CODE University: Tom Bachem über seine Progammier-Uni | #Unternehmensführung 🧠

Shownotes

C-LEVEL INTERVIEW | In seinem Unternehmer-Podcast Deep Dive spricht digital kompakt in dieser Woche mit Thomas Bachem, der mit der CODE University das Konzept einer Hochschule völlig neu denken will. Im Interview wollten wir wissen, warum das bisherige Hochschulsystem eine Frischzellenkur braucht, wie man Techies interdisziplinär ausbildet und warum Praxiserfahrungen das A und O sind. Du erfährst... ...Deteails zum Geschäfts- und Refinanzierungsmodell der CODE ...wie Studenten für ihre Studiengebühren aufkommen können ...wie konkurrenzfähig die CODE im nationalen und internationalen Vergleich sein wird ➡️ Du konntest dir keine Notizen machen? Unser [digital kompakt+ Newsletter](newsletter.digitalkompakt.de) fasst dir für jede Folge die wichtigsten Punkte zusammen Diese Episode dreht sich schwerpunktmäßig um Unternehmertum: Denn getreu dem digital kompakt Motto "Lerne von den Besten" trifft sich Joel in freudiger Regelmäßigkeit mit den erfolgreichsten Unternehmer:innen aus der Startup- und Digitalwirtschaft. Egal ob Scale-up, Soonicorn, Unicorn oder erfolgreicher Mittelständler – in unseren Episoden zu Unternehmertum lassen dich die Besten hinter ihre Kulissen blicken und nehmen dich mit auf eine Reise zur Strategie, Entstehung und Entwicklung ihrer Firmen. __________________________ ||||| PERSONEN ||||| 👤 Joel Kaczmarek, Geschäftsführer digital kompakt 👤 Thomas Bachem, __________________________ ||||| SPONSOREN ||||| 🔥 [Übersicht](https://www.digitalkompakt.de/sponsoren/) aller Sponsoren __________________________ ||||| KAPITEL ||||| (00:00:00) Vorstellungsrunde und Einführung ins Thema (00:07:42) Das innovative Studienkonzept der Code University (00:14:09) Was lernt man an der Code University? (00:18:48) Was bedeutet „projektbasiertes Lernen“ konkret? (00:22:32) Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen? (00:28:47) Räumliches Vorstellungsvermögen: wo und wie baut die Code University? (00:33:38) Das Setup und die Ausrichtung der Code University (00:36:06) Wer studiert an der Code University? (00:40:32) Zugangsvoraussetzungen, Studiengebühren und Refinanzierungsmodelle (00:49:18) Konkurrenzfähigkeit und die staatliche Anerkennung (00:54:10) Die Herausforderungen beim Aufbau einer Hochschule (01:03:19) Wie finanziert sich eine (private) Hochschule wie die CU? (01:09:46) Aufruf an Studieninteressierte und Unternehmen __________________________ ||||| WIR ||||| 💛 [Mehr](https://lnk.to/dkompakt) tolle Sachen von uns  👥 Wir von digital kompakt streben die Verwendung einer geschlechtsneutralen Sprache an. In Fällen, in denen dies nicht gelingt, gelten sämtliche Personenbezeichnungen für alle Geschlechter.

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Deep Dive Podcast von Digital Compact.

00:00:12: Mein Name ist Gerhard Schmarweg, heute wird wieder die Schulbank gedrückt oder eigentlich genauer gesagt die Universitätsbank für diejenigen, die das nicht getan haben.

00:00:19: Es geht um akademische Themen.

00:00:21: da gibt es einen jungen Mann der sich in der Szene gerade stark profiliert.

00:00:23: mit einem sehr spannenden Konzept stelle ich mal ganz kurz vor und sag was du machst!

00:00:28: Ja danke dir Joel Ich bin Tom Thomas Bachen und gründe grade die Hochschule an der ich selber gerne studiert hätte.

00:00:37: Wie sieht die aus?

00:00:38: Vielleicht musst du ja erst mal sagen, was dein Background ist damit man weiß, was du da studiert hättest.

00:00:42: Also ich bin selber eigentlich seit meinem zwölften Lebensjahr Software Entwickler und habe dann schon in meiner Jugend wirklich so als One-Man Army viele Websites für kleine Kunden umgesetzt war dadurch also nicht nur Entwickler sondern auch Designer und auch irgendwo Geschäftsmann und habe danach als die Studienentscheidung anstand nach meinem Abitur mich aber sehr schwer damit getan informatisch zu studieren, weil es mir eben sehr mathe- und theoretilastig erschien.

00:01:07: und ich das nicht so recht in Verbindung bringen konnte mit dem, was sich da tagtäglich schon getrieben habe.

00:01:12: Und hat mich dann stattdessen für ein Studium an der Business School entschieden weil mir das irgendwie praxisnah und persönlich vorkam und ich irgendwie auch ein bisschen Angst hatte vor diesem Nerd-Klischee dieser irgendwie vereinsammte pizzaressende Nerd, der den ganzen Tag nur im Keller verbringt.

00:01:28: Ein Klischee gegen das wir heute immer noch kämpfen, dass tatsächlich auch mich umgetrieben hat.

00:01:33: Und ich habe mich dann aber bei meinem Studium an dieser Business School eigentlich von Tag eins angefragt, warum es eigentlich so was wie Business Schools nicht auch für Tech und Software gibt.

00:01:42: Das hat mich immer weiter umgetrieben in den Sachen die ich danach gemacht habe.

00:01:46: Ich habe danach jetzt in den letzten zwölf Jahren eine Reihe von Start-ups gegründet und war da auch immer in der CTO Funktion oder auch als Entwickler selbst mit aktiv Und habe auch beim Recruiting immer wieder gemerkt, dass zum Beispiel ein Informatikstudium im Lebenslauf selten ein Indikator dafür war, ob die Leute wirklich gut Software entwickeln konnten.

00:02:05: Das hat mir weiter zu denken gegeben und hab dann immer wieder Gespräche mit anderen Unternehmern und Gründern darüber geführt und wurde irgendwie dieser Idee bestärkt vielleicht doch mal in dem Bereich wirklich selber was zu

00:02:16: machen.".

00:02:16: So einen

00:02:16: kleinen Abriss geben, was du bisher eigentlich gegründet hast.

00:02:19: Damit man mal ein Gefühl kriegt für deinen Impact und auch für das, wofür du so stehst.

00:02:23: Also deine erste richtig große bekannte Gründung, wenn ich mich richtig auf den Schummer korrigiere, mich gerne war ja irgendwie Sevenload also damals so das deutsche YouTube.

00:02:31: Ich erinnere mich... Ich glaube, du hast mir erst einmal erzählt, wenn man bei Google Translate in englischen Text eingegeben hat und den übersetzen lassen, dann hat der YouTube zu Sevenload übersetzt, so gefragt wird ihr sozusagen?

00:02:41: Dass die KI von Google dachte, dass sei ein und dasselbe.

00:02:44: Dann habt ihr dieses, ich weiß noch, sehr bunte in diesem schicken Kölner Büro.

00:02:48: Sehr bunte Spiel gemacht namens Flip Live und mit United Prototype mit dem Ibrahime F-Zahn warst du auch in der Gamingwelt unterwegs.

00:02:55: Weit ich weiß machst du auch so ein paar Dienstleistergeschichten.

00:02:57: also Scaling Technologies weiß ich war ich auch mal gehostet mit meinem privaten Block bei dir Und damit dem Verband Bundesverband deutsche Startups.

00:03:05: Also man merkt so ein bisschen was irgendwie breites Themenfeld, in dem du inhaltlich arbeitest und auch wirklich so Infrastruktursachen.

00:03:11: Also dass man sich hinstellt und gründet ein Verband und stellt sich dahin und gründe eine Universität das ist schon ungewöhnlich.

00:03:16: Das war für mich tatsächlich auch so der so ein erster Schritt in die Richtung.

00:03:21: Ich hab einfach gemerkt, dass mir das mit dem Verband Spaß gemacht hat jetzt gar nicht unbedingt das klassische Verbandsthema und auch nicht unbedingt politisch.

00:03:29: Also weiß Gott nicht... Der Typ bin ich irgendwie auch nicht dafür.

00:03:32: aber was mich damals umgetrieben hat ist, dass ich gemerkt habe viele Unternehmer haben sehr viel gejammert über die Politik Und da hat sie auch einen Grund zu und dann findet man immer Gründe für.

00:03:43: Aber ich hab mich dann irgendwie gefragt irgendwann mal Wir Unternehmer sind doch eigentlich Leute, die Dinge anpacken und verändern.

00:03:49: Und nur jammern bringt nichts und die Politik muss letztendlich mit am Tisch sitzen und wahrscheinlich muss man dann sowas wie einen Verband gründen um die Politiker einzusammeln.

00:03:58: Und dabei habe ich letztendlichen einfach gemerkt dass mir so Ökosystem Themen Spaß machen es mir Spaß macht irgendwie was für das gesamte Ökostem zu tun mich mit Leuten zu vernetzen.

00:04:07: Ich wusste ja damals auch schon also ich hatte ja damals schon erste Gedanken ob ich nicht mal auch etwas in diesem Hochschulbereich machen will.

00:04:13: Das war natürlich eine gute Vorbereitung dafür.

00:04:16: So, jetzt hast du gesagt, du programmierst seit du zwölf bist.

00:04:18: Hast aber irgendwie nie Informatik studiert und willst eine Hochschule bauen die für Techies ein bisschen Wirtschaftseinschlag mitbringt und irgendwo praxisnah ist.

00:04:28: Wie sieht das aus?

00:04:28: Was willst du besser machen als das was bisher am Markt schon da ist?

00:04:32: Es gibt eigentlich drei Säulen, die uns besonders machen und von anderen abheben.

00:04:37: Das erste ist wirklich die inhaltliche Ausrichtung unserer Studiengänge.

00:04:41: Also wir haben drei Studiengänger, das eine ist Software Engineering Das zweite ist Interaction Design und das dritte Produktmanagement.

00:04:52: Studiengänge, die es so sehr selten bis gar nicht in Deutschland gibt.

00:04:56: Beispielsweise Produktmanagement gibt's überhaupt keine Angebote.

00:04:59: und auch Studiengange, die wir sehr konsequent auf Internettechnologien auslegen im Gegensatz zu vielleicht klassischen IT-Themen.

00:05:07: Und das Zweite ist sicherlich dass wir sehr eng mit der Startup Szene, mit der Internetwirtschaft machen da eben durch mein persönliches Netzwerk auch sehr vernetzt sind ja viele Unterstützer aus dem Umfeld haben Und damit glaube ich viel, viel näher dieser ganzen neuen Wirtschaft und Szene sind als das alle anderen hoch schon sein können.

00:05:28: Das Dritte und aber eigentlich Wichtigste für uns ist tatsächlich die Art wie wir lehren und wie unsere Studierenden lernen.

00:05:38: Das hat es schon immer so ein bisschen in mir geschlummert.

00:05:40: also auch dieser Gedanke Ich will jetzt nicht nur thematisch irgendwie das anders machen sondern ich glaube auch irgendwie muss auch irgendwie cool sein.

00:05:47: Es darf jetzt nicht so sein wie klassische Uni.

00:05:49: Ich konnte das lange Zeit nur etwas vagebeschreiben und hab dann wirklicherweise meine beiden Mitgründer vor vielen Jahren getroffen, die auch aus so einem Umfeld stammen.

00:06:00: Und mit didaktik viel Erfahrung haben.

00:06:02: Gemeinsam haben wir uns das Studienkonzept überlegt.

00:06:05: Wie sollen sie bei uns lernen?

00:06:06: Wie kann man denn Hochschule ganz neu denken?

00:06:09: Wie sieht es

00:06:09: aus?

00:06:10: Das dauert etwas zu erklären.

00:06:11: Aber ich gerne drauf eingehen.

00:06:13: Nein, ich mach's erst mal kurz ... Wir haben ein sehr projektbasiertes Studium und setzen da eigentlich sehr, sehr viele neue Konzepte um die man so aus dieser Welt kennt.

00:06:24: Vielleicht auch immer mal wieder gehört hat das sind so Sachen wie Challenge-Based Learning oder eben Project Based Learning, Flip Classroom, Mastery Learning, P to P Learning...

00:06:34: Also ich kann das jetzt alles nicht!

00:06:35: Ich kann mir so Waage vorstellen aber ich glaube für dich ist das so gängig erklär mal so bisschen was dahintersteckt?

00:06:39: Ich

00:06:39: erkläre es von vorne.

00:06:40: wenn Studierende zu uns kommen dann müssen wir damit umgehen, dass die alle sehr verschiedene Erfahrungsniveaus haben.

