Versandhandel neu gedacht – die Digitalisierung der Otto Group | #Unternehmensführung 🧠

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive spricht digital kompakt in dieser Woche mit Dr. Rainer Hillebrand, der als Vorstand der Otto Group die Digitalisierung eines der größten Handelskonzerne des Landes verantwortet. Wie transferiert also ein ehemaliger Katalogversender 12,5 Milliarden Euro Umsatz in den digitalen Bereich? Du erfährst... ...wie man einen der größten Handelskonzerne des Landes durch die Digitalisierung führt ...wie man digitale Strategien auf 50.000 Mitarbeiter appliziert ...Wichtiges zu unterschiedlichen Szenariodiskussionen rund um About You und Project A ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Rainer Hillebrand, Member of Executive Board bei Otto Group __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:05:21) Wie steuert man die Otto Group durch den digitalen Wandel? (00:10:57) Was bedeutet Digitalkompetenz für die Otto Group? (00:15:49) Digitale Transformation eines bestehenden Geschäftes (00:20:03) Otto ist tot, es lebe Otto! (00:24:28) Die Zukunft von Plattformen und Marken (00:28:14) Die Entwicklung des Leuchtturmprojektes About You (00:36:24) Die Hintergründe der Venture-Aktivitäten der Otto Group (00:46:20) In welche Richtung marschiert die Otto Group Digital Solutions? (00:53:11) Was hat es mit dem Company Builder into-e auf sich? (00:54:27) Wie appliziert man digitale Strategien auf 50.000 Mitarbeiter? (01:00:32) Werkzeuge der digitalen Transformation __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Podcast von Digitalkompakt.

00:00:03: Mein Name ist Joel Katmarik, heute geht es um ein superspannendes Thema nämlich Otto!

00:00:08: Nicht den Blödelbaden aus Emden sondern auch Nordküste die Otto-Gruppe.

00:00:13: Superspannende Unternehmen und da haben wir glaube ich so einen der digitalen Vordenker und Lenker schlechthin stelle ich mal ganz kurz vor.

00:00:19: Mein name ist Rainer Hillebrandt.

00:00:20: Ich bin in der Tat schon relativ lange im Thema eCommerce unterwegs.

00:00:23: Ich gehöre der Otto Gruppe seit mittlerweile sechsundzwanzig Jahren an.

00:00:28: Ich habe unterschiedlichste Funktionen durchlaufen und meine digitale Karriere begann eigentlich Ende九zehnneunzig als Dr.

00:00:35: Michael Otto mir eröffnet hat, dass ich Vorstand werden soll in der Autogruppe und er sagte dann gleichzeitig auch unter Dr.

00:00:42: Hellebrandt dann bitte machen sie mir auch den Konzern e-Commerce fähig.

00:00:46: das war ein Prinzip der Staat unseres Themaes e-commerce und für mich natürlich auf der einen Seite eine große Freude auf der anderen Seite eine Große Herausforderung nämlich sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was das eigentlich bedeutet.

00:00:57: Und dieses Thema E-Commerce habe ich eigentlich in allen Vorstandsfunktionen die ich bislang ausgeübt habe immer wieder mitgenommen und habe mich selber dann auch auf die Reise des e-Commers begeben und mache das heute noch und mache es mit großer Freude und viel Respekt vor dem, außer was vor uns steht und was alles noch auf uns zukommt.

00:01:16: Ich bin ein sehr neugieriger Typ in dem je eine solche verantwortungsvolle Aufgabe hat zu nehmen.

00:01:22: Kannst du mal die Autogruppe kurz ein bisschen verorten, wo ihr gerade dasteht?

00:01:26: Also so die Klassiker dann immer so ein grobes Gefühl kriegt Mitarbeiter Umsatz?

00:01:31: wie seid ihr von den Marken her aufgestellt?

00:01:32: was sind eigentlich so eure Säulen dass man der geneigte Zuhörer, der da vielleicht nicht so oft übernachdenkt man gefühlt kriegt weil er ist ja schon sehr impact stark.

00:01:39: Ja die Auto Gruppe is in der Tat ein Unternehmen das global tätig ist.

00:01:43: wir beschäftigen fünfzigtausend Mitarbeiter roughly.

00:01:47: Weltweit sind wir in drei ganz zentralen strategischen Geschäftsfeldern unterwegs.

00:01:52: Einmal im klassischen Handel, da ist unsere Heritage das ist unsere DNA.

00:01:57: Früher waren wir sehr stark katalogbasiert im Handel hatten aber auch schon frühzeitig dann auch stationär Geschäfte dabei.

00:02:04: Wir haben ein zweites strategisches Geschäftsfeld das sind handelsnahe Finanzdienstleistungen.

00:02:08: Das bekannteste und größte Unternehmen in diesem Sektor ist die EOS.

00:02:12: Dann haben wir noch Handelsnah-Service-Dienstleistungen.

00:02:15: Das bekannteste Unternehmen daraus ist die Hermesgruppe in Summe, das sind also die kleinen Autos, die in der Gegend fahren und wo hoffentlich viele von den Zuhörern auch Pakete entgegenehm.

00:02:24: Unser Schwerpunktthema und auch mein Schwerpunkthema sehr stark im Thema Digitalität ist erhandelt.

00:02:30: Der Einzelhandel, da es die prägnanteste und größte Marke ist die einzige Gesellschaft Otto.

00:02:36: Wir haben dann weitere Gesellschaften.

00:02:38: Bauer, Schwab, Manufaktum, Sportjack, Franconia, Collin, Spompre als ein sehr großes Unternehmen, Witt als eine sehr große, sehr erfolgreiches Unternehmen.

00:02:51: Viele dieser Unternehmens, die ich gerade aufgezählt habe, haben ihre Heritage im Logo-Business gehabt.

00:02:56: Die wesentliche Aufgabe bestand eben darin und besteht nach wie vor darin die sie jetzt digital zu transformieren, sodass Sie also dieses Thema online sehr stark ausprägen.

00:03:05: Das machen wir wie gesagt seit eight-neunzig-neuneinzig – sehr erfolgreich!

00:03:10: Also Otto hat heute einen Onlineanteil von deutlich über neunzig Prozent und selbst eine Wettgruppe, die mit Abstand älteste Zielgruppe uns im Konzernportfolio hat, hat mittlerweile auch ein E-Commerce Anteil deutlich über zwanzig Prozent, also von daher unter sehr stark wachsend.

00:03:27: Von daher sind wir da auf dem Weg und treiben das nach vorn.

00:03:30: Und in Summe hat die Autogruppe mittlerweile einen weltweiten Umsatz in der Größe Nord von zwölf, sechs Milliarden Euro.

00:03:36: Und online glaube ich so sechseinhalb?

00:03:38: Online sind es sieben!

00:03:40: Kannst du den Menschen nochmal ein bisschen Gefühl geben was du eigentlich tust?

00:03:44: also dein Titel ist ja im Prinzip Konzernvorstand, Konzertstrategie E-Commerce und Business Intelligence.

00:03:50: Gerade das Business Intelligence Thema wird sicherlich noch mal ganz spannend für uns beide.

00:03:53: aber Wie sieht deine Arbeit, deine Aufgabe aus?

00:03:56: Und wie beurteilt jemand in deiner Rolle eigentlich Handel und die Strategie, die man sich dazu ausarbeitet.

00:04:01: Weil du längst deinen unglaublich großen Tanker mit langer Historie in den Ende der vierziger Jahre gegründet.

00:04:07: Was ist dein Blick und was ist eigentlich eine Rolle?

00:04:09: dieser

00:04:09: Vorstandsbereich so, wie du ihn gerade aufgezählt hast auch mit diesen unterschiedlichen Schwerpunktbereichen Deutliches Ergebnis, einer Erkenntnis die schon sehr früh gewonnen worden ist durch viele Besucher und Aufleinheit in den USA.

00:04:24: Der allererste Besuch war beispielsweise unmittelbar nachdem Michael Otto mir gesagt hat machen ein Konzern E-Commerce für.

00:04:30: ich habe mich meinen alten Freund Jan Henning Bittner angerufen habe gesagt kann man es mal zusammensetzen wie siehst du auf dieses Thema?

00:04:35: Und dann bin ich rübergeflogen das Santa Barbara.

00:04:37: da waren nämlich gerade und dann haben wir eine Woche lang uns mit der Digital Strategie für die Ottegruppe auseinandergesetzt und mehr oder weniger haben dort Sie gebären lassen.

00:04:46: Und was in diesen vielen Besuchen sehr deutlich geworden ist, wenn man so schlagwortartig versucht die Entwicklung darzustellen dann dreht sich in der ganzen digitalen Transformation und Digitalität aus meiner Sicht im Prinzip dreht alles eigentlich um LSD.

00:05:01: Das ist jetzt nicht irgendwie das Rauschmittel sondern es steht für Lead Speed und Data.

00:05:07: Da geht's darum wie schafft man es in einer digitalen Welt?

00:05:12: für etwas zu stehen, so dass Menschen zueim kommen wollen und bei einem kaufen wollen.

00:05:16: Also das Thema Lied zu generieren und wenn man dann ausreichende Lied hat auch ein entsprechendes Geld zu generiern.

00:05:22: Das ist ein Thema was sehr stark ja strategische Komponenten hat.

00:05:25: also das war der eine Punkt.

00:05:26: deshalb haben wir das Thema Konzernstrategie.

00:05:28: eine ganz zentrale Fragestellung.

00:05:31: Um deine Frage zu beantworten, was machen wir in der Konzernstrategie?

00:05:34: In einer Konzertrategie versuchen wir ganz weit nach vorne zu gucken und sagen wie entwickeln sich eigentlich Märkte.

00:05:38: Wie entwickeln Sie sich eigentlich Kundenanforderungen insbesondere?

00:05:42: Und welche Implikation hat das für die Autogruppe und für deren einzelnen Geschäftsmodelle?

00:05:46: So dass ist das Thema Konzernenstrategien.

00:05:47: Das steht für LVLIT.

00:05:49: Ein zweites Thema ist das Thema Speed.

00:05:51: Da geht es im Wesentlichen, wenn man mal vergleicht die alte Welt aus der wir kommen also die klassische Versenderwelt und die Online-Welt miteinander vergleiche da sind viele Elemente der Wertschöpfungskette sehr ähnlich Also zumindest von den Abläufen und von den Elementen, sie sind teilweise anders zusammengesetzt.

00:06:08: aber ein Thema ist natürlich sehr stark Es ist eine ganz andere Geschwindigkeit.

00:06:13: Und das andere Thema ist, man braucht sehr unterschiedliche Skills und andere Skills als die man im klassischen Kellogeschäft braucht.

00:06:21: Dieses Thema mit S wie Speed überschrieben, um diese Geschwindigkeit zu kriegen.

00:06:26: Brauche ich entsprechende Skills und dazu brauche ich eine e-Commerce Kompetenz im Unternehmen.

00:06:32: Deshalb ist dieser zweite Bereich den wir haben ein E-Commerz Kompetenzzenter und das beschäftigt sich sehr stark damit.

00:06:38: Wie schaffen wir es?

00:06:39: Neuste Tools, neuste Erkenntnisse, neueste Funktionalitäten zu erkennen auch in die Gesellschaften hineinzubringen, dass sie zur entsprechenden Anwendung kommen und die Gesellschaft dabei zu unterstützen mit Fachexpertise zu unterstützen diese digitale Transformation zu begleiten.

