Transformationsveteran Rainer Hillebrand über die Digitalisierung der Otto Group | #Transformation 💻
Shownotes
C-LEVEL INTERVIEW | Als ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Otto Gruppe hat er die Digitalisierung bei Otto maßgeblich vorangetrieben. Rainer Hillebrand hat mit Otto Projekte wie Eventures, AboutYou und Project A ins Leben gerufen. Doch wie die wenigsten wissen, war diese Reise nicht immer einfach. Otto ist eine Disruption und eine Transformation durchlaufen. Rainer erzählt, wie dieser Vorgang verlief. Er berichtet von den Milestones, den Pain Points und erzählt ein Stück deutsche Digitalisierungsgeschichte. Du erfährst... …eine Zeitreise hinein in den Digitalisierungsprozess bei Otto …mit welcher Strategie die Transformation bei Otto gelang …wie Rainer seine Mitstreiter für Project A anwerben konnte …welche Position Rainer beim Digitalisierungsprozess eingenommen hat …wie Otto das Innovators Dilemma überkommen konnte …spannende Insights über die gemeinsame Gründung von AboutYou mit Etribes ...welche 3 große Hürden Otto in seinem Digitalisierungsprozess nehmen musste …5 schnelle Fragen an Rainer über die Transformationsreise ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Digitalisierung: Joel und sein Co-Moderator Fabian J. Fischer, Geschäftsführer bei der Digitalberatung Etribes, nehmen dich mit an Bord, wenn sie mit bekannten mittelständischen Unternehmen darüber sprechen, wie diese ihre Digitalisierung umsetzen. Mit dabei bei jeder Folge: erfahrene Unternehmer:innen und Expert:innen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Fabian J. Fischer, CEO Etribes Group 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Rainer Hillebrand, Member of Executive Board bei Otto Group __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellung und Einführung ins Thema (00:04:13) Die Anfänge des Transformationsprozesses (00:10:26) Digitalisierung mit Strategie (00:14:20) Anfänge mit Project A (00:23:22) Rainers Position bei Otto (00:27:51) Das Innovators Dilemma (00:32:34) Gründung von AboutYou, Rolle von Etribes (00:37:15) Die größten Hürden __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns 👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.Transkript anzeigen
00:00:00: Digital Kompakt.
00:00:01: Heute aus dem Bereich Digitale Transformation mit deinem Moderator Joel Katzmarek.
00:00:07: Los geht's!
00:00:08: Hallo Leute,
00:00:16: mein Name ist Joel Katczmarek.
00:00:17: Ich bin der Geschäftsführer von Digita Compact und ihr wisst ja da draußen, dass Digitalisierung ein Thema ist was mich sehr stark beschäftigt.
00:00:22: Gerade auch mit Blick auf große und bestehende Unternehmen!
00:00:25: Und ich habe den lieben Fabian Fischer heute an meiner Seite.
00:00:28: Den kennt Ihr als Geschäftsführer von eTribes und Fabian und ich haben uns über den Jahreswechsel so ein bisschen unterhalten, haben gesagt man eigentlich müsste wir mehr machen in dieser Richtung das wir mal so Transformationsprozesse etwas mehr begleiten weil mit eTrips ist Fabian ja nonstop dabei genau solche Dinge anzuschieben von der Seitenlinie zu coachen und noch einiges mehr.
00:00:46: Und deswegen lag uns im Herzen mal mehr von diesen Transformationsgeschichten zu erzählen, das heißt der gute Fabian.
00:00:51: Der wird uns regelmäßig jetzt besuchen und geben wir dieses Thema mal an!
00:00:55: Und für alle die neugierig sind ihr könnt euch mit ihm auch mal auf LinkedIn connecten da werdet ihn unter fabianjod.fischer finden.
00:01:01: und ich habe heute das große Geheimnis lüften können.
00:01:02: es steht für Jakob das Jod.
00:01:05: also ich freue mich da schon sehr drauf.
00:01:06: und der erste Gast den Fabien heute mitgebracht hat ist ein alter Bekannter von mir.
00:01:11: Ich weiß noch, wie ich aufgeregt nach Hamburg gefahren bin, weil es noch relativ am Anfang von digital kompakt war nämlich der liebe Rainer Hellebrandt.
00:01:17: Der war damals stellvertretender Vorstandsvorsitzender von der Otto-Gruppe und was viele glaube ich heutzutage gar nicht mehr so wissen war das Otto natürlich auch eine Disruption durchlaufen ist und auch eine Transformation Und da sind ganz viele Dinge entstanden die Leute heute für selbstverständlich nehmen und die man so kennt sowas wie Eventures, sowas die Project A, so etwas wie about you aber auch Otto selbst.
00:01:36: Fabian und ich haben uns gesagt, heute wollen wir mal vom Reiner lernen.
00:01:39: Wie kamt ihr eigentlich dahin?
00:01:40: Wie sah eure Digitalreise aus?
00:01:41: Was waren die Milestones?
00:01:43: Wo lagen Schmerzen?
00:01:44: Wo lagern die guten Dinge?
00:01:45: Das war so als mein Intro heute!
00:01:47: Aber lieber Fabian, sag auch nochmal einen Satz zu dir.
00:01:49: Moin moin und schön dass du regelmäßig kommst.
00:01:51: Wir wollen dich ja noch einmal kennenlernen.
00:01:52: Ja moin moins Joel freut mich sehr hier heute mit dir diese Podcastreihe starten zu dürfen.
00:01:57: Ich bin geboren in Hamburg wie du schon richtig gesagt hast CEO der E-Traps Group.
00:02:01: Wir sind eine Digitalberatung mit mittlerweile knapp dreieinhalb Mitarbeitern an vier Standorten.
00:02:06: Hamburg, Berlin München und Außerkehr Kroatien und helfen unseren Kunden insbesondere in den Bereichen Digitalstrategien e-commerce und Venturebuilding.
00:02:14: Genau!
00:02:15: Und ich bin auch sehr gespannt heute nochmal die Geschichte von Rainer zu hören wie er das denn damit so ein Mitteortel gut gemacht hat.
00:02:21: Genau, that being said, Raina moin schön dass du da bist.
00:02:24: Ja, moin.
00:02:25: Was machst du eigentlich mittlerweile?
00:02:26: Ich bist jetzt Privatier oder was passiert bei dir?
00:02:28: Na
00:02:28: ja ich bin auch in einem ein oder anderen Aufsichtsrat tätig und bin noch beratend und unterstützend tätig freue mich immer wenn es neue Themen gibt mit denen ich mich auseinandersetzen kann.
00:02:36: aber das besonders schöne ist eben einfach ich habe das Freiheitsgrade die ich früher als Manager einfach nicht gehabt habe und diese freiheit gerade nutze ich früh bewahrte Themen für soziale Themen auch berufliche Themen und es ist einfach herrlich.
00:02:48: Es lohnt sich, lange zu arbeiten aber dann auch die Pause zu nehmen wenn die Arbeitszeit vorbei ist.
00:02:53: Ich glaube du bist ja ein wandelndes Lexikon.
00:02:55: also ich könnte mir vorstellen einen Bruchteil der Anfragen die dich erreichen werden dann auch umgemünzt in Mandate.
00:03:00: von daher Seid ihr hier auch mal unsere Ehrerbietung an dieser Stelle für Gleistetes?
00:03:05: Ich sah auf dem Walk of Fame der Digitalbranche
00:03:07: von Ihnen.
00:03:07: Dann legst du die Latte aber hoch, meine Ahnung!
00:03:10: Ja
00:03:10: ich wollt's nicht so sagen... Aber erzähl mal ganz kurz, wie ist es bei dir wenn du dich jetzt mal persönlich anguckst?
00:03:14: also an welcher Stelle deiner Digitareise empfindest Du Dich persönlich denn heute?
00:03:18: Ja ich bin noch offenweg.
00:03:20: Ich hab früher immer gesagt als wir dann angefangen haben das Thema Digitalisierung irgendwo ein bisschen greifbar zu machen im Unternehmen habe gesagt Wir sind irgendwie so ein paar Sekunden nach einem Urknall und ich würde glaube ich sagen Wir sind heute so ein paar Stunden auf dem Urknall, wir haben schon ein paar Stationen erlebt.