00:06:47: Und das finden wir aber gut!

00:06:48: Also gerade im Bereich Technologie gibt es viele Jugendliche beispielsweise, die schon sehr viel Vorerfahrung haben weil sie irgendwie schon ewig lange programmieren sich das selber angeeignet haben ähnlich wie ich damals.

00:06:58: Aber natürlich haben wir auch Studierende, die haben vielleicht schon mal ein bisschen gearbeitet und eine Ausbildung gemacht.

00:07:02: Wir wollen also nicht nur sozusagen den klassischen Nerd bei uns haben sondern eben ganz verschiedene Arten von Leuten.

00:07:08: Wenn die zu uns kommen werden die deshalb... von uns in ein sogenanntes Kompetenzeraster einsortiert.

00:07:13: Also wir entwickeln gerade einen Kompetenceraster, wo wir für diese Studiengänge und darüber hinaus wirklich definieren, was sind die relevanten Kompetensen, die am Schluss dabei rausspringen sollen?

00:07:22: Und dieses individuelle Kompetenzprofil eines jeden Studierenden, das trägt die dann so ein bisschen durchs Studium.

00:07:28: Also am Anfang legen wir eben mit ihnen gemeinsam fest wo sie starten in diesem Kompetenzprofil und dann bieten wir ihn jedes Semester eine Vielzahl an Projekten an, die wird zusammen mit Unternehmenspartnern Start-ups gemeinnützigen Organisationen usw.

00:07:42: erarbeiten und Sie arbeiten dann immer studiengangsübergreifend in interdisziplinären Teams an diesen Projekte Also beispielsweise ein Designer, einen Entwickler, einen Produktmanager gemeinsam oder auch mehrere von jeder Rolle.

00:07:56: Und durch diese Projekte einerseits in Vorbereitung auf die Projekten andererseits in den Projekts realisieren die Studierenden dann welches Wissen und welche Kompetenzen ihnen letztendlich fehlen um eben dieses Projekt zu meistern.

00:08:09: Und das löst ein Lernimpuls aus und schafft eine hohe Lernmotivation, weil man sozusagen das Ziel vor Augen hat.

00:08:14: Und endlich begreift wofür man denn jetzt diese Theorie braucht?

00:08:18: Und dann gibt es verschiedene Wege sich die Theorie anzueignen.

00:08:22: Natürlich haben wir auch Vorlesungs- und Seminarangebote.

00:08:25: Die sind aber bei uns immer projektbezogen, also bei uns wird kein Student wissen was er jeden Dienstag von zwölf bis sechzehn Uhr hat sondern bei uns ist das flexibler und auf die Projekte abgestimmt.

00:08:37: vor allem setzen wir aber sehr stark tatsächlich auf eLearning, auf Selbststudium wo unsere Professoren eben zu jedem Projekt Ressourcen kuratieren und Empfehlungen aussprechen, was man sich anschauen sollte dazu.

00:08:51: Das kommt auch aus unserer Überzeugung dass wir der Meinung sind es wäre naiv zu glauben das was vielleicht ein Stanford Professor schon sehr professionell einmal eben produziert und als e-Learning Kurs aufgenommen hat das übertreffen zu können.

00:09:07: deswegen sagen wir wollen nicht so tun als gäbe ist das alles gar nicht diese e-learning Sachen sondern wir wollen die ganz aktiv einbeziehen.

00:09:13: Und das Fast Interessanteste, was dann auch sehr stark damit zusammenwirkt ist, dass sie sich auch sehr viel gegenseitig beibringen und voneinander lernen sollen.

00:09:21: Also wir fördern wirklich sehr aktiv den Austausch unter den Studierenden.

00:09:26: Wir haben ein ausgereiftes Intranet wo letztendlich jeder Studierende schauen kann welche Kompetenzen die anderen Studierungen haben und wo wir diese Kompetenzprofile transparent machen so dass ich beispielsweise suchen könnte wenn ich jetzt jemandem Braucher, der irgendwie Datenbank-Entwicklung Level vier ist.

00:09:43: Dann kann ich im Internet gucken wer auf diesem Niveau sich befindet und kann da wirklich passen Leute finden.

00:09:48: So legen wir dann auch immer fest wie das Projekt was sind die Einstiegskompetenzen um an diesen Projekt mitarbeiten zu dürfen also beispielsweise um an diesem Projekt mitzuarbeiten.

00:09:57: Als Software-Entwickler brauchst du Datenbankentwicklung Level drei, so gibt es dann sozusagen Einsteigerprojekte und Rollen aber auch Fortgeschritten- und Expertenprojektes, sodass sich jeder immer das suchen kann was halt gerade perfekt zu ihm und seinem individuellen Erfahrungsstand passt.

00:10:12: Und es wird auch festgelegt welche Kompetenzen durch das Projekt trainiert werden also welche Kompetenz die Studierenden sich hinzuerlangen wenn sie das Projekt erfolgreich abschließen.

00:10:24: Ja, muss man fast sagen.

00:10:27: Das steckt natürlich als Inspiration mit dahinter ja.

00:10:30: Früher hätte mein Gamification gesagt, das ist im Moment nicht mehr so trendy aber ein bisschen steckt das natürlich da drin und die Studierenden können sich dadurch vor allem sehr individuell immer aussuchen welches Projekt sie bearbeiten.

00:10:41: weil ich glaube gerade diese Schnittmengen zwischen Design, Tech & Management sind eigentlich so spannend und werden auch durch bestehende Studiengänge nicht ausgebildet und unsere Studierende können sich das sehr individuelle legen.

00:10:54: definieren wir als Hochschule eben nicht sozusagen ein einheitliches Niveau, was unsere Absolvierenden... alle haben sollen, sondern ein einheitliches Minimum-Niveau was sie alle haben soll.

00:11:05: Das finde ich ganz wichtig.

00:11:06: also unser Ziel ist nicht dass alle Studierenden sozusagen uniformiert mit den gleichen Kompetenzen rauskommen, sondern das wir wenigstens irgendwie sicherstellen können, dass sie eine gewisse Minimulevel an Kompetenten haben aber das natürlich auch durchaus weit übertreffen oder sich anders gestalten können gerade wenn Sie schon mit viel Vorerfahrung zu uns gekommen sind.

00:11:25: Und dann machen sie am Schluss, wenn Sie eben dieses Minimumniveau für den jeweiligen Studiengang erfüllt haben.

00:11:31: Können Sie zur Bachelorarbeit und zum Bachelorprojekt zugelassen werden?

00:11:35: Und am Schluss wirklich einen Bachelor auf Arztabschluss mitnehmen?

00:11:38: Ja ich wollte mich nämlich gefragt haben diese Geschichte dass sich ein nonuniformiertes Nernsystem habe konfligiert das nicht mit einigen der Auflagen die man so im Hochschulbereich hat was dort Regulierung angeht

00:11:48: also eigentlich nicht.

00:11:50: Ich bin da auch sehr positiv überrascht dass sie da wirklich deutlich offener denken, als man das so vermuten würde.

00:11:56: Und wir müssen vieles allerdings auch noch rausfinden.

00:11:59: Ich sage mal, dieser ganze Prozess der staatlichen Anerkennung und der Akkreditierung ist jetzt kein einmaliges Ding sondern das ist etwas was alle paar Jahre immer wieder wo wir diese Diskussion sicherlich führen werden.

00:12:12: Deswegen werde ich da sehr viel lernen in den nächsten Jahren.

00:12:15: aber unser Eindruck bisher ist dass das System und die Institutionen die an der Akkadetierung beteiligt sind, da eigentlich deutlich offener für sind.

00:12:25: Ja, als es den Anschein macht und als es ein Anspruch genommen wird.

00:12:28: Mal zu den Fächern!

00:12:30: Wieso diese drei?

00:12:30: Wie seid ihr auf die gekommen?

00:12:32: Und wo ist denn also der Business-Impact?

00:12:34: wahrscheinlich bei dem letzten, beim Thema... ... Product Management, weil so von der Sache her bei Software Engineering denke ich irgendwie an Programmierung und Entwicklung.

00:12:42: Bei Design denke ich an Seitenschön machen... ...und bei Product Management denke ich eigentlich eher an so Sachen wie Scrum,... ...Teamskoordinieren, Prozesse bauen.

00:12:51: Das hat für mich jetzt noch nicht so den Business Touch wie wenn ich zum Beispiel sage, ... ...weiß ich nicht, Business Administration oder Leadership?

00:12:58: Also tatsächlich ist es auch so dass wir im Kern Fachkräfte produzieren wollen.

00:13:02: Und das aber natürlich sehr gerne und sehr viel auch mit viel Wirtschaftskompetenz verbinden wollen.

00:13:10: Aber ich möchte in primärer Hinsicht gar nicht den Business Schools Konkurrenz machen, ich glaube die funktionieren auch teilweise schon ganz vernünftig sondern wir wollen halt wirklich Techies ausbilden in diesen drei Rollen.

00:13:23: Die Rollen sind letztendlich entstanden auf Grundlage meiner initialen Vermutung.

00:13:27: Ich bin ja auch schon lange in der Branche unterwegs und habe eigentlich relativ früh mich darauf festgelegt, dass das so diese drei Rollens sind die immer wieder in der digitalen Wirtschaft gebraucht werden... ...in der digitalem Produktentwicklung spezifisch hab.

00:13:39: aber auch dann mit vielen anderen Unternehmen haben wir eben Expertengespräche geführt und die haben uns eigentlich immer wieder bestätigt, dass es diese Rollen ist, die sie bei sich auch suchen und dass es sich darauf reduzieren lässt.

00:13:53: Jetzt sagst du zwar klar, der Software-Engineer ist irgendwie der Techie und so weiter.

00:13:57: Aber ich habe ja eben schon ein bisschen beschrieben wie wir eigentlich dafür sorgen wollen dass die Grenzen zwischen diesen Studiengängen mehr und mehr verschwimmen.

00:14:05: also Wir wollen eben dafür sorgen das es nicht so in Silo denken ist, dass man nicht sagt Der eine ist nur Business Die andere ist irgendwie nur Design Und die wieder Andere is irgendwie nur Softwareentwicklung.

00:14:17: Sondern das sind eher so diese Themengebiete Mischen sich dadurch.

00:14:23: Kannst du mal so ein bisschen beschreiben, was in diesen drei Studiengängen konkret gelehrt wird?

00:14:26: Also nun mal so Auszugsweise dass man eine grobe Vorstellung bekommt.

00:14:29: gerade Design finde ich zum Beispiel total abstrakt.

00:14:32: Design also Interaction-Design nennen wir das.

00:14:34: Interaktionsdesign ist bei uns und schließt so einerseits wirklich klar offensichtlich die grafischen Komponenten von Design aber eben darüber hinaus insbesondere die psychologischen Aspekte.

00:14:46: also sowas wirklich wie User Experience Design beschäftigt sich eigentlich generell damit, wie sorgen wir dafür dass Technologie auch benutzbar ist für den Menschen insbesondere.

00:14:58: Also da fallen diese ganzen Themenfelder rein wie User Interface Design, User Experience Design aber auch durchaus bis hin zu sowas wie wieder Interface Engineering Front End Entwicklung weil wir auch da eben dafür sorgen wollen das es nicht nur Designer sind die sozusagen bei Photoshop aufhören, sondern die durchaus auch in der Lage sind dann ganze Interfaces umzusetzen.

00:15:19: Denn heute ist es ja oft so, dass also gute Interfases bestehen eben nicht nur aus einer Grafik, sondern wirklich auch aus sinnvollen Animationen, sinnvollem Gesten.

00:15:29: und das sind Dinge, die kann man gar nicht einfach nur im grafischen Entwürfen ausdrücken.

00:15:33: und deswegen glaube ich... ... kann man da viel bessere Interaktionsdesigner produzieren, wenn die halt wirklich auch technische Know-how haben.

00:15:41: So und ich glaube Software Engineering ist wahrscheinlich relativ nachvollziehbar noch... Und Produktmanagement ist wie du das schon gesagt hast tatsächlich der, der am ehesten natürlich diesen Business Einschlag hat.

00:15:54: Das sind dann so Themen wie Klar, Projektmanagement, durchaus aber auch viel Entrepreneurship.

00:15:59: Viel so Data Science-Themen, auch Onlinemarketingaspekte und natürlich auch wieder viele technische Komponenten.

00:16:09: also ich glaube gerade in den Produktmanagementstudiengang schlummern wahrscheinlich auch viele vielleicht zukünftige weitere Studiengänge und Spezialisierungen die wir jetzt erstmal eben dort verorten.