00:06:55: Das ist der zweite Aufgabenbereich, das dritte Aufgaben-Bereich des DV Delta, IV Data.

00:07:01: Diese ganze Onlinewelt – das war die klassische Katalogwelt auch schon aber eine Onlinewelt ist einer ganz anderen Dimension sehr stark.

00:07:08: Daten getrieben.

00:07:09: Wir haben schon immer unsere Informationen über unsere Kunden gehabt und wussten, wo sie wohnen.

00:07:15: Wir wussten was die Kunden bestellen wir wussten welcher Rhythmik sie bestellen weil wir haben natürlich heute um ein vielfaches mehr Information und Daten über unsere Kunde die uns unsere Kunden auch bereitwillig zur Verfügung stellen weil sie bei uns wissen dass unsere Daten eher deren Daten auch bei uns gesichert sind und gut geschützt sind und wie damit vernünftig umgehen.

00:07:34: Und wir nutzen diese Daten eben sehr stark dazu, dann am Frontenden möglichst in Echtzeit personalisiert Algorithmus gesteuerten Express-Activity anbieten zu wollen.

00:07:44: So und dazu brauche ich natürlich entsprechende Informationen, dazu braue ich entsprechende Daten die muss sich zentral verfügbar halten da brauche Menschen auf diesen Daten arbeiten Data Analysts und Data Scientists Strukturen entwickeln, herausarbeiten und uns auch die Möglichkeit geben neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

00:08:03: Das ist deren wesentlicher Bereich und da wie wir vorhin schon dargestellt haben ja mit einer Autogruppe in der Gesellschaft bewegen die deutlich über überhundert Unternehmen hat und deutlich über hundert Online Shops.

00:08:15: auch bei sich in der Gruppe.

00:08:17: Geht es natürlich sehr stark auch darum, dass das der vierte Bereich, der in meinem Vorstandsbereich mit angesiedelt ist, geht es sehr stark darum, das Wissens- und Knowledge Management zu strukturieren und zu begleiten um eben sicherzustellen dass die guten Erkenntnisse und gute Erfahrungen, die das ein Unternehmen gemacht haben.

00:08:34: Dass sie auch in das nächste Unternehmen nachmöglichkeiten der Gruppe transportiert werden.

00:08:38: wie auch wenn irgendein Unternehmen irgendwas mal ausprobiert hat und gesagt hat liebe Leute, das funktioniert aus welchen Gründen noch immer nicht.

00:08:44: Das ist nicht alle anderen im Neunzig das auch nochmal ausprobieren müssen um festzustellen, dass es nicht funktioniert.

00:08:48: Im Grunde wenn ich das mal zusammenfasse dann besteht meine Verantwortung eigentlich im Wesentlichen darin, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gute Teams zu steuern die in der Lage sind nach vorne zu gucken.

00:09:01: Was kommt auf uns in der Zukunft?

00:09:04: Das abzuleiten?

00:09:05: was bedeutet das für die Otto-Gruppe und den Unternehmen in der Otto Gruppe die Möglichkeit zu geben diese Erkenntnisse dann auch in Taten in den einzelnen Gesellschaften umzusetzen.

00:09:13: Also wir sind Navigator und Unterstützer gleichermaßen.

00:09:16: Bevor

00:09:16: wir mal da so ein bisschen tiefer eintauchen, was ist denn so grundsätzlich dein Verständnis?

00:09:20: Es geht ja irgendwo um Digitalkompetenz.

00:09:22: Du hast es gerade E-Commerce Kompetenz genannt.

00:09:23: man kann sicherlich noch ein Stück weiter denken.

00:09:25: Siehst du das grundsätzliche eher als ein Tool, was für dich auf's Bestandsgeschäft angewendet wird oder ist das eher eine Neugeschäftsgenerierung oder so'n bisschen ne Mischung aus beide?

00:09:34: Das heißt die grundlegende Frage, die ich so n bisschen habe, ist Was bedeutet für Dich Digitalkompatenzen und auf was applizierst du das in deiner Organisation?

00:09:41: Das bedeutet für mich, dass es mir gelingt so ausreichend gut aufgestellt zu sein, dass ich in der Online-Welt positiv mich entwickeln kann.

00:09:53: Also das bezieht sich auf unterschiedlichste, auf unterschiedliche Themenstellungen.

00:09:57: Es beziehe sich logischerweise auf betriebswirtschaftlichen Erfolg, dass es mir also gelingt die langfristige Sicherung der Autogruppe auch sicherzustellen in einer sehr stark digitalisierten Welt.

00:10:09: Also diese Kompetenzen zu haben, sich dort bewegen zu können und auch sich gut entwickeln zu können – das ist für mich im Wesentlichen Digitalkompetenz.

00:10:16: Und eher Neugeschrift oder eher Bestandsgeschäft?

00:10:19: Naja, es ist beides.

00:10:20: Weil ich sag mal auf der einen Seite hab' ich natürlich die Verantwortung und ich hatte ja gesagt wir haben neun neunzig angefangen.

00:10:25: da war der Online-Anteil null und der Kataloganteil ist nochmal keine Ahnung.

00:10:29: Neunzig Prozent und zehn Prozent waren vielleicht stationärgeschäft.

00:10:32: Lass uns fünfzehn Prozent stationärgestellt gewesen sein aber so in der Größenordnung in etwa Und das war ein Unternehmen dass damals schon auch schon irgendwie acht, neun, zehn Milliarden groß war.

00:10:41: So dann hast du Millionen von Kunden, du hast ein stabiles Geschäft.

00:10:46: Du hast eine rentable Gruppe die wirklich auch Geld verdient.

00:10:50: Da kannst du nicht einfach sagen, die lass ich mal links liegen oder vergesse ich mal und jetzt kommt das Online-Welt auf uns zu.

00:10:57: Jetzt baue ich mal ne neue Onlinewelt auf.

00:10:58: Aber einer der ganz entscheidenden richtigen Weichenstellungen, die wir getroffen haben war genau in dieser Phase wo wir begonnen haben mit der E-Commerce Strategie auseinanderzusetzen habe ich ja nicht nur Jan Henning-Bittner gefragt, sondern wir haben uns auch mit vielen großen Beratungsunternehmen auseinandergesetzt.

00:11:14: und diese großen Beratsungsunternehmungen haben alle sehr gesagt Leute das ist ein völlig neues Geschäft.

00:11:20: Ein Design völlig neues Geschäft sind völlig andere Menschen, völlig andere Prozesse.

00:11:24: vergesst euer altes Geschäft oder lasst es abschmelzen baut was Neues auf und mir hat irgendwie immer nicht eingeleuchtet, wie es schaffen soll in einer affinartigen Geschwindigkeit.

00:11:35: Neun Milliarden Umsatz aufzubauen denn die hätte ich ja irgendwie gebraucht um die Autogruppe in der Größenordnung irgendwo zu halten und völlig neue Kundenstämme aufzubauern und die anderen irgendwie alle zu vergessen.

00:11:44: das fand ich dann auch irgendwie schade.

00:11:46: Ich sage nee das kann's eigentlich nicht sein!

00:11:48: Es muss uns gelingen Unsere bestehende Geschäfte eben auch in die Lage zu versetzen, online Business betreiben zu können und das ist für uns der Startpunkt der digitalen Transformation gewesen.

00:12:00: Im Grunde, wenn es das Internet nicht geben würde hätten wir es eigentlich erfinden müssen.

00:12:04: Weil noch mal ist es ja in etwa die gleiche Wertschöpfungskette.

00:12:07: Da sitzt jemand irgendwo an einem Ort und möchte einen Artikel haben der irgendwo anders verfügbar ist.

00:12:13: dann früher hat er angerufen oder hat ein Fax geschickt und heute geht da eben online und bestellt es und dann wird diese Ware ihm geliefert.

00:12:21: im Grunde eigentlich nichts anderes als das was wir seit vielen Jahren machen Mit einer Ausprägung und mit einem Skills.

00:12:30: Also da war die eine Aufgabe, wir müssen digital transformieren.

00:12:33: Und gerade am Anfang war dann natürlich auch die Frage was heißt das eigentlich?

00:12:38: Was ist denn in diesem digitalen Business so anders als in unserem klassischen Loggeschäft?

00:12:43: Sodass wir gleich von Anfang an auch gesagt haben, neben der Tatsache dass wir unser bestehendes Geschäft transformieren wollen müssen wir neue Geschäfte aufbauen.

00:12:52: Auf der grünen Wiese mit der dann dazugehörigen Infrastruktur, mit den dann dazu gehörigen Prozessen und Menschen Und das quasi als Lernobjekt nehmen, genau hingucken.

00:13:05: Was passiert an den?

00:13:06: Was ist bei denen eigentlich anders?

00:13:07: und was von dem, was bei denen anders ist müssen wir übertragen in unsere klassischen Geschäfte.

00:13:12: Wir haben von Anfang an eine duale Strategie gehabt, dass wir gesagt haben auf der einen Seite die größte Aufgabe des bestehenden Geschäfts transformieren und auf der anderen Seite auch ein neues Geschäft aufbauen.

00:13:22: Das haben wir im Grunde bis heute dabei behalten.

00:13:25: Auch wenn ich mir jetzt die aktuelle Situation angucke, dann lernt ein Auto einen Bauer, ein Manufaktum.

00:13:31: Ein Witt, ein Bombrie lernen auch heute von einem About You weil in der about you bei Null gestartet mit einer heute State of the Art Infrastruktur mit State-of-the-Art Skills mit State Of The Art Management Methoden dieses Unternehmen führt.

00:13:46: und das ist für uns ein Thema wo wir viel von about you lern.

00:13:51: Und das Schöne daran ist, wenn man Tarek mal irgendwann erwischt und mit ihm darüber spricht.

00:13:56: Tareck sagt selber von sie auch wir haben auch viel von Otto gelernt weil natürlich viel von dem Geschäft was wir betreiben die Erfahrung die in der Otto Gruppe vorhanden ist bei den Fachexperten uns natürlich auch hilft Fehler zu vermeiden.

00:14:09: Aber glaubst du denn eigentlich wirklich, dass man ein bestehendes Geschäft transformieren kann?

00:14:13: Also so einen Alex Graf oder auch Florian Heinemann mit dem wir ja sehr viel Zeit verbringt.

00:14:17: Meines Wissens im Bord sitzt es von about you.

00:14:19: Die haben ja eigentlich die These das man nicht transformieren können also dass das nicht nachhaltig machbar ist weil man viel Geld und viel Zeit verliert.

00:14:25: Das ist schlecht managebar!

00:14:26: Dass es eigentlich lohnender ist sozusagen diese Kraft in neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, weil halt Geschäfte per se immer eine gewisse halbwärtszeit haben.

00:14:35: Es ist mit Sicherheit eine extrem herausfordernde Aufgabe, Geschäft zu transformieren.

00:14:39: Also ich sage das ja bei jeder Gelegenheit, dass eigentlich die viel schwierige Aufgabe es als neues Unternehmen aufzubauen und gemessen einer Tatsache, dass von den vielen Großen, die vor zwanzig Jahren noch existiert haben, Katalogversendern Ja, da sind wir eigentlich die einzigen noch richtig übrig geblieben von den Großen.

00:15:02: Da gibt es noch ein paar kleinere, aber jetzt sagen wir mal von den ganzen Großen, sind wir die Einzigen, die übriggeblieben sind.

