Cleanhub 🌊 : Lässt sich mit diesem Ansatz Ozeanplastik bekämpfen? | #Unternehmensführung 🧠

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | Schätzungen zufolge wird eine Menge von 11 bis 14 Millionen Tonnen pro Jahr Plastik in die Meere eingetragen. Das entspricht einer Lastwagenladung pro Minute. Die Konsequenzen sind bekannt. Mittlerweile wurde Mikroplastik sogar in der Muttermilch von Frauen nachgewiesen. Dass es so nicht weitergehen kann, liegt klar auf der Hand. Joel Tasche hat sich diesem globalen Problem angenommen und möchte mit seinem Business Cleanhub Lösungen anbieten. Joel zeichnet das Problem der Umweltverschmutzung auf und erklärt, wie Cleanhub dafür sorgen will, dass Plastik gar nicht erst ins Meer kommt. Du erfährst... …wie Cleanhub die Weltmeere vom Plastik befreien will …vor welchem globalen Problem wir mit Plastik stehen …das Geschäftsmodell von Cleanhub …welche verschiedenen Kunststoffgruppen es gibt …warum wir so viel Plastik produzieren und verwenden …Cleanhubs Umsatzzahlen …warum Investoren in den Kampf gegen Plastik einsteigen …welche Länder die Hauptemittenten von Plastik sind ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Joel Tasche, Founder & CEO Cleanhub __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema   (00:01:15) Das Problem mit Plastik   (00:05:19) Hauptemittenten von Plastik   (00:12:59) Verschiedene Kunststoffgruppen   (00:18:45) Warum stellen wir so viel Plastik her?   (00:22:18) Cleanhubs Produkt   (00:42:55) Cleanhubs Umsatzzahlen   (00:48:03) Investoren und der Kampf gegen Plastik   (00:55:22) Konzepte zur Vermeidung von Plastikmüll __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:07: Hallo Leute, mein Name ist Joel Kaczmarek.

00:00:18: Ich bin der Geschäftsführer von Digital Compact und heute ein Herzensthema von mir.

00:00:22: es geht nämlich um den Faktor der Plastikreduktion.

00:00:25: Und da ist mir ein spannendes Unternehmen mit dem schönen Namen CleanHub untergekommen.

00:00:29: Das wird geleitet von einem Mann, der heißt mit Vornamen ebenfalls Joel, nämlich Tasche.

00:00:32: Also kann er so großartig sein!

00:00:34: Bin ich mehr sehr sicher.

00:00:36: Und Cleanup hat sich verschrieben, der Mission Weltmeere von Plastik zu befreien bzw.

00:00:41: eigentlich genauer gesagt dafür zu sorgen dass das Plastikkart nicht erst hinzumehr kommt.

00:00:44: Also werde ich mit dem lieben Joel mal anfangen darüber zu reden Was ist denn eigentlich so die weltweite Situation in Sachen Plastika im Meer?

00:00:49: Was gibt es da für Plastiksorten?

00:00:50: Wo kommt das her?

00:00:51: Wo sollte man ansetzen?

00:00:52: und dann werden wir mal eintauchen wie sieht eigentlich so sein Produkt aus und was für ein Geschäftsmodell hatte darauf aufgebaut?

00:00:56: Denn er hat zum Beispiel mit Lakestar von meinem guten Bekannten Dem lieben Klaus Hommels, auch ein sehr namenhaften Investor.

00:01:02: Also auch Menschen riechen da wohl Gewinnpotenzial was ja das Coolste ist oder was Gutes macht und dann auch noch Geld mit verdient.

00:01:07: Deswegen ich bin heute total gespannt freue mich dass ich dem mal eine Bühne geben kann.

00:01:10: und ja Werter Namens Vetter herzlich willkommen!

00:01:12: Ja vielen lieben Dank.

00:01:13: ich freu mich sehr hier zu sein.

00:01:15: Lass uns mal anfangen, wie angedroht.

00:01:18: Was bedeutet eigentlich der Faktor Plastik im Meer?

00:01:21: Jeder hat schon von diesen Garbage-Patches gehört, die es in den Meeren gibt, diese schwimmenden Plastikkinseln und Mikroplastik steht auf jedem Duschgill drauf.

00:01:27: aber vielleicht kannst du immer so ein Big Picture geben wo wir da gerade stehen.

00:01:30: Plastikt ist ja ein Phänomen.

00:01:33: Der Industrialisierung ging richtig los in den neunzehntenfünfziger Jahren.

00:01:38: das Wachstum ist extrem exponentiell und geht auch immer weiter und immer weiter bei ca.

00:01:45: elf bis vierzehn Millionen Tonnen, die jährlich ins Meer gehen.

00:01:48: das ist ungefähr ein... wie man es so kennt einen Müllauto vollgeladen mit Plastik pro Minute der da ins Meer geschüttet wird um auf diese elf bis zehn Millionen Tonne zu kommen.

00:02:00: also es ist wirklich massiv viel und das ist nur die Spitze des Eisbergs.

00:02:04: Das ganze Thema geht eigentlich viel früher los.

00:02:06: wir sind aktuell bei einem ungefährlichen Volumen von dreihundertfünfzig bis vierhundert Millionen Tonn an Kunststoff, die pro Jahr produziert werden.

00:02:14: Und das ist wirklich schwer zu visualisieren, wenn man sich mal vorstellt wie leicht Plastik eigentlich is'.

00:02:20: Also ein Kilo Plastikk... Wenn man es jetzt nicht sonderlich zusammendrückt, füllt das ungefähr so einen Fünfzig bis Sechzig Liter Müllbeutel Zuhause und das Mal ein paar Millionen.

00:02:29: dann kann man sich den Volumen ungefähr vorstellen.

00:02:31: Also muss man nochmal hervorheben!

00:02:33: Man redet gar nicht nur von rein im Gewicht sondern wirklich vom Volumen von Masse was das quasi an Raum eindimmt im Meer.

00:02:39: Man kennt ja so die Horror-Storys.

00:02:41: Bei uns im Aquarium in Berlin gibt es mittlerweile Aquarene, da sind keine Fische drin, sondern das Schwimmplastikflaschen.

00:02:45: und dann steht daneben wie lange es dauert zu zersetzen?

00:02:48: Also hast du damals einen Benchmark?

00:02:50: Wenn's ums Volumen geht wir haben ungefähr hochgerechnet wenn wir so ein Vierzifuß Container mit Plastik füllen würden und auch da wieder das Material nicht sonderlich stark komprimieren, dann fast ein Vierzig Fuß Schiffskontainer ungefähr sowas um eine Tonne an Kunststoff.

00:03:07: Ich habe in Sri Lanka einen voll beladenen Lkw mit Wasserflaschen gesehen und dachte, das ist ja wahnsinnig viel.

00:03:12: Und es war so ein sieben-halb Tonner gewesen und da waren am Ende des Tages fünfhundert Kilo an Kunststoffflasche hinten drauf.

00:03:18: Das ist ein großes Problem.

00:03:20: oder was im Verpackungsbereich hervorragend ist, dass das Material leicht und versatil ist, leicht formbar

00:03:26: usw.,

00:03:27: ist hinten raus ein riesengroßes Problem weil die Logistikosten extrem hoch werden.

00:03:32: wenn du ein leichtes Material hast und was viel Stauraum benötigt, ist das einfach sehr teuer zu transportieren.

00:03:38: Und es baut sich eben auch nicht gut ab.

00:03:41: Wieder, was in der Verpackung hervorragend ist, dass ein sehr stabiles Material ist, was seine Eigenschaften nicht ändert, ist hinten raus.

00:03:48: aber ein Problem weil wenn das Zeug einmal in der Umwelt landet dann hat man das Problem, dass es zwar zerfällt Aber es zerfällt eben in Mikroplastik.

00:03:56: Und das wiederum sorgt dann für Probleme, weil sich an dieses Mikro-Plastik gerne Giftstoffe anhaften im Meer.

00:04:03: Diese Giftstoffen mit dem Plastik werden von Fischen oder Plankton aufgenommen und gelangt so auch in die Nahrungskette.

00:04:11: So schafft es über die Nährungskatte des Mikro Plastiks mittlerweile bei uns ins Blut.

00:04:16: Man hat's schon in der Plazenta gefunden, man hat das in der Muttermilch gefunden.

00:04:21: Es hat also den menschlichen Körper.

00:04:24: Es ist noch relativ unklar, was da wirklich die gesundheitlichen Schäden sind, die man davon trägt.

00:04:30: Aber das ist ein chemisches Produkt!

00:04:32: Und ich persönlich muss das jetzt auch nicht bei mir im Blut haben.

00:04:34: Meine mal gelesen zu haben, dass Plastik und Blut wie Hormone wirken.

00:04:38: Ich glaube es wird definitiv was machen... Wie lange dauert es zum Zerfallen?

00:04:42: Hab ich so etwas mit neunhundert Jahren richtig im Kopf oder ist es sogar noch mehr?

00:04:45: Zwischen vierhundert bis neun-hundert Jahre.

00:04:48: Es dauert auf jeden Fall sehr lang!

00:04:49: Und ich bin bei sowas immer auch ein bisschen vorsichtig weil man hat ja jetzt noch nie wirklich einen Beobachtungszeitraum aufstellen können Und weil so lange gibt es Kunststoff noch nicht.

00:04:57: Ich weiß nicht, wie das da wirklich die Methoden sind um das dann auch zu berechnen und man weiß einfach nur dass es sehr sehr lang gedauert und diese Zersetzung in Mikroplastik einiges haben Probleme mit sich fühlt er.

00:05:06: Und sagen wir mal wer sind so die Hauptimitenten eigentlich von Kunststoff?

00:05:09: Also ich habe immer so den Eindruck man hört irgendwie immer in die Richtung Südostasien.

00:05:13: und welche Inseln?

00:05:14: China?

00:05:14: vielleicht viel aber auch wirklich... ich überleg gerade was ich mir so gehört hab Richtung Indonesien, meine ich höre immer relativ viel.

00:05:20: Ist es so das oder wer verursacht das eigentlich?

00:05:22: Das sind ehrlich gesagt zwei unterschiedliche Fragen.

00:05:25: die größten imitenten wenn's darum geht wo kommt hier Plastik in die Meere?

00:05:29: da ist tatsächlich China noch an Stelle Nummer eins.

00:05:33: allerdings muss man auch dazu sagen dass sie bis vor ein paar Jahren dass die knapp dreißig Prozent vom Plastikvolumen von Europa und USA aufgenommen haben.

00:05:40: Und dann haben sie irgendwann gesagt, wir möchten dieses Material hier nicht mehr importieren.

00:05:43: Wir möchten das nicht bei uns haben.

00:05:45: Das hat den ganzen europäischen Markt unter Schock gesetzt oder auch dem amerikanischen Markt, weil er teilweise selber gar nicht die Infrastruktur hatte mit dem Abfall umzugehen.

00:05:55: Dann wurde sich nach neuen Exportländern... Umgeschaut und da hat man dann die Türkei gefunden, vieles geht mittlerweile nach Polen.

