische psychologische Erkrankungen.
00:21:12: Oder kann man das gar nicht so sagen?
00:21:15: Das kann man so sagen weil wir ja auch mit Diagnostik arbeiten und all diese Daten erheben und da sehr viele Daten sammeln.
00:21:21: tatsächlich ist es so dass wie um die Achtzig Prozent derjenigen die bei uns like-minded nutzen gar keine pathologischen Symptome bisher sehen.
00:21:29: Das heißt, die meisten ... Und das ist auch zu erwarten, die noch mit beiden Füßen im Job stehen und denen es an sich gut geht, haben meistens keine stark pathologische Ausprägungen.
00:21:41: Da sind beliebte Themen, das ist ganz spannend, definitiv so etwas wie Stressmanagement.
00:21:45: Es gehört unter den oberen drei.
00:21:47: Aber tatsächlich auch private Themen.
00:21:49: Beispielsweise sind Beziehungen ganz häufig ein Thema.
00:21:52: Also viele Menschen besprechen ihre Beziehungs- Probleme, Partnerschaftsthematiken.
00:21:57: Und ein anderes Thema was sehr weit oben rangiert ist tatsächlich das Thema sozusagen Grübeln und Purpose of Life.
00:22:04: also das ist mein Sinn.
00:22:05: wie finde ich meinen Sinn?
00:22:06: Das macht mich wirklich glücklich im Leben.
00:22:08: Also sehr private Themen auch.
00:22:10: Spannend!
00:22:12: Und jetzt habe ich verstanden, was du sagst.
00:22:14: Der typische Leitsatz der Fischstink vom Kopf her?
00:22:16: Man muss das vorleben man muss quasi sensibilisieren und darauf machen.
00:22:20: aber gibt es trotzdem so Hausaufgaben die jedes Unternehmen umsetzen kann?
00:22:24: dass du zum Beispiel sagst weiß ich nicht keine Überstunden oder E-Mailerreichbarkeit am Wochenende sollte abgedreht werden oder Coachings sind regelmäßig wichtig oder Gespräche führen über Erwartungen über Wünsche über Ziele.
00:22:36: weißt du ich meine gibt's da noch richtig konkrete Faktoren
00:22:39: Definitiv, also zum einen die Haltung gegenüber Arbeit.
00:22:43: Die Einstellung gegenüber Arbeit sollte jeder Unternehmerinnen und Unternehmer für sich einmal hinterfragen und überdenken Denn wenn ich als Manager immer noch im Standpunkt stehe, nur wer hart arbeitet kann viel leisten.
00:22:56: Und dass sozusagen meine Grundhaltung gegenüber Arbeit ist werde ich eine Kultur schaffen in der die Menschen viel arbeiten und viel Druck verspüren was definitiv negativ ist für unser mentales Wohlbefinden.
00:23:07: Das heißt das einmal diese Grundhaltungen zu überdenken und so schauen wie schaue ich eigentlich auf Arbeit?
00:23:12: schon für mich die richtige Einstellung, die tatsächlich zur Produktivität führt gefunden und lebe ich dir im Unternehmen.
00:23:18: Das ist der eine Teil.
00:23:19: Das nächste ist ganz klar diese Themen, die du angesprochen hast natürlich auch darauf zu achten dass eine gewisse Work-Life Balance besteht das Mitarbeitende wenn sie im Urlaub sind auch wirklich im Urlaubs sein können das nach gewissen Arbeitszeiten vielleicht Nachrichten wie im Slack und wir auch immer gescheduled werden auf den nächsten Tag hört sich anstrengend am ersten Moment macht aber einen riesigen Unterschied.
00:23:40: Weil so gibt man wirklich jedem den Raum, der ihn er braucht um auch abzuschalten und nicht immer dauerhaft on zu sein.
00:23:47: Und da kann jedes Unternehmen ja für sich mal schauen was sind denn so die Regeln die wir gemeinsam dafür aufstellen?
00:23:52: Und als nächstes definitiv auch das Thema vielleicht sogar schon im Onboarding zu adressieren, aber auch in Feedback-Gesprächen sogenannte Mental Checkins zu machen.
00:24:00: Also eine Kultur zu kreieren, indem wir uns gegenseitig fragen wie geht es uns eigentlich gerade?