00:15:07: und ich meine wenn man einen Handelsblatt Redakteur hat einmal irgendwann geschrieben, der Autogruppe ist nicht die Weltmeister der digitalen Transformation!

00:15:12: Und ich würde ihm dann nicht zwingend widersprechen... Das ist eine massive Herausforderung ja und man muss eben beides tun.

00:15:18: nur auf der anderen Seite du hast trotzdem noch diese großen Geschäfte mit diesen vielen Kunden, die ja durchaus online Business betreiben, die durchaus online kaufen.

00:15:28: Die ja auch sehr ertragsstark sind.

00:15:30: also warum soll ich die jetzt links liegen lassen und mich nur noch um Neugeschäft kümmern?

00:15:37: Ich sage glaube wir fahren gut daran beides zu machen und wir fahren glaube ich auch gut daran den jungen digitalen Unternehmen auch die Möglichkeit gegeben in dem ihrem eigenen Kontext dieses Geschäft zu entwickeln.

00:15:50: Die sitzen beispielsweise nicht auf dem Campus, die haben andere Rahmenbedingungen.

00:15:55: Die haben vielleicht auch nicht den häufigen Kontakt mit dem Gesamtvorstand.

00:16:01: und mit den Konzerninstitutionen und Regularien, die kriegen schon ihre anderen Rahmenbedingungen.

00:16:07: Und da fahren wir extrem gut mit ob das jetzt in About You ist oder ob das auch ein Limango ist oder ein Mitehuis.

00:16:13: oder nehmen wir jetzt das was wir ja liquidlabs und die Autocrub Digital Solutions, die ja viele kleine eigene Gründung hat wie Ratepay und Risk Ident und Kriowiese alle heißen.

00:16:27: Wir bauen viele neue Geschäfte auf aber Wir legen den Schwerpunkt auch nach wie vor darauf, die bestehende Geschäfte, die wir haben zu transformieren.

00:16:36: Aber lohnt das wirklich immer so?

00:16:37: Also ich meine ihr habt ja ein bisschen das Problem dass viele der Handelsumsätze wegbrechen und die E-Commerce Umsätze die gleichzeitig generiert werden eigentlich nicht ausreichen um das aufzufangen komplett bzw sich oft nicht als nachhaltig erwiesen haben.

00:16:49: So müsstet ihr da nicht noch ein bisschen risikofreudiger sein?

00:16:52: Ich glaube nicht, dass es uns an Risikofreude mangelt.

00:16:56: Wir gehen durchaus ins Risiko und erleben da auch manchmal Schiffbruch, nehmen wir mal zum Beispiel Kapital.

00:17:04: Da haben wir einen wie ich finde wirklich gutes Produkt gehabt, richtig gutes Produkt gehabt im Finanzbereich, im Bezahlsektor das inhaltlich überzeugend war.

00:17:15: Das sagen nicht nur wir sondern alle die sich das auch angeguckt haben leider Gottes haben ist es uns eben nicht gelungen auch ausreichend Partner aus der Finanzwelt zu finden die mit uns gemeinsam dieses Thema nach vorne tragen.

00:17:25: dann haben wir eben festgestellt dieses Thema setzen wir zurück Risiko, uns in dieses Feld zu bewegen.

00:17:31: Und wir haben die Entscheidung getroffen, dass sie es nicht machen.

00:17:33: also das tun wir schon und in vielen anderen Themen Ernehmen der Tatsache, dass war viel Risiko Kapital auch zur Verfügung stellen gehen wir auch unternehmerstandsrisiko im bestimmten themen.

00:17:43: aber nochmal bezogen auf deine Ausgangsfrage Ich habe ja extrem starke große geschäfte Die viel ertrag auch erwirtschaften und ich sage mal ich brauche ja auch irgendwo den ertrage den ich Ich brauche auch das Kapital aus den Erträgen der transformierten Gesellschaften, um eben neue Geschäfte aufbauen zu können.

00:18:02: Ich kann ja nicht sagen ich lass es mal links liegen und das Geld kommt von irgendwo her.

00:18:05: Das ist in einem Unternehmen wie wir aufgestellt sind am Familienunternehmen was wir auch bleiben wollen.

00:18:11: in Zukunft haben wir eine etwas andere Situation als bei Kapitalgesellschaften, die Geld sich am Kapitalmarkt besorgen.

00:18:18: Na gut aber du kannst ja zum Beispiel hingehen und könntest sagen, du melkst diese Bestandsfirmen oder Bestandsmarken noch weil Du hast ja so ein bisschen die Herausforderung und die Markenwelt, die ihr habt.

00:18:26: also wir reden jetzt mal Mark.

00:18:27: auf Endkundenseite btb habt ihr ja einen Klasse Ruf das dir schon so sukzessive über altern.

00:18:32: Also so ein Otto D ist er jetzt glaube ich nicht mit zwanzigern oder Anfangzwanziger.

00:18:37: Die Marke wo du sagst es wird die nächsten zehn Jahre uns irgendwie hoch tragen.

00:18:40: So, müsste man nicht eigentlich hingehen und einen Otto.de langsam runtermanagen und versuchen andere Marken so ein bisschen hoch zu hieven oder zu sagen ich schärfe auch noch mein Profil in dem ich sage about you powered by Otto dass man sagt ihr geht in bestimmte Segmente pusht einzelne Marken mit eurer Marke Otto, dass ihr dieses hohe Ansehen, was ihr auf der BQB-Seite habt und das, was auch viele Kunden vielleicht noch kennen.

00:19:02: Dass ihr das da reingebt aber dass ihr so sukzessive zum Beispiel ein Otto.de runternimmt also die Argumentation, dass es ein Nostagithema zu sein scheint?

00:19:08: Also werden wir dann mal bisschen tiefer in die Handelslandschaft einsteigen und wir haben gerade mit unserem Strategiebereich sehr intensiv daran gearbeitet einen Zukunftsbild im Jahr zwanzig, zwanziger und zwanzierfünfundzwanzig zu arbeiten.

00:19:19: wie sieht der Handel eigentlich aus?

00:19:21: und das Programm hieß Futurama, da haben wir vor fünf Jahren mal mitgestartet und haben ein Modell entwickelt wo gesagt haben wie sehen eigentlich die Handelslandschaft der Zukunft aus.

00:19:32: Und damals war es schon relativ klar dass auf der einen Seite in diesem klassischen Handel Plattformkonzepte geben wird und Plattform Konzepte die Konzepten sein werden die sich sehr erfolgreich entwickeln werden.

00:19:45: Daneben gibt es klassische Handelsgeschäfte bestimmte Zielgruppen ansprechen, die aber dann in einem solchen Szenario nur extrem erfolgreich sein werden wenn sie wirklich einen sehr klaren USP haben.

00:19:59: Also wenn es wirklich klar ist das ist was Besonderes und da muss ich einkaufen alle diese Voraussetzungen nicht erfüllen also entweder Plattform sind oder ein sehr klares Profil haben.

00:20:09: Die sind extrem unter Druck!

00:20:10: Das teile ich total.

00:20:12: Der zweite Bereich, der eine sehr große Rolle spielt im Handel sind eben auch Handelsmarken.

00:20:19: Also Brands meist vertikal aufgestellt und das ist das zweite Gewinnerkonzept neben den Plattformen.

00:20:26: und wir sagen mal in diesem Thema Brand also quasi nur Vertrieb von Eigenmarken da ist beispielsweise bei dem Brief verankert, da ist ein Wittveranker Da ist eine Crate & Barrel auch verortet.

00:20:38: Und in der Tat haben wir in der letzten Vorstandsjahrestagung sehr klar uns entschieden, dass wir gesagt haben.

00:20:43: Wir werden uns auf die Marktengesellschaften Baum Privit und Great Embarrel sehr stark fokussieren und da auch sehr starke Zukunftsinvestments noch tätigen.

00:20:54: Und wir werden auf der anderen Seite die gute Position den Otto nach wie vor hat Vielleicht nicht bei den Allerjüngsten, aber bei dem Mittelalten hatte es schon eine sehr starke Position im ganzen Thema Möbeln.

00:21:08: Eine sehr starre Position in dem Thema Living auch sehr starker Positionen im Bereich Technik.

00:21:14: da ist Otto extrem gut aufgestellt und wir werden dazu Otto sehr viel stärker auch Richtung einer Plattform ausbauen.

00:21:21: Das was du angesprochen hast bei den übrigen nochmal das sind Unternehmen bei denen ist in der Transformation sicherlich In der Beurteilungsfähigkeit auch darauf ankommt, sind es wirklich Unternehmen die einen sehr klaren USB haben.

00:21:33: Nehmen wir mal so ein Manufaktum?

00:21:35: Der hat einen sehr, sehr klären USB.

00:21:38: Glaub ich das ist ein Manu Faktum wenn Zukunft keine Bedeutung mehr haben wird weil er keine Plattform ist und weil er keinem Marke ist?

00:21:43: Nö!

00:21:44: Ich glaube die haben nach wie vor eine Zukunft.

00:21:46: Und ich sag mal nehm' mich mal unter anderem ein... nehm', nämlich in Franconia Ja, ein Franconian der sich darauf spezialisiert hat Menschen die irgendwie Landlust genießen wollen Werden die ein Problem in Zukunft haben?

00:22:00: Nee, glaube ich nicht.

00:22:01: Weil sie sehr klar kuratierte Sortimente für eine sehr klare Zielgruppe haben und sofern kann man, glaube Ich Nicht alle Handelskonzepte über einen Kamm scheren, sondern muss sich sehr genau angucken was Sie haben oder was Sie nicht haben Und bei denen und um deine Frage auch zu beantworten oder das auch in dieser Deutlichkeit zu sagen Bei den Gesellschaften die diesen klaren Kern nicht haben da werden wir Maßnahmen treffen.

00:22:24: Ob das jetzt heißt, wir halten nicht so lange wie es geht am Leben oder ob wir sagen ne vielleicht gibt es da andere Best-Oner oder auf was sagen?

00:22:33: wir legen bestimmte Themen zusammen?

00:22:35: Da gibt es erst die Überlegung, das Verständnis davon haben das ist das nicht schildern kann.

00:22:38: aber da handeln wir hinein.

00:22:40: Wir gehen in dieser durchaus in dieser Konsequenz und dieser Logik vor, die du einforderst mit einer unterschiedlichen Ausprägung.

00:22:47: Heißt dann die Logik?

00:22:48: Dass man eigentlich versucht immer weiter von dieser Händlerdenke wegzukommen und sich genau in dieses Sandwich-Air zu begeben also auf der einen Seite den Plattformen oder auf der anderen Seite den Markengedanken weil das fände ich jetzt keinen abwägigen Gedanken.

00:23:00: Man sieht ja irgendwie auch bei Sportcheck macht ihr das gerade dass diese so ein bisschen mehr in diesen Faktor-Erlebnis reingehen.

00:23:05: oder kann man sich aus was wie Casper angucken schlafen als Erlebnis und da eine Welt rumaufbauen ist

00:23:21: Was wir für uns auch sehr klar erkannt haben.

00:23:24: Wo wir auch sehr intensiv dran arbeiten, sagen ja.

00:23:27: Wir sind zwar auf der einen Seite klassisch Händler aber im Grunde sind wir Manager von Kundenbeziehungen und wir müssen extrem stark dafür Sorge tragen dass wir das auch sehr technologisch betreiben können.