00:06:02: Aber auch andere südostasiatische Länder sind davon betroffen Indonesien, Malaysia.

00:06:07: Also auf der einen Seite haben wir auch die illegalen oder teils illegalen Abfallexporte aus Europa raus in diese Länder.

00:06:15: Und dann hat man vor Ort das Phänomen, dass Kunststoffvolumen ungefähr zwei bis dreifach über GDP growth wächst.

00:06:23: Wenn man sich anschaut wo wächst GDP gerade relativ schnell, Indien, Indonesien.

00:06:30: Die Leute werden glücklicherweise reicher, leben ein besseres Leben, kommen an den Lebensstandard ran, den wir hier genießen dürfen und damit steigt der Konsum und auch das Abfallvolumen.

00:06:40: Und dann ist einfach das Problem, dass es in vielen Ländern keine geregelte Abfallwirtschaft gibt.

00:06:45: Bei uns ist das Ganze ja auch relativ neu.

00:06:48: die etwas ältere Generationen kann sich da vielleicht noch daran erinnern, dass man teilweise früher auch in Deutschland seinen Müll im Garten verbrannt hat keine geregelte Abfallwirtschaft so in dem Sinne gab.

00:06:59: und das ist ein Entwicklungsschritt, der jetzt gerade in vielen Ländern an der Welt auch stattfinden muss.

00:07:05: Das heißt es wird Abfall produziert aber es gibt keine Industrie die diesen Abfall dann auch wirklich auffängt.

00:07:10: um einmal eine Statistik zu zitieren Es gibt knapp zwei Milliarden Menschen die heute nicht an einer Abfallhinsorgung angebunden sind Und auch das große Zahlen, um es mal in Perspektive zu setzen.

00:07:21: Man geht davon aus dass es bis zwei Tausend Vierzig vier Milliarden Menschen sind die nicht an Abfallensorgung eingebunden sind weil im Bevölkerungswachstum viel in den Ländern stattfindet wo es heute keine Abfallwirtschaft gibt.

00:07:31: und um all diese Menschen anzubinden müsste man pro Tag fünfhunderttausend Menschen mit Abfallinsorgung versorgen um zwei tausend vierzig eben nicht mehr diese vier Millionen Menschen zu haben die nicht angebunden Das ist so eine Größenordnung ungefähr statt zürich.

00:07:48: Also liegt einiges an Arbeit vor uns.

00:07:50: Ich meine also erster Faktor, was für einen Ausmaß an Asozialität haben wir eigentlich als Staat und als Staaten verbunden?

00:07:56: Dass wenn man uns schon unseren Müll nicht mehr abnimmt, dass anstatt wir uns mal hinsetzen und zu lernen, was wir damit tun das wir wieder auf Länder gehen die das jetzt bestimmt nicht irgendwie besser machen als wir es machen würden.

00:08:05: Und das zweite ist... Ich weiß ganz ehrlich, mach dich das nicht mal depressiv.

00:08:08: Wie willst du als Menschheit noch überleben?

00:08:10: Da ist doch der Kollaps vorprogrammiert, wenn du sagst, du bist jeden Tag hier einmal zürich quasi mit Obsalversorgung versehen.

00:08:16: Ansonsten ... Zack

00:08:17: also Kampf

00:08:19: gegen Windmühlen!

00:08:20: Ja kann man auf jeden Fall so stehen lassen zu einem gewissen Grad.

00:08:24: Man muss beim ersten Punkt auch sehr stark differenzieren.

00:08:27: es gibt ganz viele hervorragende Unternehmen und ganz viele Hervorragenden Menschen in Deutschland und auch weltweit, die wirklich gute Arbeit in der Abfallwirtschaft machen und dahinterher sind.

00:08:39: Und dann gibt es allerdings natürlich auch schwarze Schafe, wo es dann über Strohmannfirmen eben diese illegalen Exporte gibt – die EU probiert das sehr stark zu regulieren.

00:08:48: Die EU ist grundsätzlich sehr, sehr stark dem Thema Kreislaufwirtschaft hinterher.

00:08:52: Das muss man denen auch mal zugute halten.

00:08:55: aber es gibt schon durchaus kriminelle Machenschaften in diesem Markt weil da können wir auch gleich ein bisschen darauf eingehen.

00:09:01: Es ist immer sehr, ökonomisch getrieben, was mit diesem Müll passiert.

00:09:05: Zum zweiten Punkt mit der Depression gebe ich dir recht.

00:09:08: das gibt dann Zitat von dem Gründer von Patagonia der eigentlich von sich selbst also ich hoffe ich zitiere ihn jetzt nicht komplett falsch aber der von sich auch selbst sagt er ist eher ein Pessimist.

00:09:18: aber das einzige was eben gegen diese depressive Stimmung hilft es Dinge zu machen und so sehe ich das auch ein bisschen nichts zu tun ist auch keine Lösung.

00:09:26: mega Wenn du grade sagst, es gibt irgendwie ein schwarzes Geschäft sozusagen oder kriminelle Machenschaften.

00:09:31: Woraus erklärt sich das?

00:09:32: Also ist es so dass ich Geld sparen will wenn ich's nicht vernünftig entsorge und im Gegenteil so dass Ich Geld verdienen kann wenn ich damit irgendwie das Schindluder treibe.

00:09:39: was man wissen muss ist schauen wir uns wieder die großen zahlen an neun Prozent vom kunststoff global wird recycelt Das bedeutet eine neunzig prozent wird nicht recyclet.

00:09:48: und wenn man sich dann fragt was passiert mit diesen einen neunzig prozent Dann ist relativ klar dass dieses materiellen sorgt werden muss Und den Sorgung kostet immer Geld.

00:09:55: Thermische Verwertung wahrscheinlich, oder?

00:09:56: Ja

00:09:57: genau.

00:09:57: Thermisch Verwertungen spielt eine sehr große Rolle und selbst das gibt es aber in vielen Ländern nicht.

00:10:02: Selbst die thermischen Verwertungsverwertungen kosten in vielen Fällen Geld weil ich habe mir da für viele Millionen so eine Art Verbrennungsanlage hingestellt Die produziert Strom hat aber nicht den gleichen Wirkungsgrad wie zum Beispiel andere Energiequellen.

00:10:18: Das heißt ich muss irgendwo ein Ausgleich schaffen und das heißt ganz viele von diesen Abfall für Brennungsanlagen muss man bezahlen, wenn der Müll angeliefert wird.

00:10:27: Wenn wir jetzt ein einfaches Rechenbeispiel machen das kostet hundert Euro die Tonne diesen Abfall dort zu entsorgen und ich bin jemand der in diesem Abfallmanagement-Geschäft tätig ist und ich krieg plötzlich von jemandem keine Ahnung... Ich will jetzt nicht mit dem Finger auf den Land zeigen!

00:10:41: Ich bekomme aus einem asiatischen Land das Angebot dass sich dieses Material dort für zwanzig Dollar entsorgn kann weil irgendein Farmer sagt hey großes Grundstück, da kannst du es einfach draufschmeißen.

00:10:54: was dann passiert nach Medizinflut.

00:10:56: Dann überlege ich mir okay ich habe nochmal zehn Dollar irgendwie Transportkosten.

00:11:00: dahin mache ich weil ich spare mir siebzig dolle Entsorgungskosten und so fangen diese illegalen Geschäfte eigentlich an.

00:11:07: also es geht darum Geld zu sparen in der Entsorgerung und das ist ein bisschen wie beim Strom der sich mit dem Weg des geringsten Widerstand sucht sich Abfall eben häufig den Weg der geringste Kosten.

00:11:19: Das ist ein riesengroßes Problem und diesem Problem kann man eben über zwei Wege beikommen am Ende des Tages.

00:11:24: Entweder designst du Produkte so, dass sie auch nach ihrem ersten Lebenszyklus noch einen Wert haben entweder zum Beispiel über den Materialwert.

00:11:33: Man denkt mal an das Pfannsystem wo der Flasche künstlich dieser Wert von twenty-fünf Cent gegeben wird.

00:11:39: dadurch haben wir Rückführungsquoten von ich glaube achtundneinzig Prozent in Deutschland.

00:11:43: also dieses System funktioniert hervorragend.

00:11:45: um es noch ein bisschen plakativer zu machen Eine Schokoriegelverpackung wiegt genauso viel, wie ein fünf Euro Schein.

00:11:50: Man sieht relativ wenig fünf Euro-Scheine in der Natur aber relativ viele Schokoverpackungen.

00:11:54: Dieses Material hat dann häufig einfach keinen Wert mehr.

00:11:57: und wenn ich das aber besser designen so dass es eben wieder recycelt werden kann, sodass es irgendwo einen Marktteilnehmer gibt, der sagt hey dieses Material hatten wert für mich und ich kann ihm das verkaufen Dann gibts irgendwo auch eine Industrie die sagt Hey!

00:12:08: Ich hab'n Interesse daran dieses Material zu sammeln um diesen Recyler dann irgendwo weiter Verkaufen zu können Sobald dieser Effekt ausfällt, sobald die Kosten für die Abversammlungen höher sind als der Wert von dem Abfall selber.

00:12:22: in den Moment habe ich eine Verschmutzung.

00:12:24: Und sagen wir mal warum ist es so?

00:12:25: das Plastik de facto kein Rezyklatis?

00:12:27: Also an und für sich möchte man ja meinen... Gerade so Hardplastik-Sachen, wenn ich sie nur schredder und Kabelumwandelungen draus mache, muss man ja was mit tun können.

00:12:36: Ich meine mich zu erinnern, dass es keine Plastikstandards gibt, wo man sich auch wundert, warum so etwas nicht gibt.

00:12:41: Manchmal, wenn man Flaschen anguckt, steht da unten immer ein Dreieck mit rundem Ecken drauf und eine Nummer drin, aber dann sind's Poli-Itilien eins zwei drei oder vier und keiner weiß, was drinnen ist.

00:12:50: Liegt das daran?

00:12:50: Oder woran liegt das?

00:12:51: Das spielt ne sehr große Rolle.

00:12:53: Wenn man sich z.B.

00:12:54: ne Standardwasserflasche anguckt ... Polyethylene tereftalat, PET.

00:12:59: Das ist das was eigentlich jeder kennt und da steht dann auch die Kennung mit drauf.

00:13:03: es gibt dann noch HDPE das sind so die Shampooflaschen.

00:13:06: Dann gibt's LDPE, das sind eher die Foliengeschichten.

00:13:09: dann hast du noch PVC also polygenylchlorid viel in Fenstern und den Böden verbaut.

00:13:14: Es gibt acht übergeordnete Gruppen an Kunststoffen aber diese acht Gruppen kann ich untereinander nochmal weiter mischen weil eine Verpackungen hat immer den Zweck des Produktes was verpackt wird zu schützen.

00:13:26: Und die unterschiedlichen Kunststoffarten haben unterschiedliche Materialeigenschaften, LDPE ist eben sehr flexibel, daraus mache ich Filofonien, HDPE funktioniert sehr gut im chemischen Bereich weil es sich nicht so leicht angreifen lässt.