00:16:18: Ja, wäre meine nächste Frage gewesen.

00:16:20: Ob ihr damit rechnet dass man sowas nochmal konkretisieren muss das jetzt zum Beispiel sagt wir machen jetzt Produktmanagement im Bereich Fintech anders als im Saasbereich oder BtoB versus BtoC.

00:16:30: also gibt es ja Tausende von Spielarten die man sich überlegen kann die alle speziell sind.

00:16:34: denkt über solche Zuspitzungen schon jetzt nach?

00:16:37: Noch nicht konkret!

00:16:38: Also ich weiß da super viel Potenzial für da ist.

00:16:43: Wir probieren das jetzt erst mal mit diesem Studiengang so.

00:16:45: Und dadurch, dass wir eben dieses individuelle Kompetenz-Raster haben und Kompetenzprofil können sich die Studierenden ja wirklich sehr stark aussuchen welche Kompetentzen sie eben stärken wollen.

00:16:57: Ich glaube, dadurch werden wir auch lernen was sie besonders interessiert und was besonders gut ankommt und was gut funktioniert.

00:17:02: Dann können wir uns überlegen ob wir diese Studiengänge nochmal spezialisieren.

00:17:08: Lass uns mal ein bisschen rüber schiften zu den ganzen Ökosystemgedanken, das ist ja glaube ich eine ganz schöne Brücke.

00:17:13: Also du sagst, du möchtest gerne projektbasiertes Lernen ermöglichen?

00:17:16: Wie sieht es aus?

00:17:17: wie arbeitet ihr mit Unternehmen dort zusammen?

00:17:19: Wie kriegt ihr das hin die irgendwie an so einen akademischen Betrieb anzudocken dass beide Seiten davon profitieren?

00:17:25: Ja ich fange noch einmal ein bisschen vorher an und zwar Es ist auch häufig eine Frage die mir gestellt wird warum wir denn kein duales Studium machen oder ob wir ein duales studium machen.

00:17:35: Und ein duales Studium ist ja das, was man dann üblicherweise kennt wenn es eben besonders praxisnah und berufsbegleitend und integrierend sein soll.

00:17:44: Ich habe da lange drüber nachgedacht – es wäre auch viel leichter gewesen einen berufspegleitenden Studium aufzubauen denn da zahlen dann übricherweise die Firmen das Studium

00:17:51: usw.,

00:17:52: aber ich hab mich dagegen entschieden weil ich glaube dass ein duale Studium ähnlich wie eine Ausbildung letztendlich ein sehr großes Risiko für den individuellen Studentenbürgt, weil man sich eben auf eine Firma festlegt als Student.

00:18:05: Das oft in sehr jungen Jahren wo man vielleicht noch gar nicht so recht... einschätzen kann, ob das jetzt wirklich eine gute Firma und eine gute Richtung für einen ist.

00:18:14: Und was eben den Horizont sehr beschränken kann.

00:18:16: also vielleicht hat man sehr viel Glück und hat eine tolle Firma die es unterstützt vielleicht auch nicht.

00:18:20: deswegen sehen wir unsere Aufgabe darin den Studierenden möglichst viele verschiedene Erfahrungen möglichst viele verschiedene Unternehmen und verschiedene Arten von von Projekten mit auf den Weg zu geben im Studium, sodass sie im Studiums eben mit allem mal in Berührung kommen und danach dann eine wirklich informierte Entscheidung treffen können.

00:18:39: Und dazu... Dazu binden wir eben immer wieder Unternehmen und Organisationen in diese Projekte ein, die wir da ausgestalten.

00:18:48: Das tun wir teilweise auch in Unternehmenskooperationen.

00:18:51: also wir haben Kooperationspartner wie beispielsweise Trivago, Zalando viele weitere mit denen wir reden ja Xing, Otto, Facebook, Google, viele, viele weitere und wo wir aber vor allem wirklich den Fokus darauf legen dass sie sagen Wir wollen Projekten schaffen, die eine gute Lernerfahrung für die Studierenden bieten.

00:19:11: Also es geht überhaupt nicht irgendwie darum jetzt die verlängerte Werkbank für diese Unternehmen zu sein.

00:19:16: Ich finde das toll, wenn damit auch und dabei auch immer wieder produktive Projekte rausspringen.

00:19:20: Ich glaube das finde ich Studierenden auch toll.

00:19:22: aber wichtig ist zu verstehen Es geht darum mit den Unternehmen gemeinsam eine gute Lernerfahrung für Studierende zu gestalten und sozusagen jetzt nicht cheap Studenten Outsourcing zu betreiben.

00:19:31: übrigens ein Vorwurf der man dann immer wieder bekommt in Deutschland also oder eine Vermutung Was aber was letztendlich Unsinn ist aus meiner Sicht.

00:19:39: Ja gut

00:19:39: also als Unternehmen kann ich mir das schon vorstellen, dass es schon hoch attraktiv technisch kompetente Mitarbeiter sozusagen potenzielle zu screenen und von denen sozusagen Dinge zu lernen.

00:19:49: Es geht ja auch darum innovativ und jung zu bleiben.

00:19:51: Also ein zwölfjähriger kennt man vielleicht bessere Programmi-Methoden als einen fünfundreißigjährigen.

00:19:54: Das ist ich

00:19:55: glaube das ist auch absolut fein!

00:19:56: Ich glaube damit hat auch niemanden Probleme.

00:19:57: mich glaube das is dann wirklich beidseitig sehr praktisch.

00:20:00: die Leute denken manchmal noch so dass das wirklich so ist.

00:20:03: ich sag mal wie irgendwie früher in der näherei wo dann wirklich jemand hinkommt und quasi sofort produktiv für ein Unternehmen arbeiten kann, und dann ausgebeutet wird.

00:20:14: In unserer Wissensbranche ist einfach so das der Onboardingaufwand so enorm ist dass es letztendlich nur sehr schwer sinnvoll mit Leuten arbeiten kann die halt nur kurze Zeit da sind.

00:20:26: Und deswegen glaube ich, dass die Unternehmen durchaus sehr bewusst auch viel Mühe und Arbeit in diese Kooperationen mit uns stecken Und aber wissen, dass sie da also produktiv nicht unbedingt so viel mitnehmen können.

00:20:39: Aber das eben sicherstellen können wie du schon sagst, dass die Studierenden einerseits das beherrschen können später was diese Unternehmen suchen an Kompetenzen und andererseits klar dass die Unternehmen da ab und zu mal neuen Input kriegen.

00:20:52: Aber ist es trotzdem auch so, dass ihr auch kleine Startups habt?

00:20:55: Weil ich sag mal so die Namen, die du jetzt gerade genannt hast.

00:20:57: Die sind glaube ich super um Studenten anzuziehen weil sie halt A sich sagen cool da kriege ich irgendwie potenzielle Arbeitgeber zu sehen und B arbeite ich an superspannenden Sachen mit riesiger Userbase, riesigem Impact lernen super spannende Sachen.

00:21:09: aber wenn er jetzt mal ganz ehrlich ist So die Xings Zalandos und Trivagus dieser Welt.

00:21:13: Ich meine Trivago und Zalando sind vielleicht ein Sonderbeispiel.

00:21:15: Wir sind schon sehr schnell und sehr gut was das ganze Tech ausspielen angeht.

00:21:20: Das sind ja aber im Generellen jetzt eher nicht so die Paradebeispiele für super innovative, super schnelle IT-Abteilung.

00:21:26: Also es ist ja eher so... Wenn du in so einer Größe bist, redest wir auch in der Schleif sozusagen weit nach unten.

00:21:32: Habt ihr trotzdem auch kleine junge Startups?

00:21:35: Dass sie mit den Konzepten irgendwie starten und man sagt hey das ist eine fünf Mann Bude, das ist ne zehn Mann Bube Aber ihr sitzt irgendwie da macht ein Zyklus der irgendwie super schnell geht, super schnell iteriert wird und wo ihr richtig viel lernt.

00:21:46: Klar, also es ist mir natürlich super wichtig dass wir auch kleine Start-ups haben und genau das ist mir irgendwann auch aufgefallen.

00:21:51: Dass ich sozusagen gemerkt habe die Partnerunternehmen mit denen wir da partnern die eben auch eine ernsthafte Kooperation mit uns eingehen können.

00:22:00: ja auch finanzielle Natur.

00:22:02: Die sind halt automatisch keine start ups mehr Und deswegen will ich ganz bewusst startups trotzdem mit einbeziehen.

00:22:07: Es ist tatsächlich so dass mich fast jeden tag irgendwelche Angebote erreichen von von start ups die die gerne mit unseren Studierenden arbeiten würden.

00:22:15: Dann müssen wir natürlich auch irgendwie sauber aussortieren und gucken, dass sich da nicht manches zu viel Hoffnung machen.

00:22:20: Dass wir dann ihre Produkte entwickeln können!

00:22:23: Aber ich glaube, die Mischung macht es da wirklich.

00:22:26: Und mir ist das total wichtig, dass wir da auch irgendwie mit unter zwanzig Mitarbeitern, sag' ich mal, mit einbeziehen.

00:22:31: Das Schöne an den großen Unternehmenskooperationen, die wir gerade machen is', dass die erstmal wirklich in guter Grundstammen sind und dass die zum Beispiel ja auch... Gerade wenn wir eben an die Deutschen denken an sowas wie Zalando, Trivago &

00:22:42: Co.,

00:22:43: dass die wirklich viele selber sehr viel Techno-How haben, viele Mitarbeiter in dem Bereich haben Und uns natürlich damit potenziell auch Dozenten stellen können und uns wirklich inhaltlich auch aktiver unterstützen können.

00:22:56: Das ist, glaube ich ein guter Grundstamm auf dem wir dann mehr aufbauen wollen.

00:23:00: Natürlich wollen wir zum Beispiel auch mehr Unternehmen aus der klassischen Industrie mit einbeziehen.

00:23:05: Mir war jetzt erstmal wichtig dass wir sozusagen die Player, die schon verstanden haben wie Internet funktioniert einbeziehen weil ich glaube von denen können wir erst mal meistens lernen.

00:23:14: Jetzt sollen das noch so ein bisschen in diese anderen Richtungen gehen.

00:23:17: Was müsst ihr denn sonst noch mitbringen, diese Unternehmen?

00:23:19: Du hast ja eben schon so ein bisschen angedeutet.

00:23:21: Es gibt einen finanziellen Commitment was da auch mitschwingt.

00:23:24: Genau also nicht zuletzt deshalb weil wir einerseits natürlich unsere ganze Hochschule gegenfinanzieren müssen kann ich gerne auch gleich nochmal etwas zu erzählen.

00:23:33: das ist ja wirklich alles andere als leicht eine Hochschul in Deutschland überhaupt zum Break-even zu kriegen geschweige dann profitabel zu betreiben Und da sind wir eben auch auf sowas angewiesen und andererseits, weil es auch irgendwie eine gewisse Ernsthaftigkeit mit sich bringt.

00:23:48: Deswegen finde ich das eigentlich ganz angenehm.

00:23:49: also bei den Unternehmen sicher auch wenn sie Geld zahlen dann kommenten Sie sich auch dann weiß ich dass die wirklich auch in den Projekten sich aktiv einbringen werden Und dass sie halt nicht irgendwie dann in einem halben Jahr schreiben, ach sorry ist gerade so viel los bei uns.

00:24:03: Wir haben jetzt keine Zeit mit euch Projekte auszuarbeiten und so weiß ich das denen was echt wichtig ist.

00:24:08: Soch an!

00:24:08: Quanta Costa?

00:24:09: Ja da ist schon sechsstellig.

00:24:11: Also im hunderttausender Bereich muss ein Unternehmen da schon reingehen und was ich gelesen habe müssen die sich auch auf eine gewisse Zeit verpflichten nehme ich mal Schön.

00:24:19: Wie schafft ihr es denn, bei dem ganzen Thema eigentlich immer up-to-date bleiben zu bleiben?

00:24:23: Also man sagt ja immer so bei Ecommerce Shops zum Beispiel alle sieben Jahre musst du dein System eigentlich komplett erneuern und dann hast du immer so Wellen.

00:24:29: Mobile nimmt irgendwie massiv zu.

00:24:31: Das heißt ich diese jene Technik, diese jenen Programmiersprache wie schafft dir das da irgendwie vorne dranzubebleiben?

00:24:36: geht das über die Partner oder macht ihr das auf akademischen Wege?

00:24:39: was ist da so?

00:24:39: Ihr Ansatz

00:24:40: Das ist eigentlich genau das, was dieses projektbasierte Konzept sicherstellen soll.