00:03:34: Haben auch schon mal eine falsche Abzweigung genommen und haben den richtigen Weg wieder gefunden.
00:03:38: Und ich glaube diese Reise ist einfach nie zu Ende.
00:03:40: und das Faszinierende daran ist eben einfach es kommen immer neue Themen von denen man vor ein paar Jahren überhaupt noch gar nicht geglaubt hat dass das über passieren kann.
00:03:48: jetzt ob das solche Themen sind sind zwar Bus-Wörter, aber da passiert eben schon viel.
00:03:52: Ob das jetzt Meterwurst ist oder wenn ich jetzt gerade auch mal angucke des Thema Chat DPD, wenn ich dann gucke was AI eigentlich mittlerweile machen kann... Da hat ja vor anderthalb Jahren, zwei Jahren hat man zwar geahnt, dass so was mal kommen kann.
00:04:04: Aber das ist sich dann so konkretisiert.
00:04:06: Das hat man nicht gesehen.
00:04:07: und dieser Spaß an den neuen Themen und diese Neugier die möchte ich mich einfach erhalten und die braucht man glaube ich auch wenn wir auf der sehr digital Reise sind.
00:04:13: Und lass uns aber mit einer Zeitreise beginnen.
00:04:15: also wenn du dich mal zurückversetzt in die Anfange also in die Momente wo du wirklich gesagt hast alles klar.
00:04:21: Also ich würde sagen, die Geburtsstunde des Digitalisierungs- und Transformationsgedanken von Otto war für mich damals punktpunktpunkt.
00:04:28: Wann war das?
00:04:28: Und was war die Ausgangslage?
00:04:30: Im Grunde ging es eigentlich damit los als Michael Oetter dann Uwe in der Uwe-Linuxell-Achtneunzig zu mir gesagt hatte.
00:04:35: Ich mache sie jetzt im Vorstand.
00:04:36: Ich war damals glaube ich Verkaufsdirektor hieß das bei uns.
00:04:39: Man war zuständig für alle Kunden und für alle Callcenter und er sagte, ich mach Sie zum Vorstand und Ihre Aufgabe wird sein den Konzernen ins Internetzeitalter zu führen.
00:04:48: Das war damals die Aussage.
00:04:50: Michael Otto ist ja jemand gewesen, der sich schon immer für neue Technologien und Themen interessiert hat.
00:04:55: Und aus dieser Motivation heraus hat er das ganze Thema verfolgt und glaube eine ganz wesentliche unternehmische Leistung von ihm war eben damals zu erkennen.
00:05:03: ich brauche da jemanden der sich um dieses Thema kümmert und da jüngste war der jetzt irgendwie in der Ära war der zum Vorstand werden konnte war ich dann fällig im Anführungsstrichen und durfte in dieser Aufgabe übernehmen.
00:05:16: Also meine Nähe zur Digitalität bestand im Wesentlichen eigentlich darin, dass ich immer sehr früh mir schon irgendwelche PCs geholt habe und versucht habe dann irgendwelchen Periphergeräte anzudocken was damals ja noch sehr mühsam war.
00:05:26: wir reden einmal hin für so ein Zeitraum von deutlich über zwanzig Jahren Und er kannte mich mit den Themen schon eigentlich ganz gut aus und war dann jetzt im Vorstand der Bestand damals aus elf Leuten inklusive Michael Otto auch mit Abstand der Jüngste.
00:05:41: Ich war die erste Junge der Jungengarde Was es ehrlich gesagt nicht einfacher gemacht hat, dieses Thema digitale Transformation dann in der Autogruppe zu beginnen.
00:05:49: Und überhaupt eine Idee davon zu kriegen was man eigentlich machen kann.
00:05:52: denn ich war ja was das Thema wirtschaftliche Nutzung des Internets wie alle anderen zu dem damaligen Zeitpunkt.
00:05:58: war ich auf der Suche und dann hatte ich mich an meinen alten Freund Jan-Henrik Büttner erinnert, den ich noch aus Altenauer L-Zeiten und Battles mein Wänscherzeiten kannte.
00:06:08: Und habe gesagt du pass auf!
00:06:09: Ich soll da online für Auto machen.
00:06:11: Vorhin haben wir uns mal unterhalten wie das eigentlich geht.
00:06:13: Also ob da klar kommen rüber nach Sander Barbara?
00:06:15: Da saß er damals.
00:06:16: Für Bibi Capital.
00:06:17: dann hab' ich mit ihnen dann irgendwie eine Woche verbracht und wir haben über alles Mögliche geredet weil sie saßen auf der San Isilorenge auf der Terrasse, weil die hatten den schnellsten Internetanschluss.
00:06:25: Das war damals noch Modem.
00:06:26: Ich weiß nicht wer das überhaupt noch kennt.
00:06:30: Na ja, hau ever.
00:06:31: Und dann habe ich im Prinzip da den Zugang zu dem Medium gefunden.
00:06:34: und dann war natürlich das erste die Frage zu stellen wie geht man das Thema eigentlich an?
00:06:41: Für jemanden der, wie ich irgendwie versucht strukturiert mit klaren Prozessen zu arbeiten war natürlich gleich muss jetzt erstmal wissen wo soll es eigentlich hingehen.
00:06:49: also Vision und Strategie waren so die zentralen Themen.
00:06:55: Dann haben wir angefangen, uns mit diesem Thema auseinanderzusetzen konzeptionell.
00:06:59: Ich habe mir so ein kleines Team gemacht und dann haben wir gesagt, wo soll es eigentlich hingehen?
00:07:02: Und natürlich hat man da noch immer alle Unternehmensberatungen geholt und die damals alle gesagt haben, ihr müsst denn alles was ihr macht in euer Kataloggeschäft, das könnt ihr vergessen!
00:07:12: Das kann man knicken, das müsst ihr zur Seite legen.
00:07:14: also das neue Geschäft ist sowieso ganz anders als andere Leute andere Themen, andere Bezahlungen, andere Systeme, anderer IT alles anders.
00:07:22: Vergesst euer altes Karalloggeschäft, kümmert euch um das Neue.
00:07:26: und das haben dann viele auch so gemacht.
00:07:27: mir hat es diese wirklich eingeläuchtet weil ich immer gesagt habe Ich hab doch da über zehn Millionen Kunden warum soll ich die denn links liegen lassen?
00:07:34: Und ich habe ja auch einen riesen Umsatz und wenn ich mir wirklich mal von draußen draufgucke ist ja die klassische Karallokbestellung also ich gucke in ein Stück Papier und nehme ein Telefon in die Hand und bestelle was und kriege dass geliefert Ist ja im Prinzip im Internet auch nichts anderes.
00:07:49: Die Medien sind andere, die Wege sind andere und es geht alle schnell.
00:07:52: Es muss doch eigentlich gelingen das bestehende Geschäft zu transformieren in ein neues Geschäft Und um zu sehen wie das eigentlich funktioniert haben wir schon sehr früh dann angefangen auch erstes Startups zu erwerben.
00:08:05: unter anderem ist da Malthäus seinerzeit dann auch gekauft worden um einfach zu sehen, was ist denn da wirklich die neue IT?
00:08:12: Was sind das für neue Themen und Prozesse?
00:08:16: Ich wollte immer wissen, wenn ich Veränderungen mache von wohin hinzuwas.
00:08:23: Und dieses Beispiel hat mir dann auch der Einblick beim Althäus extrem geholfen zu sehen wie wir es eigentlich gemacht haben.
00:08:29: Das allerdings reicht noch nicht, weil Otto war damals eigentlich immer so irgendwie Otto war, Otto versand Hamburg und irgendwie Titel-Cutterhauptkallurg mit Titelmodell Und dieses Bild war in den Köpfen eigentlich verbunden und das hat natürlich junge Leute überhaupt nicht mehr interessiert, als das Thema Digitalisierung da ein Stückchen weiter ging.
00:08:48: So dass wir gesagt haben, verfliegs noch mal!