00:13:37: und dann wenn Verpackungsarten kombiniert und grundsätzlich kann man sagen je weniger hier gemischt wird je mehr Monomaterial.

00:13:46: Ich habe also zum Beispiel eine Wasserflasche aus reim PET, lässt sich hervorragend recyceln weil nur ein Material drin verbaut ist.

00:13:52: Wenn ich jetzt aber eine Chippstüte nehme wo ich irgendwie elf zwölf Lagen an verschiedenen Materialien hab und einer davon ist auch noch Aluminium dann habe ich einen Problem.

00:14:00: das sind die sogenannten Meerschichtverpackungen.

00:14:02: und diese Meerschlicht Verpackung kriege ich mechanisch kaum recycled extrem schwer.

00:14:08: Nur mit einem sehr, sehr hohen finanziellen Aufwand kann ich dieses Material irgendwie wieder voneinander trennen und recyceln.

00:14:13: Und ja dann wird das halt nicht gemacht wenn es irgendwann zu teuer wird.

00:14:17: Weil auch da wieder aus einer ökonomischen Betrachtung super interessant.

00:14:21: Normalerweise entwickelt sich der Preis irgendwo an der Nachfrage.

00:14:24: Jetzt ist es so... Auch da, wenn ich wieder das Beispiel von einer Wasserflasche nehme Ich kann das aus neuem Material machen.

00:14:30: Das kommt irgendwo vom Ölplattform hin zum Chemiker, der das Ganze durch eine Raffinerie jagt Kunststoff herstellt, Flasche produziert.

00:14:39: Das ist eine Industrie da als gar keine Effekte ohne Ende.

00:14:42: auf der anderen Seite kann ich das Material aus dem Abfall nehmen aussortieren schauen dass es sauber wird recyceln und zu einer neuen flasche machen.

00:14:49: wenn jetzt das neue Plastik irgendwie ein preis von tausend euro hat pro tonne und das Material, was aus dem Abfall kommt, weil es nicht so ein perfekter Prozess ist vom Tausend Zweihundert.

00:14:57: Dann machen da die Firmen vielleicht noch mit und sagen, okay diese zwei Hundert Euro an Green Premium bezahle ich gerne?

00:15:02: Ich kann mir dann aber draufschreiben, dass ist aus recyceltem Kunststoff.

00:15:05: Aber viel höher kann dieser Preis nicht gehen!

00:15:07: Weil dann sagen die irgendwann, es rechnet sich einfach nicht, ich benutze weiterhin Neuplastik Und der Preis von dem Rezyklat kann sich also nicht endlos expandieren um den ganzen Kosten, die dahinter stecken aufzufangen.

00:15:19: Das ist das Kernproblem vom Recycling irgendwo.

00:15:21: Du hast einmal die technischen Faktoren, aber dann hast du diese ganzen ökonomischen Fakten.

00:15:24: Ich hoffe es war einigermaßen verständlich gewesen!

00:15:26: Ja absolut ich habe noch zwei Fragen beschäftigt bevor wir mal auf eure Lösung eingehen was ihr eigentlich tut... Die erste wäre es gibt ja auch immer mehr so Bioplastik dass man dann irgendwie hört es aus Mais gemacht oder irgendwelchen anderen Stoffen.

00:15:38: Es ist vom Effekt her wirklich besser.

00:15:39: also wenn das dann irgendwie ins Meer kommt hab ich dann etwas davon weil's irgendwie zerfließt und es tut keinem weh.

00:15:44: Oder ist es genauso schlecht?

00:15:45: Da muss man auch vorsichtig sein, weil der Teufel steckt im Detail.

00:15:49: Es gibt einmal biobasierte Kunststoffe die dann eben zum Beispiel aus Maisstärke hergestellt werden und dann gibts biologisch abbaubare Kunststoffen.

00:15:57: Die müssen nicht unbedingt aus biobasierten Material sein.

00:16:00: Also das sind grundsätzlich schon mal zwei unterschiedliche Sachen.

00:16:03: also das eine ist ne sogenannte Feedstock Frage was verarbeite ich ja eigentlich?

00:16:06: Nämlich ein fossilen Rohstoff oder nämlich nachwachsenden Rohstoff Ist eine sehr wichtige Frage.

00:16:11: Und das zweite ist wie abbaubaß dieses Material?

00:16:15: Ein relativ häufig gesehenes Problem ist einfach, dass sich Kunststoffe oder abbaubare Kunststoffen durchaus abbauen.

00:16:22: Allerdings nicht mit der gleichen Geschwindigkeit wie sie zum Beispiel Bioabfall abbaut.

00:16:26: Wenn ich die dann aber in die gleiche Kompostanlage fahre, dann habe ich das Problem... Der biologische Teil baut sich deutlich schneller ab und das es dann durchsetzt von irgendwie Mikroplastikpartikeln, die sich nicht mit den gleichen Raten abgebaut haben.

00:16:38: Und dann hab' ich ein verunreinigtes Produkt.

00:16:41: Also viele Kompostanlagen möchten dieses biologisch abbaubare Material gar nicht annehmen.

00:16:45: Und das ist ein bisschen der Disconnect zwischen der Verpackungsindustrie und der Abfallindustrie, ja also man sieht wir sprechen hier sowas zwanzig Minuten und wir haben schon riesengroßen Blumenstrauß an vielen verschiedenen Problemen aufgemacht.

00:16:58: da steckt also wirklich einiges dahinter mit einer sehr hohen Komplexität.

00:17:02: Wir haben noch immer darüber gesprochen was die Hygienevoraussetzungen an Verpackung sind Was die ganze Regulatorik sagt zu dem Thema.

00:17:08: Ich glaube, was wir bis jetzt ganz gut rausgearbeitet haben ist dass es ein sehr sehr ökonomisch getriebenes Problem ist.

00:17:13: Hätte

00:17:13: ich nicht besser sagen können und irgendwie im Fack ab also so in sich ein bisschen kletz.

00:17:18: Meine letzte Frage vor eurem eigentlich Produkt wäre nämlich noch genau diese Richtung gewesen warum wird's eigentlich so viel produziert?

00:17:22: Und warum wird sich anders reglementiert?

00:17:24: weil ich sitze manchmal so da und denke okay Wir haben so einen auf dicke Hose gemacht, bis wir Glasstrohhalmer hatten oder aus Pappe und so.

00:17:30: Mit dem poppigen Strohhalm.

00:17:31: Und dann gehst du in eine Eisdiele, hast den Becher aus Plastik, hast Den Löffel aus Plastic.

00:17:36: Dann drüben gibt es noch ein Kaffee-to-go aus Plastyg.

00:17:38: Also da gibts ja irgendwie keinerlei gefühlt nachhaltige Regulierung.

00:17:44: Es ist zwar ein Preis zu erklären, hat's mit Hygiene zu tun, ist das mit Gewicht.

00:17:49: Was macht das aus?

00:17:50: Dass man so gerne Plastikk herstellt?

00:17:52: Du hast eigentlich die allermeisten Gründe genannt.

00:17:54: Es ist ein sehr hygienisches Material, ganz viel von der Innovation, die wir haben für Erohne-Kunststoff nicht möglich gewesen und man muss auch mal... Ich bin persönlich kein Plastikgegner.

00:18:05: also ich glaube in vielen Bereichen hat Plastikt uns als Menschheit wirklich weiter vorangebracht sei es in der Medizin wenn man jetzt mal an Corona zurück denkt.

00:18:13: klar war jede Maske einzeln verpackt oder irgendwie aber gleichzeitig habe ich dadurch auch eine sehr hygiénische Atmosphäre in dieser Maske drin keine Keime da noch weiter dran.

00:18:23: Dann ist natürlich das Thema Gewicht eine Frage, gerade wenn es dann an die Logistik geht, weil schweres Gewicht bedeutet natürlich auch höhere CO-Zwei-Emissionen, die transportiert werden müssen.

00:18:33: und wenn wir an Hygiene und Frischhaltung denken, denkt man natürlich auch sofort auf die Lebensmittelindustrie.

00:18:37: Kunststoffverpackungen hält Lebensmittel länger frisch.

00:18:40: Das ist so und je länger ein Lebensmittel frisch gehalten werden kann, desto höher sind die Chancen dass es auch konsumiert wird.

00:18:45: und viel größeres Problem als die Kunststoff Verpackungen Lebensmittelabfälle, weil da habe ich die komplett vorgelagerte Industrie der Landwirtschaft, die sehr CO-intensiv ist oder grundsätzlich sehr, sehr carbonintensif.

00:18:57: Und dann hab' ich auch noch mal ein Lebensmittel was schlecht werden kann, das zu Methanemissionen führen kann rund um Schlecht!

00:19:04: Der Kunststoff drumherum sorgt dafür dass es länger frisch bleibt, dass dieses Szenario idealerweise ausbleibt.

00:19:09: Jetzt kann man natürlich die dahinter liegende Frage stellen sollten wir nicht alle Systeme neu denken?

00:19:14: Und da habe ich dann immer so ein bisschen das Problem.

00:19:16: Ich hab vorher gesagt, Strom sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands wenn man mal an Geschäftsmodelle denkt wie wahnsinnig viel Geschäfts-Modelle auf Convenience aufgelegt sind die Convenience für uns als Menschenzusteiger.

00:19:28: Irgendwie, ich will meine Einkäufe innerhalb von fünf Minuten vor der Tür stehen haben.

00:19:32: Eigentlich will ich gar nicht mehr einkaufen gehen und wenn was einkauft... ...ich will dass es dann auch irgendwie zwei Wochen lang Frisch hält.

00:19:39: Also es ist ja sehr, sehr Nachfrage getrieben vom Menschen und viele Geschäftsmodelle optimieren einfach darauf entweder unsere Aufmerksamkeit wegzunehmen oder uns das Leben leichter zu machen.

00:19:49: Das ist ein Trend der wirklich nicht weggehen und ich glaube das ist einfach so was man wie akzeptieren muss um dann schaut dass man da einen Planeten drumherum baut der trotzdem weiter funktionieren kann und ich glaub das Kreislaufwirtschaft eine sehr große Rolle spielen kann weil ich sage immer der Mensch sehr schwer in seinen Verhaltensweisen zu ändern.

00:20:09: Man sieht es jetzt vermutlich auf der Audioaufnahme nicht, aber hinter mir stehen Sportgeräte, benutze ich die aktuellen Nähe und ich weiß trotzdem das ist gut für meine Gesundheit.

00:20:17: wer wenn dies tun würde, aber ich veränder meinen Verhalten nicht so schnell.

00:20:20: Und wenn wir davon ausgehen dass wir irgendwie möchten dass zehn Milliarden oder heute sind acht Milliarden dass acht Milliarden Menschen ihre Gewohnheiten ändern, wird das extrem schwierig.

00:20:29: Ich sag nicht, dass es nicht das bessere Szenario wäre, ich sag nur, dass ist sehr schwierig.

00:20:32: Aber

00:20:33: ich konnt's auch lustigerweise genau in den USA sehr stark am lebenden Objekt beobachten wenn ich da in New York war an dem koreanischen Daily wo wir jeden Tag gegessen haben.