00:24:44: Also dadurch dass wir letztendlich definieren, was die Kompetenzen sind, die gefördert werden sollen.

00:24:50: und die Komvetenzen ändern sich ehrlich gesagt nicht so oft.

00:24:52: also wenn man es eben schafft diese Kompetenz sei ich mal abstrakt genug zu definieren dass sie jetzt nicht an einer spezifischen Programmiersprache hängen dann ändern die sich nicht so often.

00:25:03: Kompetenzraster können wir natürlich auch ab und an passen, aber die genaue Ausgestaltung wie diese Kompetenzen vermittelt werden.

00:25:09: Also zum Beispiel mit welchen Projekten, mit welchem Programmiersprachen und so... Das ist dann eben den Projekte überlassen und damit den Profs und den Unternehmen Und die können das letztendlich von Semester zu Semester ändern.

00:25:21: Das ist das Angenehme, in dem wir festschreiben was sind die Kompetenzen und nicht irgendwie was sind Technologien.

00:25:25: Wie

00:25:26: ist es mit dem Thema Raum?

00:25:28: Ich finde Lernen macht ja auch ganz viel oder da spielt eine große Rolle in welchem Raum ich das tue.

00:25:32: Wo werdet ihr denn sitzen?

00:25:34: habt den Gebäude wie ist der Plan?

00:25:36: also?

00:25:36: tatsächlich gründen wir eine echte physische Präsenz Hochschule, das will ich an dieser Stelle noch mal erwähnen.

00:25:41: Weil mir wirklich oft irgendwie in den letzten Jahren so entgegengeschlagen ist.

00:25:45: So dann habe ich immer nur wie zwanzig Minuten davon erzählt und danach meinte der so ja ihr macht eine Onlinekurse ne?

00:25:50: Und da hab' ich gemerkt oh shit die Leute denken heute nur noch irgendwie im e-Learning.

00:25:56: Nee wir glauben sehr stark eben genau wie du es gerade beschrieben hast an Präsens dabei und wir haben da wirklich einen super Partner gefunden und zwar gehen wir mit der Factory zusammen.

00:26:05: Factory sind sehr großer eben Community Community Space Anbieter hier aus Berlin und was ich daran eigentlich besonders spannend finde, ist dass wir auch da versuchen das wirklich ein bisschen neu zu denken.

00:26:18: Und wir haben zwar unsere eigenen Flächen innerhalb der Factory aber letztendlich ist unseren Studierenden freigestellt diese Flächen eben zu nutzen um an den Projekten zu arbeiten, Meetingräume zu buchen irgendwie natürlich auch die sonstigen Sachen wie Restaurants und Cafés und damit sind wir wahrscheinlich.

00:26:37: Ich habe es nie genau überprüft, aber wahrscheinlich sind wir damit die erste oder eine der allerersten Hochschulen vielleicht sogar weltweit.

00:26:43: Die sich so intensiv mit einem Community Space integrieren.

00:26:47: Aber mit wem muss man schlafen dass man sowas kriegt?

00:26:49: Weil ich verfolge ja Factory Intensiv also das macht er der Udo Schlömer, der auch so in dem Ruf steht den halben Berliner Prenzelberg irgendwie umgebaut zu haben wenn ich mich nicht täusche.

00:26:58: Das ist ja eigentlich ein sonst hoch... ... hoch teures Konzept.

00:27:01: Also wenn ich mitkriege, die gehen ja gerade stark auf den Track.

00:27:04: Konzerne, die sich digitalisieren wollen können da sich eine Mitgliedschaft holen... ...die kosten auch sechsstellig.

00:27:09: und jetzt hast du dann eine Hochschule für irgendwie Dutzende von Studenten-Lehrräume brauchen, die da reinkommt?

00:27:14: Ist das ein bisschen philanthropisch haben die ein bisschen strategisch auch im Blick dass es natürlich hyperrelevant ist aus Talentzugang und sozusagen für Netzwerk oder was da so euer Deal

00:27:22: also All das.

00:27:25: Erstens ist es so, dass der Udo Schlömer wirklich eine große Leidenschaft für dieses Bildungsthema hat.

00:27:30: Das äußert sich auch darin, dass er zusammen mit seiner Frau Sabrina die New School gegründet hat und eine Schule, die auch im Projekt basierte Ansätze verfolgt Die im Übrigen auch Teil dieses Gebäudes werden wird.

00:27:44: Und ja, er hat eigentlich von Anfang an... Ich kannte ihn schon etwas länger und habe ihn sehr früh darauf angesprochen.

00:27:49: Er war von Anfang dann sehr begeistert.

00:27:51: Er ist auch einer unserer Geldgeber mit.

00:27:54: Insofern macht das Ding natürlich auch einfacher.

00:27:58: Natürlich ist es für die Factory super attraktiv, also so muss man es glaube ich auch mal sehen.

00:28:03: Also wenn die natürlich ihren Community-Members irgendwie sagen können in dem Gebäude tummeln sich ständig irgendwie hunderte Techies und Designer und endlich könnt ihr ganzen BWL fritzen hier mal Leute treffen die wirklich was können.

00:28:16: Ich darf das sagen als BWLer.

00:28:19: Ja, ich glaube es ist ein super Angebot und es ist halt beidseitig total gut für beide Seiten weil für uns natürlich toll.

00:28:25: wir haben ja wir haben riesen Campus.

00:28:28: das hätten wir als kleine private Hochschule sonst gar nicht.

00:28:31: Das wäre nämlich eine meiner nächsten Fragen gewesen ob ihr auf so einem Campus-Konzept auch aktiv setzen wollt.

00:28:36: jetzt zum Beispiel sage ich nicht Hacker Fonds ist ja mittlerweile Standard oder Vorträge oder was weiß ich.

00:28:41: also das ist sozusagen decidiert Teil eures Konzepts auch?

00:28:44: Klar Absolut.

00:28:45: Was hast du denn sonst für Ansprüche an einen Raum als Hochschule, wie man sie so denkt?

00:28:49: Wie du sie denkst?

00:28:49: also bei vielem was ich bisher von euch gehört habe musste ich so automatisch und das ganze Thema Design-Thinking denken.

00:28:55: Wir werden sicherlich später auch mal über Potsdam ein bisschen reden was da so passiert in dem Tech Bereich.

00:29:00: Wie sieht's so'n Raum bei euch aus?

00:29:02: ist es noch so klassischer Lehrraum mit Tischen und Stühlen Man bringt sehr Laptop mit oder Ist das mehr so?

00:29:07: bunte Würfel an den Wänden malen oder hab keine Raum mehr.

00:29:11: wie sieht sowas aus?

00:29:12: Wir selber, was unsere eigenen Flächen angeht, da sieht es tatsächlich fast ein bisschen klassischer aus.

00:29:18: Also wir arbeiten gerade noch an den genauen Innenarchitektursachen aber das wird natürlich deutlich stylischer als klassisch... Vorlesungsräume geben oder Seminarräume, weil wir ab und an eben auch Seminarformate anbieten.

00:29:30: Aber das ist eben nur ein ganz kleiner Teil dieses riesigen Gebäudes unter anderen Factory-Gebäude und die ganzen Co-Working und Community Space Flächen, die halt in so einem Gebäude sonst zugegen sind, die passen eigentlich perfekt zu dem was wir da machen wollen.

00:29:43: Du hast es eben schon in Ansätzen beschrieben ich glaube Das wichtigste ist eigentlich wirklich eine Begegnungsstätte zu schaffen und deswegen sage ich auch manchmal im Scherz, dass glaube ich wenn wir die richtigen Leute also die richtige Studierenden zusammenbringen bei uns an der Hochschule und denen sozusagen eine gute Begegnungsstätte schaffen dann können wir eigentlich auch irgendwie drei Jahre lang die im Kreis tanzen und singen lassen.

00:30:11: Und die werden halt trotzdem die besten Absolvierenden sein weil ich glaube das ist etwas was halt viele Hochschulen leider auch nicht gut hinbekommen.

00:30:18: Lass uns mal ein bisschen was Zett abreden.

00:30:19: Also du hast schon gesagt, es soll jetzt nicht berufsbegleitend sein Es ist schon fulltime gedacht.

00:30:23: Wie viele Studenten werdet ihr aufnehmen pro Jahr?

00:30:25: Das hängt natürlich davon ab wie viele Talentierte wir finden.

00:30:29: Wir gehen davon aus dass wir dieses jahr wahrscheinlich so mit knapp seventy starten können und dann Stück für Stück wachsen.

00:30:36: Und ja wohin wird erwachsen?

00:30:39: das wissen wir nicht.

00:30:40: Ziel wäre aber natürlich schon Dass das irgendwann so um die zweihundert im Jahrgang Mal durchaus werden.

00:30:47: Welche Rolle wird denn eigentlich Internationalisierung in der Lehre spielen?

00:30:50: Weil du kannst ja irgendwie über Nutzhänden, über die Unterrichtssprache, über Kooperation mit ausländischen Hochschulen, Double Degrees und alles so Themen wo man irgendwie so ein Internationalitätsaspekt reinbringen kann.

00:31:00: Was wird das für euch für eine Rolle einnehmen?

00:31:03: Also wir haben reinen Engelsprachige Studiengänger ohnehin.

00:31:06: Das heißt wir richten das von Anfang an ganz konsequent auch auf den internationales Publikum aus.

00:31:13: einer der Hauptgründe, warum wir das Ganze eben hier in Berlin machen und haben auch viele internationale Bewerber.

00:31:22: Was sonst nicht nur jetzt irgendwie aus sprachlichen Gründen wichtig ist sondern eben aus kulturellen Gründen da freue ich mich sehr darauf und das ermöglicht uns natürlich auch wiederum internationale Professoren einzubinden wo wir glauben dass sich da auch wirklich viele spannende Kandidaten finden werden.

00:31:40: Und ja, ich glaube daraus wird sich ehrlich gesagt eine sehr internationale Kultur bilden.

00:31:46: Ich weiß nicht ob du schon öfters Zeit an der Factory verbracht hast da spricht ja auch kaum jemand Deutsch.

00:31:51: also das ist auch ein extrem internationaler Community und deswegen glaube ich dass sich da ganz viel entwickelt.

00:31:58: Ich bin ja noch ein bisschen überlegen, ob ich das schade finden soll.

00:32:00: Ich habe jetzt schon so eine kleine Sneak-Preview bekommen was ihr für Funnels hat an Studierendenbewerbungen und da war ein großer Anteil was ich mitgekriegt hab auch international.

00:32:08: Ja also ich weiß ich hab von Island gelesen irgendwie von Pakistan war dabei oder Kazakhstan also sehr sehr international.

00:32:15: als Patriot wünsche ich mir natürlich irgendwie dass es vor allem auch deutsche Arbeitskräfte sind die da viel lernen.

00:32:20: habt ihr da irgendwie Quoten mit denen gearbeitet?

00:32:22: steuert ihr das irgendwie aus?

00:32:23: Oder bin ich da vielleicht ein bisschen altbacken in meiner Denke?

00:32:26: Es ist, glaube ich völlig okay der patriotisch zu sein und man muss es eher so sehen.

00:32:30: das Ziel muss doch sein.

00:32:32: Möglichst viel den talentierte Leute aus dem Ausland hier hinzuholen und hier zu halten Dann profitieren wir am allermeisten.

00:32:38: Insofern.

00:32:38: solange wir sozusagen glauben dass die dann auch hier bleiben tut uns das sehr gut.

00:32:43: Aber ne Quoten haben wir da gar nicht.

00:32:46: Wie ist es so mit den Kompetenzrasten, was du angesprochen hast?

00:32:49: Wenn man die so zuhört, gewinnt man manchmal ein bisschen den Eindruck.

00:32:52: Man muss schon irgendwie gefühlt relativ viel können um bei euch überhaupt sozusagen in Frage zukommen, um da angenommen zu werden.

00:32:58: Also man muss fachlich nicht viel können, also wir haben ganz bewusst öffnen wir uns dafür dass wir sagen wollen eben das Potenzial in den Studierenden erkennen und nicht ihren jetzigen Kenntnisstand.

00:33:09: Das ist uns wichtig ich habe das eben schon mal angesprochen damit wir nicht so eine total homogene Studierende Gruppe haben sondern damit wir beispielsweise mehr kreativ denkende Leute mehr Frauen auch ansprechen als das andere technische Hochschulen und Studiengänge ja häufig tun.

00:33:25: Was wir aber sehen wollen ist natürlich eine hohe Lernbereitschaft und auch ein schnell schaltender Kopf, der sich schnell neue Dinge aneignen kann.

00:33:37: Und das prüfen wir eben in unserem Bewerbungsverfahren.