00:24:04: Wie geht das dir wirklich und gibt es etwas dass du brauchst damit du wieder bei hundert Prozent bist oder deine Hunde Prozent halten kannst.
00:24:12: wo stehst du da derzeit?
00:24:13: also diese check ins auch tatsächlich zu machen und einen sicheren Rahmen zu krieren indem die Mitarbeitenden sich trauen darüber zu sprechen wo wir wieder bei der Erhaltung sind.
00:24:21: wie schaue ich eigentlich aufs Thema?
00:24:24: Es ist eigentlich so, dass durch DreamWork die ganzen Folgen von Corona das noch mal massiv zugenommen hat.
00:24:29: Weil ich glaube der Mensch ist ein soziales Tier, den Menschen sind Herdentier und zwar feiern immer alle, dass sie so viel schaffen und doch ihr Privatleben jetzt so gut in die Arbeit einklinken können.
00:24:37: aber die Erfahrung hat ja eigentlich gezeigt, dass man viel mehr arbeitet und sich so detached also abgekoppelt fühlt von anderen Menschen.
00:24:43: war es so einen Booster in die negative Richtung für Mental Health?
00:24:47: Also es ist total spannend was im Corona passiert ist weil ja die ersten Monate Es schien es ja so, als wären alle extrem glücklich über die Remote-Möglichkeit.
00:24:56: Weil alle plötzlich das Gefühl hatten viel mehr Eigenbestimmungen Autonomie zu haben selber zu entscheiden wann sie sich an den Laptops setzen wie Sie sich daran sitzen.
00:25:04: und dass hat sich dann doch relativ schnell gewandelt weil die negativen Konsequenzen oder die Downsides dessen einfach erst mit der Zeit sichtbar geworden sind.
00:25:12: Die sind nämlich genau die die Du genannt hast.
00:25:14: Isolierung denn... Soziales Support-System ist einer der größten Kompensationsmechanismen für Stress.
00:25:20: Das heißt, die soziale Interaktion mit dem Team zusammen zu sein, zwischendurch mit denen zu sprechen kann Stress reduzieren, ist ja komplett weggefallen.
00:25:27: und auf diese Trennung zwischen Privat- und Arbeitsleben, die einfach nicht mehr vorhanden ist weil ich mein Zuhause gar nicht mehr verlasse und rein theoretisch den Laptop mit ins Bett nehme Und das sind zwei Faktoren, die gebraucht haben bis erkannt wurde dass das fehlt.
00:25:43: Das wusste natürlich am Anfang so gesehen keiner und hat auch erst mal bei sich nicht gespürt.
00:25:48: Das ist etwas, was jetzt immer bewusster wird und das ja auch schon dazu führt dass mehr Menschen wieder zurück ins Office kehren weil sie für sich merken okay das kann irgendwie auch noch nicht das wahre sein wenn persönliche Sicht darauf ist dass wir wahrscheinlich Hybridmodelle einfach entwickeln werden.
00:26:01: Und es glaube ich ist auch unsere Zukunft.
00:26:03: Ich persönlich glaub wenig an reine Remote Companies.
00:26:06: Ich glaube aber auch nicht dass wir zu einer hundert Prozent Office Kultur zurückgehen werden sondern dass die Kombination sozusagen aus beiden Welten und damit die Kombination der jeweiligen Vorteile eigentlich der beste Weg sein wird.
00:26:17: Und hast du eigentlich ein Tipp, wie man, sag ich mal dieses Wir-Gefühl die Gemeinsamkeit oder die Gemeindschaft im virtuellen Raum auch abbilden kann?
00:26:24: Ich habe jetzt zum Beispiel öfters Unternehmen, die mir sagen hey wir haben irgendwie eine virtuelle Kaffeeküche.
00:26:29: Dann haben wir einen Meeting Session.
00:26:30: das ist immer der gleiche Link.
00:26:31: kannst du reingehen für den Kaffeeküchen Talk, der ja total wichtig ist.
00:26:34: Hast du da Beispiele wo du sagst so hey Erfolgspraktiken die du gesehen hast und die gut funktionieren?
00:26:40: Ja, also wenn man wirklich diesen kompletten Remote-Weg gehen möchte dann muss man sich Strategien überlegen solche Situationen zu kreieren und auch trotzdem sage mal soziale Momente im virtuellen zu schaffen.