00:20:41: du siehst halt die Leute rein und rausgehen.

00:20:42: das geht halt einfach schnell.

00:20:43: also die kaufen das Plastik wahrscheinlich günstig ein.

00:20:45: Die leute sind schnell wieder raus.

00:20:47: Sie müssen dich schwer tragen.

00:20:48: Es muss kein System da sein, dass sich jetzt irgendwie so to go, recap weiß ich nicht.

00:20:52: was habe Also so Refill-Geschicht, was ich persönlich nett finde.

00:20:56: Aber anscheinend ist es bei vielen Leuten dann der Stress doch so hoch das und wenn ihr dann auch noch merkt dass die glaube ich Hygienethemen haben also die wollen ja glaube ich mal Strohhalmerweise denken gespülte Gläser sind irgendwie schmutzig was für mich immer zu sehr bizarr war aber verstehe ich das schon.

00:21:08: Wir wollen ein bisschen hier auch einen Hoffnungsstreifen mal sehen.

00:21:11: wie sieht er denn aus den du gerade baust?

00:21:13: Was genau ist dein Produkt?

00:21:14: Ich hatte ja vor angesprochen dass sie eben knapp Zwei Milliarden Menschen gibt die nicht an der Abfallinsorgung angebunden sind.

00:21:19: Wir kommen auch gleich zum Produkt, ich will nur einmal ganz kurz noch erwähnen was das für negative Nebeneffekte hat weil die Menschen konsumieren trotzdem ja ob sie jetzt eine Abfall insorgen haben oder nicht Es werden Sachen eingekauft, es wird Abfall produziert.

00:21:32: Was passiert wenn die Müllapferne nicht kommt?

00:21:34: Man schmeißt das draußen auf die Straße und verbrennt sie im Innenhof oder es geht irgendwo auf eine ungesicherte Deponie.

00:21:40: Wenn ich in der Nähe von einem Fluss wohne, schmeiste es halt den Fluss oder ich schmeiß es ins Meer.

00:21:45: Die Strömung trägt es schon weg.

00:21:46: Ich will den Müll einfach nicht bei mir im Haus haben.

00:21:48: Das ist einfach mal so.

00:21:49: Wir haben ein Projekt in Indonesien angefangen.

00:21:51: Da standen Schild neben dem Fluss.

00:21:53: Bitte den Mülle in den Flußschmeißen nicht daneben Damit der Fluss trägt das Zeug dann weg.

00:21:57: Er ist hygienischer.

00:21:58: Diese offene Müllverbrennung Trägt Studien dazu zwei bis zehn Prozent.

00:22:04: Man muss sich mal vorstellen, wie groß dieser Rahmen alleine ist der globalen Greenhouse Gas Emission bei weil sehr viel Ruß produziert wird.

00:22:11: das ist ein riesengroßes Umweltproblem und wir sagen einfach dieser Kampf gegen... Plastik in den Meeren wird nicht auf die Meeren gewonnen, sondern wird schon an Land gewonnen.

00:22:23: Wir müssen es schaffen diese Haushalte eine Abfalleinsorgung anzubinden und ich habe vorher auch erwähnt dass das ein zutiefst ökonomisches Problem ist weil wenn man jetzt in Indien oder Indonesien unterwegs ist wir haben da teilweise der Haushaltseinkommen von Hundertfünfzig Dollar im Monat Die Leute schmeißen nichts weg was noch einen Wert hat.

00:22:39: also recycelbares Material wird aufbewahrt irgendwie Zeitungen Hardkunschstoffflaschen Und dann gibt es Leute, die kaufen das ab.

00:22:48: Wie Schrotthändler gab's früher bei uns auch, die von Tür zu Tür kommen sind und irgendwie den Elektroschrott oder den Stahlschrott abgeholt haben, weil man das als Rohmaterial weiterverkaufen konnte.

00:22:58: Was zurückbleibt, sind eben ganz häufig diese Materialien, die keinen Wert mehr haben – also diese Leichtverpackung, die nicht recycelt werden können.

00:23:05: Und achtzig Prozent der Kunststoffe, der in die Meere geht, sind tatsächlich diese flexible Verpackungen, sind Mehrschicht-Verpackungen irgendwie Folien, die einfach nicht entweder technisch oder auch ökonomisch nichts zu recyceln sind.

00:23:19: So wenn ich jetzt ein Abfallmanager bin in einem dieser Länder und ich gehe von Tür zu Tür und hole diesen ganzen Müll ab... Und dann ist das ein Geschäftsmodell, was nicht funktioniert.

00:23:28: Weil ich hab Leute die muss ich bezahlen dass sie von Tür zu Tür gehen.

00:23:31: Ich muss Leute bezahlen die den Müllsortieren, ich muss die ganze Logistik bezahlen und ich muss wenn ich sauber machen will auch die Insorgung bezahlen.

00:23:38: Das ist also ein Geschäftskonzept, was so im Kern nicht funktioniert.

00:23:41: Dass es nicht Indien spezifisch, dass es nicht Indonesien speziefisch, das ist globalen Problem.

00:23:46: Deutschland hat das gelöst indem wir den grünen Punkt haben.

00:23:48: In Deutschland muss ein Produzent von Verpackungen in ein zentrales System einbezahlen und aus diesem zentranen System wird die Sammlung vom gelben Sack bezahlt, von unseren Verpackungsabfällen.

00:23:59: Und deswegen ist das die einzige Tonne für die wir als Konsument noch nichts bezahlen sondern das liegt auf den Schultern der Produzenten.

00:24:06: Ich finde das eigentlich einen ganz charmanten Weg weil so sollte es eigentlich überall auf der Welt sein.

00:24:12: Die Leute sagen immer ja Plastik ist so schön billig!

00:24:14: Ja es ist so schon billig weil man vergisst die Externalitäten mit einzupreisen, man vergißt die Entsorgungen von diesen Material mit einzpreisen.

00:24:21: Und das ist der Ansatzpunkt von CleanUp, wo wir auf Konsumgutunternehmen zu gehen und sagen, guck mal du produzierst dieses Material.

00:24:27: Das führt zu einem Umweltschaden.

00:24:28: übernimm doch Verantwortung für dieses Material!

00:24:30: Bezahl doch die Sammlung von genau dem Material was Du eigentlich imitierst.

00:24:35: und damit lösen wir auf jeden Fall schonmal in den ersten Schritt dieses ökonomische Problemen dass sich Abfall in Sorgung lohnt, dass dieses Material erst gar nicht in die Umwelt kommt.

00:24:43: Also wir incentivieren sehr stark Haushaltsammelungen in Regionen wo es das heute noch nicht gibt finanziert durch heute tatsächlich Unternehmen, denen dieser Müll nicht mal gehört.

00:24:53: Die aber einfach sagen wir wollen eine bessere Zukunft Wir wollen das irgendwie auf einem sauberen Planeten leben können und wir wollen weniger Kunststoff in den Meeren Und wir finanzieren das.

00:25:02: In Zukunft hoffe ich natürlich dass wir auch die großen Konsumgutunternehmen dazu bewegt kriegen in dieses System einzubezahlen Dass der Müll eingesammelt werden kann.

00:25:09: Das hat zwei Effekte A ist Plastik nicht mehr ganz so billig In dem Moment wo es nicht mehr so billig ist, wo es ein Kostenfaktor wird überlegt sich dann natürlich auch ein Unternehmen wie kann ich dieses Material eigentlich reduzieren?

00:25:20: Wie kann ich meine Kostenstruktur reduzieren?

00:25:23: durch bessere Verpackungen, durch vielleicht kreislauffähigere Verpackung und auf der anderen Seite kann ich den Eintritt von Kunststoff in die Natur verhindern.

00:25:30: Also das ist der Kerngedanke von unserem Geschäftsmodell.

00:25:32: Ist der grüne Punkt nicht aber ironischerweise abgeschafft im Deutschland?

00:25:35: Nein Als... Ich

00:25:37: meine mal wie gehört zu haben dass das das gar nicht...

00:25:39: Man muss es sich nicht mehr auf die Verpackung drucken.

00:25:41: Also der Gedanke ist im Prinzip derjenige, der Plastikkunststoff emitiert.

00:25:44: Der gibt Geld mit in den Kreislauf hinein dafür, dass man es hinterher nach hinten raus wieder hervorholt.

00:25:51: Was kannst du damit tun?

00:25:53: Wenn du Sammelstände in Indonesien hast, was machst denn dann mit dem Kack?

00:25:57: Es liegt noch am Strand, mal Flapsig gesagt!

00:26:00: Das ist die nächste Phase von Problemen.

00:26:03: Was macht man eigentlich mit diesem Material?

00:26:05: Wir haben uns extrem viele Sachen angeguckt und mit vielen NGOs unterhalten ... verschiedensten Marktteilnehmern.

00:26:11: Ich war selber viel und lange in Indien, in Sri Lanka unterwegs und habe Müllkippen besucht um zu schauen kann man dieses Material dorthin bringen?

00:26:20: Und ehrlich gesagt kann man nicht weil die abends zum größten Teil auch in Flammen gesteckt werden.

00:26:25: dann verbrennt das Material wieder unter freiem Himmel.

00:26:27: Man sieht sehr häufig wenn an der Monsun kommt dass dieses Material einfach von diesen ungesicherten Müll kippen wieder ins Meer getragen wird.

00:26:33: Das macht da so auch keinen Sinn.

00:26:35: Wir haben uns aktuell für den Notnagel entschieden den Weg der thermischen Verwertung zu gehen.

00:26:41: Allerdings über, und das hört sich erst mal ein bisschen counterintultiv an, über die Zementindustrie was viele Leute nicht wissen.

00:26:47: Zementherstellung braucht ungefähr thousand zweihundertfünfzig Grad bis tausend vierhundert fünfzig Grad an Temperatur weil Limestone eingeschmolzen wird sozusagen und es braucht extrem hohe Temperaturen.

00:26:58: Das ist ein Prozess, der läuft vierundzwanzig Stunden sieben Tage die Woche Und der Primär brennt.

00:27:03: Stoff um so hohe temperaturen herzustellen ist in der Regel Kohle.

00:27:06: In Deutschland oder in vielen europäischen Ländern hat man festgestellt, man kann dafür auch Abfälle einsetzen.

00:27:12: Dadurch spart man sich primär brennstoffkohle ein und hatte einen Verwertungsweg für abfälle gefunden.

00:27:18: Und das Schöne an diesem Prozess ist durch die sehr hohen Temperaturen wird das Material restlos zerstört.

00:27:23: also du hast keine Aschen, die zurückbleiben, die irgendwie giftig sind.

00:27:26: Du produzierst natürlich nach wie vor CO² weniger als mit Kohle, also es gibt eine CO²-Reduktion.

00:27:32: Es ist aktuell der sauberste Insorgungsweg.

00:27:35: auch nach der ganzen europäischen Abfallhierarchie und so weiter ist das der Weg des geringsten Übels.

00:27:40: für all diejenigen die jetzt zuhören, die bessere Ideen haben.