00:23:38: also ich meine in Amazon versteht sich ja heutzutage nicht mehr als Handelsgeschäft.

00:23:41: In Amazon verstehe es sich eher als Technologieunternehmen und ich glaube in Zalando ist auch auf dem Weg sicher als solches zu verstehen und ich eine sehr enge Beziehung zu unseren Kunden aufbauen müssen, aber das Thema Technologie im Thema Technologien eine höhere Bedeutung geben müssen.

00:23:58: Lass uns doch mal ein bisschen eintauchen in dieses Thema Plattformen.

00:24:00: was bedeutet das für dich konkret?

00:24:01: also was sind eure Ziele die ihr verfolgt in dem Bereich?

00:24:03: Wenn ich mir eine Plattform angucke dann ermöglicht mir eine plattform erstmal einen schier unendliches Sortiment in der inner Wahrnehmung.

00:24:11: es ist eben nicht kuratiert anders als beispielsweise weil ich das jetzt vergleiche die Verglichene mit einem Manufaktum oder mit einem mit einem Franconian.

00:24:19: Eine Plattform trägt auch dafür Sorge, dass sie eigentlich versucht sehr stark entlang des Ablaufes eines Kunden im täglichen Zeitbedarf sich entlang zu hangeln.

00:24:31: Also wenn ich mir angucke in Amazon hat ein Amazon Video oder bietet darüber hinaus noch Themen an die mit diesem klassischen ursprünglichen reinen Verkauf von Ware nix zu tun haben sondern immer auch zu gucken.

00:24:42: wo gibt es entsprechende Themen?

00:24:44: Die für die Menschen und für die Kunden?

00:24:46: nochmal wir sind Manager vom Kundenbeziehung und nicht Reinerhändler die für die Kunden für hohe Relevanz haben im Laufe des Tages.

00:24:52: Immer wieder zu gucken, gibt es dort Angebote, die wir anbieten können, die ein Kunde gerne von uns hätte und die wir ihm auch zur Verfügung stellen können um eben auch der Begleiter des Kunden über den Tag zu sein?

00:25:04: Ich glaube das zeichnet heutzutage sehr stark auf die Plattform ab dass sie den Kunden sehr viel stärker einbeziehen und sehr viel stärker entlang des Tagesablaufs eines Kunden Frankarzen.

00:25:15: Ich meine, was glaubst du denn sind die Voraussetzungen um ein Plattform-Business etablieren zu können?

00:25:19: Also gefühlt mit einem Otto

00:25:21: kriege ich das

00:25:22: von größerem Relevanzimpakt hin.

00:25:24: So in About You und My Toys würde ich sagen sind irgendwie noch ein bisschen zu klein dafür.

00:25:28: also ihr habt so ein bisschen... ich bin ja kritisch bei dieser überalternen Marke Otto so ein bißchen Merkse her.

00:25:32: aber das sind so die beiden Dimensionen die ich da auch gedacht habe angeregt durch Kollegen Krisch dass man halt sagt die einen sind irgendwo zu klein.

00:25:37: oder dann musst du noch wissen wenn gegen Wenn ich als Händler hingehe und sage ich hab nen Zerlande vor der Brust an Amazon'n Otto Warum gehe ich dann zum Beispiel noch hin und verfolge weitere Plattformgedanken bei dem About You?

00:25:46: In unserer internen Sicht ist Otto das einzige Unternehmen, was eine echte Plattform werden soll.

00:25:52: Also jetzt mal von der Begrifflichkeit her.

00:25:56: About You ist ein Mehrmarkenanbieter also von daher in jeder begrifflichen Definition einen klassischer Händler, der aber eine extrem starke Ausprägung hat im ganzen Thema der Personalisierung und Individualisierung.

00:26:07: Ich glaube, dass macht eine about you Nach dem was ich so sehe im Markt besser als viele andere, vielleicht sogar am besten.

00:26:16: Und das ist das was bei About You eine ganz große Rolle spielt und wir glauben eben einfach wenn man dann sehr stark personalisiert und sehr stark auch im Verständnis des jeweiligen Kunden und seiner Wünsche unterwegs ist dass man dann auch durchaus ja profitabel Handelsgeschäft betreiben kann.

00:26:32: Also wenn du jetzt konkret auf About You sprichst.

00:26:34: Ja, ich finde About You ein spannender Fall.

00:26:35: Kann mir mal drauf eingehen.

00:26:36: also ich gebe die absolut recht dieses Thema Individualisierung haben die glaube ich sehr spannend besetzt.

00:26:39: Ich finde auch diese ganze Influencer-denke ist etwas was in Zalando gefühlt sehr verschlafen hat.

00:26:44: wie impact stark das ist sei einmal hingestellt.

00:26:46: aber ich glaub schon dass es irgendwie eine relevanter Faktor ist.

00:26:48: dann find' ich sehr interessant Wie verortest Du denn about you?

00:26:51: Was ist denn so Deine Deinen Long Term View?

00:26:54: Also wie sind die in deiner Wahrnehmung eigentlich angesiedelt?

00:26:57: Das ist ja mal so der Leuchtturm, das Leuchtumprojekt von Otto.

00:27:00: Mit viel Mut und mit viel Kapitaleinsatz gestartet und bisher ein Vorzeigeobjekt, tolle Wachstumszahlen... Was glaubst du wird dann noch die weitere Entwicklung für das Unternehmen sein?

00:27:10: Unsere Zielsetzung ist den Wachsungskurs von About You absolut weiter fortzusetzen und zwar ganz konsequent und ganz auto.

00:27:19: about you Soll ein Unternehmen werden, das in der Größenordnung eine Milliarde und mehr unterwegs sein soll?

00:27:25: Das ist jetzt für uns nicht nur ein Prestigeprojekt.

00:27:29: wird hier intern gar nicht als Prestige-Projekt gesehen, auch gar nicht das Vorzeigeprojekt.

00:27:32: Sondern About You ist für uns ein strategisch extrem wichtiges Projekt weil wir gerade im Bereich der Mode mal wirklich wieder Zeichen setzen wollen als Autogruppe.

00:27:45: Da kommen wir her da sind wir in der Vergangenheit stark gewesen und wir müssen eben auch ein sehr starkes Modekonzept im digitalen Sektor am Start und im Markt haben.

00:27:56: Und das gelingt uns offensichtlich mit About You, zumindest haben sie bislang alles das was wir geplant haben oder was wir uns vorgenommen erreicht und übertroffen.

00:28:06: Du hast es vorhin erwähnt, ja das ist richtig.

00:28:08: Florian Heinemann das genauso wie Christian Leiboldt mit im Beirat und beide die in viele viele Start-ups sehen und auch seit langer Zeit begleiten haben gesagt sie haben noch nie ein Startup gesehen dass irgendwie vor vier Jahren oder fünf Jahre mal eine Planung abgegeben hat und die im Monat für Monat diese Planung erreichen.

00:28:24: also insofern das ist schon ein tolles Unternehmen das sich großartig entwickelt und von uns mit Sicherheit eine ganz wichtige strategische Säule.

00:28:32: Wie wollt ihr das schaffen, dass ihr die Umsatzmilliarde da hinkriegt?

00:28:35: Also mobile kriegt man mit ist ein starker Faktor.

00:28:37: Dann haben wir wie gesagt dieses Personalisierungsthema.

00:28:39: aber wo soll denn dieses Umsatzwachs von was man eigentlich braucht wenn man wenn ihr auch eure E-Commerce Ziele erreichen wollt ja habt immer gesagt acht Milliarden ist euer Ziel.

00:28:46: es war so zwei fifteen die Warschrichtung.

00:28:48: Ihr seid jetzt bei sieben also eine Milliarde unter dem wo ihr eigentlich sein wolltet.

00:28:53: Wo kommt das bei denen denn her?

00:28:54: Was glaubst du, werden da die Hebel

00:28:55: sein?".

00:28:56: Die sind extrem erfolgreich in der Neukundenakquisition.

00:28:59: und wenn man sich allein mal die Kohortenentwicklung anguckt von den Kohortinnen in der Vergangenheit gewonnen worden ist, sehen wir zwei Themen.

00:29:07: Erstens – Wir sehen dass die Kohorte extrem stabil sind.

00:29:10: Zweitens sehen wir, dass die Wertehaltigkeit der Kohortenkohoten permanent steigt also die neuergewonnen Kohortenen noch wesentlich werthaltiger als sie als die vorherigen.

00:29:20: Und wenn ich einfach diese Kohortenlogik mal nach vorne projiziere und sage, es gelingt uns weiter in dem Maße neue Kunden zu gewinnen wie's im Augenblick ist.

00:29:27: Im Augenblick haben wir eher eine accelerierende Neukundengewinnung mit rückläufigem Gewinnungskosten.

00:29:32: Da kann ich sagen, ich wüsste jetzt nicht warum ich glauben sollte dass sich dieses Wachstum nicht fortsetzen kann?

00:29:39: Man hat ja lange daran gezweifelt ob ein Zalando diese Wachstemension aufrechterhalten kann.

00:29:45: Die haben ja gezeigt, dass es geht.

00:29:46: Warum soll's bei uns nicht gehen?

00:29:47: Also ganz salope, ganz platte Antwort.

00:29:50: Das könnte ich jetzt natürlich noch mit hunderten von Zahlen hinterlegen und auch belegen.

00:29:55: Und wir haben uns das auch sehr intensiv angeguckt.

00:29:57: Nicht nur im Beirat aber insbesondere auch im Beiraat sind feste Überzeugung, dass das machbar ist.

00:30:03: Aber ich meine, du bist ja mit About You jetzt schon in diesem kräftes Sandwich.

00:30:07: Otto Amazon Zalando die sind ja schon da.

00:30:09: also es ist ja eine andere Marktvoraussetzung für ein About You als das damals für Zalandos zum Beispiel der Fall war und es war auch sehr teuer.

00:30:14: Also about you wird euch sicherlich lange noch hohe Verluste einbringen und viel Kapital fordern.

00:30:19: total fair ist glaube ich auch irgendwie nichts Ungewöhnliches aber das ist ja schon nach wie vor ein Risikofall.

00:30:24: trotzdem

00:30:25: Jede unternehmerische Betätigung ist erst mal ein Risiko.

00:30:29: Ganz einfach und ich sage, es gibt nicht wenige die sehr stark daran gezweifelt haben ob ein Zollland noch jemals erfolgreich werden kann und wirtschaftlich erfolgreich werden können.

00:30:40: also die aktuellen Entwicklungen zeigen zumindest auf dass sie da offen sehr guten Weg sind und einige Spötter und Kritiker eines besseren Belehrt haben.

00:30:47: das gleiche gilt bei uns about you is.

00:30:51: Ich betrachte es gar nicht mehr unbedingt als Risiko.

00:30:53: Es ist immer irgendwo ein Risiko, weil natürlich kann in einem Unternehmen mal irgendwas anders entwickeln.

00:30:58: aber ich sehe null Indikation dafür dass sich das Unternehmen die falsche Richtung entwickelt.

00:31:02: Ich verstehe mich nicht falsch, ich finde das ja auch durchaus sowohl Zerlandung, finde ich ist nach wie vor stark unterbewertet in der öffentlichen Wahrnehmung als auch so ein about you sehr spannende Entwicklung.