00:26:52: Und das geht natürlich über bestimmte Techniken in Meetings beispielsweise die ersten fünf Minuten zu nutzen, um gegenseitig einen Check-in auch wieder miteinander zu machen.
00:27:01: Psychologische, ich sag mal Coachingübungen mit einzubauen vielleicht einfach mal darüber zu sprechen.
00:27:06: was war ein Erfolgserlebnis dieser Woche?
00:27:08: Was ist mein Highlight der nächsten Woche, was war vielleicht auch ein Lowlight?
00:27:11: also solche bewussten Techniken mit einzugbringen Spiele virtuell zu machen das sind sicherlich alles Methoden das ganz gut hinzubekommen.
00:27:19: wichtig natürlich auch dieses Setup dass dann wirklich alle eingebunden sind und wenn man in einem Unternehmen arbeitet, wo manche Menschen einfach immer remote sind.
00:27:28: Dass man die nicht vergisst, dass man für sie wirklich auch solche Sachen schafft.
00:27:31: Weil das ist glaube ich auch noch mal spannend.
00:27:33: was passiert im Unternehmen?
00:27:34: Wo manche Leute komplett remote sind und andere eigentlich immer im Office entstehen dann da quasi so zwei Lager.
00:27:39: Ich glaub es wird etwas, was man irgendwie lösen muss.
00:27:42: Trotzdem, ich persönlich glaube, dass die Herausforderungen diese sozialen Momente rein virtuell zu schaffen in einer reinen Remote-Kultur einfach, ich würde sagen zehnmal so viel Aufwand bedarf als wenn wir uns in Person sehen.
00:28:00: Das ist ganz klar und die Unternehmen, die sich das vornehmen, die werden auf jeden Fall sehr, sehr viel investieren müssen um das gut hinzubekommen.
00:28:07: Und ich glaube dass wird noch verkannt.
00:28:08: also meine Eindruck ist, dass es viele gibt die sagen ja easy machen wir remote hundert Prozent wird schon klappen und sich nicht ausreichend damit beschäftigen was das eigentlich bedeutet und wieviel mehr Aufwand für diesen menschlichen Faktor und wie das soziale bedeutet.
00:28:24: Und jetzt ist natürlich eine Frage nahe, wenn das dein Beruf ist?
00:28:28: Wie löst ihr denn das Thema Mental Health bei euch in eurer Organisation?
00:28:32: Also lösen ist sowieso nicht das richtige Wort in dem Zusammenhang weil mental health kann nicht gelöst werden und muss es auch gar nicht.
00:28:41: Das ist vielleicht nochmal ein spannendes Sicht darauf.
00:28:43: Es geht vor allem darum, mental health zu verstehen anzunehmen und damit etwas zu tun sozusagen.
00:28:49: Denn wir alle mental health wird immer da sein.
00:28:51: Es wird immer Momente geben, in denen es uns mal nicht so gut geht und es wird auch herausfordernde stressige Zeiten geben.
00:28:57: In jedem Unternehmen.
00:28:58: Das kann man nicht lösen oder eliminieren.
00:29:01: Was man allerdings tun kann ist das Thema wirklich zu sich zu holen im Unternehmen, das Thema zu adressieren, etwas zu machen was dann irgendwann jeder verstanden hat.
00:29:14: als Organisation und Kultur sowie auch als Individuum.
00:29:17: Und dazu gehören beispielsweise, dass wir natürlich viel darüber informieren, viel Edukation über mentale Gesundheit machen.
00:29:23: Unsere Mitarbeitenden haben selber hundert Prozent Zugang zu unserer Plattform können all unsere Formate nutzen.
00:29:29: Es gibt im Onboarding einen Teil, in dem wir über mentale Gesundheit sprechen, indem wir darüber informieren.
00:29:34: beispielsweise mache ich teilweise auch onboardings dazu wo ich darüber spreche.
00:29:38: was bedeutet eigentlich mentale gesundheit?
00:29:40: diese spektrum vorstelle.
00:29:41: dann sprechen wir darüber wie leben wer das bei like meintet und wir haben auch wirklich räume geschaffen in denen Emotionen und unser mentales Wohlbefunden gesprochen wird.