00:27:43: wir haben tatsächlich einen Kopfgeld da drauf von tausend Euro.

00:27:46: wer uns die Lösung präsentieren kann in Indien, in Indonesien die funktioniert, die ein geringeren sei immer Umweltschaden hat.

00:27:54: Wir sind jederzeit offen darüber zu diskutieren und schauen uns auch andere Alternativen an.

00:27:59: Es gibt das Thema chemisches Recycling, was heißt diskutiert wird?

00:28:02: Was aber auch sehr kontrovers ist.

00:28:04: Aber die Problematik bleibt, dass man irgendwo hin ist...

00:28:06: Aber tausend Euro ist doch keine adäquate Prämie für sowas!

00:28:09: Also da bist du sagen hunderttausend oder zehntausend Euro?

00:28:12: Das ist jetzt mal fünf Piloten.

00:28:14: Wenn wir einen Piloten finden mit dem es geht können dann natürlich über größere Beträge sprechen.

00:28:23: links und rechts überall, aber es gibt einfach keinen wirklichen Weg mit diesen Multi-Layern umzugehen.

00:28:28: Also wir verbrennen – und das ist wichtig!

00:28:30: Wir verbrenne keine recycelbaren Kunststoffflaschen.

00:28:35: wo es lokal keine Recyclinginfrastruktur gibt und in Sorgen den auf dem sichersten möglichen Weg.

00:28:41: Also es wird so zu einem Fall noch mal sortiert?

00:28:42: Ja,

00:28:42: genau um den ganzen Prozess einmal durchzusprechen.

00:28:44: ich glaube das ist sehr wichtig.

00:28:45: also wir nehmen nicht einfach Haushaltsmittel schmeißen in Verbrennungen sondern wir sammeln trockenen Haushaltsabfall oder gehört Papier, Pappe, PET usw.

00:28:54: mit dazu.

00:28:54: Das geht in Sortieanlagen.

00:28:56: das sind lokale Unternehmer die Abfallmanagementbetriebe haben.

00:29:00: dort wird das Material aufsortiert in die verschiedensten Fraktion und alles was recycelt werden kann, geht ins Recycling.

00:29:08: Also die Wasserflaschen, Metalle, Papier, Kartonage all das... Der einzige Teil der über den sogenannten Plastic Credit aufgefangen wird ist der Teil der nicht recyclet werden kann.

00:29:17: Dass dieses Material nicht unter freiem Himmel verbrannt wird, dass dieses Material nie im nächsten Fluss geschmissen wird, das dieses Material nichts mehr kommt.

00:29:23: also diese Achtzig Prozent Non-Recyclables die man hat, dass sie oft dem bestmöglichen Weg entsorgt werden Weil wir hatten ganz am Anfang über das ökonomische Problem gesprochen, die Insorgung von diesem Material kostet Geld.

00:29:35: Wenn wir als Clean-up nicht existieren, dann wird dieses Material gar nicht gesammelt.

00:29:39: Dann ist das das Material was in die Umwelt geht und das ist das Material, was verschmutzt.

00:29:42: Und wir stellen einfach sicher dass aller Mühe gesammlt wird, dass der allergrößte Teil davon ins Recycling gehen kann Dass der Teil, der nicht recycelt werden kann trotzdem sauber entsorgt wird und dass die Haushalte damit eine Apfelinsorgung angebunden sind wo alle Abfälle eingesammelt werden, nicht selektiv einzelne Flaschen.

00:30:02: Nicht selektif ein bisschen Papier und ein bisschen Kartonage sondern aller Haushaltsmüll den bestmöglichen Weg in die nächste Zukunft sie zu sagen.

00:30:11: Und trotzdem schiebt man doch glaube ich ein bisschen Depression oder wenn man achtzig Prozent dessen was da mehr landet eigentlich in den Ofen feuert und sich wahrscheinlich auch wieder Gedanken machen muss dass ich meine da kommt ja nicht nur CO-Zweizwitz zustande.

00:30:21: wenn ich jetzt Kunststoffmengen verbrenne musst du doch tierisch viele chemische Giftstoffe in den Gasen haben.

00:30:27: Also kippt man ja auch mal diese Probleme in Nigeria, wenn dann Kinder da irgendwie Kabelisolierung verbrennen und das einatmen?

00:30:32: Da sind es auch hochkrebserregende Stoffe dabei.

00:30:34: Werden die hier irgendwie eingefangen?

00:30:36: Das ist ein Vorteil von dem Zementwerk.

00:30:39: Wir hatten die hohen Temperaturen angesprochen.

00:30:41: Diese Toxine entstehen zwischen dreieinhalb bis neunhundert Grad.

00:30:45: Wenn du probierst einen Lagerfeuer mit feuchten Holz anzuziehen, dann hast du eine riesengroße Rauchentwicklung.

00:30:49: In den Werken selber hast du tausend, zwanzig Fünfzig Grad.

00:30:52: Das heißt es wird schon sehr viel Giftstoff zerstört.

00:30:55: dann hast du Alkalineatmosphären in dem Zementwerk was nochmal weitere Giftstoffe bindet plus Filtertechnologie.

00:31:02: also wir arbeiten auch nur mit den zwei größten Herstellern eigentlich zusammen die dort auch auf die richtige Technologie setzen Die Erfahrungen im Bereich der Erfaltverwertung haben.

00:31:10: Wir arbeiten jetzt nicht mit irgendwie einem kleinen Zement weg zusammen Das Zeug einfach so verfeuert, sondern da steckt ein Prozesse dahinter.

00:31:18: Das Material geht davor durch den Labor und wird untersucht.

00:31:21: sind das die richtigen Kunststoffe?

00:31:23: Es ist kein PVC mit dabei was zu Klorgas führen kann.

00:31:27: Das ist ein Problem.

00:31:28: Sondern ist das technisch zulässig?

00:31:31: Was entsorgt wird?

00:31:32: erreichen wir damit die richten Temperaturen?

00:31:34: Die Anlagen haben alle Fütterungsmechanismen die abstellen wenn die Temperaturen zu niedrig werden sollten.

00:31:39: das ist Engineering ja dass es nicht irgendwie ein Lagerfeuer wo man in den Müll reinjagt sondern das sind dafür Zulässige Anlagen.

00:31:46: Ich wäre nicht dich kritisiert, es ist ja ein systemisches Thema, das glaube ich eher meiner Enttäuschung angeschuldet, dass wir noch nicht weiter sind als Menschheit.

00:31:54: aber ich überlege noch so wenn man jetzt mal ganz ehrlich ist und bisschen flaps sich vielleicht daher oder so ein bisschen giftig kann man ja sagen eigentlich was ihr macht is ja ein bisschen Ablasshandel.

00:32:02: also ich tue etwas böses gib Geld und damit passiert dann was könntet ihr die ablässe die Einnahmen nicht auch teilweise nutzen um dafür zu sorgen dass zum Beispiel der Plastikmüll gar nicht erst von uns nach wie Asien kommt sondern hier meinetwegen thermisch verwertet wird, anstatt dass ihr dann wieder in Indonesien und da hast ja tierische Logistik quasi auch dahinter.

00:32:20: Ich glaube das ist noch eine wichtige Feststellung Wir fassen keinen Müll an der aus Europa nach Asien geht Sondern wir fangen am asiatischen Haushalt an Und der asiatischer Haushalt hat kein europäischen Müll in dem Sinne.

00:32:33: Also wir schicken nicht irgendwo Leute auf die Müll kippen um Plastik wieder einsammeln zu lassen Sondern es geht darum lokal Abfallmanagement zu bringen.

00:32:42: Das ist das Kernproblem.

00:32:44: Es gibt keine Müllabfuhr, uns geht es nicht um die Abfallverbrennung und es geht nicht irgendwie um die Zusammenarbeit mit dem Zementwerk.

00:32:51: Uns geht's darum, dass Abfälle vor Ort eingesammelt werden, dass Sammelsysteme entstehen, dass möglichst viel Material recycelt werden kann und dass möglichst wenig Müll in die Meere gelangt.

00:33:02: Und das ist die systemische Intervention.

00:33:04: Es geht nicht um den europäischen Müll.

00:33:06: Das einzige Inzente was man hier setzt ist, dass man sagt Plastikproduktion wird einfach teurer macht weniger davon.

00:33:11: Was wir auch machen, ist dass wir dieses Geld in Forschungsprojekt investieren.

00:33:17: Wir arbeiten zum Beispiel mit indischen Institutionen zusammen mit Unis aus Indien wo man sich eben genau das anguckt.

00:33:23: was kann man eigentlich sonst noch mit diesen Abfällen machen?

00:33:25: Wir lassen Piloten laufen wo wir das Material zu einem pressbaren Ersatz pressen lassen haben, dass man Baustoffe daraus herstellen kann und dass man einfach neue Wege findet mit diesem Material etwas zu

00:33:38: tun.

00:33:39: aber Aller allerwichtigste ist einfach, dass dieser Müll überhaupt mal erfasst wird.

00:33:44: Dass der als Rohstoff sortiert wird in die einzelnen Fraktionen und man sich dann angucken kann.

00:33:50: was kann ich eigentlich mit jeder einzelne Fraktion irgendwo in der Krassauwirtschaft anfangen?

00:33:54: Weil aktuell gibt es ja überhaupt keine Möglichkeit für Technologien dieses Material zu sourcen das gar nicht eingesammelt wird.

00:33:59: Das heißt es kann auch gar nicht vorangehen.

00:34:01: Es ist so ein bisschen Schicken-und Eckproblem.

00:34:03: Ich kann keine Anlage für zehn Millionen darin stellen vor ihnen recyceln kann, wenn ich gar nicht weiß dass diese Anlage mit Material gefüttert werden kann.

00:34:12: Also man muss oder unser Ansatz ist das wir unten anfangen die Sammelinfrastruktur aufbauen und dieses Material dann eigentlich der Industrie zur Verfügung stellen und das aber finanziert durch Gelder von denjenigen die es auch bezahlen sollten und nicht irgendwie vom...

00:34:25: Das war ich gerade im Begriff dich zu fragen macht ihr das assetless also geht ihr hin und sagt wie ihr überweist Geld an lokale Sammlungsstammelstellen oder Anbieter die da schon sind?

00:34:34: Oder baut ihr richtig vor Ort auch Infrastruktur mit auf?

00:34:36: Wir fördern die lokalen Unternehmer.

00:34:38: Also wir finden in den Ländern jeweils Leute, die die Abfallwirtschaft betreiben.

00:34:42: also wir sind asset-light.

00:34:43: was wir denen zur Verfügung stellen das ist die Softwareplattform mit der sie den Nachweis erbringen müssen dass die Abfälle eingesammelt werden so ein Track and Trace System und damit stellen wir sicher dass eben das, was in Europa passiert gerade nicht stattfindet.

00:34:57: Dass die Abfälle irgendwie eingesammelt werden und an eine Stelle gehen wo sie gar nicht hingehen sollen sondern der Prozess ist von Anfang bis Ende durchgetrackt.