00:08:49: Wir müssen unser Image ändern, wir müssen auch immer die Netzwerke reinkommen... ...wir müssen vor allen Dingen auch interessant sein für Menschen, die uns auf dem Weg helfen können.
00:08:58: Denn was man schon gemerkt hat ist, dass die klassischen Skills die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten zwar nicht unwichtig waren, aber da waren für das neue Geschäft, das digitale Geschäft natürlich zusätzlich und andere auch gefordert.
00:09:11: Aber die Leute waren nicht so sonderlich interessiert zum Keralogversender zu kommen.
00:09:15: Die sind dann lieber zu irgendeinem Start-up gegangen.
00:09:17: Also in diese Netzwerke reinzukommen – das war damals eine der wesentlichen Motivationen auch tatsächlich die von dir schon angesprochenen Avengers und auch Project A zu gründen, weil wir gesagt haben, wenn wir in diesen Themen unterwegs sind wo sich die jungen Menschen heutzutage tummeln, dann haben wir zwei Effekte oder im Grunde waren es vier Themen.
00:09:36: Der erste Effekt ist, dass wir gesagt haben, wir kommen in die Netzwerke rein und lernen Leute kennen.
00:09:41: Der zweite Effekt war das wir gesagt hatten Wir haben dann noch ein bisschen die Hand am Puls weil wir dann eben einfach auch wissen was kommt eigentlich an neuen Themen auf?
00:09:51: Wie könnte das uns beeinflussen?
00:09:52: Wie kann man das
00:09:53: aufgründen?".
00:09:53: Das dritte Thema war, wenn du solche Leute hast, hast natürlich auch Menschen die du in der Organisation einsetzen könntest über die neuen Themen reden können und viel authentischer als wenn du das als alter Katalogversender.
00:10:04: ganz der vierte Punkt war.
00:10:06: Man hat dann eben auch ein vernünftige Kapitalisierung des eingesetzten Mittel gehabt.
00:10:10: Also das waren die vier Gründe, die uns dazu bewogen haben, da eben auch in diese Netzwerke reinzukommen, Events zu gründen, Project A zu grunden ... uns mit dem Thema Venture-Cable in so einem Auseinanderzusetzen.
00:10:21: So, das war mal vielleicht der Rahmen.
00:10:24: Vielleicht ergibt sich daraus ja noch eine Frage?
00:10:26: Ja also im Grunde genommen ist das ja super interessant weil... Das Gleiche ist, was andere Unternehmen heute auch vor der Bust haben in diesen unterschiedlichen Bereichen aktiv zu sein.
00:10:35: Also habt ihr euch das strategisch überlegt sozusagen auf der einen Seite zu transformieren?
00:10:39: Auf der anderen Seite neu das gleiche Geschäfts- oder neu auf die Grünwiese hier und da zu starten als auch zu investieren?
00:10:45: Oder ist es ein bisschen durch Opportunitäten entstanden?
00:10:49: Nein also das haben wir uns schon relativ konkret überlegt.
00:10:52: ist vielleicht die Situation ganz klein wenig anders als damals, weil heute gibt es schon ein paar Beispiele und heute weiß man eigentlich ein bisschen mehr.
00:11:00: Da wusste man gar nicht so wirklich wo man hingucken konnte.
00:11:04: Die Start-up Szene fing auch gerade erst an oder im Wesentlichen in den USA an.
00:11:09: Dann hattest du natürlich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Unternehmen aber grade auch Vorstandskollegen Die natürlich in den Themen, die waren alle so irgendwo zwischen fünfundfünfzig und sechzig mit sechszig musste bei Auto normalerweise als Vorstand aufhören.
00:11:22: Die waren am Ende ihres Berufslebens und hatten jetzt auch irgendwie nicht die Notwendigkeit für sich selber erkannt weil das Thema noch nicht die Bedeutung hatte.
00:11:30: Da ist noch großartig was machen zu müssen.
00:11:32: Wir hatten eine Situation, wir hatten gerade zwei Vorstände und da hat man ein Laptop auf den Tisch.
00:11:39: Der eine konnte ihn sogar bedienen und der andere hatte ihm mehr zur Zürze.
00:11:43: Und dann war es eben die Frage wie kriegt man eigentlich auch so einen Kollegen, die ja mit entscheiden müssen über Budgets beispielsweise?
00:11:49: Kriegt man die eigentlich dahin?
00:11:50: also das ist glaube ich heute schon ein bisschen anders.
00:11:52: Ich glaube der digitale Aufsetzpunkt ist ein Stückchen weiter vorne und dennoch ist es erstaunlich dass viele Unternehmen jetzt gerade erst mal anfangen aufzuwachen und sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
00:12:03: Aber um deine Frage nochmal zu beantworten, ja wir haben das eigentlich schon sehr strategisch durchdacht.
00:12:09: also wir haben uns dann natürlich mit Unternehmensberatung gesprochen es hatte ich gerade erwähnt die uns allerdings in eine andere Richtung schicken wollten.
00:12:15: Das war leider glaube ich auch der Fehler den viele anderen Unternehmen gemacht haben die dann auch anderthalb zwei Jahre Zeit verloren haben auf der digitalen Reise und das bedeutet ja schon verdammt viel.
00:12:26: Wir haben uns das überlegt, wir hatten allerdings auch Unterstützung also beispielsweise den Impuls.
00:12:30: denkt doch auch mal darüber nach ob nicht Venture Capital euch helfen kann als wir die Frage gestellt haben wie kommen die Netzwerke rein?
00:12:37: Der kam beispielsweise von Andreas Hauck der damals seinerzeit auch in einer Beratung tätig gewesen ist und den ich dann später auch mitgenommen habe in eine Geschäftsjugend.
00:12:49: Also da kamen schon Impulse von außen.
00:12:50: Ich glaube das ist eben auch extrem wichtig, dass man sich von Außen immer wieder Impulse holt.
00:12:56: und einer der Startimpulse hatte ich ja vorhin erwähnt war Jan-Hendrik Büttner hat mit der Autogruppe überhaupt nichts zu tun gehabt, mit dem habe mich einfach unterhalten.
00:13:03: Ich bin ohnehin überzeugt und es ist jetzt nicht nur bei der Digitalisierung so... Dass sich das unterhalten mit Menschen, dass Benchmarken mit anderen Themen Analogien zu schaffen.
00:13:13: Extremwichtig ist.
00:13:15: und wenn ihr jetzt gerade mal E-Tribes ansprichst ich glaube es ist extrem hilfreich wenn du Menschen hast die dir helfen können an solchen Prozess zu strukturieren die in den Themen erfahren sind die auch Netzwerke haben die wissen beispielsweise welcher Dienstleister dir bei bestimmten Fragestellungen helfen kann und die am Ende des Tages auch People Support liefern können.
00:13:35: Das ist glaube ich extrem wichtig, denn bei vielen Unternehmen ist es heute das ist meine Beobachtung so.
00:13:42: Dass die wissen sie müssen was in der Digitalisierung tun?
00:13:46: Die haben auch den Willen was in einer Digitalisierung zu tun.
00:13:49: Die wissen nur nicht wo sie anfangen sollen.
00:13:51: Ist es die IT?
00:13:52: ist es die Struktur?
00:13:53: ist es der Prozess?
00:13:54: ist es das Geschäftsmodell Was ist es eigentlich?
00:13:57: und dann Menschen zu haben die sortieren können, die strukturieren können.
00:14:02: Die auch schon Erfahrungen gemacht haben in anderen Bereichen und in anderen Unternehmen.
00:14:06: Die zu Rate zu ziehen und mit denen zusammen – ich glaube das ist auch wichtig, dass nicht erstellen zu lassen ein solches Konzept sondern das zusammenzuentwickeln.
00:14:15: Das ist ein extrem wichtiger Weg besonders bei der Digitalisierung aber nicht nur da
00:14:20: Und wenn du schon über Menschen redest, die als Impulsgeber agiert haben.
00:14:24: Eine Nähe-Castion Story würde mich mal interessieren.
00:14:27: Du hast ja eben schon Eventures was heute der Headline heißt beschrieben.
00:14:29: also Christian Leibold ist auch bei uns schon ganz oft im Podcast gewesen.