00:29:51: Beispielsweise gibt es einmal im Monat ein Zirkel, in dem sich alle die Lust haben zusammensetzen und wirklich eine Stunde lang nur darüber sprechen wie's ihnen derzeit geht und sich austauschen, sich gegenseitig supporten wie einer Art, ich sag mal Selbsthilfegruppe also diese Gruppenformate an die wir so glauben, die leben ja auch selbst bei uns.
00:30:08: Und das ist meiner Meinung nach der einzige Weg um mentale Gesundheit, Mental Health zu etabliern indem wir anfangen dieses Thema endlich zu beleuchten, darüber zu informieren und die einzelnen darin bestärken und befähigen mit ihrer mentalen Gesundheit lernen umzugehen.
00:30:23: Wie sieht denn so dein typischer Arbeitstag aus?
00:30:25: Wann fängst du an?
00:30:25: wie viele Stunden arbeitest
00:30:27: du?
00:30:28: Das kann man gar nicht immer so genau sagen.
00:30:31: Gefühlt passiert an einem Tag eine Woche oder drei Wochen.
00:30:34: manchmal auch ist es sehr unterschiedlich meine Tage aber meistens starte ich gegen neun Und das ist beispielsweise auch etwas, ich nehme immer morgens zwischen sieben bis neun Uhr komplett Zeit für mich und das ist etwas was ich auch in der Organisation und im ganzen Team kommuniziere.
00:30:48: Jeder weiß dass ich morgens von sieben- bis neuen meine Zeit habe indem ich zum Beispiel Meditäre und mein Sport mache weil das brauche ich um nicht verrückt zu werden und mit meinem Stress und meinem Workout richtig gut umzugehen.
00:31:00: Und dann ist es unterschiedlich.
00:31:01: natürlich gibt es Abende an denen ich länger arbeite Dann gibt es aber auch Abende, an denen ich Zeit habe und mal mit Freunden ein Dinner mache.
00:31:07: Also das ist so und so.
00:31:08: Und da achten wir auch sehr bei uns selber drauf, dass wir da ein gewisserweise in Balance bleiben und uns gegenseitig auch den Rücken frei
00:31:15: halten.".
00:31:15: Weil die meisten Unternehmerinnen, die ich so kenne, da heißt es meistens, sich fangen um neun Uhr an zu arbeiten und dann bis neunzehn Uhr Kinder ins Bett bringen oder wenn man vielleicht noch Single ist, dann bis dreiundzwanzig Uhr.
00:31:27: Da bist du ja ganz stark in diesen Burnout Fallen drin.
00:31:30: Das heißt, vielleicht hast du aus der Eigensicht nochmal so ein paar Tipps wie du dich sag ich mal sane hältst also geistig gesund.
00:31:37: Definitiv.
00:31:38: und dann muss ich sozusagen gerade in unserer Gründer Bubble ist es auch immer noch so ein stigmatisiertes Thema weil Working Hard extrem gefeiert wird.
00:31:49: Stichwort Elon Musk, der in unserer Bubble auch irgendwie als großer Unternehmer immer wieder dargestellt wird und wir alle kennen seine Einstellungen und sich weise auf Arbeit.
00:31:58: Und wenn du mich fragst ist das auch immer noch die Haltung, die in der ganzen Gründer- und Unternehmerbubble gelebt wird?
00:32:04: Daher glaube ich auch fast dass du vielleicht in den seltenensten Fällen ehrliche Antworten auf diese Frage bekommst.
00:32:10: Weil selbst wenn sich jemand mal mehr Zeit rausnehmen würde, würde er es eher oder sie das vielleicht gar nicht öffentlich kundtun Weil das könnte ja bedeuten, dass er oder sie nicht hart genug arbeitet.
00:32:19: Also ich glaube gerade in dieser Bubble müssen wir noch sehr viel daran arbeiten anders mit dem Thema umzugehen und gleichzeitig ist es natürlich so, dass das Unternehmer da sein einfach viel von einem abverlangt.
00:32:30: Man hat zwar viel Autonomie- und Selbstbestimmung und das lässt einen das Ganze auch gut aushalten.
00:32:35: aber wie schon grade sagte an einem Tag fährt man auch mal dreißig Rollercoaster alle Höhen und Tiefen mit.
00:32:42: Und das, was man für sich selbst braucht – und das merke ich auch immer wieder – ist für sich selber Kompensationsmechanismen zu finden, die einen dazu bewegen, anders mit diesen Momenten umzugehen.