00:35:04: Mit dieser Beweislage kann man dann eben zurück in den Markt gehen und sagen guck mal wenn du hier Geld ausgibst passiert mit diesem Geld auch wirklich etwas.

00:35:10: also man stellt dieses Vertrauen her und bindet so die lokale Abfallindustrie überhaupt mal einen Kapitalmarkt an Das die finanziert werden können Und macht denen aber gleichzeitig hinten dran.

00:35:21: Dann sage ich mal Man baut Netzwerke aus Sammeln und den Sorgern bzw.

00:35:27: Recyclern, und kann so durch eine Plattform eigentlich das ganze Material in Zukunft auch zirkulieren lassen.

00:35:33: Unser Ziel ist möglichst viele Abfallsammler auf einer Plattform zu bringen, dass man einfach den gesamten Bedarf im Markt oder das gesamte Angebot im Markt gebündelt hat und die Leute dann Zugriff auf diese Ressourcen aus den Abfallsammlungen haben.

00:35:47: Dass man neben kreislauffähigen Produkte machen kann.

00:35:50: Weil das geht so ein bisschen zurück zu den Gedanken am Anfang, was hilft es uns denn wenn wir Kunststoffe aus biologisch abbaubarem Material produzieren die dann irgendwo an Konsumenten kommen der aber trotzdem keinen Zugang zum Abfall in Sorgung hat?

00:36:04: Dieses Material also nie wieder zurück in den Kreislauf kommt sondern trotzdem irgendwo ins Meer geschmissen wird unter den falschen Bedingungen um biologische Abbaubar zu sein weil die Enzyme fehlen, weil irgendwie die Temperaturen fehlen.

00:36:16: dabei ist sich die Katze in Schwanz.

00:36:17: ich kann das beste Verpackungsmaterial auf dem Markt bringen, wenn es unten keine Einsammlung ist wieder zurückzuführen.

00:36:22: Dann gibt's keine Kreislaufwirtschaft.

00:36:24: das ist kein Problem.

00:36:25: Das ist echt schade für mich dass man einfach nicht mehr mit machen kann.

00:36:27: also ich weiß ich hab mal einen Beitrag gesehen über ein französisches Startup das hat Zigarettenkippen eingesammelt und hat daraus Geschirr hergestellt.

00:36:34: und da habe ich so gedacht alles klar wenn du so Filter von Zigaretnen wo halt irgendwie vierzig bis sechszig unterschiedliche Giftstoffe drin sind und die irgendwie weiß ich nicht neunzig Liter Grundwasser verseuchen wenn uns sie draußen liegen lässt Wenn du das hinkriegst, so quasi ein Produkt zu überführen, dass du sogar von essen kannst.

00:36:49: Da hat ich irgendwie echt mehr ausgemalt als, dass man einen Achtzig-Prozent sozusagen einfach verfeuert, Malgelinde gesagt ja?

00:36:54: Bei

00:36:55: uns wird nicht Achtzig Prozent verfeuerten und es ist wichtig, die sagt nur Achtzech Prozent vom Kunststoff der in die Meere geht.

00:37:00: Das ist eben dieses nicht recycelbare Material

00:37:03: Weil man sieht auch, dass die schon rausmachen.

00:37:05: Oder diese Wasserflasche war mal ein Stift oder dieser Stift war eine Flasche?

00:37:08: Richtig!

00:37:09: Aber eine Flrasche war halt nie ne mehr Schichtfolie wo Aluminium und so weiter mit drin verarbeitet wurde.

00:37:14: Ach Mensch das Leben ist kompliziert, ne?

00:37:16: Das

00:37:16: Leben ist das was ich anfangs meinte.

00:37:18: ja Wie gesagt Ich glaube es ist extrem wichtig zu verstehen Uns geht's darum Dass sich ökonomisch Die sammlung aller Abfälle für die Abfallunternehmer lohnt.

00:37:27: in dem ersten Schritt weil So können wir das Material aus dem Meer raushalten.

00:37:31: In einem zweiten Schritt Ist extremst wichtig, was macht man damit?

00:37:34: Wir sind da überhaupt nicht keinen einzigen Vertrag gebunden.

00:37:39: Den aktuellen Status quo aufrecht zu erhalten.

00:37:41: Jeder kann nachvollziehen, dass wir super gern einen anderen Weg gehen würden.

00:37:45: Weil es ist eine schwierige Story wie man auch jetzt merkt.

00:37:48: Es ist nichts, das irgendwie intuitiv ist.

00:37:52: Es nur der bestmögliche Weg damit umzugehen.

00:37:55: Was ich noch nicht verstanden habe, wo kriegt ihr Geld?

00:37:58: Wollt ihr überhaupt Geld oder seid ihr nonprofit?

00:38:01: Also wir nehmen Marge, gerade auch für diesen ganzen Tracking-Teil.

00:38:04: Wir nehmen die Marge aber nicht von den Abfallmanagern sondern die kommen vom Konsumgutunternehmen und die Idee in der Zukunft ist eben das was ich eben meinte.

00:38:14: uns geht es darum dass Abfälle erfasst werden und sortiert werden um dass man aus diesen Abfällen etwas Neues machen kann.

00:38:21: nur Ich hoffe dass das wirklich rüber kommt.

00:38:25: Es gibt Marktteilnehmer, die machen das und in meinen Augen ist das Grund falsch.

00:38:29: Es gibt Markteilnehmer die nehmen diesen Plastik-Credit finanzieren damit die Sammlungen von PET Wasserflaschen, die ohnehin recycelt werden können und optimieren dadurch ihre eigene Marge.

00:38:42: In diesem Moment hat ein Plastikkredit Null Komma Null Impact auf das Plastiktproblem.

00:38:46: Das einzige was schönes ist dass da jemand einen Kunststoffprodukt mit einer Super Story zu einer Wahnsinnsmarge weiterverkaufen kann.

00:38:53: Ein Plasti Credit muss, um eine Zusätzlichkeit zu haben an den Teil gebunden sein der von sich aus selber keinen ökonomischen Wert hat.

00:39:03: Wir müssen dem Material einen Wert geben was heute kein Wert hat das überhaupt jemand im Markt Sinn darin sieht dieses Material zusammen weil ansonsten wird sich dieses System darum optimieren Nur das Material einzusammeln, und es ist ja das was heute Faktischen passiert.

00:39:19: Nur dass Material einzuzammeln wo der Markt heutigen Interesse dran hat Und der ganz andere Rest landet weiter in der Natur, landet weiterhin in den Meeren, dann wird weiter im Fluss unter freiem Himmel verbrannt.

00:39:28: Da gehen die ganzen Dioxine raus da geht das ganze Giftgas raus Was man aus den Dokus über die E-Müllkippen aus Ghana und sonstwo kennt.

00:39:36: Das ist das eigentliche Umweltproblem Ja?

00:39:39: Und da gibt's bessere Möglichkeit mit diesem Material umzugehen.

00:39:41: aber die kosten Geld das sind Externalitäten und das muss bepreist werden.

00:39:45: Und erst wenn es sauber bepreißt ist, dann wird man auch sehen dass oben irgendwo eine Veränderung stattfindet.

00:39:51: weil was ist denn das aktuelle System?

00:39:53: Ich darf dieses Zeug herstellen ich darf dieses Material irgendwo in den Verkauf geben und was danach passiert kann dem Hersteller komplett egal sein weil niemand mal den Finger in die Wunde legt und sagt guck mal dieses Zeuge ist Müll!

00:40:04: Das muss damit gemacht werden Und ich glaube, das muss dem Konsumenten auch bewusst sein.

00:40:08: Dass durch den Kauf von so mehr Schichtverpackung, dass das Zeug alles in der Verbrennung landet global weltweit.

00:40:13: Woran es mich ein bisschen erinnert ist dieser Witz ja mit Bäumen.

00:40:16: wenn die Wählern machen würden können wir sie stehen lassen aber leider machen die nur diesen Sauerstoff und beim Müll ein bisschen genauso.

00:40:22: Vielleicht müsste man einen NFT pro Mischte machen.

00:40:25: Aber ich meine das ist dann nicht großartig anders von dem was wir machen.

00:40:29: NFT ist dann halt irgendwie, hört sich cooler an oder sonst was.

00:40:32: Aber macht am Ende des Tages auch nichts anderes außer diesem Stück Müll halt ein Wert zu geben, dass es Sinn macht damit weiter umzugehen.

00:40:38: Kannst du mich trotzdem nochmal mit durch die Zahlen führen?

00:40:41: Wie viel Umsatz macht ihr denn beziehungsweise wie viele Marge habt ihr denn auf?

00:40:43: Also sagt ihr, pro Kilo Plastik sind's so unzufissend an uns und so unzufissend für die Plastiktokens, mit denen ihr versucht dem bisher wertlosen Müllprodukt in Wert quasi zuzuschreiben?

00:40:52: Wie ist das bei euch gelagert?

00:40:54: Man

00:40:54: kann es so genau nicht runterbrechen Weil wir zum Beispiel Projekte haben, die sind in der Küstenregion in Indien am Festland.

00:41:04: Da hast du eine große Bevölkerung, hast sehr kurze Transportwege und kannst den... Es ist einfach günstiger als Gesamtprojekt.

00:41:11: Dann hast du Projekten irgendwo auf einem anderen Mann Islands in der Mitte vom indischen Golf.

00:41:16: Und da dieses Material wegzuschaffen kostet ein Heidengeld!

00:41:20: Und das wird alles bei einem Preis am Ende des Tages ausgeglichen.

00:41:24: Deswegen kann man jetzt nicht sagen, wenn ein Cent bei uns ankommt wie viel geht dann in die unterschiedlichen Projekte rein?

00:41:30: Dann gibt es immer anders auf als Feeling für euer Unternehmen.

00:41:35: Wie viele Mitarbeiter habt ihr mittlerweile?

00:41:37: Wie viele Umsatz macht ihr?

00:41:38: Wir

00:41:38: sind zwanzig Mitarbeiter querverteilt Indien, Indonesien, Deutschland und wir sind jetzt im niedrigen siebenstelligen... Umsatz drin.

00:41:49: Sag mal, es ist ja traurigerweise so wenn Krise herrscht.

00:41:52: das erste was eingespart wird der Gedanke an den Planeten und die Umwelt.

00:41:56: Es ist jetzt so dass ihr es jetzt schwerer habt und vielleicht sogar man an manche Stellen Rückgang habt.

00:42:01: diese Wegzölle nenne ich sie jetzt Mal die Ablassscheine für Kunststoff einen Mann an die Frau zu bringen.

00:42:07: oder ist nach wie vor der Wille eigentlich da auf der Unternehmensseite mal Verantwortung zu übernehmen?

00:42:11: Der Wille ist nach wie vor da.

00:42:12: Wir sehen auch, dass die Kunden, die bei uns sind, da weiter darauf committed sind und ich will hier ehrlich gesagt nochmal so ein bisschen die Lanze brechen dafür, dass das in meinen Augen kein Ablass handelt.