00:14:32: also es war ein klassischer VC und dann seid ihr irgendwann hingegangen und habt auch quasi Geld in die Hand genommen und Project A ausgegründet die damals als so eine Art Inkubator mit oder so einen Operational VCs erhäute und damals waren wir eigentlich noch so ein Klassischer inkubator gestartet sind.
00:14:47: Wie habt ihr's damals eigentlich geschafft?
00:14:49: Das war ja, glaub ich so der Paukenschlag schlechthin.
00:14:52: Ich glaube es hat auch euch noch mal ganz andere Streetcrat sozusagen gegeben das hier irgendwie mit Christian Weiß Florian Heinemann Uwe Horstmann und auch noch ein Tisander und noch einen zwei weiteren die halbe Rockhead Geschäftsführer-Riegel gefühlt abgeworben haben.
00:15:06: Die Nähkästchen Geschichte fängt einigen Stückchen früher an.
00:15:10: also ich sag mal des Thema Menschheit.
00:15:12: ich hatte sie erwähnt weil er Bestandteil unserer E-Commerce Strategie.
00:15:15: Und wir hatten seinerzeit dann auch schon mal, da hatten wir den Vorschlag gemacht Wir machen auch ein Venture Capital Business als Corporate Capital Business und als ich das im Vorstand vorgestellt habe, hab' ich die Genehmigung dafür gekriegt und dann wollte ich eine Umsetzung gehen und wollte eigentlich Leute einstellen und darauf finden, ohne jetzt Namen zu nennen, kam dann Hinweis, ah das schaffen wir doch aus eigener Kraft!
00:15:36: Da holen sich doch zwei junge Leute aus dem Unternehmen Die da sind, dann holen wir noch den Chef des Rechnungswesens mit dazu.
00:15:43: Dann holen die Finanzchef mit dazu und der Finanzvorstand steht auch bereit.
00:15:48: Und dann gucken sich die Businessmodelle einfach mal an.
00:15:51: Wenn sie irgendwo investieren wollen, gehen Sie damit den Vorstand hin.
00:15:56: So haben wir angefangen.
00:15:57: Das waren unsere Anfänge von Venture Capital.
00:15:59: Wir haben durchaus ein paar Millionen investiert in Unternehmen, die es heute nicht mehr gibt.
00:16:05: Der Dealfloor wurde dann besprochen in einer Brötchenrunde bei mir eine Mittagspause mit fünf Leuten.
00:16:12: Alle hoch engagiert, alle hochartig begeistert und hochintelligent.
00:16:15: alles gut aber dann stelltest du eben relativ schnell fest.
00:16:19: also das ist nicht der richtige Ansatzpunkt.
00:16:22: und dann kam glücklicherweise eben auch so ein bisschen eine Einschwächung des Marktes woraufhin wir dann gesagt haben okay dass machen wir jetzt nicht mehr.
00:16:29: dann hatten wir erst mal Ich glaube, zwei Jahre kein Otto-Venture Capital mehr.
00:16:33: Wir haben die Gesellschaft dann auch eingestellt aber ich hatte nach wie vor die Überzeugung dass dieses Venture Capital Thema so unglaublich wichtig ist.
00:16:40: und dann haben wir beim zweiten Mal eben gesagt wenn was jetzt machen da machen wir es aber richtig und ich mache das nur dann wenn ich ein richtiges erfahrenes Team einkaufen kann.
00:16:50: Und so bin ich an die Ventures rangekommen weil eigentlich Christian Leibold also auch kontaktiert über Jan-Henrik Büttner Christian Leibold kennengelernt habe und den eigentlich bei mir im Gespräch hatte, um den gefragt habe.
00:17:02: Christian was König oder Herr Leibolt?
00:17:04: damals war ja etwas andere Zeit.
00:17:06: Wie können wir das dann eigentlich machen?
00:17:07: Und wo kriegt denn solche Leute her wie sie?
00:17:11: Dann sagt der der mir naja Mir gefällt das Gespräch mit ihm lassen uns doch mal zusammensetzen vielleicht finden wir eine Lösung.
00:17:17: und dann kam über den Weg weil die hatten gerade BV Capital war geradeaus investiert und die hatten grade mit einer anderen großen Vizigesellschaft schon gesprochen, mit denen sie eigentlich einig waren.
00:17:28: Und auch was machen wollten?
00:17:30: Hatten dann aber das Gefühl auch Sie könnten mit der Otto-Gruppe das Fand selber ausspannen, mit seiner großen Company etwas zusammen zu machen.
00:17:38: Wir hatten persönlich einen extrem hohen Fit!
00:17:40: Du kennst ja Christian, er ist ja auch ein geiler Typ.
00:17:43: Mit dem macht es ja auch echt Spaß zusammen zu sein.
00:17:45: Der ist hochintelligent und blitzgescheit und einer der besten Unternehmer, die ich überhaupt kenne...
00:17:49: ...und bodenständig
00:17:50: und extrem bodenständig.
00:17:52: Dann lernte ich dann eben auch seine Kollegen noch kennen, also damals Matthias Schilling und Tom Gieselmann.
00:17:59: Da war sofort ein persönlicher Fit da.
00:18:01: Wir waren es dann relativ schnell einig, komm wir machen das jetzt mal zusammen.
00:18:04: Und dann haben wir den ersten vorn gemacht mit sechzig Millionen Euro.
00:18:06: Das ging relativ gut.
00:18:08: Was sagt nicht nur relativ gut?
00:18:09: Es ging sehr gut!
00:18:11: Und entwickelte sich prima.
00:18:12: aber die haben damals ja angefangen... Early-Stage Finanzierung im Wesentlichen zu machen.
00:18:20: und wenn man sich den Lebenszyklus von Wenncher Business anguckt, dann hast du ja auch noch eine Phase.
00:18:24: die liegt davor.
00:18:25: Ja also dieses ganze Thema Seedt und dieses ganze thema incubation Und das hatte mich einfach interessiert weil ich gesagt habe mensches Kinders.
00:18:34: Das könnte für die Autogruppe auch besonders gut sein.
00:18:36: wenn ich Geschäftsmodelle mir angucke wenn sie noch früher sind also die noch fast im Ideen Stadium sinnvoll Man bringt es in den vorn oder wir bauen das im Unternehmen selber auf.
00:18:47: Und das war eigentlich die Motivation von Project A. und weil das eben so gut funktioniert hat bei Eventus, dass wir ein bestehendes Team gekauft haben.
00:18:55: Dass sich schon mal kannten sie alle schon.
00:18:57: also da hat sich dann nicht irgendeiner darüber beschwert, dass der andere seinen Kaffee nicht austringt oder immer stehen lässt oder nicht abwäscht oder was auch immer.
00:19:04: Also dieses ganze Gruppendynamische gezählte was ist dazwischen?
00:19:08: Das hatten die alle schon hinter sich!
00:19:10: Ich sage, das ist ja eigentlich geil.
00:19:12: Also ich muss wieder ein Team holen!
00:19:13: Wenn ich Project A mache, muss ich wieder ein teamholen Leute die sie schon kennen, die schon zusammengearbeitet haben, ihre Stärken und Schwächen gegenseitig kennen und so weiter und sofort.
00:19:22: Und dann habe ich meine Avenger-Jungs gefragt und er hat gesagt, das sind meine Idee und habt ihr da nicht mal Zugang zu Leuten, die da früh farsiger sind?
00:19:31: So bin ich auf das Gespräch gekommen mit dem Projekt A Leuten.
00:19:36: Da war's dann ähnlich wie bei Eventus.
00:19:38: Wir haben uns zusammengesetzt, wir haben es unterhalten die waren erst ein bisschen ablehnt.
00:19:42: Dann haben wir uns netter unterhalten und über Konditionen unterhalten, über Rahmenbedingungen in dem Fall.
00:19:49: Die haben einen relativ hohes Vertrauen zu mir entwickelt und gesagt, wir können uns das vorstellen wenn man eine gewisse Freiheit hat im Autokonzern und du bist der was macht, da machen wir das also.
00:19:58: so ist das dann quasi entstanden.