00:31:11: Aber ist es eigentlich auch immer eure Anspruchshaltung dass sowas wie ein About You eigentlich so im internen Deckel entstehen muss?

00:31:17: Sehr nah angedockt an Otto und auch mit dem vollem Risiko bei euch.

00:31:20: oder könnt ihr euch perspektivisch auch vorstellen sowas auch mal irgendwie offener zu entwickeln

00:31:26: Offener zu entwickeln.

00:31:27: In welchem Sinne?

00:31:28: Zum

00:31:28: Beispiel in den Partnerschaftlichen, also ihr könnt ja sozusagen Quersubventionieren lassen durch andere Partner.

00:31:33: oder ihr könntet hingehen und könnte sagen ein Project A was her bei euch auch mit fünfzig Millionen im ersten Form finanziert wurde mit achtzig im zweiten Könntet ihr hingehen können sagen macht ihr wesentlich aggressiver zu so einer Art Wenscher-Sperrspitze eures Geschäfts dass ihr sagt das sind irgendwie die Geist die bei uns irgendwo Die mutigeren Sachen an testen die da irgendwie mit Kapital reingehen die ja auch als Operational VC positioniert sind diese Co-Investorenfähigkeit bei sehr, sehr großen Fonds haben.

00:31:58: Da könntest du ja mit viel Risiko hingehen und kannst sagen, du machst das nicht mehr so streng unter dem eigenen Dach sondern noch mehr grüne Wiese?

00:32:03: In der Tat sind solche Überlegungen durchaus vorstellbar.

00:32:08: dass wir solche Themen eingehen Wir haben es auch in der Vergangenheit schon bewiesen.

00:32:14: Wir haben ja auch seinerzeit mal mit Professor Feind zusammen FIT gegründet, woraus dann Bluyonder entstanden ist.

00:32:19: Also ein Unternehmen das im Bereich Predictive Analytics unterwegs ist.

00:32:24: Das hätten wir auch gut und gerne weiter finanzieren können nach vorne in der Entwicklung.

00:32:28: Haben aber gesagt Menschen es genau so wie wenn wir den Sprung dann in dem Thema Predictives Analytics eigentlich nur im Software unternehmen.

00:32:36: Wenn wir den sprungen USA machen wollen gibt es vielleicht bessere Partner die uns dann besser unterstützen können in der Marktkenntnis in den USA und so haben wir dann im Prinzip mit Wabuk Pinkus ein Partner gefunden, mit dem wir Blue Yonder gemeinsam weiterentwickeln.

00:32:50: Das ist mal ein Modell.

00:32:51: davon gibt es noch das eine oder andere und das ist durchaus ein Model wo auch ein klares Bekenntnis des Hauptgesellschafts oder bei der Gesellschaft da Benjamin und Michael Otto gibt dass man solche Modelle fallweise eben machen kann.

00:33:04: also ausschließen tue ich das nicht dass das auch in Zukunft durchaus ein Modell sein wird.

00:33:10: Wir haben bei About You auf der einen Seite sind natürlich die Geschäftsführer mitbeteiligt als eine Beteiligung und wir haben auch Mediengesellschaften mit drin, ich hatte dich so verstanden, dass du sagst eher in größeren Partnerschaften zu denken.

00:33:26: Ich meine, man kann ja mal fairerweise sagen in Zalando einen HelloFresh also so einige der großen Rocket Gründungen.

00:33:31: die sind ja teilweise nicht mit deutschem Geld finanziert.

00:33:33: Das kommt teilweise irgendwie aus Schottland im Wesentlichen aus Schweden.

00:33:36: Also es kann ja ein Modell sein.

00:33:38: Es hat eine ganz andere Denke.

00:33:40: das ist dann auch vielso Richtung IPO wenn man sagt ihr seid eher ne Gruppe und wollt das unter eurem Dach halten bis halt anders.

00:33:46: Wo wir diese Themen sehr stark aktuell gerade diskutieren ist auch bei den Gründung die wir bei der OGDS haben.

00:33:54: Wenn wir dann viele Unternehmen gleichzeitig starten und vor allem groß machen wollen, muss man sagen ist natürlich auch irgendwann mal sowohl auf der einen Seite die finanziellen Ressourcen limitiert.

00:34:10: Und auf der anderen Seite auch die newer Ressoursen.

00:34:14: Es ist manchmal eben ganz hilfreich dass man bestimmte Partner mit an Bord holt nicht nur das Geld deswegen aber auch das Haus wegen Ja, die dann eine spezifische Expertise in bestimmten Themen haben und die dann einfach unter Umständen auch mehr noch zu dem Geschäftsmodell beitragen können als wir das tun können.

00:34:33: Absolut!

00:34:34: Also diese Überlegung ist relevante und richtig und das ist nicht aus unserem Gedankenspektrum raus.

00:34:43: Wie ist denn generell so die Verordnung, was das ganze Beteiligungsgeschäft angeht?

00:34:47: Also wenn man sich eure Webseite mal anguckt, eure E-Commerce Strategie, die euch verordert habt dann sind da ja zwei wesentliche Player genannt.

00:34:53: Einmal eVentures und einmal Project A, dass ihr sagt, das ist euer Venture Capital Arm mit den ihr irgendwie arbeitet... Was für ein Gedanken, was für eine Herangehensweise verfolgt ihr in dem Bereich?

00:35:04: Die unsere Venture Aktivitäten sind in der Aufstellung, die wir haben durchaus ein sehr strategisches Thema und zwar aus zwei Gründen.

00:35:11: Eine Grund dass wir dort sehr stark auch erleben, was passiert eigentlich im kapitalen Markt.

00:35:18: Wir sind ja Menschen die immer gerne beobachten und gerne lernen.

00:35:22: Ich habe ja vorhin mal eingangs gesagt, ich bin ganz besonders neugierig und ich will einfach wissen wie bestimmte Themen funktionieren.

00:35:31: Eher ein Griff, einen Grip an den Kapitalmarkt und seine Verhaltensweisen.

00:35:35: Und Vorgehensweisen wenn ich da selber irgendwo mit drin bin.

00:35:39: das war sicherlich eine der Motivationen auch seinerzeit vor acht Jahren dem Avenger Ergründungsgedanken zu spielen.

00:35:46: Ein zweites Thema was eine hohe Rolle spielt ist natürlich mein kann natürlich auch hohe Kapital der Träge generieren.

00:35:52: Also wenn man ein richtig gutes Team hat und eine richtig gute Mannschaft hat, ist das ja durchaus ein sehr lukratives Geschäft, dass natürlich auch eine sehr große Rolle gespielt hat.

00:36:02: Ein ganz wesentlicher Treiber aber für unsere Venture-Aktivitäten war, dass wir sagen wollten, wir wollten eigentlich mal sehr viel stärker die Hand am digitalen Puls haben.

00:36:11: Im Grunde ist das unser Seismografen.

00:36:13: Was passiert in der Welt des online und digitalen Businesses weltweit?

00:36:19: Wo entstehen neue Geschäftsmodelle?

00:36:22: Und bei diesen neuen Geschäfts-Modellen, die da irgendwo entstehen, ist dann auch immer wieder die Frage... Welche Implikation haben die eigentlich für die Autogruppe und kann ich die gegebenenfalls als Geschäftsmodell oder kann ich sie gegebenenfall als Funktionalität in einem bestehenden Geschäfts-Modell zum Einsatz bringen?

00:36:37: Da wollten wir also eine Transparenz gewinnen, was passiert eigentlich weltweit.

00:36:42: Wir wollten den Zugang haben zum Netzwerk, muss man auch dazu sagen.

00:36:45: Wir sind ja wie gesagt als klassische Kallogversender gestartet und man nimmt uns jetzt mehr als digitalen Player wahr als das in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.

00:36:52: Da hat mit Sicherheit auch die Venture-Beteiligung in eine Rolle gespielt und wir identifizieren natürlich auf die Art und Weise auch gute Menschen, die für uns helfen können in der Autogruppe tätig zu sein plus die Überlegung was allerdings wir noch nicht realisiert haben bislang dass man unter Umständen dann auch mal irgendwo ein Tag in der Beteiligungsunternehmen hat, in den Venture Capitals Gesellschaften.

00:37:14: Dass für die Orthogruppe von hoher Strategie relevant sein könnte, das man dann erwerben kann.

00:37:19: Dann aber auch zum Marktbedingungen.

00:37:20: Das ist eine ganz klare Voraussetzung und nicht mit Sonderrabatt nur über die Ortho-Gruppe sind sondern sehr klar zu Marktbedingung.

00:37:26: Aber durchaus vorstellbar, dass wir auch Tagels, die dort drin sind, irgendwann wiedererwerben.

00:37:33: Ich finde das total plausibel und auch sehr valide.

00:37:35: Du kannst ja sogar alleine stehen gehen, kannst sagen du kriegst als Corporate der vielleicht irgendwie dann noch jungfreulich startet und nicht so einen guten Dealflow ab.

00:37:40: also sehr viele valide Gründe Wie orchestriert ihr das und habt dir einen wirklich funktionierenden Weg gefunden diesen Transfer zu leisten?

00:37:48: Weil erfahrungsgemäß Kapitalanlagen haben ja geringe Rückwirkungen in Organisationen wie euch jetzt, wenn da irgendwie so ein Fonds zwischengeschaltet ist.

00:37:55: Also ich glaube es werden viele Leute spannend, wenn du irgendwie sagst du hast eine Drehgefundene Beteiligung, das ist nur Hau und vielleicht auch die eine oder andere Person in eure Bestandsorganisation rückzuführen.

00:38:05: Also ich glaube die erste Grundvoraussetzung ist, wir haben ein sehr gutes Setting gefunden was Governance angeht und was Rahmenbedingungen angeht.

00:38:14: Sowohl für Avengers als auch für Project A. Der zweite Punkt ist da haben wir richtig Glück gehabt oder haben gut gesucht oder whatever.

00:38:24: Wir haben zwei richtig geile Teams gefunden das muss man sagen.

00:38:27: in beiden Fällen.

00:38:28: also Das war für mich damals eigentlich immer eine Rahmenbedingerung nachdem ich gesagt habe Ich möchte wirklich einen Team haben und zwar als Team, das in der Vergangenheit schon mal zusammengearbeitet hat.

00:38:39: Weil ich wollte nicht von Anfang an die Diskussion haben also... Der kommt immer zu spät, der geht immer zu früh, er hat seine Haare zu langt, er bringt seine Kaffeetasse nie weg.

00:38:48: Wie so entsteht wenn Menschen irgendwie zusammenkommen und eine Gruppe bilden müssen?

00:38:53: Eine formale Gruppe!

00:38:55: Das war für mich immer einer der Rahmenbedingungen ein existierendes Team zu nehmen, dass schonmal die Erfahrung gemacht hat Durch großes Glück und durch Kontakt auch mit Jan-Henrik Bütner, da ist er wieder.

00:39:06: Da habe ich dann eben Christian Leibold kennengelernt.

00:39:09: Und im Grunde eigentlich nur auf seine Empfehlungen, weil sich ihn gefragt haben ... Mit wem muss man denn mal reden um zu verstehen was passiert in einem Venturebusiness?

00:39:19: Unterhalte ich mal mit Christian Leiberl.

00:39:20: So, ich habe Christian Leibold kennengelernen.

00:39:22: Eigentlich wollte ich lernen in dem Gespräch... Und der hat mich aber so überzeugt, dass ich gesagt habe, sagen Sie mal, Leibolt!