00:33:40: Teil unseres Bewerbsverfahren ist eine Projektarbeit wo wir den Studierenden eine Aufgabe stellen und dann haben sie mehrere Wochen Zeit dazu etwas einzureichen.

00:33:50: Es ist total interessant zu sehen was da eingereicht wird und ganz verschieden.

00:33:55: Und ich bin auch letztendlich der Überzeugung, dass jeder unser Studierender und jeder Mensch... gewisse Grundkompetenzen mitbringt.

00:34:05: Also ich glaube, dass jemand mit einem leeren Kompetenzprofil bei uns startet... Das wäre schon sehr außergewöhnlich!

00:34:09: Dann müssen wir da wirklich irgendwo ein Potential sehen, das er in seinem bisherigen Leben eher oder sie noch nie irgendwie schon mal gehoben hat.

00:34:16: Das wäre sehr außergewöhnlich.

00:34:17: also es gibt ja durchaus auch Kompetencen bei uns wie irgendwie wissenschaftliches Denken und Arbeiten, Englischkenntnisse Präsentations- und Rhetorikskills.

00:34:26: Also das sind so zum Beispiel soft Skills die auch nochmal neben den fachlichen Sachen hinzukommen wo die meisten Leute schon irgendwas mitbringen.

00:34:34: Wenn du sagst, ihr Geschlechterverteilung, wie viel weibliche Bewerbung hattet ihr bisher?

00:34:38: Leider haben wir weiterhin nur knapp zwanzig Prozent weiblichen Bewerber und auch zwanzzig Prozent angenommen Studierende.

00:34:45: Das ist ein bisschen schade weil wir uns echt viel Mühe geben das anders zu machen.

00:34:48: also Ich

00:34:50: finde das jetzt gar nicht so schlecht als Zahl.

00:34:52: Ja, es ist ein Fee aber

00:34:53: unsere Anspruch ist halt eher dreißigvierzig Prozent und wir sponsoren halt wirklich irgendwie jede Women in Tech und Veranstaltungen und Publikation die es irgendwie gibt im Moment so in der Hoffnung dass das hilft.

00:35:06: eine Sache wo auch sehr viel Energie reinstecken ist unser Code und Design Initiative die wir gegründet haben als gemeinnützigen Vereinen wo wir regelmäßig so Programmiercams für Jugendliche den Ferien machen Wo wir auch nur deutlich höhere Mädchenquote haben meistens dreizig pro weil wir gemerkt haben, wir müssen früher ansetzen als erst bei der Studienentscheidung und das zeigen tatsächlich auch.

00:35:27: es gibt da viele Untersuchungen und Studien zu die teilweise leider zwanzig dreißig Jahre alt sind denn das Problem ist ja nicht neu.

00:35:34: Die zeigen dass eben Mädchen beispielsweise sich Ja, deutlich üblicherweise einfach deutlich weniger als Hobby mit solchen Themen beschäftigen.

00:35:41: Warum das genauso ist?

00:35:43: Keine Ahnung.

00:35:44: aber es ist halt irgendwie nicht hip sich als Mädchen mit Technik viel zu beschäftigen und dadurch haben die dann das Gefühl einfach wenn's um die Studienentscheidung geht eben hinten ran zu sein im Vergleich zu den männlichen Kollegen und ja und da eben auch ein bisschen vorsichtig sind und sich dann lieber gar nicht erst auf dem Bereich bewerben.

00:36:02: Das heißt wir müssen sie noch früher abholen schon früher für dieses Thema begeistern auch bei uns.

00:36:08: Ich bin persönlich ehrlich gesagt nicht so ein Fan von diesen Pulgbildung, also Women in Tech.

00:36:13: ich mag nicht dieses Exklusive daran, also dieses dass man ausgrenzt aber ich finde generell Vielfalt bringt ja irgendwie das hängt an ganz unterschiedlichen Perspektiven und daher alle die jetzt zuhören, die weiblich sind, die Tech mögen und vielleicht latent drüber nachdenken bewerbt euch bei der Code durch den University und lass euch dort weiterbilden.

00:36:31: Das finde ich sehr wichtig, auch spannend.

00:36:32: Ich glaube, ich gebe dir absolut recht Frauen bringen einen ganz anderen Drive freien Und was ich deine Präsentation entnehme sind die sogar bessere Programmiere oft als männliche

00:36:39: Was auch interessant ist.

00:36:40: wir haben bei den Assessment Days Sehen ja dann die Leute auch so, wie etwa die Quote ist und manchmal haben wir da noch Pechen.

00:36:46: Dann ist irgendwie der eine Assessment Day vielleicht so dass da irgendwie gar keine Frau oder nur eine dabei ist?

00:36:52: Und dann fragen die Jungs natürlich immer.

00:36:54: Die Entschuldigung ist das hier repräsentativ für eure Frauenquote und zeigen sich dann auch sehr betroffen, dass sie sagen, es ist eigentlich echt schade.

00:37:03: Da müssen wir echt mehr hinkriegen!

00:37:05: Na, ich bin ja zuversichtlich.

00:37:06: Ich glaube da wird's so World of Mouth geben, Mundpropaganda Das wird zunehmen gerade bei euch.

00:37:11: Aber was ist denn das eigentlich der Prozess?

00:37:13: Durch den?

00:37:13: ich muss als Studierender um euch aufgenommen werden?

00:37:15: Also durch welche brennenden Ringe muss sich da springen damit ich da in Frage komme?

00:37:19: Es startet mit einer Online-Registrierung auf unserer Website.

00:37:22: dann bekommst du ein Login zu deinem Bewerber-Account.

00:37:26: Dort beantwortest du uns erst mal ein paar Fragen, das ist deine schriftliche Bewerbung.

00:37:30: da stellen wir so Fragen zur Motivation auch zu deiner beruflichen Vision wo du dich hin entwickeln willst.

00:37:38: Wir fragen dich was du aus deiner Sicht irgendwie kontributen willst, was du mitbringst wie du dich einbringen willst also einfach um dich charakterlich etwas kennenzulernen.

00:37:48: und wenn uns das soweit gefällt Und da sind wir noch nicht so streng, dann laden wir dich zu einem Videocall ein.

00:37:55: In dem Videocoll bietet sich dann auch die Möglichkeit für die Bewerber Fragen zu stellen und Hauptteil dieses Videocalls ist aber eben die Überbringung der sogenannten Challenge.

00:38:04: Die Challenge ist diese Projektarbeit, die ich ansprach.

00:38:10: den Bewerbern eben abverlangen, sich da auch sehr kreativ und sehr vielseitig irgendwie einzubringen.

00:38:15: Und um eigene Stärken und vorhandene Kompetenzen und Talente zu zeigen.

00:38:20: Da haben sie dann vier Wochen Zeit was für einzureichen.

00:38:23: Wenn uns das dann auch gefällt, dann laden wir sie zu einem Assessment Day ein nach Berlin.

00:38:28: Das ist dann einen vierundzwanzigstündiger Präsenz Assessment day wo Sie nochmal in einer Gruppe von so fünfzehn Leuten gemeinsam arbeiten.

00:38:37: Und wenn wir dann immer noch glauben, dass wir beidseitig zueinander passen.

00:38:42: Dann bekommen sie von uns einen Studienvertrag angeboten und ganz wichtig dabei ist auch wirklich dieses beid- seitig zusammenpassen.

00:38:49: Wir haben ja hier ein Studienkonzept was alles andere als klassisch ist und ich glaube das erfordert auch Studierende die sich darauf einlassen können, die eigenverantwortlich arbeiten können und ja die wissen worauf Sie sich ein lassen.

00:39:02: Jetzt gibt es ja noch das ganze Thema Studiengebühren.

00:39:04: also ihr seid ja keine Hochschule die kostenlos.

00:39:06: müssen wir vielleicht auch mal ein bisschen darauf eingehen, wie das irgendwie... Also es gibt staatliche Hochschulen.

00:39:10: Es gibt private Unis und die müssen halt irgendwie sehen, wie sie ihre Gelder kriegen.

00:39:13: Jetzt haben wir gesagt, es gibt sechsstellige Beträge, die die Unternehmen zahlen, die mit euch zusammenarbeiten.

00:39:17: Du hast den Investment aufgenommen dazu später mehr.

00:39:19: Und jetzt gibt's den Faktor Studiengebühren.

00:39:22: Wie fallen die aus?

00:39:23: Und was für Möglichkeiten bietet ihr denn?

00:39:24: Ihr habt euch ja da auch Gedanken gemacht, wie man als Student der vielleicht noch nicht so viele Tale auf der Hundkante hat und dass das nicht so eine elitäre Kiste wird, weil die derjenige nutzen kann.

00:39:33: Ja also Ganz vorweg, es ist tatsächlich so dass wir als private staatlich anerkannte Hochschule keinerlei Unterstützung vom Staat erhalten.

00:39:44: Also das wissen viele nicht.

00:39:46: aber es ist so, dass wir per se erstmal keine finanziellen Zuwendungen der Länder oder von Bund erhalten und dadurch eben wirklich uns überlegen müssen wie wird das Studium fair finanzieren?

00:39:56: Ich finde auch total wichtig dass es eben nicht nur auf den Unternehmen fußt und auch nur zu einem kleinen Teil auf dem Unternehmen fuhst, denn letztendlich sollen unsere Studierenden unabhängig bleiben.

00:40:07: Und ich glaube, das wäre total ungesund für die Hochschule wenn die Unternehmen das dominieren.

00:40:12: Deswegen haben wir gesagt natürlich wollen wir Studiengebühren erheben denn das macht die Studenten letztendlich unabhängig aber um eben dafür sorgen zu können dass sich jeder leisten kann und dass wir den mit dem größten Potenzial und Talent nehmen können nicht die mit den reichsten Eltern einen Partner gefunden, die Chancengenossenschaft, die mit uns dieses Modell des umgekehrten Generationenvertrags umsetzt.

00:40:36: Es ist ein Modell was es auch an anderen Hochschulen immer öfter gibt.

00:40:40: Es gibt ja auch andere Anbieter in dem Bereich das aber trotzdem in Deutschland immer noch sehr unbekannt ist.

00:40:45: und das funktioniert so dass die Studierenden bei uns zunächst kostenfrei studieren und dann die ersten zehn Berufsjahre einen prozentualen Anteil ihres Gehalts Zurückzahlen.

00:40:56: Man könnte fast sagen in vereinfachter Form so eine Art Adventure Capital für Studierende, aber es funktioniert auch sehr ähnlich wie zum Beispiel BAföG und orientiert sich vor allem daran dass die Studierenden immer nur zurückzahlen müssen wenn sie wirklich ein Einkommen haben Und ermöglicht die Studierenden dadurch eine super Flexibilität später nach dem Abschluss.

00:41:18: Also wenn sie beispielsweise was gründen und ein paar Jahre nur ein ganz geringes Einkommen haben, dann müssen Sie auch nichts zurückzahlen, denn es gibt eine Mindeseinkommensschwelle.

00:41:25: oder wenn Sie irgendwie eine Weltreise machen oder was auch immer, dann müssten Sie in der Zeit nicht zahlen.

00:41:28: Es ist anders als einen Kredit eben nicht dieser ständige Rückzahlungsdruck da sondern wir sagen ganz klar, wenn du etwas verdienst, dann kriegen wir auch was davon ab Und das incentiviert uns als Hochschule natürlich auch total dazu irgendwie dafür zu sorgen, dass du gut ausgebildet bist.

00:41:44: Das hört sich so kompliziert an!

00:41:45: Da musst du dann jedes Mal Aussetzungsverträge irgendwie haben oder irgendwelche Hinweise, wann man geht's gerade?

00:41:49: Wann geht es nicht?

00:41:50: Wie weißt ihr das nach?

00:41:52: Dann ist der Zeitraum relativ lang und dann verdient er eine Achtzigtausend, der andere Hundertsechzig, der Andere nur vierzig.

00:41:57: Das hört sich für mich irgendwie sehr kompliziert auf.

00:41:58: Das ist auch total kompliziert... Deswegen machen wir das mit dem Partner und nicht selber.

00:42:03: Also die Chancenglossenschaft hat sich eben dem verschrieben und darauf spezialisiert, da gibt es ja auch echt lange Laufzeiten.

00:42:09: also wie du schon sagst ich mein dass das kann so wie fünfzehn-zwanzig Jahre dauern bis da ein Student irgendwie dann das zurückgezahlt hat.

00:42:18: denn wenn er eben auch mal mehrere jahre ausgesetzt hat dann zählen die zehnjahre ja nicht.

00:42:24: insofern kann sich das durchaus hoch addieren.

00:42:26: Aber das machen wir eben mit dem Partner.