00:42:24: Es sind notwendige Investitionen um dieses Problem in den Griff zu kriegen Weil, alleine wenn wir uns jetzt auch zum Beispiel mal unser Studio Setup hier angucken.

00:42:33: Dein Mikrofon, deine Kopfhörer der Laptop – das ist alles möglich gemacht weil irgendwo da drin Kunststoffteile verbaut sind.

00:42:39: Deine Kopfhörer haben und den Laptopp-Inhalt hat zu einhundert Prozent... Antiflame retardens in dem Kunststoff drin, was dazu führt dass dieses Material nicht recycelt wird.

00:42:48: Ich glaube jeder hat diesen Sommer irgendwo Eis gegessen wo Kunststoffe und wo man diese Multishichtverpackung hat.

00:42:54: Jeder hat zu Hause irgendwo im kühlschrankten Tetrapack stehen.

00:42:57: du hast selber gerade eine Kunststoffflasche in der Hand.

00:42:59: also dieses Material ist überall.

00:43:02: Und jetzt ist die Frage Wo möchten wir als Gesellschaft hin?

00:43:05: Möchten wir diesen Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft schaffen?

00:43:07: und eine Kreishaftwirtschaft braucht ein funktionierendes Abfallsammelsystem kostet heute mehr Geld, als dass es erwirtschaften kann.

00:43:15: Und dann muss dieser Premium von irgendwo kommen.

00:43:18: und dann muss man eigentlich den Unternehmen die sagen mich zwingt dazu heute keiner.

00:43:22: da muss man denen unternehmen Die Heute voran gehen und das machen Muss Man Eigentlich applaudieren und Sagen so wie Du Wirtschaft ist sollte jeder wirtschaften weil Es gibt Keine wirtschaft ohne externalitäten.

00:43:32: Das Gibt's Einfach nicht.

00:43:33: also sagt mir eine Industrie die den Planeten besser macht als schlechter.

00:43:37: Vielleicht regenerative Landwirtschaft, aber wird regenerative Landswirtschaft heute wie Mittelalter betrieben irgendwie mit einem Steinpickel?

00:43:46: oder fahren da auch Traktoren übern Acker?

00:43:48: und wurde raus in diese Traktorn gemacht?

00:43:50: Stahlindustrie!

00:43:52: Womit sind die Betrieben?

00:43:53: auch?

00:43:53: mit Öl- und Gas?

00:43:55: Das ist die Schwierigkeit.

00:43:56: Möchten wir als Menschheit wieder zurück in die Höhle gehen?

00:43:58: All unseren Luxus unsere Hygienevorrichtung all diese Errungenschaften?

00:44:03: möchten wir das aufgeben?

00:44:04: Und wenn ja, dann ist das auch die Entscheidung von jedem Einzelnen.

00:44:08: Man kann hier in den Wald gehen und wieder in der Höhle leben oder sagt man okay wir haben Probleme, die wir angehen müssen.

00:44:13: Ein Weg daraus ist die Kreisdorfwirtschaft wo Wertstoffe oder Rohstoffe im Kreislauf gehalten werden, wo ich irgendwie aus dem alten Kopfhörerpaar ein neues Paar machen kann.

00:44:23: aber wie funktioniert es denn?

00:44:25: Der alte Kopfhäurer muss ja von irgendjemandem eingesammelt werden und irgendwo ein System zugeführt werden, kommen kann und dafür bauen wir die Infrastruktur.

00:44:35: Das ist der Teil, worum es uns geht.

00:44:36: Es geht nicht darum dass wir sagen wir wollen das System am Leben halten wo irgendwie den nicht recycelbare Kunststoff in die Abfallverbrennung muss.

00:44:44: Ich wäre froh wenn das nicht so wäre.

00:44:46: ich wäre frohe wenn alles Material was wir heute einsammeln so einen massiven Wert hat Dass wir das Zeug weiterverkaufen können und man alleine davon leben kann.

00:44:53: aber das funktioniert halt leider nicht.

00:44:54: Das machen einzelne Unternehmen machen das so Und ich will da keine Namen nennen.

00:44:58: Aber wenn jemand das Thema im Kundschaftbereich recherchiert fragt die Leute, was macht ihr mit dem nicht recycelbaren Zeug?

00:45:05: Die allermeisten Unternehmen, die da draußen unterwegs sind, sammeln von irgendwelchen Ressorts auf schönen Inseln die Wasserflaschen ein.

00:45:11: Um daraus dann irgendwie einen Garn zu produzieren, dass man im nächsten Shop sagen kann das ist ein Recycler-Tourenschuh.

00:45:17: Dass man dann darauf wieder in zwanzig Euro Bruno's Obendrausch lagen kann den der Konsument gerne zahlt und man hat Null Komma Null Effekt auf die Umwelt gehabt.

00:45:24: Ja aber gutes Statement.

00:45:25: jetzt um mich nochmal ab Wie kommt es, dass jemand, wie irgendwie Legs da in euch investiert?

00:45:30: War das die einzigen Werbeerpflicht auch noch dabei.

00:45:32: Ist das ein Gewinnthema was du machst?

00:45:33: Weil VC-Geld ist ja immer Ten X getrieben, wie man so Neudeutsch sagt.

00:45:38: Also massives Wachstum, Growth.

00:45:41: oder ist es ein bisschen so, dass selbst Forms mittlerweile für sich entdeckt haben, dass ESG Umwelt und Co doch etwas Wichtiges sind?

00:45:48: Ich glaube, die Kernhypothese, die drunterlegt ist ... das Abfall immer mehr wert wird, weil es gibt ein paar Trends.

00:45:54: die sind unaufhaltsam.

00:45:55: Die Technologie im Recycling wird immer besser.

00:45:57: ich bin auch fest davon überzeugt dass wir innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre irgendwie vor ihnen abfälle recyceln können und dann ist das ein Rohstoff.

00:46:04: Der Konsumentenrot wird nicht abnehmen.

00:46:05: Das heißt jeder will dass weniger Müll irgendwo in die Umwelt geht.

00:46:09: Das führt auch weiterhin dazu plus Wir haben regulatorik Und die ganzen public pledges von den konsumgutunternehmen die sagen Dreizig prozent von unserem Material bis zwei tausend dreißig werden aus recyceltem Rohstoff.

00:46:20: Wir bauen die komplette digitale Infrastruktur, dass diese Branche auch in den Ländern entstehen kann, wo es das heute nicht gibt.

00:46:27: Das heißt wir haben Zugang zu Ressourcen und das ist am Ende des Tages das eigentlich Interessante.

00:46:33: Diese Plastic Credits sind heute dafür da, dass man den Abfallmanagern auch einen Wert liefern kann, dass ein Teil von diesem Netz weg wird – dass man Zugang zur Ressource hat.

00:46:42: Uns geht's eigentlich darum, dass wir ein System aufbauen wollen, ein Produzent auf uns zugehen kann und sagt, hey ich möchte hier irgendwie keine Ahnung neue Kopfhörer produzieren.

00:46:53: Ich brauche recyceltes Kupfer, ich brauch recycelten Kunststoffe, ich brauch recycelte Schaumstoffe oder sonst.

00:46:58: was hast du für Materialien auf Lager?

00:46:59: Und wir können nachweisen dieses Material kommt wirklich aus einer geregelten Abfall-Sammlung wo die leutefähige Helter bekommen haben, wo es keine Umweltschweinereien gibt sondern das Zeug war mal ein Produkt wurde gesammelt wurde recycelt und wurde wieder den Kreislauf zurückgeführt.

00:47:18: Und diese Schnittstelle der Abfallwirtschaft Die braucht es, dass genau das möglich ist und für diese Schnittstelle bauen wir die komplette digitale Infrastruktur.

00:47:27: Wie sieht denn das eigentlich aus?

00:47:28: Also was für eine Technologie baut ihr da eigentlich?

00:47:30: Das klingt für mich jetzt erstmal so wie ich mache irgendwie möglich, dass ein Einsammlerin in Indonesien einen Foto von dem Kilo macht, das mir schickt und ich hab's dokumentiert.

00:47:41: oder das klingt jetzt noch nicht nach Hightech.

00:47:43: Genau!

00:47:43: Es ist auch erst mal noch kein Hightec in dem Sinne aber es führt dazu, dass sich die Industrie anfängt zu entwickeln Das klar dokumentiert ist, wo laufen Herpfallströme?

00:47:52: Also ganz spezifisch die Technologie.

00:47:54: dies ist.

00:47:55: Dass wir einmal oben eine Android App haben mit der dieses Track-and-Trace stattfindet für die verschiedenen Kunststoffe und wo die Sammlung dokumentiert wird.

00:48:02: Diese Daten gehen dann an ein Ordetbackend von uns, wo die Daten geprüft werden, dass da auch kein oder das alles... mit rechten Dingen zugeht, dass wir nicht Geld bekommen für ein Material was eigentlich gar nicht hätte gesammelt werden sollen zum Beispiel oder das auch nur das Material gesammeld wird oder zum Credit umgewandelt wird.

00:48:19: Was es auch sein soll.

00:48:20: also das ist dann die ganze Data Infrastructure.

00:48:23: Dann gibt's die Zuweisung an die Kunden selber was auch durch unser Backend läuft und am Ende des Tages kann man das sehen wie einen gemanagten Marktplatz.

00:48:32: Da drüber gelagert, kann man dann halt auch in Zukunft die ganzen Trading-Infrastrukturen aufbauen und dass die Netzwerke untereinander kommunizieren können.

00:48:39: Dass man die Abfälle bündeln kann weil das ist dann wieder das nächste Problem in der Abfallwirtschaft.

00:48:43: Das funktioniert nur wenn du Skaleneffekte hast.

00:48:46: So industrielle Anlagen denken in Zehntausenden von Tonnen.

00:48:49: Da bekommt man irgendwie mit hundert oder zweieinhalb Tonnen Müll.

00:48:51: nicht weit sondern man muss das wirklich alles bündeln kann.

00:48:54: Das sind die Technologien die da eigentlich zum Einsatz kommen haben.

00:48:57: Das klingt

00:48:57: nach hinten raus ziemlich komplex ehrlich gesagt.

00:48:59: Also wenn es eigentlich wirklich darum geht, Kreisläufe herzustellen im Sinne von der Logistik.

00:49:03: Im Sinne von Traceability.

00:49:04: Im Sinn von... Allerdings passiert was, was rechts irgendwie beginnt.

00:49:08: also das stelle ich mir schon taffer vor Es

00:49:10: ist durchaus komplex aber in meinen Augen genau das was es braucht um eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.

00:49:16: Wir müssen auf der einen Seite besseres Material produzieren Was kreislauffähiger ist und auf der anderen Seite müssen wir eine funktionierende Abfallwirtschaft haben.

00:49:23: Und da drum geht's Der Punkt wo es krankt warum es keine funktionierenden Abfallwirtschaft gibt im ersten Schritt immer Material zurückzuführen ist, weil oben schlechtes Material reinkommt.

00:49:31: Und das wird auch so lange weiterlaufen bis da nicht mal jemand durchgreift.