00:39:27: Was müssen wir eigentlich machen damit wir

00:39:28: zusammenarbeiten?!

00:39:30: Ich suche einen Team, der sagt, ich lasse mich mal drüber nachdenken und dann hat er gesagt, vielleicht sollten wir uns mal unterhalten.

00:39:40: Und so sind wir zusammengekommen und dann haben wir relativ schnell festgestellt das es einfach passt.

00:39:46: die haben mir vertraut, ich habe denen vertraute, die Otto-Gruppe hat sowohl mir als auch dem Team vertrauten.

00:39:54: Und dann haben wir gesagt, wir machen das mal.

00:39:56: Und vom Setting und von der Governance haben wir von Anfang an darauf Wert gelegt dass sie auch sich obwohl Sie Corporate VC waren, sich wie ein echter VC verhalten können.

00:40:07: also wir haben sie von einer Autogrupp Governance ein Stück entfernt gehalten.

00:40:11: Wir haben sichergestellt, dass das Management höchstmöglich frei entscheiden kann.

00:40:17: Also wir haben viel Vertrauen in diese Gruppe reingegeben, was seinerzeit zumindest von außen extrem positiv betrachtet worden ist.

00:40:24: ich mache es an einem Beispiel klar Wir haben seinerzeit mal gesagt gibt ein Investitionskomitee wenn da der Dealflow ist und das Management was machen will, dann sollte zumindest noch mal irgendwie Expertise draufgucken.

00:40:37: Und in diesem Investitionskomitee waren fünf Mitglieder zwei aus der Otto-Gruppe und drei externe so dass also die externen Experten, die Fachleute, die sehr stark eben auch vom Management empfohlen worden sind, die hätten immer die Otto Gruppe überstimmen können.

00:40:52: Also ich hätte keine Entscheidung durchsetzen können weder befürwortend noch ablehnend.

00:40:59: Und das gibt dann einem Management Team auch die Sicherheit, die man das ernst.

00:41:02: und ich glaube, dass ist wichtig wenn man koppelt wie sie ist.

00:41:06: Man muss die auch gestalten lassen und in dieser Kombination, die richtig gute Leute finden, die diese Erfahrung schon mal gemacht haben ihnen die entsprechende Governance zu geben, dass sich frei entfalten können und sie mit einem entsprechenden Vertrauen auszustatten.

00:41:21: Da würde mir sagen, dass aus meiner Sicht so die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren, die Eventus schon sehr früh und sehr schnell erfolgreich gemacht haben.

00:41:28: Und dann haben wir uns den Lebenszyklus einmal geguckt und haben gesagt naja gut also wenn die jetzt Early Stage machen bei Eventus, dann lass uns doch mal vorne gucken im Bereich Inkubationen und Acceleration und vielleicht gibst du auch was haben wir das große Glück gehabt.

00:41:42: und so schließt sich dann der Kreis wieder.

00:41:43: Das meinte ich mit Netzwerk, das finde ich auch so cool in dieser Welt.

00:41:46: Da haben wir gesagt, wir wollen da vorne was basteln.

00:41:48: Dann hab' ich Christian Leibold gefragt, er sagt, Christian kennst du irgendwelche Leute die mir das da vorne irgendwie sicherstellen können?

00:41:54: Und dann hat Christian gesagt ja unterhalte ich doch mal mit Florian.

00:41:57: Nein Mann!

00:41:57: So habe ich dann Florian kennengelernt.

00:41:59: Und als ich dann Flo kennengelernt habe, im Grunde ist das Copy in Pays gewesen.

00:42:04: Dann hab' ich den erzählt wie ich mir das vorstelle.

00:42:06: und da guckten die noch so unglaublich weil die kommen aus einer Rocketwelt und hatten eine etwas andere Ethik- und Philosophie- und Kultur kennengelern als... ...ich denen erzählte, wie wir das eigentlich machen wollen.

00:42:17: Ich sagte dann unterhalte dich mit den Leuten, die mit uns zusammenarbeiten eben digitalen Sektor.

00:42:20: und ja, dann haben sie das getan und so sind wir zusammengekommen!

00:42:25: Also es ist wirklich glaube ich diese Kombination Vertrauen schenken, gutes Team haben, eine vernünftige Governance aufstellen.

00:42:33: Dann kann man auch als Corporate ein gutes und erfolgreiches WC-Geschäft machen.

00:42:38: Und wie schaffst du es dann?

00:42:39: die Beteiligung?

00:42:39: Die diese beiden Instrumente für dich aufsetzen oder sagen ja, die sie eingehen, dass du dir diesen Wissenstransfer in deiner Organisation wieder hinkriegst?

00:42:49: Den Wissenstransfer kriege ich nicht!

00:42:52: direkt durch die einzelnen Gesellschaften.

00:42:54: Das mag fallweise mal so sein, dass wenn wir bestimmte Beteiligungsgesellschaften durchaus auch als Partner oder Dienstleister in der Autogruppe nutzen, oder wenn wir Leistungen anbieten für die ein oder andere Beteiltnisgesellschaft... Also ich habe nicht unbedingt den direkten Kontakt zu jedem Management der einzelnen Beteilligungs- gesellschaften, das ist dann eher sporadisch!

00:43:17: Ich habe vielmehr den Überblick über die Beteilenisgesellschaft und was dort passiert.

00:43:21: über die Beiratssitzung, wo ich dann im Prinzip die Informationen zu den einzelnen Gesellschaften kriege oder indem mich mit dem Management-Team das Venturefonds handelt und managt mit denen Sprecher.

00:43:37: Warum läuft denn das bei dieser Firma so besonders?

00:43:39: Und erklärt es mir bitte mal.

00:43:40: Weil ich glaube schon dass man sich als Corporate auch immer ein Stückchen davor hüten muss zu tief in diese Minderheitsbeteiligung reinzugehen.

00:43:49: Auf jeden Fall!

00:43:49: Ich finde immer, die müssen freigehalten werden damit die volle Kraft auf volle Konzentration und vollen Fokus auf ihr Geschäft bringen können das erfolgreich zu machen.

00:43:58: Und da ist jede Ablenkung wenn er so ein Hillebrand antont unter tausend Fragen stellt Das ist Ablenkungen das Distraction und sie können keine Distraction gebrauchen insbesondere nicht in der Phase in der sich ihr Geschäft bewegt.

00:44:09: Wenn die mal fünf oder zehn Jahre im Markt sind dann mag das was anderes sein.

00:44:12: Dann haben Sie gegebenfalls auch die Strukturen die sie in der Lage versetzen, dann auch mal solche Gespräche zu führen.

00:44:18: Solarpolar weil meistens sind ja dann solche Fragen die wir in diese Gesellschaften reinsteuern bringen den ja per se erstmal nix.

00:44:25: das dient ja unserer neue Gefriedigung und dass versuchen wir eben abzuwenden dadurch dass wir mit dem Management der Fonds sprechen die ja dann wiederum sehr viel tiefer in den einzelnen Gesellschaften drin sind und das Wissen aus den Gesellschaften haben.

00:44:39: Glaubst du manchmal, dass hier noch ein Mutiger hätte sein sollen oder vielleicht für die Zukunft sein soll?

00:44:46: Ganz eindringlich, der Jochen Krisch hat ja so als ich jetzt Bilanz gezogen habe dieses Jahr wieder irgendwie mehrere Artikel geschrieben.

00:44:51: Hat Abortue analysiert, hat eure Umsätze angeguckt und ein Faktor war das Thema Project A. Wo er halt sagt, er hat das Gefühl dass ihr die noch zu klein haltet weil irgendwie ein Abortu kriegt teilweise hunderte Millionen Euro überwiesen.

00:45:01: da sind es irgendwie einmal fünfzig, einmal achtzig.

00:45:03: ob du dann nicht noch mutiger sein solltet und die wirklich sozusagen autonahen Rocket bauen solltete.

00:45:08: Naja, so unser Auto nahe Rocket ist ja eigentlich eher Auto Group Digital Solutions.

00:45:14: Bei Project A und auch bei Avengers ist es ja so.

00:45:17: wir haben mit den Management Teams immer diskutiert wie groß sind die vorngrößen?

00:45:22: Und ich glaube, es war gut und richtig.

00:45:25: Hoffentlich bestätigt das Management auch heute noch, weil diese Zahlen ja auch gemeinsam entwickelt worden sind.

00:45:30: Das heißt, dass wir mal mit fünfzig Millionen angefangen haben bei Eventcha und auch mit fünfzig Millionen gestartet sind beim Project A. Das waren damals Größten.

00:45:38: auch nur wo die Teams gesagt haben – das ist okay!

00:45:41: Es ging dann weiter.

00:45:42: Bei Project A war's ja so, dass ein Springer mit reingegangen ist in den Fonds.

00:45:46: Da kam das Management von Project A auf uns zu und sagte, wir würden gerne noch einen weiteren Partner mit drin haben in dem Fonds.

00:45:53: Das war gar nicht, dass sie gesagt haben, wir wollen von euch noch dreißig Millionen mehr haben sondern die haben einfach gesagt, ich will einen anderen Partner mit reinhaben aber der müsste dann auch irgendwo größte Ordnung dreizig bringen.

00:46:02: so und so kam dann so so kam das zustande Und auch bei bei Avenger war es dann so, dass wir gemeinschaftlich entschieden haben was wir gesagt haben Wir wollen zwar immer größter Einzelgesellschaft bleiben Aber Es macht ja durchaus Sinn, auch andere Partner mit reinzunehmen.

00:46:17: So haben wir mittlerweile bei den letzten Fonds-Generationen auch einige Family Offices mit reingebracht – auch teilweise industrielle Investoren die ja auch know how bringen!

00:46:26: Wir merken das eben auch schon wenn wir dann Investoren oder Gesellschaftsversammlungen haben dass das da sehr befruchtend ist.

00:46:33: Also sowohl für den Fonds und für das Management des Fonds befruchten als auch für die Gruppe der Investoren untereinander befrugten.

00:46:40: also Ich glaube, dass es gut ist wenn man ein offenes System hat dort und es nicht die Frage mangeln in Mutis oder mangeln der Risikobereitschaft das wir ja nicht mehr in diese Fonds reintun.

00:46:53: Sondern ich glaube es eine gesunde Entwicklung, die wir auch gemeinsam immer mit dem Management diskutieren Und wir haben hier wirklich nennenswerte Investitionen da drin.

00:47:01: Es ist ja nicht so, dass das irgendwo kleine Summen ist.

00:47:04: Ich wage mal zu behaupten, ihr werdet in Europa keinen anderen Corporate-Investor finden der so viel Geld investiert hat im Venture Capital.

00:47:09: Wir machen da vielleicht nicht die große Welle draus aber wie viele andere?

00:47:13: Aber wir sind extrem frühzeitig mit extremen Commitments in diese Fonds eingestiegen und es hat nicht einen einzigen Fond gegeben wo wir nicht alle Ersten waren, die gesagt haben wollen wir investieren wieder mit.

00:47:25: Vielleicht muss man die Frage auch ein bisschen anders stellen.

00:47:27: Müsste man vielleicht überlegen, in Project A eine gewisse Spätphasenfähigkeit mitzugeben?

00:47:31: Weil ich finde, Fonds im Frühfasenbereich ist ja eigentlich so mehr Fondsvolumen hilft ja da oft nicht.