00:42:28: und was du sagst jetzt hier mit Aussetzungsanträge und so, aufwendig ist es gar nicht.

00:42:32: Letztendlich ist es so die Studierenden verpflichten sich dazu wenn sie dieses Modell in Anspruch nehmen einmal im Jahr ihre Steuererklärung vorzulegen, Ihre persönliche Einkommenssteuererklärungen Und aus der Einkommensteuer Erklärung geht hervor was Sie verdient haben.

00:42:45: Das wird einfach angesetzt.

00:42:46: Wenn's niedriger ist dann fließt halt nichts.

00:42:49: mal über konkrete Zahlen gesprochen.

00:42:51: Ich habe sowas in dem Kopf, so roundabout siebenundfünfzig Euro meine ich bei euch gelesen zu haben wir so ungefähr die Betracht.

00:42:56: Kommt das hin?

00:42:57: Genau also du kannst dich auch entscheiden cash zu zahlen.

00:42:59: Wir haben sogar überlegt ob wir das anbieten wollen haben uns aber dazu entschieden, das zu machen.

00:43:03: Weil wir gemerkt haben wenn es nur diese Späterzahloptionen gibt dann vermuten da alle so eine Falle hinter oder so und deswegen...und das ist wirklich überhaupt nicht die Intention des Ganzen und deswegen bieten wir genauso gut an dass sie direkt bezahlen können.

00:43:17: Siebenhundertfünfzig Euro im Monat beziehungsweise knapp siebundzwanzigtausend Euro führen für ein Bachelor-Studium und das bewegt sich im üblichen Feld von privaten Hochschulen.

00:43:28: Da muss man noch mal sagen, ich finde es ja teilweise grotesk wenn man über euch Artikel gelesen hat haben sich die Leute aufgeregt Das war ja ein ganz schönes Fund an Geld, siebenundzwanzigtausend Euro für einen Bachelor.

00:43:37: Wenn ich mich da international umgucke geh mal irgendwie nach Stanford.

00:43:40: Es mag jetzt irgendwie der superlativ schlechthin sein aber da bist du ja mit fünfzig sechzig K pro Jahr dabei.

00:43:45: Also dann muss man ja sagen wir sind danach ziemlich verwöhnt.

00:43:48: eigentlich.

00:43:48: Mein Eindruck ist ganz klar, dass einfach diese Bildung in den USA knapp vier bis fünfmal so teuer ist für mehr oder minder dieselbe Leistungen.

00:43:56: Jetzt können wir bei Stanford und Harvard sagen okay die haben natürlich einen krassen Ruf von alles dann stimmt auch.

00:44:00: aber es gibt noch andere Anbieter diesen trotzdem viel teurer und liefern glaube ich nicht viel mehr als wir.

00:44:05: das ist halt einfach dieses Die andere Kultur da in Deutschland, ich meine wir bewegen uns letztendlich auch eine Markt der völlig verzerrt ist.

00:44:12: Also die aller allermeisten unserer Wettbewerber sind komplett kostenlos und zwar die staatlichen Hochschulen.

00:44:19: Und ich mein das finde ich ja auch gut.

00:44:20: Ja das finden wir glaube ich alle gut dass Bildung in Deutschland eben jedem offen steht.

00:44:26: Ich glaube dass es Modelle geben kann mit denen Auch wir private Hochschule viel besser vom Staat unterstützt werden können.

00:44:33: und ich verstehe auch nicht warum jetzt jemand der bei uns sich für ein Studium entscheidet, sozusagen gleichzeitig die staatlichen Hochschulen mitsumpfensioniert über seine Steuern.

00:44:42: Aber zusätzlich sein Studium bei uns selber tragen muss.

00:44:45: Das ist einfach total unfair und da sollte es Lösungen geben wie das eben dass auch wir pro Student einen Fixbetrag vom Staat bekommen.

00:44:54: Und da bin ich mal sehr gespannt, ob sich in dem Bereich auch wirklich mehr tut.

00:44:58: Jetzt bei eurem Refinanzierungsmodell.

00:44:59: Wenn ich sage, ich will die Kiste machen, dass ich zehn Jahre lang einen Teil von meinem Gehalt zurückzahle, sechs Prozent.

00:45:04: Gibt es dann ein Cap oder irgendwie eine Obergrenze?

00:45:07: Weil das ist ja relativ vielleicht ausgerechnet, siebenundzwanzigtausend Euro.

00:45:10: Da gibt's vielleicht den ein oder anderen, der sagt so ach hey!

00:45:12: Ich habe irgendwie einen ersten Exit hingelegt und ich würde euch das jetzt gerne komplett überweisen.

00:45:15: So ne Bank nimmt dann irgendwie dafür Zinsen für diesen Ausfall.

00:45:20: Wie ist das bei euch geregelt?

00:45:21: also wenn ich jetzt sage ich will auf einen Schlag zahlen Sie verdienen sehr gut.

00:45:23: Dann sind ja sechs Prozent, sind aber immer mit irgendwie hundertzwanzig K deutlich mehr als bei mal mit sechzig.

00:45:28: Also wir haben tatsächlich einen Cap drin und zwar vom Doppelten des ursprünglichen Studienbetrags.

00:45:34: Das heißt vierundfünfzigtausend Euro.

00:45:35: in dem Fall zahlst du maximal und die kannst doch jederzeit zahlen ein bisschen komplett raus.

00:45:39: dann musst auch deine Einkommenssteuerklärung nicht mehr offenlegen.

00:45:42: vielleicht will das ja auch jemand irgendwann nicht.

00:45:45: Gleichzeitig geht das natürlich einher mit der klaren Erwartungshaltung, dass der erste Milliardär, der von der Code kommt, dann hoffentlich trotzdem sechs Prozent davon spendet.

00:45:55: Das ist eine kulturelle Sache, das zu

00:45:57: kriegen!

00:45:58: Bevor wir mal zu unseren letzten beiden Themen kommen, also einmal wollte ich euch fragen wie du da vorgegangen bist?

00:46:02: Ich habe irgendwie so ne sehr coole Messengergruppe... Wer sich das auch mal angucken möchte, digitalcompact.de-messenger.

00:46:08: die frage ich teilweise regelmäßig was wollt ihr wissen von so Leuten wie dir?

00:46:12: Da kam zum Beispiel die Frage mit der Internationalisierung her.

00:46:14: eine andere spannende Frage fand ich weil ich das persönlich nicht kannte.

00:46:17: da war irgendwie die Frage Wie schnell schaffen wir es eigentlich mit so einem Ansatz wie du ihn jetzt vorsiehst dass man Developer auf nem praktischen Niveau ausbildet Was so in etwa in der Liga spielt?

00:46:26: und die Hochschule kennst du vielleicht ich kann sie nicht Sachte mir gar nichts fairerweise.

00:46:34: Du bist ja vielleicht bewandert da, kannst du mal sagen wer dich so inspiriert hat?

00:46:37: Das glaubst du?

00:46:37: wie lange dauert das wirklich um da Traction aufzunehmen?

00:46:41: Tja also das hängt glaube ich sehr von den individuellen Studierenden ab.

00:46:46: Also ich meine ich sehe hier auf unseren vielen Veranstaltungen die wir für Jugendliche machen.

00:46:51: Du, da sind fünfzehnjährige, die da sind Top Takies, Top Programmierer deutlich besser als ich.

00:47:00: Und klar, wenn ich die irgendwie aufnehme, dann kann ich denen eigentlich noch ein halbes Jahr vielleicht ein paar Social Basics und ein paar wissenschaftliche Sachen beibringen.

00:47:10: Aber viel mehr muss sich da nicht mehr tun so mal ganz vereinfacht gesprochen.

00:47:14: Andererseits gibt es natürlich andere Leute, die stehen ja noch mehr am Anfang.

00:47:19: Deswegen glaube ich ist es wichtig dass man eben jedem so einen Studienkonzept bietet wo wo jeder seine eigenen Stärken und Schwächen einbringen kann.

00:47:27: Und eben auch die eigene Studiendauer damit im Übrigen auch mit beeinflussen kann, also bei uns kannst du auch kürzer studieren als drei Jahre wenn du schon sehr viel Erfahrung mit bringst.

00:47:36: Das können wir abbilden über dieses Modell und das ist auch erlaubt.

00:47:40: Ich glaube internationale Vorbilder.

00:47:42: was ich sehr spannend finde ist einerseits die Carondeux oder die Forty-Two aus Paris und mittlerweile auch Freeman by San Francisco vor knapp drei, vier Jahren gegründet wurde von einem französischen Teco-Millardier dem Xavinil.

00:47:58: Der selbe Mann der übrigens auch diese Station F in Paris derzeit groß macht diesen größten Cobaking Space der Welt.

00:48:05: und das ist wirklich beeindruckend was in Paris alles passiert.

00:48:08: In Frankreich gibt es generell viel mehr Angebote im Attack Bereich und praxisnahe Softwareentwicklung ist in Frankreich irgendwie selbstverständlich.

00:48:16: also da gibt's so viele Anbieter mittlerweile.

00:48:18: Das ist fast schon beängstigend für mich als Deutschen und sozusagen jemand der hofft, dass Berlin der Starter Potspot Europas bleibt.

00:48:27: Kannst du eigentlich nochmal zusammenfassen?

00:48:29: Was sind denn die Herausforderungen, die Hochschulen wenn man sie jetzt so dekliniert wie du das machst?

00:48:34: also vor welchen Herausforderungen stehen die Eich?

00:48:35: Du hast schon ein bisschen gesagt es muss mehr schaffen Begegnungsstätte zu sein, du musst Praxis nahe sein also diese Projektbezogenheit.

00:48:42: aber was sind noch irgendwie so die groben zentralen Herausforderungen die du gerade siehst?

00:48:46: Naja, also ich glaube natürlich ist eine aktive Herausforderung für uns auch jetzt einfach für mich in der Umsetzung unseren Weg unsere Mitte zu finden zwischen eben diesen ganzen innovativen Ansätzen die wir gutfinden wie wir sehen in der Welt und natürlich eben der staatlichen Anerkennung.

00:49:04: Ich glaube das wird sehr spannend auch mit denen diese Diskussion zu führen und hoffentlich innovationstreiber zu sein.

00:49:10: Was bedeutet das denn eigentlich?

00:49:11: Also du sozusagen als Fachhochschule muss man mal sagen Also wenn ihr dieses Label kriegt, seid ihr staatlich anerkannt.

00:49:18: Was hast du da für einen Vorteil von?

00:49:20: Ich hab tatsächlich lange überlegt ob wir das überhaupt machen wollen.

00:49:24: Gerade hier in Berlin war eigentlich sehr oft auch der Tenor dass alle gemeint haben so ach braucht sowieso keiner Abschlüsse und so Teil überbewertet.

00:49:31: Und ich glaube auch, dass es bei den Arbeitgebern tatsächlich keine besondere Rolle spielt ob unsere Studierende diesen Abschluss haben oder nicht.

00:49:39: Denn was wir bieten können ist etwas viel besseres als ein Abschluss.

00:49:41: Jeder Studierender hat einen Kompetenzprofil wo genau drin steht worin er gut ist und wo nicht.

00:49:47: Jede Studierenden hat eine Art digitale Projektmappe wo irgendwie die fünfzehn Projekte stehen an denen sie gearbeitet hat in ihrem Studium.

00:49:56: Das sagt ja viel mehr aus aber... Ich glaube, dass für Außenstehende und Außenstähne sind in dem Fall zum Beispiel Eltern.

00:50:06: Und aber auch die Schüler, die Bewerber selbst, die ja noch sehr jung sind und irgendwie noch nicht viel gesehen haben vom Leben.

00:50:13: Dass sie sich natürlich davon verunsichern lassen wenn man eben nicht akkreditiert ist... muss auch sagen, ich glaube, ich selber hätte mich da nicht so megawohl mitgefühlt.

00:50:23: Und da wir eben nicht das Risiko eingehen wollten, da eine mindere Qualität an Bewerbern zu bekommen haben uns entschieden wirklich mit der Akkreditierung das durchzuziehen.

00:50:31: und gleichzeitig treibt uns mittlerweile auch, muss ich sagen wirklich die Motivation ja wie ich das gerade gesagt die Innovationstreiber zu sein und das deutsche Hochschulsystem auch ein bisschen von innen heraus zu innovieren.

00:50:42: Du disruptest... Nicht von außen heraus!

00:50:45: Ja disrupten ist ja, das hören die nicht gerne, sagen wir innovieren.

00:50:49: Du sagst ja eigentlich, dass du im Prinzip als Unternehmer hingegangen bist und hast eine verrückte Idee gehabt.