00:20:00: Also copy-paste würde ich mal sagen Du bist
00:20:03: ein bisschen Menschenfänger oder?
00:20:04: Im positiven Sinne
00:20:06: Ich mag Menschen.
00:20:08: Und ich zeige auch, dass sie sie mag.
00:20:11: und man spürt, wenn man mit mir zusammen ist, dass ich Menschen vertrauen gehe.
00:20:16: Das ist das Wichtigste.
00:20:17: Du kannst dich jahrelang darauf warten, dass andere sich das Vertrauen verdienen, sondern du musst Vertrauen schenken.
00:20:23: Ehrlich gesagt habe ich sehr viel Glück damit gehabt, weil ich bin ganz selten enttäuscht worden von Menschen, denen nicht Vertrauen geschenkt haben.
00:20:33: Fabian, was Reiner gerade so beschrieben hat.
00:20:35: Siehst du das heute noch als Blaupausen tauglich?
00:20:37: Also siehst du Parallelen bei Projekten die ihr mit E-Traps auch begleitet?
00:20:41: Ja
00:20:41: ich sehe
00:20:41: sehr viele Paralleln und ich finde in der Rückwärtsbetrachtung ist es vor allen Dingen deswegen eine Blaupause weil es eben alle drei Bereiche abdeckt, was Otto damals gemacht hat oder bis heute macht.
00:20:51: Eben sowohl das Kerngeschäft zu transformieren als auch neues digitales Geschäft aufzubauen was da ja nah an dem ist was man ohnehin schon macht von der Geschäfte der Logik her stichwort about you und auch eben tatsächlich zu investieren in Ventures.
00:21:06: Und es gibt nicht viele Unternehmen, die wirklich alle drei Bereiche abdecken.
00:21:10: Das hat sich natürlich insgesamt alles viel weiterentwickelt.
00:21:13: Viele Unternehmen machen das schon aber so konsequent alle drei bereiche anzugehen ist im Nachhinein wirklich eine Blaupause.
00:21:20: Zwei Dinge würde ich noch erwähnen wollen, die ich glaube wichtig sind wenn man Digitale Transformationen machen will ob in ähnlicher oder gleicher Form wie wir das gemacht haben.
00:21:30: Zwei Dinge waren extrem wichtig bei uns, der eine Punkt ist Wir hatten natürlich mit unserem Hauptgesellschaft da jemanden der voll hinter diesem Thema gestanden hat.
00:21:39: Michael Otto wollte die digitale Transformation oder Digitalisierung oder bringen sie mich ins Internet war es damals Der wollte dass und hat sich ne Person gesucht Die direkt an ihnen berichtet der er auch das Vertrauen geschenkt hat und auch die Budgets gegeben hat manchmal gegen interne Widerstände.
00:21:58: Also du brauchst für digitale Transformation jemand an der Spitze, der die Kraft und die Macht und den Willen hat dieses Thema zu treiben.
00:22:06: Und der zweite Punkt in dem Thema auch extrem wichtig war man muss verstehen dass digitale transformation das ist nicht das mache ich jetzt mal für ein Projekt für einen Jahr und dann ist es vorbei sondern das ist eine Reise, der weist auch gar nicht ob du da jemals ankommst weil du musst dich permanent wieder neu erfinden und an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen.
00:22:30: Bedeutet eben auch dass man auch einen langen Atem braucht.
00:22:33: also warum brauchen langen atmen?
00:22:35: Nicht nur was Investments angeht, sondern man braucht einen langer Atem nach Möglichkeit auch eine Kontinuität in der Führung der Leute die das machen.
00:22:43: Also ich sag mal Chris-Digital-Transformation, wenn du alle zwei Jahre neuen Verantwortlichen dafür hast wird ein bisschen schwieriger als bei uns.
00:22:51: Ich habe das zwanzig Jahre gemacht und ich wusste eigentlich immer, ich hab das Vertrauen meiner Gesellschaft da.
00:22:56: dann hatte auch das Vertrauen des gesamten Vorstands über Zeit wo wir dann auch unsere Erfolge eingefahren haben und wo es dann auch relativ gut funktioniert hat und man hat mir auch die Zeit gegeben.
00:23:07: Das gehört auch noch mit dazu.
00:23:08: also das wären für mich nochmal zwei Themen wirklich die ganz wichtig sind.
00:23:12: Du brauchst wirklich jemanden, der das unbedingt will und der das auch mit aller Kraft durchsetzen kann.
00:23:18: Und zweitens du brauchst auch die Sicherheit, dass du das auch über eine längere Zeit
00:23:22: durchhältst.".
00:23:22: Es ist ja auch ganz interessant als du erzählt hast, dass so jung berufen wurde.
00:23:26: Habe ich kurz gedacht... hätte ja auch so ein politisches Renggespiel sein können.
00:23:30: So nach dem Motto, wir setzen mal einen Jungen rein da verbrennt sich keiner die Finger entweder geschafft hat in zwei Jahren oder wir schießen ihn ab.
00:23:36: also es war bei euch aber nicht so sondern das war wirklich so.
00:23:38: du warst enabled und es war quasi mit voller Power und der ganze Vorstand war auf deiner Seite.
00:23:42: oder musstest du viele Leute noch mit an Bord holen?
00:23:45: Naja am Anfang warste natürlich gar nicht so einfach weil natürlich das waren alles Menschen die haben ihr Leben langes war ein Helden der Arbeit in einer Katalogwelt.
00:23:55: Die kannten sich wie niemand anders, wir waren damals der globale Weltmarktführer im Katalogversand.
00:24:00: Da gab es mit großem Abstand niemanden anders, der die Größenordnung der Autogruppe hatte und die Vorstände da waren, das waren alle hoch erfahrene, hoch sympathische, hoch intelligente Leute die aber ihr ganzes Leben lang nichts anderes gemacht haben als Katalogversand und alles was dazugehört.
00:24:16: Ob das jetzt Logistik dazu ist oder ob das IT dafür ist oder was auch immer so.
00:24:21: und den fehlte damals auch vollständig die Vorstellungskraft dass es überhaupt mal irgendwann leute gibt die nicht mehr in diesen schönen großen dicken Hauptkatalogen blättern und sich ein Bild davon machen, wie die große Einkaufs- und Shoppingwelt aussieht.
00:24:36: Sondern dass sie dann im Prinzip und dann zum Telefon greifen, sondern dass Sie auf so einen komischen schwarzen Kasten da drauf gucken und sich da die Produkte angucken und dann sogar noch über eine Tastatur oder Maus, das hat uns auch nicht so richtig verstanden, wie es geht, dann irgendwas bestellen?
00:24:50: Das war das Sprang der Vorstellungswelt!
00:24:52: Und als man dann angefangen hat auch in Erhinarbeitung auf die Strategie mal über die Marktpotenziale zu reden Richtung und Größenordnung dieses Business.
00:25:03: Unser Hauptkalog hatten wir auf CD-ROM damals, als ich anfing.
00:25:07: Und da galten wir schon als Weltmeister der Digitalisierung.
00:25:10: ja also weil wir waren die allerersten wie das gemacht haben.
00:25:13: Dann haben wir unseren Hauptkalogen Blätterbar ins Internet gestellt als Otto.de.
00:25:17: Das waren die Anfänge.
00:25:18: Blätter Bar!
00:25:19: Ja?
00:25:19: Das war quasi ein Katalog und dann konntest du mit der Maus oder mit der Hörsartaste, konnteste dann im Prinzip blättern.
00:25:25: Das kann sich heute keiner mehr vorstellen.
00:25:26: Das war damals die Welt.
00:25:30: Medien und Vorgehensweisen.
00:25:32: dann auch andere Leute davon zu überzeugen, dass man in diesem Bereich jetzt wirklich richtig Geld investieren muss.
00:25:38: Und Budget investieren muß!
00:25:40: Dass er nicht beliebig von irgendwo her kommt, denn wenn du Budget investiert willst, dann musst du irgendein anderer weniger Budget kriegen.
00:25:46: Da waren natürlich auch Verteilkämpfe Und die haben mich teilweise verrückt erklärt, als ich denen gesagt habe was wir glauben.