00:47:37: Also für einen Fondsmanager ist er dann oft nicht besser incentiviert weil sein Outcome ist eigentlich derselbe und das Geschäft wird aber komplexer, weil du das Geld teilweise gar nicht investiert kriegst.

00:47:46: Wäre also vielleicht ein passender Gedanke zu sagen, man gibt demmehr Fehlertauglichkeit, indem man sagt, du kriegts mehr Geld.

00:47:51: mehr Geld kannst du mir ausprobieren wir machen mehr wachsen dass man so ne Wahrscheinlichkeit, von der Beteiligung lange begleiten zu können und hochzuziehen erhöht?

00:47:58: In unserem Verständnis sind es nicht unsere Gesellschaften.

00:48:03: Sondern das sind die Gesellschaften der Vorgesellschaften.

00:48:06: Das ist ein ganz zentrales Thema.

00:48:09: Dein Punkt käme zum Tragen, glaube ich, wenn wir eine Vorgeschaft identifizieren würden.

00:48:15: Die würde wie Faust aufs Auge in die Otto-Gruppe als strategische Beteilen hineinpassen.

00:48:21: Und dann würden wir sie mit entsprechenden Geld ausstatten.

00:48:24: Das ist das Verhältnis zu unseren Venture Capital Gesellschaften.

00:48:27: Nochmal, wir machen bei OGDS, bei Autogrupp Digital Solutions bauen wir E-Commerce Geschäftsmodelle auf die wir quasi aus unseren Assets heraus generieren oder aus unseren Kompetenzen herausgenerieren.

00:48:40: Die sind in der Regel die Asset Light und sind in einer Regel auch im BtoB Bereich haben aber hohe Skalierungspotenzial.

00:48:47: da tun wir dann wenn wir die Entwicklung sehen durchaus große Summen rein und betrachten das auch als Wachstumskapitalgesellschaften.

00:48:57: Am ersten Juli wird Sebastian Klau gekommen, der anerkanter Maßen mit viel Digitalkompetenz ausgestattet ist und sich in der digitalen Welt gut auskennt.

00:49:07: Er wird der Chief Digital Officer der Otto-Gruppe sein – er und ich zusammen!

00:49:14: Auch mit der Frage auseinandersetzen, bauen wir nicht irgendwo so ein Mini-Incubator auf.

00:49:20: Der im Beginn erst mal dafür Sorge tragen wird quasi als Katalysator in den Konzerngesellschaften deren digitale Transformation zu beschleunigen, der aber durchaus ja auch denkbar ist als ein kleiner Inkubator, der dann auch mal erkennende oder anfängende Geschäftsmodelle groß machen kann.

00:49:38: Das wäre dann der Project A Ansatz, in der Auto-Gruppe und nicht außerhalb der Auto Gruppe.

00:49:45: Warum willst du sowas neu in der Autogruppe bauen, wenn du draußen schon jemanden hast, der das irgendwie gut kann?

00:49:50: Also musst du die immer rückwärts besitzen?

00:49:54: Ich glaube einfach wir sind ja... Wir bewegen uns in einer Fondsstruktur und ich sage mal wir haben einen Management drauf dass im Prinzip sehr stark Exit orientiert ist Und wenn ich solche Geschäftsmodelle hochskaliere, will ja nicht immer eine gezwungenermaßen Exitorientierung haben.

00:50:11: Ich habe eine langfristige Perspektive mit meiner Unternehmensgruppe.

00:50:15: und wenn die Motivation eines Benjamin Otto das seinen Sohn, der nun gerade geboren worden ist vielleicht in fünfzig Jahren oder sechszig Jahre noch irgendwie mit der Autogruppe was zu tun hat dann denke ich nicht in fünf- und sieben Jahreszeiträumen.

00:50:29: Dann denke ich in längeren Zeiträumen Und von der ganzen Vorkonstruktion her, das ist ein normaler Form, Project A. Da sind andere Investoren mit dran und wir sind minderheitsbeteiligt an diesen einzelnen Betragungsgesellschaften, die da drin sind.

00:50:43: Also ich muss ja nochmal darüber nachdenken.

00:50:46: vielleicht habe ich deine Fragen noch nicht so richtig verstanden oder mir fehlt dem auch mit die Fantasie aber wie jetzt im Prinzip ein Projekt A dazu bewegen soll sagen ihr seid jetzt mein Inkubator und ihr baut für mich diese strategischen Gesellschaften auf.

00:51:01: Das würde ich sehr wahrscheinlich mit dem Management und das würde ich total verstehen, wenn die sagen würden, nee, das machen wir

00:51:05: nicht.".

00:51:06: Aber ich meine ein Rocket hat es zum Beispiel vorgemacht mit einem Schinneweg oder mit einem Wertes Millie kommen?

00:51:10: Ich mich nicht entsinnend.

00:51:11: Ja

00:51:12: aber ein Rocket war nur ein Rocket.

00:51:15: also in Project A würde er von sich aus sagen ja wie macht doch das genau was du sagst Joll.

00:51:21: Wir machen doch genau das!

00:51:23: Die einzige Frage ist wollen wir einen Rocket in der Autogruppe haben?

00:51:28: Ja, aber für mich ist Project A kein Rocket.

00:51:29: Was

00:51:31: hat es denn eigentlich mit diesem Intoee auf sich?

00:51:33: Was jetzt irgendwie zuletzt auch nochmal aufgekommen, dass ihr da auch einen weiteren Company-Bilder baut?

00:51:37: Wie passt das zusammen?

00:51:39: Wie orchestriert das langfristig alles?

00:51:41: Vielleicht ist das was du meinst, wo es darum geht... Das ist ein Company-Builder, wo wir strategisches Geschäft aufbauen wollen mit E-Commerce und e-Commerseähnlichen Geschäftsmodellen.

00:51:52: Liquid Labs konzentriert sich sehr stark eher auf Finanzdienstleistungsbereich und auf den Service-Bereich.

00:51:59: Und baut da Geschäftsmodelle auf, da ist dann mit dieser Risika den Collector E und RadePay entstanden, Border Guru und wie sie alle heißen.

00:52:06: also die sind in Liquid Labs mehr oder weniger ihre Heimat.

00:52:11: und ein ähnliches Thema wollen wir jetzt eben auch für das Thema Ecommerce-Geschäftsmodell aufzubauen.

00:52:16: Das verbirgt sich hinter diesem IntoE.

00:52:18: Da ist der Gedanke, die kriegen eben ein Startinvestment und kriegen dann interne Finanzierungsrunden in Abhängigkeit von den entsprechenden Bedarfen.

00:52:25: Das ist dann vielleicht so'n bisschen das Modell was dir vorschwählt mit Trockett bei Otto.

00:52:30: aber Project A würde ich dazu gar nicht machen wollen und auch vermutlich nicht machen können?

00:52:36: Das muss dann in eine Autogruppe entstehen!

00:52:38: Okay, man merkt ja schon.

00:52:38: Ihr habt ja wirklich viele unterschiedliche Initiativen also einen Accelerate war jetzt auch nochmal ein Thema was der Benjamin Otto gestartet hat diese Art Co-Working Space.

00:52:46: Vielleicht sollte mir noch mal abschließen bisschen darüber reden wie er eigentlich eure Organisation steuert Ja?

00:52:50: Also ich pieke dich immer so kritisch.

00:52:52: das ist auch mal sehr hochdrahmend glaube ich.

00:52:54: Ich sitze hier auf meinem Stuhl und kann sehr leicht sagen dass ihr Falschmord oder anders machen könntet.

00:52:58: also dafür erst einmal meinen Respekt und mein Dank an dich.

00:53:01: aber lasst uns doch immer so ein bisschen spannende Sachen in deiner Organisationsstruktur ergreifen.

00:53:05: Wie gehst du vor wenn wenn du irgendwie eine Strategie baust und die im Prinzip durch einen Konzern kaskadieren musst, der fünfzigtausend Mitarbeiter hat.

00:53:13: Und wo ja erfahrungsgemäß speziell so dieses mittlere Management oft das Problem ist, dass du die irgendwie angetriggert kriegen musst, die aus diesen Strukturen, wo Innovation bisher eher ein Risiko ist als für ihre eigene Karriere denke, dass sie sozusagen aufbricht, dass die das Ganze mittragen und auch diesen Know-how Transfer

00:53:29: begleiten.

00:53:30: Das ist ganz viele Fragen auf einmal.

00:53:35: Also ich sage mal, eine Strategie entwickelt passiert wie Strategien Erwirkungen passieren.

00:53:38: das ist bei uns genau das Gleiche.

00:53:40: wir sammeln externe Wir machen viele Benchmarkings wir sammel internen Informationen wir sprechen mit vielen Menschen in der Organisation entwickelnden Bild von der Zukunft und sagen, was heißt das jetzt für die Autogruppe?

00:53:50: Das ist das Thema klassische Strategien entwickeln.

00:53:52: Dann hast du diese Strategie!

00:53:53: Und jetzt kommt ja deine Frage wie kaskadierst du sie?

00:53:56: Haben wir gerade längst praktiziert.

00:53:58: ein Meet to Lead heisst das zum Anlass genommen.

00:54:02: da haben alle Geschäftsführer der Autogroupe weltweit zusammen getrommelt und haben dort auch unser neuer CEO dann auch die Gelegenheit genutzt sich uns seine Vorstellungen vorzustellen.

00:54:13: Da war natürlich unser neues Leitbild.

00:54:15: Wir setzen Maßstäbe, auch das ist ein ganz klarer Anspruch und sehr nach vorne gerichtet der Wachsanspruch den wir formuliert haben in der Autogruppe.

00:54:23: Dann haben wir dann eben die Strategie nochmal allen Geschäftshirren der Autogroup vorgetragen beginnend und ausgehend vom Geschäftsauftrag der Gesellschaft.

00:54:33: da übergeleitet in die Strategien und übergelegt in die Handlungsnotwendigkeiten die sich daraus ableiten haben die also eine breite Information gekriegt, die haben entsprechend Informationsmaterial gekrieg.

00:54:45: Jetzt gehen die Geschäftsführer in ihre Organisationen und tragen das in die Organisation hinein.

00:54:51: Parallel dazu hat sich jeder Vorstand verpflichtet im überschaubaren Zeitraum der nächsten Monate in die Konzerngesellschaften reinzugehen als Einzelperson noch mal darüber zu berichten wie die Strategie eigentlich aussieht und was die Erwartungshaltung ist.

00:55:07: Dennoch, glaube ich haben wir – und das ist eigentlich ganz gut.

00:55:10: Ich glaube die Information durchzutragen ist nicht unser Problem.

00:55:14: Was herausfordernd ist, den Sense of urgency in allen Bereichen des Unternehmens zu etablieren und durchzusetzen.

00:55:22: Und da haben wir für diesen Zweck schon im vorletzten Jahr, es geht ja so schnell die Zeit ein Prozess gestartet der hieß Kulturwandel vier Null Wo gesagt haben, wir brauchen einfach wenn wir schneller noch vorankommen wollen als wir das tun.

00:55:42: Brauchen wir eine veränderte Kultur die mehr in Richtung einer digitalen Kultur geht, die sich ausbricht Durch höhere Geschwindigkeit durch stärkeres Unterhaken Schlagkraft der Gruppe nutzen, durch stärkeres Empowerment Mitarbeiter Dass ich sehr stark dadurch austrige dass man auch den Kunden noch viel deutlicher in den Vordergrund stellt als wir das tun und dass man auch vor allen Dingen das Thema der Zusammenarbeit noch gestaltet.