00:50:54: Eine Sache zu verbessern einen Missstand oder etwas von dem du denkst das man es besser tun kann was ja kerneunternehmerisch ist.

00:51:00: nun ist das aber in einem Segment was irgendwie stark durchreguliert ist was wahrscheinlich gelinde gesagt keine Ahnung hat es am Anfang.

00:51:06: also ich hätte zumindest keine davon wie meine Hochschule aufbaut.

00:51:08: Was hast du da getan?

00:51:09: Wie bist du vorgegangen?

00:51:10: Ich habe vor allem also das wichtigste Auf diesem Weg war tatsächlich, dass ich meine beiden Mitgründer kennengelernt habe.

00:51:16: Meine beiden Mit- gründer haben beide in Wittenherdecke studiert und haben danach auch schon mal eine Hochschule im Gesundheitsbereich tatsächlich in Köln aufgebaut also fachlich ein ganz anderer Bereich aber auch einer Hochschulle d.h.

00:51:29: auch wirklich diesen Weg der Akkreditierung der staatlichen Anerkennung von der Idee bis zum ersten Absolvierenden mit begleitet haben das aber eben als Angestellte getan für den Unternehmen Und die hab' ich dann kennengelernet gemerkt, dass ich da wirklich zwei Jungs hab die diese ganzen wirren Ideen und Gedanken die ich habe irgendwie die richtigen Fachwörter kannten.

00:51:51: Und mir helfen konnten das wirklich zu formulieren und eben auch mir zeigen konnten wie man denn so etwas dann in dieser Form gegossen bekommt oder anerkannt bekommt.

00:52:01: Das war eigentlich der wichtigste Schritt.

00:52:03: was diesen ganzen Anerkennungsprozess angeht ist es so, dass Bildung zwar Ländersache Aber die Länder machen das mittlerweile alle so, dass sie diesen Prozess der staatlichen Anerkennung an den sogenannten Wissenschaftsrat auszurschen.

00:52:18: Also der Wissenschaftsrad ist ein nationales Gremium was eben einen Service sozusagen für die Länder anbietet und dieser Service nennt sich Konzeptprüfungsverfahren zur Anerkernung nichtstaatlicher Hochschulen.

00:52:28: Und die Länder sagen dann alle super da müssen wir selber eben das nicht mehr alle individuell machen Sondern wir leiten diese Anträge von Neup zu gründen im privaten Hochschule an die Wissenschaft Was glaube ich auch eine gute Sache ist, damit es ein bisschen einheitlicher alles wird.

00:52:45: Und der Wissenschaftsrat prüft das dann... Neun Monate lang gibt dann ein Votum ab und auf Basis dieses Votums kann sich das Land entscheiden, was es machen will.

00:52:54: Ob er es anerkennen will oder nicht.

00:52:55: Und wir haben letzten Januar die ersten Gespräche hier mit dem Wissenschafts-Seenat in Berlin geführt Haben dann im Juli unseren Antrag eingereicht.

00:53:04: Hundertfünfzig Seiten Den meine Jungs da zum Glück sehr schnell formulieren konnten Haben den zu Mitte September den Wissenschaftsrat weitergeleitet.

00:53:14: Der hat jetzt neun Monate gebraucht und jetzt steht uns ... Entscheidung ins Haus.

00:53:19: Ich darf verraten, heute kriegt ihr ja sein Antwort ne?

00:53:21: Der Tom sitzt hier auf heißem Kohl in heute!

00:53:24: Okay er ist ein bisschen wie im Sport.

00:53:26: Er hat es auch gar wieder gelesen... Also wenn die FIFA zum Beispiel neue Fußballregeln ablassen will, einrichten will dann haben sie auch irgendwie den E-Fab oder Formel I genauso und das ist sozusagen so ein bisschen Gremium was das einordnet.

00:53:37: und dann hast du aber eigentlich den Verband der entscheidet was übernehmen wir davon?

00:53:40: machen wir das so so ein bischen so eine?

00:53:42: Ja, ausgelagerte oder ist es eine Out-Gesorste Beobachtungsstanz.

00:53:46: Wie ist das mit der Geschwindigkeit?

00:53:48: Weil ich erinnere mich so die Akkreditierung von so einer Hochschule bild' ich mir ein, dauert eigentlich mal so fünf bis sieben Jahre.

00:53:53: Ich weiß dass Hassoplattner damals wollte ja auch über den Potsdam eine Hochschulle gründen hat dann am Ende des Tages das HPI also das hassoplattener Institut gegründet was an die Uni Potsdamm angedockt ist Also so ein bisschen die ganz harte Oxentur vermieden.

00:54:06: wahrscheinlich aus gutem Grund Ist das eine Schwierigkeit.

00:54:09: Also ich tatsächlich wundere mich manchmal, dass das so Plattener was gemacht hat.

00:54:13: Ich kann auch die damaligen Begebenheiten nicht nachvollziehen aber ich glaube ohne... ... ohne dem HPI zu nahe treten zu wollen, ist ja auch eine wirklich gute Institution.

00:54:22: Aber ich glaube das, weil du gerade sagtest da den... Ich glaube es ist fast aufwendiger sich mit einer so großen Universität wie der Uni Potsdam zusammenzutun und das hat halt auch sehr viele negative Implikationen die wir eben nicht haben wollten.

00:54:35: Wir wollten unabhängig sein und freien unseren Entscheidungen und uns nicht eben an den Studienordnung und Prüfungsordnungen und Zulassungsbestimmungen

00:54:44: usw.,

00:54:45: dieser anderen Uni orientieren müssen.

00:54:47: Und ich glaube leider Also was sehr Schönes und auch wirklich gut gedacht ist.

00:54:53: Im deutschen Hochschulwesen ist das, dass Hochschulen funktionieren eigentlich auf eine sehr demokratische Art und Weise.

00:54:58: Und es hat sichergestellt auch durch diesen ganzen Anerkennungsprozess, dass eine Hochschule eben nicht sozusagen wie ein Unternehmen einen CEO oder ein paar Shareholder hat und die regieren dann durch sondern die Professoren bestimmen eben sehr maßgeblich was an dieser Hochschulle gemacht und gelehrt und geforscht wird.

00:55:18: Das hat viele Vorteile sorgt auch dafür, dass Lehre und Forschung frei bleibt.

00:55:24: Hat aber natürlich den Nachteil das Hochschulen dadurch automatisch sehr zügig zu so Decision-by-Comity-Dingern werden wo halt irgendwie ganz viele Kompromisse getroffen werden.

00:55:34: und ich glaube je größer eine Hochschule ist die staatlichen sind sehr groß dann ist es auch ein unglaublich politischer Apparat und deswegen haben wir für uns von Anfang an gesagt die eigene Anerkennung ... smarter und leichter.

00:55:48: Aber es kann auch sein, dass sich da viel geändert hat.

00:55:50: Also das Land Berlin.

00:55:50: was zum Beispiel das Land Berlin so attraktiv macht... ...das was ich eben ansprach ist,... ...dass das Land berlin sagt ihr müsst diese wirkliche... ...Programm-Akreditierung der Studiengänge, das was du wahrscheinlich aus so einem Kopf hast,... ...Das was viele kennen, das müssen wir erst im laufenden Studienbetrieb machen und das... ...müssen wir eben nicht

00:56:07: vorabmachen.".

00:56:09: Wie ist generell die Landesregierung unterstützt, die dich bei deinem Vorhaben?

00:56:12: Oder ist das eher eine Ochsentour?

00:56:14: Also Politik ist ja immer so ein bisschen schwierig.

00:56:16: Das ist ja oft so man will sich mit bunten Fehlern schmücken.

00:56:19: und dann ist aber auch die Frage welche Einflussmöglichkeiten hast du.

00:56:21: Du sagst die engagieren sich eigentlich nicht so stark was die Bezahlung angeht im Bildungsbereich wie wirst du da bisher unterstützt?

00:56:27: also Tatsächlich ist das Interesse riesengroß.

00:56:32: Sowohl hier in Berlin als auch eben mit der bisherigen NRW-Landesregierung, also auch mit den neuen NRW Landesregierungen, wo wir jetzt interessanterweise im Koalitionsvertrag der CDU und FDP für die neue NRW Regierung namentlich genannt werden als Vorbild, mit dem möglichst in Kooperationen eine hochschulen NRW umgesetzt werden soll.

00:56:57: Da bin ich echt mal sehr gespannt, was wir da machen.

00:56:59: Der Punkt ist dann immer relativ schnell wenn es dann halt ans Geld geht also auch um eine finanzielle Unterstützung geht, dann ist das sehr kompliziert.

00:57:07: Das liegt einerseits daran weil kein Geld da ist andererseits daran, weil es natürlich sehr viele Vorgaben gibt so zum Beihilferecht und so wo man auch gar nicht so leicht sowas unterstützen kann selbst wenn man es will als Politiker.

00:57:18: Aber ich sage mal, für uns ist es eigentlich viel wichtiger, dass dieser regulatorische Rahmen das verlässlich ist.

00:57:25: Wir müssen zum Beispiel auch bei so etwas wie der Berufung von Professuren immer wieder... Also die können wir nicht selber berufen, sondern die berufen das Land und da müssen wir mit dem Land sehr eng zusammenarbeiten.

00:57:34: Und mir ist wichtig, dass sich da das Gefühl hat ein verlässlichen Partner zu haben, mit dem wir in einem regelmäßigen Austausch sind.

00:57:41: Das habe ich tatsächlich!

00:57:43: Wie ist das mit Elite Siegel, die es ja so im MBA-Bereich gibt?

00:57:46: Gibt's sie bei euch eigentlich auch.

00:57:47: Also du hast ja wenn du eine Business School machst teilweise diese Siegel wo dann Studenten teilweise drauf gucken suche ich mir diese oder jene Uni aus.

00:57:54: also war ja bei der Apps irgendwie gerade zum Thema Ziegler verloren hatten, da gibts das bei euch auch oder eher nicht so?

00:58:00: Ich glaube, dass ist letztendlich das Siegel die individuelle Akkreditierungsagenturen vergeben.

00:58:05: Die dann irgendwelche Regeln aufstellen und so aber keine Ahnung.

00:58:08: ich glaube nicht, dass wir sowas hinkriegen mit unserem ja also völlig anderen Studienkonzept.

00:58:12: Ich glaube nicht dass ein Siegelschon geschaffen wurde was darauf passt wenn es irgendwelchen coolen Siegel geben sollte weltweit für besonders sozusagen Projekt orientierte projektbasiertes Lernen und erfahrungsorientiertes lernen und so da wäre ich sofort dabei.

00:58:26: aber ich glaube jetzt so ein klassisches FIBA A hier und da supertoll Premium zertifiziert, also ich glaube ehrlich gesagt nicht an Siegel.

00:58:34: Also wir haben ja viele andere Dinge die wirklich zeigen dass wir da was Sinnvolles tun beispielsweise unsere ganzen Unterstützer und so und ich glaube die wiegen gegen jedes Siegel auf Denkt

00:58:45: ja eigentlich drüber nach, das perspektivisch auch auszuweiten in jüngere Bereiche.

00:58:49: Also man könnte zum Beispiel sagen ihr macht so eine Art Summer-School für Schüler oder so die dann perspektive vielleicht reinrutschen könnten in eure Geschichte.

00:58:56: Wir machen sehr viel für Jugendliche schon.

00:58:58: also wir haben eben diese Code und Design Initiative gegründet Machen alle paar Monate in großen deutschen Städten Haben das jetzt in Hamburg Berlin München Köln Machen es jetzt in Stuttgart Frankfurt usw.

00:59:10: Programmiercams in den Ferien gemacht, mit über fünfhundert Schülern bisher und vier Tage lang.

00:59:18: Das sind wirklich spektakuläre Events.

00:59:20: da haben wir auch ein paar coole Videos zu kann ich dir mal geben.

00:59:23: Da machen wir super viel.

00:59:24: das wollen wir total ausbauen.

00:59:25: dass einerseits weil das natürlich für uns als Hochschule spannend ist aber andererseits auch weil ich wirklich merke der Bedarf ist so groß.

00:59:33: Wir müssen wirklich das auffangen was die Schulen nicht leisten wollen Teilweise einfach auch nicht leisten können und ich glaube wir können da wirklich ein Verein aufbauen, der jedes Jahr irgendwie tausende... Jugendliche in diesem Bereich weiterbilden?

00:59:48: Ich finde das unfassbar wichtig.

00:59:50: Also ich finde, Schulbildung geht massiv teilweise an dem vorbei was du brauchst sei es unternehmerische Sachen, Social Media Kompetenz programmieren können und so weiter und sofort.