00:32:51: Für mich persönlich wie gesagt der Sport am Morgen aber auch manchmal wirklich zu sagen, ich brauche jetzt mal drei, vier Tage auch einmal Urlaub ja, sich auch als Gründer mal Urlaub zu nehmen und das so gut wie möglich einzuhalten.
00:33:02: Dazu gehört dann natürlich auch dass man tolles Team hat oder Mitgründer, die an diesem Rücken frei halten.
00:33:09: Also auch hier kann ich nur allen Gründerinnen empfehlen, fangt an selber zu erkennen was sind eure Kompensationsmechanismen und nutzt sie wirklich?
00:33:16: Weil das ist kein Sprint sondern ein Marathon.
00:33:18: Den Satz
00:33:19: hab' ich auch mal aufgedacht den hasse ich ja.
00:33:20: den Satz so war er sein mag!
00:33:22: Ich weiß es ist so ein blöder Spruch aber er stimmt einfach.
00:33:26: Ich habe das aber öfters.
00:33:27: also sich mit UnternehmerInnen rede dann sagen die mir Ja sorry Schell.
00:33:30: also wenn man in VZ finanziertes Unternehmen macht ist es zum Beispiel nicht möglich ne vier Tage Woche zu machen.
00:33:34: Das geht einfach nicht.
00:33:35: die der Workload Die Anforderungen, du wirst so unter Druck gesetzt.
00:33:38: Wo ich mir so denke weiß ich gar nicht!
00:33:40: Ich glaube natürlich ist es so ein Outlier-Business und Du wirst auf Skalierung getrimmt und Wachstum und das oftmals geht's mit viel Arbeit inher.
00:33:48: also wer selbstständig ist arbeitet selbst und ständig haha okay aber nevertheless ist es immer noch... Also ich glaube dass es oft eine gesündere Organisation ist wenn die Leute nachhaltiger arbeiten und vielleicht doch so dass es einen gut tut als wenn sie sprinten die ganze Zeit.
00:34:01: Ja, die Viertagewoche ist ein spannendes Thema.
00:34:03: Ich würde erst mal auch der Aussage zustimmen dass es nicht so einfach umsetzbar ist in einem wie sie finanzierten Unternehmen Start-up.
00:34:10: Ich glaube allerdings das es nicht grundsätzlich nicht möglich ist.
00:34:14: ich glaube nur solange alle anderen um einen herum fünf Tage komplett in Anführungszeichen durcharbeiten.
00:34:21: also man muss ja in gewisser Weise kompetitiv bleiben.
00:34:23: Das heißt wenn ein Unternehmen noch vier Tage arbeitet wie schaffen wir es dieselbe Produktivität aufrecht zu halten in vier Tagen?
00:34:30: im Vergleich zu allen anderen Unternehmen die fünf Tage arbeiten.
00:34:32: Und ich glaube, dass eher diese Herausforderung das hinzukriegen für die meisten der Zeit noch zu groß ist – weil wir auch noch keine klare Antworten darauf haben.
00:34:39: Das ist ja ein großes Experiment und wenn du mich fragst, ist es glaube ich eher die Scheu davor dieses Experiment jetzt einzugehen, denn in den Start-ups ist sowieso meistens so, dass wenig Zeit und wenig Ressourcen für alles da ist und dann auch noch so ein großes Experiment anzugehen was einen im Zweifel Produktivität und Leistung kostet.
00:34:56: Ich glaube, das Risiko ist gerade einfach keiner bereit gewesen bisher einzugehen.
00:35:02: Also ich habe eine Beobachtung, dass Frauen oft ihre Zeit besser einteilen als Männer und es hat glaube ich damit zu tun, dass aus unserem gewachsenen Gesellschaftsbild welche Rolle Männern, welche Rolle Frauen einnehmen.
00:35:12: Es sind oft die Frauen, die sich um die Kinderbetreuung kümmern.
00:35:15: Wir lassen jetzt mal außen vor ob das irgendwie cool ist oder geändert gehört usw.. Fakt ist, man kommt aus so einer Richtung gerade und ich habe beobachtet dass wenn Frauen quasi diese Bälle jonglieren sie natürlich viel wertvoller mit ihren Ressourcen umgehen.