00:49:35: und deswegen ist das erste Problem in der Apferwirtschaft was man fixen muss dass es überhaupt ein Geschäftsmodell ist.

00:49:40: Das schaffen unsere Kunden.

00:49:42: wie gesagt Es geht nicht um den Kunststoff der entsorgt wird oder in die Thermik geht.

00:49:47: Es geht darum dass das Geschäfts-Modell funktioniert.

00:49:49: Für uns ist vielleicht nochmal ganz wichtig.

00:49:50: Der Punkt warum wir das an dieses nicht recycelbare Material hängen Ist für uns eine reine Absicherung dass das Geld wirklich einen Impact hat, dass es Geld wirklich zu einem Ergebnis führt.

00:50:00: Weil wenn ich diesen Plastik-Credit auf gemischten Kunststoff geben würde und ich sage einfach nur du musst beweisen, dass der Kunststoff einsamm ist ja was macht dann in wieder auf großgedachten Skalen?

00:50:10: Was macht er am Markt?

00:50:12: Er sammelt weiter genau den Müll ein, den er heute schon einsammelt nämlich die Wasserflasche Und verkauft ihn mit dem Premium weiter.

00:50:18: Das ist so.

00:50:19: Wenn wir das vielleicht mal aus deutschem System übermünzen wenn ich sag okay Ich gebe jetzt Pfandflaschen fünf Cent mehr Wert Habe ich dadurch irgendwas erreicht?

00:50:27: Nee, die Leute sammeln ja die Pfarrnflasche auch für twenty-fünf Cent schon.

00:50:31: Wenn ich jetzt aber sage, ich gebe irgendwie fünf Cent Wert auf Zigarettenstummel und was passiert denn dann?

00:50:36: Dann fangen die Leute halt auch an irgendwie die Zigarettonstumme aufzuheben und einen Weg dafür zu finden.

00:50:41: Und genau so muss dieses Credit System gedacht werden.

00:50:43: nur wenn du halt dem Material einen Wert zu Fürsten der heute keinen hat wird auch angefangen dieses Material einzusammeln und dann ist der günstige Weg um das einzusammeln eben direkt am Haushalt und nicht irgendwo aus den Natur, nicht aus dem Meer, nicht von der Müllkippe.

00:50:56: Das ist...

00:50:57: Den Part habe ich übrigens noch nicht ganz verstanden warum du bei den asiatischen Haushalten und nicht bei den Deutschen zum Beispiel angefangen hast?

00:51:02: Na wir haben doch einen Abfall in Sorgen!

00:51:03: Also in Deutschland, im Großen und Ganzen funktioniert das System ja.

00:51:09: Wir haben in Deutschland der Anteil von Mismanaged Waste also Müll, der nicht eingesammelt wird und irgendwo in die Natur geht es laut Statistiken nur bei einst mal fünf Prozent.

00:51:17: Aber

00:51:17: meintest du nicht was wir nach den Türkei exportieren und Co?

00:51:20: Also könnt man nicht auf seine

00:51:21: Arbeit... Genau!

00:51:21: Das hinten dran gibt's natürlich noch Geschichten, die komplett schief laufen wo man auch intervenieren kann.

00:51:27: aber das ist ehrlich gesagt eine Aufgabe von Interpol.

00:51:29: Und in Asien sind die Anzahl von Missmanaged Waste liegt halt irgendwie bei sechzig-sicht Prozent.

00:51:39: Achtzig Prozent von dem Plastikmüll geht den Asien ins Meer und nicht nur Europa, ja?

00:51:43: Das ist ja das große Problem, womit alles mal irgendwo angefangen hat, dass wir eben Plastika haben, was ins Meer geht und wenn wir das aufhören oder stoppen wollen dann muss da unten der Hahn abgedreht werden wo es passiert.

00:51:53: Und das idealerweise eben über ein Zero Waste Konzept, wo aller Müll eingesammelt wird, wo alles rückgeführt werden kann an einem System.

00:52:03: Und ich sag mal letzte Frage, dass du zum Thema insgesamt auch oft beschäftigt hast.

00:52:08: Warum gibt es eigentlich nicht mehr Pfandsysteme oder Ausweitungen?

00:52:10: Hast du da einen Einblick?

00:52:11: Weil man könnte ja sagen also wie viele Deosprydosen und Duschgelpackung und Haarschampo und Zahnbürsten oder weiß ich nicht was gibt es auf diesem Planeten wo ... Samus vielleicht wäre ein bisschen special, aber so eine Duschgepackung.

00:52:25: Also fragt man sich doch oder die Zigaretten, wie du angesprochen hast?

00:52:28: Warum gibt es da nicht mehr?

00:52:29: Es ist

00:52:29: ne gute Frage weil einiges auch wieder... das ist definitiv eine Kostenfrage.

00:52:33: Ist mal ne Einschätzung!

00:52:35: Weil du die ganze Logistik dahinter aufbauen musst, ein Pfandsystem zu etablieren ist glaube ich nicht so wahnsinnig einfach.

00:52:40: Zur Frage von den Alu-Dosen ist dann auch wieder eine technische Frage.

00:52:43: Es gibt einfach Sachen, die kann dich aus dem bestehenden Abfallstrom relativ einfach rausfiltern und wieder zur Wert machen.

00:52:48: Der Grund warum Metalle zum Beispiel so einfach zu recyceln sind oder zu finden sind ist weil ich die deutlich einfach aus dem Abfallström ausscheiden kann.

00:52:56: Alleine mal alles was magnetisch ist der klebt halt einen Magnet über dem Band der alles was Stahles raussieht.

00:53:03: Stahl gibt's natürlich auch verschiedene Legierungen, aber die haben unterschiedliche Schmelzpunkte.

00:53:07: Die kann ich dann in einem Recyclingverfahren deutlich einfacher wieder aufeinander trennen als verschiedene Kunststoffe, die wirklich zusammenpacken sozusagen.

00:53:15: Das ist die simple Erklärung dafür sag' ich mal ja.

00:53:18: Auch Shampooflaschen und so weiter kickt man relativ leicht raus weil die Monomaterial sind... Und es gibt ja auch schon viele andere.

00:53:25: Sitzne eigentlich Leute in solchen Müllsortieranlagen, die dann vorhand den Müll, den wir in die Tonne schmeißen noch, also ich weiß es gibt so Folien werden wird gepustet, Magneten etc.

00:53:33: Aber wird es eigentlich echt so handpickt noch gemacht oder ist das gar nicht

00:53:36: mehr so?

00:53:36: Es sind teilweise mechanische Trendverfahren, teilweise dann eben wie du sagst mit Windshift dass die dann halt die Folien rausblasen.

00:53:43: Dann gibt's auch sehr viele spannende Startups Die sich genau um dieses Thema Müllsortierung kümmern zum Beispiel Recyclye Oder auch Gray Parrot die Bilderkennung über den Bändern machen Dass dieser Tierqualität erhöht werden kann.

00:53:54: da gibt's verschiedene Ansätze.

00:53:56: und

00:53:57: also Joel, du bist ein geiler Typ.

00:53:59: Erstens tust du was gegen die Verschmutzung dieses Planeten?

00:54:02: Zweitens hältst du aus, meinen Frustier die ganze Zeit zu ertragen und was nicht mehr geht!

00:54:06: Und drittens habe ich den Eindruck, dass du wirklich bewandert bist und Ahnung heißt von deinem Thema.

00:54:09: Es muss an deinem Namen liegen würde ich mal sagen.

00:54:11: Das ist nur ein Faktor.

00:54:12: Ja.

00:54:13: Ich danke dir ganz, ganz herzlich.

00:54:14: Was auch hilft sind, die sind in den vergangenen vier Jahren selber bis zum Knie im Müll gestanden zu haben in Indien und gibt definitiv einfachere Cases.

00:54:24: Ich glaube, für mich wichtiger als Take-Aways geht nicht um Ablasshandel.

00:54:27: Es geht darum, systemischen Wandel zu finanzieren.

00:54:29: Also es ist wirklich auch intelligent gemacht.

00:54:31: was ihr denkt?

00:54:31: Man muss wirklich ein bisschen durchblicken.

00:54:33: also man kann ja manche Hypothesen vielleicht nicht teilen oder sagen.

00:54:35: enttäuscht mich dass da nicht mehr geht.

00:54:37: aber ich finde den Grundgedanke das steckt schon Intelligenz hinter.

00:54:39: ich freue mich auch ehrlich gesagt dass Investoren das durchblickt haben weil viele von denen sind immer nur Ja ich will Marktplätze und Umsatz links und Umsatze rechts.

00:54:45: deswegen finde ich das sehr schön.

00:54:46: dann bist du sozusagen Heute mal ein Rollmodel für mich,

00:54:50: das

00:54:50: an mich dran erinnert wie wichtig es ist um mal ins Doing zu kommen.

00:54:53: Und vielleicht noch einen allerletzter Punkt?

00:54:55: Wir haben in unserem Sharehold also Greenman festgehalten dass die Firma nicht an Zementunternehmen verkauft werden kann weil wir eben nicht der Energielieferant von der Zementindustrie werden wollen und die Firma darf auch nicht an Öl und Gas verkauft werden, weil wir auch nicht das Greenwashing-Bike von der Industrie sein wollen.

00:55:10: Das ist in den Verträgen mit Weitsicht festgehalten.

00:55:13: Fair

00:55:14: point!

00:55:15: Du musst ja irgendwie in fünf bis sieben Jahren eigentlich extra ready sein?

00:55:18: Hast du da so einen Plan?

00:55:19: Ich meine, medialfer sind wir bis dahin eine der größten Abfallmanagementfirmen und können irgendwie, sag ich mal, den Exxons BP's... der Welt Konkurrenz machen, weil man eben auch aus Kunststoff wieder Öl gewinnen kann über gewisse Technologien.

00:55:33: Vielleicht schaffen wir sogar noch andere in großen Commodity-Companies Konkurrents zu machen die Ressourcen heute aus dem Boden holen und wir wollen sie halt aus dem Müll ziehen.

00:55:41: Und ich glaube, man muss einfach eine erfolgreiche Firma bauen und dann findet man immer einen Exit Weg!

00:55:47: Mein Ziel ist es einfach dass wir als Gesellschaft dazu übergehen Abfall als Rohstoff zu sehen und alles daran setzen Rohstoffe wieder zurück zu finden.

00:55:56: kreislauf weil das ist irgendwo der einzige weg den ich persönlich sehe dass wir auf die art und weise zumindest im ansatz weiterleben können ohne darauf zu hoffen Dass die menschheit alle verhaltensmuster ändert und wieder dazu übergeht, dass es leben nicht so bequemes wie es heute ist.

00:56:10: also Ich drücke euch die daumen als herzlichen dank und alles als gute.

00:56:14: vielen lieben danke fürs zuhören beim digital kompakt Podcast.

00:56:21: Du merkst, jetzt siehst du massig Wissen für dich und dein Unternehmen heraus!

00:56:26: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen – und hey, je größer wir werden, desto

00:56:34: mehr Menschen

00:56:34: können wir helfen… Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.

00:56:40: Bis zum nächsten Mal.

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