00:25:52: Was wir für Wachstumsraten haben werden in dem Bündnis und wie groß das mal werden kann selbst über ein Horizont von drei bis fünf Jahren groß werden kann.
00:25:59: Der sagt der Spind.
00:26:01: also deshalb sage Ich auch aus dem Nähekästchen jetzt Mal wieder geplaudert.
00:26:05: Deshalb brauchst du eben diesen starken gesellschaft oder irgendeine Person Die auch die Macht hat dass durchzusetzen Als wir dann unsere Strategie vorgestellt haben, gesagt haben, nee, wir machen das anders als die Unternehmensberater.
00:26:18: Da hatten wir eine riesen Diskussion im Vorstand und meine Kollegen waren alle dafür da so zu machen wie die Unternehmsberater das sagen weil die unternehmtsberater die mehr kenne sie es in Boston's und Banes dieser Welt die wissen das doch immer alles sowieso besser als wir Feldwald und Wiesn-Karoluck versender.
00:26:33: Und dann hatten wir eine ewig lange Diskussion.
00:26:35: Es war, wie gesagt, wir waren damals elf Leute und es waren irgendwie acht Leute völlig gegen den Vorschlag, den ich da in einer Strategie gemacht habe.
00:26:43: Und Michael Orte sagte gar nix.
00:26:45: der hat die einfach reden lassen und machen lassen.
00:26:47: und dann hat er auf seine unnachahemliche Art am Ende nach anderthalb oder fast zwei Stunden hatte denn die Diskussion zusammengefasst und hat gesagt meine Herren Wir haben ja auch wirklich damals gab's noch keine Damen im Vorstand Meine Herren, wir haben ja wirklich ausgiebig über dieses doch wichtige Thema uns unterhalten und wie wir da vorangehen.
00:27:03: Das ist ja schon auch ein Meilenstein in der Erwicklung unseres Unternehmens.
00:27:06: Und dann gibt es natürlich gute Argumente für die eine Richtung oder gibt es gute Argumenten für die andere Richtung.
00:27:12: Aber ich freue mich, dass wir am Ende unserer Diskussion und dann guckte er dabei einmal rund in die Runde und nickte immer jedem Einzelnen zu.
00:27:21: Ich freue mich das wir doch am Ende der guten und konstruktiven Diskussionen zum Ergebnis gekommen sind.
00:27:27: Wir sollten das so machen wie Herr Dr.
00:27:28: Hillebrandt das vorgeschlagen hat!
00:27:31: Und das Nicken, dass er jedem einzelnen entgegenbrachte.
00:27:33: Das Nicken kam dann auch zu ihm und jeder nickte ihn freundlich zurück und damit war das Thema durch.
00:27:39: So, und das meine ich ne?
00:27:40: Das ist natürlich nicht einfach.
00:27:41: da gibt es Kontroversen aber dann muss man entweder so oder über eine andere Art und Weise muss man sein eben schaffen, dass man das dann umgesetzt kriegt.
00:27:48: am Anfang fehlt die viel Glaube, dass das was werden kann.
00:27:51: ja
00:27:51: Ich überleg grad, du hast ja Eingangs von ChatGPT geredet.
00:27:54: So als neue Entwicklung und man sitzt ja mittlerweile da und sagt sich so wow wenn dir eine Suchmaschine auf Basis von KI baut ist das was ganz anderes als Google.
00:28:01: es macht das ganze Google-Geschäft kaputt.
00:28:03: Und eigentlich weiß man aber insgeheim dass Google auch sicherlich etwas in der Richtung hat wenn nicht sogar besser.
00:28:08: Aber man ist so in diesem typischen Innovatorsdilemma.
00:28:10: Das heißt, das war ihr damals eigentlich auch?
00:28:12: Das heißt alles was ihr dort an Euros reingesteckt habt hat nicht nur in eurem Bestandsgeschäft was erfolgreich war gefehlt sondern im Gegenteil ist sogar noch kaputt gemacht und abgelöst.
00:28:21: So muss man es ja wahrscheinlich damals empfunden haben.
00:28:24: Und was glaubst du war so das Merkmal wie man das überkommen?
00:28:27: weil ganz viele schaffen das ja nicht.
00:28:28: Ganz viele Unternehmen machen genau diesen Schritt nicht.
00:28:30: Ja ich glaube einfach Du musst den Sense of urgency erzeugen.
00:28:33: Also ich sag mal dass war ganz wichtig Und da helfen natürlich auch externe Quellen.
00:28:38: Da helfen dann auch Externe Berater, wenn man schon dabei ist und mittlerweile kannst du das ja auch in jeder Zeitschrift und jeder Zeitung lesen und jeden Podcast hören und eben Social Media Kommentar sehen.
00:28:50: also du brauchst den Sense of Urgency, das ist das eine.
00:28:52: aber dann brauchste eben auch eine Überzeugungskraft und auch Leute die es dann auch schaffen... ...die Organisation zu motivieren zusammen, dass mal auf wir haben eine Rolle darin in dem zukünftigen Feld Und ich kann euch nicht hundert Prozent sagen, ob dieser eine Weg den wir jetzt einschlagen der Richtige ist oder nicht.
00:29:10: Wir fangen jetzt aber mal an und wenn wir feststellen, wir müssen ein paar Grad weiter nach rechts gehen dann geben wir ein paar grad weiter nach Rechts oder wir gehen ein paar gerade weiter nach links je nachdem wie es eben erforderlich ist.
00:29:20: heute würde man dazu sagen Agilität.
00:29:22: ja damals gab's diese Begrifflichkeit noch gar nicht Aber wir machen uns einfach mal auf dem Weg und wir legen mal los.
00:29:28: und Cannibalisierung Ja Ich glaube, die Nationärhändler hatten mit dem Thema Kannibalisierung viel größere Probleme als wir.
00:29:35: Weil ich den von Anfang an immer gesagt habe, liebe Leute das Online-Geschäft ist das gleiche was wie im Katalog machen Es ist nur mit anderen Medien und es ist schneller.
00:29:44: Und diese Logik immer wieder zu also quasi prophetisch im Unternehmen immer wiederzutransportieren hat, glaube ich auch geholfen dass das Thema Kannibalisierung bei uns eigentlich nie eine richtig große Rolle gespielt hat.
00:29:57: Und den Arbeitsplatz hat bei uns nicht so die Rolle gespielt, weil wir unser Business transformiert haben.
00:30:05: In dem wir gesagt haben, wir müssen es so gut machen dass unsere bestehenden Kunden auch durch Anreize, die wir ganz aktiv geschaffen haben als Bestellenmedium nicht mehr das Telefon nutzen sondern den Onlineweg gehen.
00:30:18: Das war... Da hat die CD-ROM am Anfang geholfen da hat der blätterbare Katalog nachher geholft Weil wir eben auch festgestellt haben, wenn die Menschen selber bestellen über Tastatur dann haben wir im Prinzip deutliche bessere Strukturkosten.
00:30:34: Wir brauchen die Menschen in den Incolz-Center nicht mehr vorhalten.
00:30:37: Die Fehlerquote geht dramatisch zurück weil ich sage mal stille Post kennen wir alle ne?
00:30:41: Wenn man dann vom A nach B irgendwas sagt Dann wird aus einer zweimal schnellen der drei und der Kunde hat ein T-Shirt bestellt und kriegt eine Waschmaschine.
00:30:49: Das sind ja natürlich in so einem System Riesenprobleme Und die hast du alle nicht, wenn es online ist.
00:30:55: So und das muss man eben vermitteln und wir haben ja von Anfang an dann eben auch eine klassische Papierprozesskette gehabt plus einer Online Prozess Kette mit dann neuen Skills neun Leuten etc.
00:31:07: bb im Unternehmen parallel neben anderen und haben er sukzessive Dann mit steigendem Online-Anteil diese Papierkette einfach abgebaut.
00:31:17: Insofern gab es diese große Angst und Sorge, die gab es in dem Umfang nicht.
00:31:22: natürlich haben wir Riesenthemen auch gehabt.