00:35:28: Dass die sich sehr genau überlegen... Ich hab so viele Stunden Arbeitszeit dann muss ich den Kleiner oder die Kleiner abholen oder muss noch kochen einkaufen, dies das jenen ist, dass die in diesem Monus sind diese Effizienz zu denken.
00:35:38: Und jetzt gibt es auch mal mehr Working Dads!
00:35:40: Working Mums und Caring Dads, was ja cool ist.
00:35:42: Aber da gilt es genauso... Deswegen haben wir meine Hypothese sogar, dass wenn man vier Tage arbeiten würde und sich dann fragt die kriege ich den Workload von fünf auf vier Tage gepresst und viel effizienter wirst und damit viel Wettbewerbsfähiger.
00:35:52: Meinst du das geht oder bin ich da ein bisschen illusorisch unterwegs?
00:35:55: Ich glaube auch, dass das geht.
00:35:56: Also ich bin grundsätzlich immer pro Innovation und neue Dinge auszuprobieren und nicht immer nur an Alpen festhalten weil es einigermaßen funktioniert.
00:36:04: plus wir sehen ja, dass die aktuelle Arbeitswoche wie wir sie leben mir anscheinend dazu führt, dass viele Leute ausgebrannt sind und das Gegenteil von produktiv sind.
00:36:11: Ich bin auch gar kein Fan von diesem.
00:36:12: Ich arbeite jeden Tag bis Mitternacht Weil dann schaffe ich mehr, glaube ich nicht dran.
00:36:16: Dann ist man deutlich unproduktiver.
00:36:18: Ich habe allerdings noch keine Lösung dafür wie man es eben schafft tatsächlich in diesen vier Tagen dann produktiver zu werden.
00:36:24: Die Forschung zeigt ja schon, dass das möglich ist, dazu gehören dann Techniken zu erlernen.
00:36:28: wie mache ich Zeitmanagement gut zum Beispiel auch mit Pausen, Timeboxing zu arbeiten und ich glaube, dass es einfach viel Training erfordert.
00:36:35: Ich glaube aber wirklich, dass was funktionieren kann und zur höhere Produktivität und auch zu größerer Motivation und Zufriedenheit führen kann.
00:36:41: Es braucht nur dann irgendwann die Vorreiter, die diesen ersten Schritt gehen und ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass wir das irgendwann ausprobieren Wenn wir an einer Stage sind, in der vielleicht ein, zwei Leute mehr im Team haben und die Ressourcen zur Verfügung.
00:36:54: Weil das ist am Ende wirklich eine Zeitungressourcenfrage.
00:36:56: Und ich meine jetzt haben wir über einen Thema noch gar nicht so stark geredet.
00:36:59: also ich frage es mit diesen Tagesabläufen auch mal insofern bisschen machst du einen Format wo ich regelmäßig mit Unternehmerinnen diese erfolgreich sind oder auch ManagerInnen rede?
00:37:06: Okay, was ist denn ein typischer Tagesablauf?
00:37:09: Dann frage ich am Anfang immer das Gespräch.
00:37:10: Was betratest du als glücklich sein und Erfolg?
00:37:13: Du kannst dann sehen, wenn du den Tag mit ihnen durchgehst, dass sie wenig Zeit auf das verwenden, was sie glücklich macht in der Regel ihre Familie.
00:37:19: Meistens ist es so dieses Bingo, was ich gerade gesagt habe.
00:37:21: Und da hab' ich gedacht zu okay wow die lügen sich alle so in die Tasche.
00:37:24: hey!
00:37:25: Guck mal, die erzählen das macht sie glücklich und dann räumen sie dem aber gar keine Zeit ein.
00:37:28: Das ist ja fast wie so eine Sucht und ich kenne es ja auch.
00:37:30: Was haben wir alle?
00:37:30: So'n bisschen diese Gratificationen, die man daraus sieht
00:37:32: etc.,
00:37:33: etc.
00:37:33: Und gerade gestern habe ich das Christoph Werner erzählt von der Ebererin.
00:37:36: Du guck mal, ich hab die Beobachtung gemacht sowieso oder meint er schon, die haben einfach ihre Glück falsch beschrieben!
00:37:40: weil es vielleicht auch so ein bisschen sozial erwünscht ist, was man da sagt.
00:37:43: Es gibt ja so einen Flowzustand in der Arbeit das du sozusagen vielleicht Meetingmarathon hast aber stimuliert dich total krass!