00:59:59: Stichwort hast Du gerade gesagt hast EURO Unterstützer.

01:00:01: vielleicht letzter Punkt dass wir mal ein bisschen über die Financiers reden.

01:00:04: wenn nicht jetzt irgendwie Zuhörer wäre und höre so Krals ein Firma kommt da an und gibt den Typen hunderttausend Euro dann müssen die Arme Studenten auch noch zahlen teilweise über zehn Jahre und ihre Prozente la la la.

01:00:15: Du musst immer ein bisschen eindampfen.

01:00:17: Vielleicht kannst du mal die Mechanics aufmachen?

01:00:20: Wie viel kostet so eine Hochschule, wie einfach hart ist das, profitabel damit zu arbeiten?

01:00:24: Wie setzt sich das zusammen mit Eurer Ordennahme-Schleife sozusagen?

01:00:28: Ja gerne!

01:00:29: Also genau ich kann es verstehen dass das einerseits erwirkt und es ist ja auch so.

01:00:32: wenn man jetzt zum Beispiel diese siebenund zwanzigtausend Euro Studiengebühr sieht dann klingt das ja für einen Privatpersonen als wirklich viel.

01:00:39: aber wenn wir uns wirklich aus Unternehmenssicht betrachtet und von einem dreijährigen Studium ausgeht vielleicht sogar noch länger weil Der Betrag erhöht sich nicht, wenn du länger studierst.

01:00:46: Das ist uns auch sehr wichtig!

01:00:48: Dann krieg ich letztendlich so irgendwie neuntausend Euro im Jahr für quasi eine Rundumbetreuung sag' ich mal fast und das ist ja schwer damit Profitabel zu arbeiten.

01:00:56: Das liegt auch daran weil wir eben durch die staatliche Anerkennung viele Vorgaben haben was zum Beispiel unsere Professoren angeht.

01:01:04: Promovierte Leute sein mit gehöriger Berufserfahrungen.

01:01:08: Also unsere Profs können eigentlich gar nicht unter Mitte dreißig seien, sogar perspektivisch eher älter und sind ja dadurch wirklich auch...

01:01:15: Das ist einfach kacke!

01:01:16: Wie sollen die denn noch so die modernen Sachen kennen?

01:01:18: Ja

01:01:19: das trägt halt unser Studienansatz.

01:01:20: Denn bei uns sind Professorinnen eher sowas wie Mentoren und gar nicht die primären Wissensvermittler.

01:01:25: Die primären Wissenschaftler sind bei uns Studierenden, das Selbststudium und die Dozenten Und die Professoren haben die Aufgabe wirklich diesen Prozess zu gestalten, zu moderieren, zu mentoren und eben diese Dozenten auch mit einzubeziehen.

01:01:38: So lösen wir das sozusagen ein bisschen.

01:01:40: Aber ich sage mal trotzdem... Das sind ja irgendwie gestandene Persönlichkeiten, ja?

01:01:43: Die verdienen auch ordentliche Gehälter.

01:01:45: da müssen wir auch übrigens auch natürlich wieder mit dem Staat konkurrieren der ja letztendlich durch ihre durch die Verbeamtungen also sozusagen völlig praxisfremde Konditionen anbieten kann auch was Pensionsansprüche und so angeht Und das müssen wir natürlich mehr damit matchen.

01:01:59: Witzigerweise ist es sogar so, dass wir das gar nicht deutlich übertreffen dürfen.

01:02:02: also wenn wir zu häufig irgendwie zugute Gehälter-Professoren bieten dann kriegen wir Ärger mit dem Land weil wir sozusagen... Wir sollen halt nicht den staatlichen Hochschulen zu viel Konkurrenz bei den Gehätern machen dürfen wobei das ohnehin sehr schwierig wäre das abzubilden.

01:02:19: Ja und dann kommt vieles zusammen.

01:02:20: ich meine auch die ganzen Räumlichkeiten.

01:02:22: all das kostet ja, kostet Geld, wir haben eine große Hochschulverwaltung Viele kleine Dinge kommen zusammen und ich kann nur sagen, am Schluss braucht man viele, viele hundert Studierende jedes Jahr.

01:02:37: um damit auf den Break-even zu kommen.

01:02:38: Wie

01:02:39: lange glaubst du, bis ihr profitabel seid?

01:02:41: Ich glaube dass wir das schaffen können in fünf sechs Jahren profitabel zu sein wobei profitabel ist immer so ein Wort.

01:02:47: das klingt so als würden wir Profite machen.

01:02:50: also ich nenne es eher break even weil wir sicherlich vor allem reinvestieren.

01:02:56: ich denke keiner unser Unterstützer ist ernsthaft irgendwie an irgendwelchen Ausschüttungen oder so interessiert sondern wir wollen halt wirklich was großes aufbauen und ich glaube dass wer's vor allem erreichen kann indem Weiterbildung, Executive Education viel anbieten können.

01:03:11: Und ja und das ist natürlich nochmal ein ganz anderer Bereich neben was machen können.

01:03:16: Du hast ja auch viele bekannte Geldgeber so aus der Business-Endel Szene vielleicht kannst du ja mal dazu sagen wer da so vertreten ist und wieviel ihr eigentlich eingesammelt habt was damit passiert?

01:03:23: Ja gerne.

01:03:24: also ich bin eben selber sehr lange in der Szene unterwegs Diese Leute auch alle angesprochen, weil wir sind einfach kein klassischer Investment Case.

01:03:35: Das muss man dazu sagen.

01:03:36: Ich habe das ja eben umrissen.

01:03:38: Wir wollen nicht profitgetrieben sein.

01:03:40: Wir sind keinen Hockey Stick Venture Case.

01:03:42: D.h.,

01:03:42: institutionelle Investoren fallen eigentlich völlig für uns flach und... Und am Schluss glaube ich, dass das sowas irgendwie am besten wirklich von Menschen getragen werden kann.

01:03:52: Von Privatpersonen die selber hinter der Vision stehen und die auch diesen langen Horizont haben können wirklich zu sagen Ich will mal jahrzehntelang etwas mit aufbauen und bin da eben nicht zwingend Rendite oder Vorlaufzeiten getrieben.

01:04:06: Das sind dann alles so super Angels sag' ich mal wie zum Beispiel Rolf Schrömmgens Der Trivago Gründer Aber auch der Benjamin Otto von der Otto-Familie oder eben der Udo Schlömer, dann der Florian Heinemann.

01:04:21: Die sind auch alle nicht verarmt.

01:04:22: Hast du gut gewählt?

01:04:23: Ja

01:04:23: die sind halt alle erfolgreich und damit sind sie halt doppelt interessant für uns finanziell interessant aber auch eben durch ihr Netzwerk, durch ihre Expertise.

01:04:32: ja die Check-Fürundzwanzig Gründer sind mit dabei Und dann auch viele andere Szene Persönlichkeiten wie irgendwie Christian Vollmann, Verena Paus da.

01:04:43: Felix Haas Frank Thelen also alles Leute die das im Motor stützen und die auch alle ganz klar wissen dass das ja letztendlich eher einem philanthropischen Ansatz folgte als einen wirklichen Investment.

01:04:56: Aber jetzt hast du die alle, wie lange hat es so Hand aufs Herz gekostet da irgendwie Land in sich zu kriegen?

01:05:01: Wenn du rumrennst und sagst Hallo ich hätte gerne dein Geld für eine Sache die eher philanthropisch ist, die die Zukunft geplant ist mit Bildung zu tun hat war's hart?

01:05:09: Es war schon hart.

01:05:10: also das hat schon gedauert und das habe ich sicherlich letztendling über Jahre und Jahre vorbereitet.

01:05:16: Viele wussten auch, dass ich diese Idee schon länger habe und dann war das sozusagen schon vorgewärmt.

01:05:21: Es geht auch Schritt für Schritt also manchmal brauchst du den einen um den anderen zu kriegen.

01:05:29: die ersten sind die schwierigsten weil es ja auch Trustsignal sind Und manche verlierst da auch am Ende plötzlich wieder, weil dadurch dass sich das dann alles so zieht habe ich auch wieder lernen müssen.

01:05:39: So wenn dann ein Commitmenten halbes Jahr alt ist, kann sich auch mal was geändert haben und dann haben die Leute plötzlich irgendwie gerade ganz viel Geld in etwas anderes stecken müssen und nichts mehr übrig.

01:05:48: Das sind ja wirklich eine Menge Gesellschaftler und es hat schon gedauert.

01:05:51: aber mir war auch wichtig, dass das viele sind bzw.

01:05:55: auch verschiedene Persönlichkeiten aus der Szene.

01:05:58: Wir hätten auch die Möglichkeit gehabt zu sagen, wir machen das irgendwie mit ein oder zwei.

01:06:02: Die stecken dann selber sehr große Beträge rein.

01:06:04: Das wurde mir tatsächlich angeboten und wie du selbst schon feststellt, dass haben wir einige Leute in diesem Kreis, die das auch tun könnten finanziell aber wir wollten es eigentlich eben auf so eine breite Unterstützerbasis stellen und zeigen ist wirklich ein Community Effort, ein Start-up-Szenen-Effort insgesamt und es ist halt nicht der verlängerte Arm eines bestimmten Unternehmens oder Unternehmer.

01:06:25: Ja spannend also ich Ich bedanke mich mal für die ganze Jugendstelle vertreten bei dir.

01:06:30: Ich find das sehr respektabel, dass du dich für diese Szene so einsetzt sei es durch ein Verband der Interessenwart oder jetzt irgendwie eine Hochschule wie für die nächste Generation eigentlich sorgt, dass sie gebildet wird.

01:06:39: Das finde ich verdient Respekt und das finde ich sehr gut, dass Du das machst.

01:06:42: dafür ganz viel Glück!

01:06:43: Ein paar Aufrufe haben wir bestimmt noch am Ende, ne?

01:06:45: Also werden einen schon.

01:06:47: Veta sollen ihre Töchter irgendwie her schicken oder die Töchter selber direkt kommen.

01:06:50: Manchmal hören vielleicht die Papas eher zu, immer hohe männliche Zielgruppe.

01:06:53: Also Frauen sollen sich mal bewerben bei euch als Studenten dann Professorn seid ihr bestimmt auch auf der Suche, oder?

01:06:58: Ja, Professoren suchen wir immer also gute Leute... üblicherweise promoviert sein müssen, aber die ganzen Details sind auf unserer Website und wir suchen natürlich auch Dozenten.

01:07:09: Also dozenten sind ja welche, die sich wirklich frei beruflich einbringen können und die eben nicht zwingend promovierend sein müssen.

01:07:15: Und wir suchen immer ganz generell einfach talentierte Studierende weil ich glaube die machen es am Schluss aus und davon können wir auch nie genügend bekommen.

01:07:22: Was machen jetzt Unternehmen, die unter zwanzig Mitarbeiter sind?

01:07:24: Kein Hunderttausend Euro auf dem Konto haben wir mit euch kooperieren wollen.

01:07:27: Also tatsächlich erarbeiten wir gerade auch schon erste Ansätze eben für kleinere Partnerschaften... Also wenn ich jetzt mal ein mittelgroßes Unternehmen habe und schon enger mit uns Partnern möchte, aber sechsstellig vielleicht zu viel ist dann gerne trotzdem auf uns zukommen.

01:07:41: Da haben wir auch andere Ansätze.

01:07:43: Und wenn es halt irgendwie gar nichts finanziell drin ist, weil das wirklich eine kleine Start-up ist, dann trotzdem ja mit guten Ideen und guten Ressourcen auf uns zu kommen.

01:07:52: Also wenn man uns zu sagen, es geht ja nicht immer nur um Geld.

01:07:54: Es geht uns vor allem darum, diese guten Projekte zu gestalten.

01:07:57: Wenn uns jemand wirklich darstellen kann, dass er da interessantes Fachwissen mit einbringen kann in diese Projekten und spannende Perspektiven oder Branchen, die man sonst so gar nicht behandelt.

01:08:06: Dann ist das auch super spannend weil wir wollen am Schluss sicherstellen dass die Studierenden von allem mal etwas gesehen haben.

01:08:11: Gut also wenn die Welt jetzt auf einmal ganz viele Code-Werbe und unseren Podcast hört dann weiß sie was die Stunde geschlagen hat wo ich meine Entwicklung outsource hier.

01:08:20: Spaß beiseite!

01:08:21: Ich denke dir ganz herzlich und ja wie gesagt viel Erfolg Daumen gedrückt.

01:08:24: natürlich für euren Akkreditierungstermin aber generell auch fürs gute Gelingen

01:08:28: Dankeschön.

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