00:31:24: und dann kommen wir zum ganz wesentlichen Thema glaube ich das ist das Thema Kulturveränderung.
00:31:29: Wir haben natürlich ein Riesenthema gehabt, dass wir insbesondere bei Menschen die Abteilungsleiter, die Bereitsleiter also wirklich die Heldende Arbeit und die wirklich eine unglaubliche Kompetenz gehabt haben in dem was sie im Papiergeschäft gemacht haben.
00:31:44: Die auf die Reise mitzunehmen und zusammen passen mal auf Papier alleine reicht nicht mehr.
00:31:48: du musst dich jetzt auch mit den online Themen auseinandersetzen und ich möchte jetzt gerne von dir wissen übertrag doch mal das was du in deinem klassischen Katalog-Business heute machst.
00:31:57: Übertrag es doch mal Auf online.
00:31:59: Was bedeutet das eigentlich?
00:32:01: Was musste da eigentlich ändern, welche Ideen hast du dazu?
00:32:04: Man hat es viele gegeben die damit Begeisterung mitgemacht haben und als viele gegeben, die dann gesagt haben Gottes Hölle und Gott das nicht mehr.
00:32:11: Da muss ich ja Dinge lernen, die kann ich auch überhaupt noch gar nicht.
00:32:14: und die haben dann noch Angst gehabt.
00:32:15: und wenn Menschen anfangen Angst zu haben, dann blockieren sie und dann haben sie Angst um ihren Job und blockieren total.
00:32:22: Diese Blockaden auflösen, das ist dann auch ein Thema.
00:32:24: Gelingt nicht bei allen muss man auch fairerweise sagen.
00:32:27: und da muss man sich teilweise auch manchmal von Menschen trennen die diesen Weg nicht gehen können für dies aber keine andere Aufgabe im Unternehmen gibt.
00:32:34: Nun warte ja damals als Versandhändler weltweit glaube ich die Nummer eins auf jeden Fall absolute Champions League.
00:32:39: und so rein vor einer Theorie her denkt man ja... Sollte ja einfach sein, mit den Assets und dem Vorsprungen das Know-how was Versandhandel angeht.
00:32:48: Dann auch online aktiv zu werden oder das Ganze in ein Online Geschäftsmodell zu wandeln.
00:32:53: Was hat euch dann dazu bewogen?
00:32:54: Oder was war der Ausgangsimpuls Das ganze dann quasi nochmal auf der grünen Wiese mit About You Ein Modeversandhandelsgeschäft sozusagen nochmal neu zu starten?
00:33:03: Wir haben natürlich schon gesehen, nehmen wir jetzt mal die Kernmarke Otto.
00:33:07: Der Name Otto ist Fluch und Segen gleichermaßen.
00:33:11: Also der Segen ist jeder kennt Otto.
00:33:13: Otto ist riesengroß.
00:33:16: also ich rede jetzt über die Phase von vor acht Jahren als wir angefangen haben darüber nachzudenken.
00:33:21: Otto is heute wesentlich mehr digitaler auch in Erwarnung als es damals war.
00:33:25: aber du fragst dann nach dem Zeitpunkt der Entscheidung.
00:33:27: Und damals war Otto Obwohl der online Anteil schon deutlich über fünfzig Prozent war Otto immer noch das Hauptkaloge-Ding.
00:33:35: Das kannten die Kinder aus der Schule, wo sie ihre Collagen gemacht haben und diese für den Kunstunterricht gebraucht haben.
00:33:42: Das war Otto.
00:33:43: Er kommt aus Hamburg.
00:33:45: Tolle Frauen auf dem Titelbild drauf.
00:33:47: Große Modewelt auf fünf Zentimetern Höhe auf dem Schreibtisch!
00:33:51: So, das war das Bild von Otto.
00:33:53: Das passt natürlich für junge Menschen die digitaler Affin sind und sich in digitalen Medien bewegen.
00:33:58: Das passt natürlich image mäßig nicht um.
00:34:00: Parallel dazu kam dann natürlich immer wieder neue auch Anbieter kleinere wie größere Die das ganze Thema Fashion über Online Verkäufe dann auch getätigt haben.
00:34:09: wir es viel gesagt haben.
00:34:10: wir müssen mal gucken Wie müsste man denn heute wenn wir wirklich bei null anfangen zero budgeting ansatz ja wer bei Null anfangen?
00:34:17: Wie muss heute eigentlich ein geschäft aussehen dass Otto vielleicht mal in Zukunft überflüssig machen könnte.
00:34:24: Ja, also das war damals so die Überlegung.
00:34:27: oder andersrum wenn Otto so abstürzt weil es digital nicht mehr wahrgenommen wird und die Kunden nicht mehr zu uns kommen sondern lieber woanders hingehen.
00:34:35: was ist denn dann unser Ersatz?
00:34:37: Wir können ja nicht im Prinzip Zukunft wie die Umsätze dann von uns einfach mal weggehen.
00:34:41: So und das war die Ausgangsmotivation für das Thema about you.
00:34:44: Also eigentlich wenn du so willst wirklich gewollte, Disruption in der Annahme.
00:34:51: Otto wird es in der Form nicht mehr
00:34:53: geben.".
00:34:53: Das war der Startpunkt.
00:34:54: und als wir dann mit About You angefangen hat muss man sagen da war ja Meithaus auch schon irgendwie zwanzig Jahre alt.
00:35:01: also ich sag mal die hatten ja das war ja schon ein altes Unternehmen ist ich hatte mit Starter bei nichts mehr zu tun gehabt.
00:35:07: Ja und zwischenzeitlich hat sich auch alles verändert.
00:35:09: Die Arbeitsweisen haben sich verändert Es gab Scrum, es gab Abdele vorgehensweisen es gab Sandboxing in der Entwicklung, die ganzen Plattformen.
00:35:17: Wir hatten eine ganz andere Konnektivität.
00:35:19: Die Offenheit der Plattform war ne ganz andere.
00:35:22: Und und und und also alles das was wir bei Otto mühsam versucht haben zu erneuern und immer noch versuchen zu ernewren und beim Meithaus schon verändert und verbessert und jünger schon dabei aber mittlerweile auch veraltet da wollte man sich wie sieht man es eigentlich aus wenn man das ganz neu macht so und so Das war die Ausgangsmotivation für about you.
00:35:45: So ist das Unternehmen ja dann mehr oder weniger auch entstanden.
00:35:48: Da haben sich keine Betriebswürde zusammengesetzt und haben ein Unternehmen aufgebaut, sondern da haben sich Techies zusammengesetzt also im Wesentlichen Developer Also die Kerntruppe damals von Tarek Müller und von Bets.
00:36:00: Die Kern-Truppe war die Keimzelle von about you also developer wenn ihr so willst die dann nochmal Fachleute aus der Logistik Aus dem Einkauf aus dem Design zu sich geholt haben aber den Nukleus Das waren Hardcore Techies und Hardcore Developer.
00:36:17: Und dann hast du natürlich auch einen völlig anderen Ansatz im Aufbau eines Unternehmens, und da haben die sich auch ganz andere Logiken entwickelt, ganz andere KPIs entwickelt auf die sie beispielsweise gucken werden wir schon im Prinzip fast in Ohrmacht immer gefallen sind bei Riturenquoten im Online-Geschäft in der Otto Gruppe weil wir das aus dem Versandbusiness eben kennen und wissen wenn eine Riturnquote zu hoch wird ist es ein Geschäft.
00:36:41: unwirtschaftlich war das Thema Rettourenquote bei About You eigentlich, es hat hier gar nicht so übermäßig interessiert.
00:36:47: Die hat viel mehr interessiert in welcher Geschwindigkeit wird eigentlich ein Kunde rentabel und was hat der von Customer Lifetime Value?
00:36:54: Also völlig neue Themen!
00:36:56: Das hat uns dann bei Otto in der Otto-Gruppe auch wieder geholfen.
00:36:58: also das meine ich ja eben und dass ich mal für Wissensmanagement zuständig bin hat ja auch den Grund weil ich eigentlich immer wieder versucht habe aus den unterschiedlichen Spaten Erkenntnisse zusammenzubringen und daraus zu lernen.