00:37:48: Das heißt, es ist gar nicht so dass eine macht dich glücklich und das andere nicht, sondern beides macht sich glücklich.
00:37:52: und dann sind wir bei diesem Thema pro Stress und des Stress eigentlich also guter Stress und schlechter Stress.
00:37:57: Was ist denn so dein Blick darauf?
00:37:59: Also ich würde das auch so sehen, dass die vielleicht ihr Glück noch gar nicht selber so gut benennen können.
00:38:04: Was macht sie eigentlich alles glücklich?
00:38:05: Denn ich bin auch der Meinung Erst mal muss man sagen, wir Menschen sind hier auch nicht komplett blöd.
00:38:10: Also wir suchen uns ja auch Jobs und machen all das und verbringen so viel Zeit darin weil es uns irgendwas gibt.
00:38:16: So funktioniert unser Gehirn sonst würden wir das nicht machen.
00:38:19: Jetzt muss man natürlich unterscheiden ich würde sagen zwischen zwei Lagern.
00:38:23: Ich glaube schon dass es Menschen gibt die einen bestimmten Job ausüben eher destruktiven Gründen oder negativen Aspekten, weil sie innerlich einen negatimen Antreiber haben und glauben, sie müssten irgendwem in der Welt ihren Eltern-Wirmen auch immer noch etwas beweisen.
00:38:36: Und dementsprechend sich durch ein Job jahrelang durchquellen, der ihnen eigentlich gar keine Freude bereitet.
00:38:41: Wo Sie sich fragen, warum mache ich das ja eigentlich?
00:38:43: Das ist ja gerade diese große Welle die losgeht es, wenn immer mehr Menschen sich fragen was ist eigentlich der Sinn für den ich losgehen möchte.
00:38:49: Was schön ist dass wir da jetzt so langsam mit diesem Wandel kommen!
00:38:52: Ich glaube... auch ein großes Lager an Menschen, die wirklich einen Job machen, der ihnen eigentlich Spaß macht.
00:38:57: Und in diesem Job finden wir ja auch Erfüllungen, weil wir uns gebraucht fühlen und den Eindruck haben, dass wir mit unserem Tun etwas bewirken können.
00:39:05: Auch das Thema Selbstwirksamkeit ist für einen Menschen ganz wichtig um Motivation zu fühlen oder zu Friedenheit zu empfinden.
00:39:11: Dieser Punkt, dass sie vielleicht mit ihrem Job etwas erfüllen einem Sinn folgen und nachgehen, der ihn Freude bereitet.
00:39:17: Dementsprechend kann man definitiv im Job auf der Arbeit und auch in Meetings und auch wenn ich am Laptop sitze, extrem viel Freude verspüren.
00:39:25: Wenn ich für mich eben schon herausgefunden habe was sind eigentlich die Dinge, die mich glücklich machen?
00:39:30: Was ist der Sinn, für den ich arbeiten möchte?
00:39:32: Wodurch kann ich besonders gut wirken?
00:39:35: Kenne ich meine Stärken?
00:39:36: Kann ich die jeden Tag zeigen und einbringen in dem Job, den ich
00:39:39: mache?".
00:39:40: Und natürlich ist Familie und Freunde sehen das es auch ein großer Teil, der uns glücklich macht und trotzdem eben auch nur einen Teil.
00:39:46: also ich glaube Es ist wie so ein Kuchen, der aus verschiedenen Kuchenstücken besteht.
00:39:50: Der dann unser Glück letztlich definiert und unsere Zufriedenheit.
00:39:53: Ich glaube es gibt verschiedene Stichworte wahrscheinlich.
00:39:55: Wirksamkeit, Spüren, Purpose haben in Resonanz gehen.
00:39:59: Ich glaub das sind alles Faktoren.
00:40:01: und vielleicht als letzte Frage an dich noch.
00:40:03: Wir lassen mal heute das Bingo weg mit Wie finanzierte euch?
00:40:06: Wie macht ihr Marketing?
00:40:06: Wir sind mal nicht auf der Zahlen-Sachebene sondern mal auf der Input-Ebene.
00:40:11: Was wären deine abschließenden drei Tipps wenn Menschen sich mit dem Thema Mental Health beschäftigen möchten, gerade auch wenn es Führungskräfte sind.