00:56:07: Das waren so im Wesentlichen die sogenannten Workstreams, und jeder einzelne Vorstand war für ein dieser Workstream verantwortlich und hat dann Bereichsübergreifend und Hierarchie übergreifen und Firmenüberg greifend Mitarbeiter zusammengeholt und mit denen darüber diskutiert wie man diese unterschiedlichen Anforderungen in die Unternehmen hineinbringen kann.

00:56:27: Und trotzdem ist es am Ende des Tages immer wieder herausfordernd Daily Doing zu überzeugen.

00:56:34: Es ist manchmal wieder prädiger in der Wüste, aber natürlich ... Du hattest es vorhin auch angesprochen.

00:56:39: Natürlich ist es einfach ein Top-Management zu überzeugern und es ist schon fast ein Selbstgänger die jungen digitalen Menschen mitzureißen auf dem Weg nach vorne wo wir uns ich will nicht sagen schwer tun oder was herausfordernd nach wie vor ist diese Schicht zwischen Top Management und erster Führungsebene.

00:57:00: das sind Menschen meistens eine lange Firmenzugehörigkeit haben, die extrem gut und extrem erfolgreich in ihren bisherigen Aufgabenprofilen Jobs erledigt haben.

00:57:12: Und da auch zu Ansehen gelangt sind und zu Einkommen gelangts sind und auch zu Status gelangtes sind.

00:57:18: Die stellen jetzt plötzlich fest, hey das ist ein ganz anderes Skills, ganz anderer Anforderungen, ganz andere Aufgabenzuschnitte.

00:57:25: Die müssen sich verändern und ich weiß nicht, ob das nur eine deutsche Kultur ist.

00:57:32: Da sind wir Menschen, würde ich jetzt mal sagen.

00:57:34: Wir sind natürlich immer eher irgendwo geneigt ein bisschen stärker bei dem zu bleiben was ich kenne und wo ich mich auskenne und wo Ich gut bin als jetzt persönlich mich mal irgendwo anders hinzubewegen und sage ich gehe dieses Risiko mal ein mal was anderes zu machen oder mal etwas anderes auszuprobieren, etc.

00:57:52: Und das ist die eigentliche Herausforderung des Management hat nicht nur der Vorstand und nicht nur das Top-Management sondern eigentlich alle top geführten Ebenen.

00:58:03: und wir versuchen das zu machen indem wir entsprechende Formate finden wo wir uns mit den Menschen darüber austauschen bis hin zur Tatsache dass wir einfach sagen Wir stechen auch durch die Organisation durch und gehen direkt zu den operativen und jungen und geben den Rückendeckung, dass die von unten schieben.

00:58:19: Also wenn du vorhin dieses Sandwich-Modell gebracht hast also wer im Sandwich eigentlich drin ist in dieser digitalen Transformation ist genau diese Mittelschicht, die manchmal so als Lämschicht bezeichne Die ist drinnen.

00:58:32: von unten werden sie gefordert von den jungen Leuten und sagen hey Du musst was tun und von oben werden Sie geforderd vom Management Und das begleitet und moderiert eben durch entsprechende Formate.

00:58:43: Hoffen wir, dass wir das stärker hinkriegen.

00:58:45: Deshalb komme ich zurück zum Eingang unseres Gesprächs.

00:58:49: Digitale Transformation ist alles andere als einfach.

00:58:52: Ja, ich würde gerade sagen du hast doch da auch viele Widerstände weil die Digitalisierung und Transformation das hat auch immer Verlierer.

00:58:58: Da steckt Politik drin.

00:58:59: Gibt es da Werkzeuge wie man mit sowas umgehen kann?

00:59:02: Vieles ist Gespräch ganz ehrlich manchmal auch ein Trennungsgespräch Wenn es Partu nicht geht, weil dann aber auf wie es in der Autogruppe üblich ist sehr sozialverträglich und sehr vernünftig auch.

00:59:14: Häufig unterstützt durch den Outsourcingprozess, den wir anbieten und mitbegleiten und finanzieren.

00:59:22: Aber es ist viel Gespräch und wir haben gerade neben dem Gespräch ein ganz separates Team zusammengestellt.

00:59:31: Das berichtet direkt an die Vorstandsvorsitzende, also direkt an Alexander Birken Die sich ausschließlich mit dem Thema Kulturwandel auseinandersetzen und eine sehr umfangreiche Toolbox auch entwickelt haben, die man in den Firmen zur Anwendung bringen kann.

00:59:45: Und die dann auch in die Firmen durchaus gehen und dort in den Firmworkshops machen und sowohl die inhaltliche Logik im Incentive of Urgentry präsentieren, als auch auf der anderen Seite den Menschen helfen Formate zu zeigen wo sich das entwickeln kann.

00:59:58: Eine ganz zentrale Rolle spielt natürlich in diesem ganzen Prozess auch die Personalabteilung unseres einzelnen Unternehmen.

01:00:06: unter einzelnen Gruppen weil sie natürlich immer wieder die Frage stellen müssen arbeitet eigentlich noch die richtige Person auf der richtigen Aufgabe?

01:00:15: ich meine ist es ja häufig nicht so dass die Person schlecht ist sondern häufig ist es ja so, dass sie vielleicht gar nicht die Skills mitbringt.

01:00:21: Und diese Person, die vielleicht diese spezifische Aufgabe in der Vergangenheit extremst erfolgreich erfüllt hat aber mit den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr erfüllen kann, ist vielleicht an einer ganz anderen Stelle genau ideal angesetzt.

01:00:31: also wir haben auch Querverschiebung.

01:00:34: Es ist nicht so das es immer nur geht, dass er entweder du lernst oder fließt Sondern es ist durchaus so, daß es auch Querverschiebung gibt Neben der Tatsache, dass wir extrem viel investieren in Qualifikation und Qualifizierung von Mitarbeitern.

01:00:47: Also egal ob das jetzt ist, dass mit Geschäftsführung und da drunter einmal im Jahr mache ich das mindestens ins Welli fahren.

01:00:54: Da fahren immer so zwanzig Leute mit.

01:00:57: Wir bieten in die Singularie University, die hat ja mittlerweile in Berlin eine quasi Dependance aufgebaut Da schicken wir Mitarbeiter hin.

01:01:04: Wir arbeiten intensiv mit dem MIT zusammen, wo es unterschiedliche Austauschprogramme gibt.

01:01:08: Also es wird viel in Qualifikation auch investiert und bei denen die sich da nicht qualifizieren lassen, stellt sie eben die Frage raus oder schieben.

01:01:18: wird vernünftig und denke ich gut begleitet.

01:01:22: Was mich noch so persönlich ein bisschen interessiert, das fand ich auch ganz interessant dass er sogar in deinem Titel mit drin ist weil ja das Thema Business Intelligence also diese ganze Zahlen getrieben hat.

01:01:29: Habt ihr da auch Ansätze wie die Organisation versucht was sensibilisiert?

01:01:33: Und dass hier da irgendwie vielleicht sogar Tools habt ihr dann über die ganzen Organisationen hinweg nutzt?

01:01:38: Also wir auf der einen Seite... Das fordern wir natürlich dazu auf und das wird natürlich Beispielgebend auch in den entsprechenden Beiratssitzungen gemacht, dass wir sehr viel stärker Entscheidungen auf Fakten und Daten basiert machen.

01:01:49: Wir versetzen die Organisationen, die Lage entsprechende Fakte nutzen zu können.

01:01:55: Wir haben ein sogenanntes E-Commerce Insights heißt das wo wir sämtliche Daten des Konzerns und sämtsliche Bewegungsdaten auf den einzelnen Websites oder Gruppen irgendwo zusammenfassen so dass es entsprechend nutzen kann, sodass wir eigentlich auch ein Vergleichbarkeit herstellen können.

01:02:13: Wie sind die Conversion Rates bei der Firma A im Vergleich zur Firma B und zur Firma C?

01:02:18: Sodass die Gesellschaft dann auch sagen könnte, wir haben doch ähnliche Geschäftsmodelle und wir haben ähnlichen Kunden, warum ist das aber dem deutlich besser?

01:02:25: Und dann gehen die dahin.

01:02:26: oder die Fragen des Kompetenzen, da könnt ihr uns erklären, warum das nicht so ist.

01:02:31: Das ist mit Sicherheit eine Thematik, wovor sehr stark Daten unterstützt die Informationen geben.

01:02:37: Wir versuchen Daten einfach mal sinnbildlich zu machen.

01:02:40: Ich glaube bei einer der letzten Pressekonferenzen war es eben so, dann sieht man auf einem Screen was passiert eigentlich in der Autogruppe?

01:02:47: Da wird diese ferne Bestellung plötzlich mal sichtbar.

01:02:51: also was bestellen die Leute eigentlich?

01:02:52: wie geht's im Warenkopf und wie viele Kunden sind da draußen alle draußen um das greifbarer zu machen?

01:02:57: wir sehen ja unsere Kunden nicht.

01:02:58: Wir sehen sie ja nicht anders als in den stationären Geschäften.

01:03:02: Das machen wir sehr stark.

01:03:03: Und natürlich gibt es viele Tools, die dann eingeführt werden ob das ein Kohortenanalysen sind oder ob das dann Treiberbäume sind.

01:03:11: Die sehr stark auch in der Denke also befüllt werden von den BI-Bereichen aber entwickelt konzeptioniert eigentlich auch als Steuerungstool aus dem BI Bereichen für die einzelnen Gesellschaften.

01:03:23: Ja, sehr spannend!

01:03:23: Also wie insgesamt dein Job und euer Unternehmen als Ganzes?

01:03:26: Ich habe

01:03:26: den geilsten Job auf dieser Erde.

01:03:30: Was hat man da für Stundenwoche, wie viele Stundenarbeits-Suppo Woche?

01:03:34: Ja ist aber dadurch, dass ich neugierig bin und mir das Thema so viel Spaß macht.

01:03:38: Kriege ich schon gar keine Trennung ehrlich gesagt mehr hin zwischen Freizeit und Privat... Zwischen Freizeite.

01:03:42: und ja es ist also mein Job ist Freizeiten!

01:03:46: Sehr gut.

01:03:47: Ich danke dir ganz herzlich für all die tollen Best Practices und dass du auch dich den giftig kritischen Fragen gestellt hast, ich sage das ist immer leicht aus so einem Journalistenstuhl sowas zu hinterfragen.

01:03:54: Das

01:03:55: ist völlig fair!

01:03:57: Diese Fragen sind ja auch berechtigt.

01:03:59: Wir stellen uns diese Fragen ja häufig auch und in zehn Jahren wissen wir ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben aber eben erst in zehn Jahre.

01:04:08: Und das ist eben das was ich sage.

01:04:09: Unternehmertum heißt auch Risiken eingehen und mal entscheiden.

01:04:12: geht es jetzt links rum oder rechtsrum?

01:04:16: Überall kann man nicht gleichzeitig hingehen und irgendwo muss man dann fokussiert sich entscheiden.

01:04:21: Wir versuchen es so Fakten basiert wie möglich, und so logisch wie möglich abzuleiten gelingt auch nicht immer.

01:04:29: Vielen Dank!

01:04:29: Ich danke dir ganz herzlich.

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