00:37:11: Eine lernende Organisation zu schaffen, das war das zentrale
00:37:14: Thema.".
00:37:15: Wenn du mal zurückblickst über die Schmerzpunkte, was würdest du sagen waren so die Top-Dreier?
00:37:23: Das waren drei Dinge, die euch am schwersten fielen, wo ihr die größten Probleme mithattet und wie habt ihr sie gelöst?
00:37:29: Ich habe irgendwann bei irgendeinem Interview gesagt vor vielen Jahren wir üren uns empor.
00:37:37: Das hat dann ein Gesellschafter gehört, der dann gesagt hat, da ist kein helles Vorstand bei der Autogruhe, das können Sie doch nicht sagen.
00:37:44: Ist aber so und ich halte es auch gar nicht verkehrt.
00:37:48: Was heißt denn?
00:37:48: wir Irren und Sempor?
00:37:49: Wir Irren-und-Sempor heißt ja, ich stelle manchmal fest, der Weg dem war eingeschlagen und ist nicht der Richtige.
00:37:57: die entscheidende besteht eben nur darin du musst es relativ schnell feststellen dass es nicht der richtige Weg ist, du musst den Weg dann korrigieren.
00:38:02: Das war schon ein Schmerzpunkt.
00:38:04: also aus einer eigentlich perfekten Welt zu kommen und zu sagen da muss eigentlich alles immer richtig sein.
00:38:11: Es war ein Schmärzpunkt so einen Lerneffekt zu haben zu sagen hey wenn das mal nicht richtig ist hast du auch viel gelernt und ist auch positiv.
00:38:19: Heute würde man sagen, Fehlerkultur.
00:38:21: Also Fehler machen können oder sich auch einzugestehen, dass man auch mal etwas nicht geklappt hat was man sich vorgenommen hat das war mit Sicherheit ein Pain-Punkt und das vor allen Dingen auch in der Organisation zu verankern Dass man das machen muss.
00:38:32: Ein zweites Thema Was ist ein ganz schwieriger Pain-Point?
00:38:37: Wenn ich nochmal Zeitsprung zurückmachen könnte Was ich früher hätte erkennen müssen und wo ich früher hätt dran arbeiten müssen Ist das ganze Thema Kulturwandel.
00:38:46: weil ich glaube einfach Das sind Veränderungsprozesse in so einem Unternehmen, wenn man sich auf eine digitale Transformation bewegt.
00:38:52: Da geht das nicht mehr in den alten Mustern sondern du musst die Muster ändern und muss die Verhaltensweisen ändern.
00:38:57: Du musst die Aufbau- und die Ablauforganisationen ändern im Unternehmen weil es geht eben einfach nicht mehr um nur eins von hunderten von Beispiel zu nehmen.
00:39:07: Es geht eben auch nicht mehr dass wenn einer eine Idee hat oder eine Frage hat dass das in der Hierarchie nach oben eskaliert und dann wieder nach unten geht, da verlierst du so unglaublich viel Zeit.
00:39:17: Sondern du musst diese Entscheidungswege verkürzen indem du entweder die Hierarcheeebenen reduzierst oder indem du eben einfach die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter empowerst Entscheidung zu treffen, die früher im Prinzip andere Ebenen getroffen haben.
00:39:30: Das macht natürlich verdammt viel mit Mitarbeitern, das macht aber auch verdammт viel mit den sogenannten Chefs oder Vorgesetzten.
00:39:38: Auch dieser Veränderungsprozess in der Führung... Ich meine als ich bei Auto angefangen habe, ich war vorher vierzehn Jahre bei der Bundeswehr, ja, ich kannte Befehlungen Gehorse haben und hab mich bei Auto am Anfang ziemlich wohl gefühlt weil da war recht viel Hierarchie.
00:39:50: Ja dann da warste quasi Feldherr Und du bist dann ins Unternehmen reingegangen und die Vorstände waren Götter.
00:39:56: damals Wenn die Götter irgendwie mit der Wimper gezuckt haben, dann wusste die Mannschaft was passieren muss.
00:40:03: So diesen Wandel weg vom Feldherr, vom Feld herren Modell hin zum Modell.
00:40:07: ich bin eigentlich Netzwerker.
00:40:09: Ich muss dafür Sorge tragen die richtigen Leute zusammenzubringen zu ein bestimmtes Thema Die mit dem richtigen BC zu versorgen, die zu back-up'n das wenn irgendwas nicht richtig funktioniert dass ich den zur Serte stehe und den helfe Dinge zu entwickeln.
00:40:22: Und ansonsten muss sich denen größtendögliche Freiheit geben.
00:40:27: Dieser Wandel in diesem Bild, das ist ein kultureller Prozess und den muss man begleiten.
00:40:32: Und dem muss man aufsetzen.
00:40:33: Man muss das Thema Partizipation wesentlich höher bewerten als es in der Vergangenheit gewesen sei.
00:40:38: Das war der zweite Pain-Punkt wirklich zu erkennen, dass das Thema Kultur so extrem wichtig ist.
00:40:43: Unternehmenskultur weil du kannst digitale Transformation nicht mit einer wunderbaren IT und noch so guter beraterlicher Unterstützung machen wenn du nicht gleichzeitig auch das Thema Unternehmskultur dravieren verändern hast.
00:40:57: Ja und dann hast du natürlich, andere Pain Points sind natürlich auch.
00:41:00: wir haben auf der Strecke natürlich auch durchaus eine oder andere Stelle auch mal Geld in den Sand gesetzt.
00:41:05: Das tut dann verdammt weh wenn man das so erlebt.
00:41:09: also das würde ich mal sagen dass wären so meine drei Pain Points die ich mal so jetzt benennen würde.
00:41:15: Rainer, ich könnte dir das stundenlang zuhören und ich glaube Fabian geht es ähnlich.
00:41:18: Vielleicht machen wir nur eine Fortsetzung, können Sie sich ja durchaus anbieten?
00:41:20: Und wenn Fabian und ich zusammenkommen dann enden wir eigentlich immer jede Podcast-Folge mit denselben fünf Fragen.
00:41:26: Wir können uns ja jetzt nicht mal am Pingpong durchbewegen.
00:41:28: Fabian komm, mach du mal den Anfang!
00:41:29: Ja Raina was hättest Du gerne schon am Anfang deiner Transformationsreise gewusst?
00:41:37: Was ist Euch überraschend gut geglückt?
00:41:39: dass Du zum Nachmachen empfehlen würdest?
00:41:41: Die Mitarbeiter mitzunehmen auf dem Weg.
00:41:43: Was war Ihr größter Fehler und was hast Du daraus gelernt?
00:41:46: Und du, Venture Capital als wir es damals aufgesetzt haben bei unserer größten Fehler waren.
00:41:50: Daraus habe ich gelernt dass man so wenn man's macht muss man das richtig machen und muss es mit Profis machen.
00:41:55: Transformation bedeutet immer auch Kommunikation!
00:41:57: Was war hier deinen Geheimrezept?
00:41:59: Sich selber nicht so wichtig nehmen aber die Mitarbeiter mitnehmen.
00:42:02: Vervollständige diesen Satz.
00:42:04: in fünf Jahren ist die digitale Transformation
00:42:07: Hoffentlich bei mehr Unternehmen in Deutschland angekommen, als das heute der Fall ist.
00:42:11: Fabian
00:42:11: ich weiß nicht wie es dir geht aber für mich war's ein Fest Rainer!
00:42:14: Ich hoffe für dich auch und dass wir dich hier bald mal wieder sehen.
00:42:16: Hat Spaß gemacht mit euch!
00:42:18: Definitiv sehr gut.
00:42:19: vielen Dank Rainer.
00:42:20: Danke
00:42:20: dir alles Gute
00:42:21: gerne!
00:42:25: Wenn du mit uns noch erfolgreicher werden möchtest, abonniere uns auf den gängigen Podcast-Plattformen und hey!
00:42:38: Je größer wir werden, desto mehr Menschen können wir helfen.
00:42:42: Also erzähl doch auch deinen Kolleginnen von uns.
00:42:46: Bis zum nächsten Mal.
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