00:40:17: Was würdest du so als drei Sachen noch mit auf den Weg geben, wenn man gerade in der ersten Schritt geht?
00:40:21: Also Tipp Nummer eins sozusagen zum Einstieg Wenn ihr wirklich Lust habt euch mit diesem Thema Mental Health und euch selbst letztlich auseinanderzusetzen macht mal ein erstes Coaching mit jemandem.
00:40:33: ja also sucht euch einen Coach eine Psychologin einem Psychologen mit dem ihr einfach mal eine Session macht, in der ihr über das Thema spricht was euch vielleicht gerade durch den Kopf geht.
00:40:42: Es kann irgendwas sein also ihr müsst keine große Krise dafür haben oder eine riesige Lebensfrage sondern das kann irgendein Thema sein bei dem ihr sagt da habe ich immer schonmal mich gefragt warum ist es eigentlich so in meinem Leben als Beispiel?
00:40:54: und ich glaube diese erste Session ist ein guter Einstiegspunkt um mal mit der Selbstarbeit und der Reflexion zu beginnen weil das gegenüber meistens so spannende Fragen stellt und damit zu Erkenntnissen verhilft, die ich selber in der Reihen selbst arbeite.
00:41:08: In der reinen Selbstreflexion, so nie erkennen würde weil was uns selber angeht haben wir immer einen blinden Fleck.
00:41:13: also das wäre Tipp Nummer eins.
00:41:15: Tipp Nummer zwei wäre sich selber mal zu fragen wo stehe ich denn vielleicht eigentlich gerade auf diesem Spektrum ja?
00:41:24: Und in welchen Bereichen in meinem Leben bin ich dann beispielsweise gerade erfüllt?
00:41:27: Also was bedeutet eigentlich für mich Glück und Erfüllung?
00:41:30: sind alle meine Lebensbereiche wie beispielsweise Jobbeziehung, Familie usw.
00:41:35: Sind die eigentlich erfüllt oder ist da noch Handlungsspielraum und Luft nach oben?
00:41:39: Das heißt für sich mal so den Status quo zu erfassen wo stehe ich da?
00:41:42: gerade eine Übung, die ich extrem gerne selber mache jedes Jahr zu Beginn des Jahres und in der Mitte des Jahres das Lebensrad.
00:41:49: viele, die meine Pussings lesen haben das bestimmt auch schon dreißig Mal gelesen.
00:41:52: aber das ist ne schöne Übung die man machen kann.
00:41:54: Und Tipp Nummer drei Ich würde fast sagen vielleicht sogar mal ja.
00:41:59: Zip Nummer drei ist einfach mal mit anderen über dieses Thema sprechen.
00:42:03: Weil das ist auch eine ganz spannende Erfahrung, wenn man mitkriegt die sehr dieses Thema jeden Einzelnen von uns beschäftigt und in dem Moment in dem wir mit kriegen... Ach krass!
00:42:14: Die anderen denken da ja auch drüber nach oder die anderen haben auch mal schwierigere Phasen.
00:42:19: In dem moment öffnet sich so ein neuer Erfahrungsraum und es ist ein neurer Horizont Indem wir plötzlich merken, hey das geht uns allen so.
00:42:25: Wir sind alle Menschen und jetzt haben wir sogar einen Raum geschaffen in dem wir da gemeinsam drüber sprechen können.
00:42:30: Kimberlieb!
00:42:30: Es war mir eine große Freude.
00:42:32: ich hoffe wir haben ein paar Menschen vielleicht auch mal sensibilisiert und die eine oder andere geistige Tür aufgemacht und ich glaube es wird noch viel dazu besprechen geben.
00:42:39: und von daher erst einmal vielen herzlichen Dank und natürlich ganz viel Erfolg dass ihr euch in den wahrscheinlich nicht ganz unumkämpften Markten auch gut durchsetzt.
00:42:45: Danke dir!
00:42:45: Danke dir Joel
00:42:46: hat Spaß gemacht.
00:42:50: Danke fürs Zuhören beim Digital-Kompakt-Podcast.
00:42:54: Du merkst, jetzt siehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus!
00:42:59: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen – und hey, je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.
00:43:08: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen und Kollegen von uns.
00:43:12: Bis zum nächsten Mal.
Neuer Kommentar